Veröffentlicht von dominikus am 7. April 2011
Seit Ende des vergangenen Jahres hat die Zeitzeugen-Ausstellung "Wir waren Nachbarn" im Berliner Rathaus Schöneberg wieder geöffnet. Das Kunstamt Tempelhof-Schöneberg unterstützt als Initiator und Veranstalter die Erinnerungsarbeit an die verfolgten und jüdischen Nachbarn in Berlin mit dieser beispielhaften Dauerausstellung im Rathaus Schöneberg. Nach einer längeren Phase der Sanierung und der engagierten Mitarbeit durch Freunde und Förderer wie den Verein "fragdoch!" kann die Ausstellung nun in leicht veränderter Form wieder kostenfrei besucht werden. Gezeigt werden in einer Ausstellungsinstallation die Biografien und Schicksale der jüdischen Einwohner und Zeitzeugen Berlins und ihr Leben in bewegten Zeiten.
131 Zeitdokumente wie persönliche Fotos, Dokumente und Berichte halten die Erinnerung an die jüdische Kultur in Berlin aufrecht und wecken das Berlin der Vor- und Nachkriegszeit zum Leben. Sowohl berühmte Berliner Persönlichkeiten wie Künstler und Wissenschaftler, aber auch eindrucksvolle Alltagsschicksale werden in Wort und Bild erzählt und stellen damit ein lebendiges Zeitzeugnis dar. In enger Zusammenarbeit mit den persönlichen Berichten der Zeitzeugen werden Familienschicksale und zeitgeschichtliche Ereignisse verwoben und in der Ausstellung eindrucksvoll dokumentiert. Die geschilderten Themen bewegen sich von der Zeit um 1933 über das Exil, die Deportation und die Ermordung von Angehörigen. Aber auch die Zeit nach dem Holocaust wird in Bezug zur modernen Erinnerungsarbeit und deren Formen thematisiert.
Die Ausstellung wird permanent ergänzt und erweitert. Sie bleibt ganzjährig geöffnet und wird von einer Reihe Rahmenveranstaltungen begleitet. Nähere Informationen zu Öffnungszeiten finden Sie hier.
Veröffentlicht von dominikus am 7. September 2010
Die Ausstellung "Die charité zwischen Ost und West (1945-1992) – Zeitzeugen erinnern sich" widmet sich der Geschichte des Berliner Universitätsklinikums in der DDR.
Mit Hilfe von Zeitzeugen-Berichten, persönlichen Fotos, Ton-Collagen und Dokumenten versucht die Ausstellung den Arbeitsalltag der ForscherInnen, sowie der ärztlichen, pflegerischen und technischen MitarbeiterInnen des Klinikums darzustellen. Auch ehemalige Studenten aus dieser Zeit berichten über Ihre Erlebnisse. Besonders interessant dürfte sein, wie die Politik der Partei die Forschung und die Arbeit in der Charité beeinflusste und zuweilen auch an der Entwicklung hinderte.
Weitere Themen sind die geografische Lage der Charité an der Berliner Mauer und das Überwachungsinteresse durch das Ministerium für Staatssicherheit. In Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Medizin, dem Berliner Medizinhistorischen Museum, der Universität der Künste und dem Abgeordnetenhaus von Berlin konnte eine Ausstellung entstehen, die zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beiträgt. Medienvertreter sind herzlich zum Presserundgang am Dienstag, den 31. August um 11 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin in der Wandelhalle, Niederkirchnerstraße 3-5, 10111 Berlin, eingeladen. Um Anmeldung unter der E-Mail info@achimklapp.de wird gebeten. Die Ausstellung läuft vom 2. September bis zum 31. Oktober 2010.
Quelle: Pressemitteilung der Charité
Veröffentlicht von dominikus am 31. July 2009

Quelle: Bundesarchiv
Das Thema "20 Jahre Mauerfall" beherrscht die ehemalige "Stadt mit der Mauer" natürlich auf jeder Traditionsveranstaltung über das ganze Jahr. So auch die 25. "Lange Nacht der Museen".
