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	<title>Zeitzeugen Berlin &#187; Mecklenburg</title>
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	<description>Geschichten aus der Geschichte</description>
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		<title>Uwe Johnson: Dichter beider Deutschland</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 08:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zeitzeugen-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Zeitzeugen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[„ Kalt vor Heimweh nach dem Land aus dem sie weggehen wollte.“ Uwe Johnson (*20. 07. 1934; † 23. 02. 1984) Zum Leben: Uwe Johnson wird am 20. Juli 1934 als Sohn eines Landwirts und sp&#228;teren Angestellten des Greifswalder Tierschutzamtes in Cammin (heute Kamien Pomorski, Polen) in Vorpommern geboren. 1945 fliehen er, seine Mutter und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;"><span style="font-family: Times New Roman;">„ Kalt vor Heimweh nach dem Land aus dem sie weggehen wollte.“</span></h2>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://zeitzeugenberlin.de/wp-content/uploads/2009/05/Bundesarchiv_Johnson-Uwe.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-202" title="Bundesarchiv_Johnson-Uwe" src="http://zeitzeugenberlin.de/wp-content/uploads/2009/05/Bundesarchiv_Johnson-Uwe.jpg" alt="Bundesarchiv Johnson Uwe Uwe Johnson: Dichter beider Deutschland" width="128" height="151" /></a></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-family: Verdana;"><span style="font-size: large;">Uwe Johnson<br />
</span></span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">(*20. 07. 1934; † 23. 02. 1984)</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p><strong>Zum Leben:</strong></p>
<p>Uwe Johnson wird am 20. Juli 1934 als Sohn eines Landwirts und sp&#228;teren Angestellten des Greifswalder Tierschutzamtes in Cammin (heute Kamien Pomorski, Polen) in Vorpommern geboren.<br />
1945 fliehen er, seine Mutter und die Schwester vor der Roten Armee &#252;ber Recknitz nach G&#252;strow in Mecklenburg. Der Vater stirbt im sowjetischen Internierungslager.</p>
<p>S<em>tudium und Umsiedelung nach West-Berlin</em></p>
<p>Nach dem Abitur beginnt Johnson 1952 ein Germanistikstudium in Rostock. Im Fr&#252;hjahr 1953 soll er sich an einer Kampagne gegen die evangelische „Junge Gemeinde“ beteiligen, die staatlich organisiert und angeordnet wird. Er weigert sich und wird daraufhin exmatrikuliert. Demonstrativ tritt er daraufhin aus der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ) aus.<br />
Er geht nach Leipzig und nimmt dort das Germanistikstudium wieder auf.<br />
1956 macht er sein Diplom bei Hans Mayer, dem prominentesten Literaturwissenschaftler in der DDR und vollendet im selben Jahr seinen ersten Roman <strong>„Ingrid Babendererde“</strong>. Vergeblich bietet er das Manuskript verschiedenen Verlagen an und auch in der BRD wird er abgelehnt. Der Roman erscheint erst nach seinem Tod.<br />
1959 verlegt der Suhrkamp-Verlag seinen aufsehenerregenden Roman <strong>„Mutma&#223;ungen &#252;ber Jakob“</strong>. Johnson siedelt nach West-Berlin um und lebt fortan bis 1974 in Berlin-Friedenau. Im Jahr nach dem Erscheinen seines Buches erh&#228;lt er den Theodor-Fontane-Preis der Stadt Berlin. 1961 folgt der Roman <strong>&#8220;Das dritte Buch &#252;ber Achim&#8221;</strong>. Auch dieser hat wieder „die Teilung, die Grenze, der Unterschied“ als Generalthema.<br />
1962 heiraten Uwe Johnson und Elisabeth Schmidt, im selben Jahr wird ihre Tochter Katharina geboren.</p>
<p><em>New York und Umsiedelung nach England</em></p>
<p>Von 1966 bis 1968 lebt die Familie Johnson in New York. Er arbeitet dort als Schulbuchlektor. 1968 beginnt er mit der Arbeit an seinem beachtlichem Hauptwerk, dem vierb&#228;ndigen Roman “<strong>Jahrestage“</strong>. Im Jahr danach wird er Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik und der Akademie der K&#252;nste in Berlin (West). Die ersten drei B&#252;cher der Jahrestage-Reihe erscheinen 1970, 1971 und 1973. Er wird 1971 mit dem Georg-B&#252;chner-Preis ausgezeichnet und ein Jahr sp&#228;ter Vizepr&#228;sident der Akademie der K&#252;nste zu West-Berlin.<br />
1974 siedelt Johnson um nach Sheerness on Sea auf der Themse-Insel Sheppey in England um. Mitte der 70er Jahre ist sein Leben von einer &#8220;schweren pers&#246;nlichen Krise&#8221; gepr&#228;gt, die dadurch bedingt ist, dass Johnson &#252;berzeugt ist, dass seine Frau f&#252;r Prager und Ost-Berliner Geheimdienste gegen ihn arbeitet. Es f&#228;llt ihm sehr schwer zu schreiben, weswegen der letzte Band der Jahrestage-Reihe auch erst 1983 erscheint.<br />
Johnson ist ab 1977 f&#252;r zwei Jahre Mitglied Deutschen Akademie f&#252;r Sprache und Dichtung in Darmstadt und arbeitet ab 1979 als Poetik-Dozent an der Universit&#228;t in Frankfurt/Main. Die Vorlesungen ver&#246;ffentlicht er ein Jahr sp&#228;ter unter dem Titel <strong>„Begleitumst&#228;nde“</strong>. 1983 vollendet er die Romanreihe <strong>„Jahrestage“</strong> und wird mit dem Literaturpreis der Stadt K&#246;ln geehrt.<br />
Uwe Johnson stirbt in der Nacht vom 23. zum 24. Februar in seinem Haus an Sheerness an Herzversagen.</p>
<p><strong>Zum Werk:</strong></p>
<p>Uwe Johnson besch&#228;ftigt sich in seinem Werk haupts&#228;chlich mit der Thematik des geteilten Deutschlands. Die Kritiker bezeichnen ihn als „Dichter beider Deutschland“. Das Thema beherrscht nicht nur seinen letzten und gr&#246;&#223;ten Roman mit dem Titel <strong>&#8220;Jahrestage&#8221;</strong>. In seinem Werk &#8220;<strong>Die Geschichte der Gesine Cresspahl&#8221;</strong>wir ihr fiktives Leben mit Johnsons Erinnerungen an seine Zeit in Mecklenburg verwoben. Auch die Werke <strong>„Mutmassungen &#252;ber Jakob“</strong> oder <strong>„Das dritte Buch &#252;ber Achim“</strong> handeln vom Leben in und mit dem geteilten Deutschland und dem Kalten Krieg zwischen den beiden Staaten. Johnson verwendet in seinen Werken eine komplexe Erz&#228;hlstruktur, die er in einer meisterhaften Stilistik umsetzt. Der 1985 posthum ver&#246;ffentlichte Roman <strong>„Ingrid Babendererde. Reifepr&#252;fung 1953“</strong> handelt von der gesellschaftlichen Realit&#228;t in der DDR der 1950er Jahre. In der BRD werden seine Romane von den Kritikern geliebt und gelobt, in der DDR sorgen sie f&#252;r Missfallen.</p>
<p>Weitere Links zu Uwe Johnson:</p>
<p>* <a title="Suhrkamp-Verlag" href="http://www.suhrkamp.de/autoren/uwe_johnson_2260.html">Uwe Johnson bei Suhrkamp</a><br />
* <a title="Literaturhaus Uwe Johnson" href="http://www.literaturhaus-uwe-johnson.de/">Homepage des Uwe Johnson Literaturhauses</a><br />
* <a title="Uwe Johnson Gesellschaft" href="http://www.uwe-johnson-gesellschaft.de/">Homepage der Uwe Johnson-Gesellschaft</a></p>
<p>* Bildnachweis: Berlin, Verleihung des Berliner Kunstpreises: Rudolf Nolte, Uwe Johnson, Erich Schellow (v.l.n.r.), Quelle: Deutsches Bundesarchiv, B 145 Bild-P057015 / CC-BY-SA // Wikipedia</p>
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