Anlässlich des Mauerfall-Jubiläums wurden ehemals getrennte Sammlungen wieder zusammengeführt, Museumsstiftungen wurden neu gegründet und neue Museumsbauten errichtet. Die Kunst, die Jahrzehnte voneinander getrennt verbracht hatte, steht nun erstmals wieder gemeinsam in den Museumsräumen.
Museumslandschaft im Wandel
Zur 25. Langen Nacht der Museen zeigen rund 100 Häuser, was sich 20 Jahre nach dem Fall der Mauer verändert hat: Sammlungen wurden wieder zusammengeführt, neue Museumsbauten errichtet und etliche kleinere und größere Museen, ja ganze Museumsstiftungen neu gegründet. Das reichhaltige Programm spürt diesen Entwicklungen in den Museen besonders nach. Führungen, Performances sowie musikalisch-literarische Darbietungen ergänzen dabei die Dauerausstellungen. Sieben Museen und Ausstellungen sind erstmals dabei: das Deutsche Fußballmuseum Berlin, das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Temporäre Kunsthalle Berlin, die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) sowie die Ausstellungen „Totgeschwiegen“ im Klinikum Krankenhaus Wittenau sowie die Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“ auf dem Alexanderplatz.
Eröffnet wird die Lange Nacht der Museen am Sonnabend, dem 29. August um 18.00 Uhr auf den Stufen des Alten Museums am Lustgarten – hier ist auch der zentrale Umsteigeplatz für die Shuttle-Busse, hier können Spätentschlossene Tickets kaufen. Auf der zum Jubiläum neu gestalteten Webseite www.lange-nacht-der-museen.de finden sich das komplette Programm und alle Routen der Shuttle-Busse.
Quelle: Pressemitteilung "Kulturprojekte Berlin"
Im Vorverkauf kostet das Ticket, inklusive Shuttle-Service, nur 12 € (ermäßigt 10 €) und die Spontanbesucher zahlen am Veranstaltungstag 15 € (ermäßigt 12 €).
Für so wenig Geld so viel Kultur, das sollte man sich nicht entgehen lassen!
Veröffentlicht von dominikus am 10. July 2009
In der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag fiel der sogenannte antifaschistische Schutzwall. 28 Jahre lang trennte dieser Betonklotz Berlin in Ost und West und wurde schließlich in jener Nacht eingerissen.
Diese unbeschreibliche Nacht versucht Renatus Decker mit seiner Anthologie zu beschreiben. Genauer gesagt versuchen dies 25 Autoren aus Ost und West. Für dieses Buch schrieben sie ihre persönlichen Erlebnisse und Eindrücke dieser Nacht auf und schufen ein beeindruckendes Zeitzeugnis. Zu den Autoren gehören beispielsweise Durs Grünbein, Volker Braun, Katja Lange-Müller, Michael Lentz und Uwe Tellkamp.
Am. 14. Juli sprechen drei Autoren im Plenarsaal am Pariser Platz über ihre Erlebnisse.
Thomas Rosenlöcher, der in Dresden auf die Straße ging und die Vorgänge in einem Tagebuch protokollierte, Katja Lange-Müller, die 1984 aus der DDR ausgereist war und von ihrer Vergangenheit wieder eingeholt wurde, und Marcel Beyer, der bis zur Wende nie in der DDR gewesen war und 1996 von Köln nach Dresden zog.
aus: Veranstaltungskalender der AdK
Veröffentlicht von dominikus am 3. July 2009
Ein kleiner Hinweis für alle Geschichtsinteressierten.
Zum vierten Mal findet in Berlin die Historiale statt. Zwar erst im August, aber man kann ja nicht früh genug planen:
Vom 24. bis 30. August 2009 widmet sich die Historiale dem umfangreichen Thema der Kaiserzeit. Anlass der Themenwahl ist der 150. Geburtstag Kaiser Wilhelms II., dem letzten deutschen Kaiser. Wie bereits in den Vorjahren wird Geschichte anschaulich und erlebbar gemacht. Vorträge, Stadtführungen, Diskussionen, Interviews, historische Talkshows und spektakuläre Inszenierungen werden die Festivalwoche schmücken, Abschluss bildet der Historiale-Markt im Nikolaiviertel.
aus: Veranstaltungshinweise auf berlin.de
Das komplette Programm mit allen Veranstaltungen wird demnächst noch veröffentlicht.
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