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	<title>zeitzeugenberlin.de &#187; BRD</title>
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		<title>Neues Zeitzeugen-Projekt geht online</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das GedÃ¤chtnis der Nation]]></category>
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		<description><![CDATA[&#34;Das Ged&#228;chtnis der Nation&#34; ist ein neues Zeitzeugen-Projekt. Darin werden Erz&#228;hlungen von Zeitzeugen zur wichtigen Momenten der deutschen Geschichte und Alltagserfahrungen aufgezeichnet. Junge und alte Zeitzeugen berichten vor der Kamera &#252;ber ihre individuellen Erfahrungen und Erinnerungen an historische Ereignisse und Entwicklungen. Ein Jahrhundert-Projekt, bei dem Zeitzeugen erz&#228;hlen Im Jahr 1942 flatterten die Flugbl&#228;tter der &#34;Wei&#223;en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&quot;Das Ged&auml;chtnis der Nation&quot; ist ein neues Zeitzeugen-Projekt. Darin werden Erz&auml;hlungen von Zeitzeugen zur wichtigen Momenten der deutschen Geschichte und Alltagserfahrungen aufgezeichnet. Junge und alte Zeitzeugen berichten vor der Kamera &uuml;ber ihre individuellen Erfahrungen und Erinnerungen an historische Ereignisse und Entwicklungen.</em></p>
<p><strong>Ein Jahrhundert-Projekt, bei dem Zeitzeugen erz&auml;hlen</strong></p>
<p>Im Jahr 1942 flatterten die Flugbl&auml;tter der &quot;Wei&szlig;en Rose&quot; in den Hof der M&uuml;nchener Universit&auml;t. Wie war das? In Zukunft kann man viele solcher Geschichten frei zug&auml;nglich im Internet sehen. Das neue <a title="Zeitzeugen im Zeitzeugenportal" href="http://zeitzeugenberlin.de/zeitzeugen-im-zeitzeugenportal/">Zeitzeugen-Portal</a> widmet sich der Aufgabe Interviews mit Zeitzeugen zu sammeln und zu ordnen. 1800 Archiv-Videos wurden bereits vom ZDF zur Verf&uuml;gung gestellt. Es kommen prominente und weniger prominente B&uuml;rger zu Wort. Das Projekt &quot;Ged&auml;chtnis der Nation&quot; wurde vom ZDF-Journalist Guido Knopp und Stern-Chef Hans-Ulrich J&ouml;rges initiiert. Es wird ein mit Videotechnik ausgestatteter Interview-Bus in Berlin beginnend quer durchs Land geschickt. Zeitzeugen werden darin ihre Anekdoten aus der wechselvollen j&uuml;ngeren Vergangenheit Deutschlands erz&auml;hlen.</p>
<p><strong>Zeitzeugen Youtube-Kanal f&uuml;r die J&uuml;ngeren</strong></p>
<p>Schirmherr des Vereins ist Christian Wulff, der in einer Videobotschaft auf der Website gedaechtnis-der-nation.de zum Ausdruck bringt, dass nichts Geschichte f&uuml;r nachfolgende Generationen so lebendig macht, wie die Erinnerungen von Zeitzeugen. Das Projekt will diese Erinnerungen f&uuml;r alle Zeit konservieren. Zun&auml;chst sollen die thematischen Schwerpunkte auf dem Holocaust und der <a title="Die Wiedervereinigung Deutschlands" href="http://zeitzeugenberlin.de/die-wiedervereinigung-deutschlands/">Teilung Deutschlands </a>liegen. Sp&auml;ter sollen auch aktuellere Themen wie die Finanzkrise hinzukommen. Im Mittelpunkt des Internetauftritts steht eine interaktive Zeitleiste, die verschiedene Kurzfilme zu den einzelnen Geschehnissen anbietet. Wer aber etwas interessantes zur deutschen Geschichte zu berichten hat, muss nicht auf den Interview-Bus warten. Es gibt einen Youtube-Mitmachkanal auf dem vor allem j&uuml;ngere Zuschauer <a title="Was ist ein Zeitzeuge?" href="http://zeitzeugenberlin.de/was-ist-ein-zeitzeuge/">Zeitzeugen</a>-Videos hochladen k&ouml;nnen. Die Filme werden nach einer Pr&uuml;fung durch die Redaktion auf der Website youtube.com/unseregeschichte online gestellt.</p>
<p><strong>Zeitzeugen-Projekt nach Spielberg Vorbild</strong></p>
<p>Das Projekt ist von der <strong>&quot;Shoah Foundation&quot;</strong> des US-Regisseurs Steven Spielberg inspiriert. Spielberg zeichnete die Erinnerungen von Holocaust Zeitzeugen auf. Das Projekt &quot;Das Ged&auml;chtnis der Nation&quot; soll zun&auml;chst mit einem Etat von zwei Millionen Euro f&uuml;r vier Jahre laufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Walter Ulbricht</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 06:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Zeitzeugen]]></category>
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		<category><![CDATA[Walter Ulbricht]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum Leben Walter Ulbrichts Walter Ulbricht wurde am 30. Juni 1893 in Leipzig geboren. Er war von Beruf Tischler und trat schon im Jahr 1908 dem Arbeiterjugendbildungsverein Alt-Leipzig bei. 1912 wurde er Mitglied der SPD. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg und diente an der Ost- und Westfront. Nach dem Ende des Krieges kehrte Walter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Leben Walter Ulbrichts</strong></p>
<p><a href="http://zeitzeugenberlin.de/files/2011/10/Walter-Ulbricht.jpg"><img class="size-medium wp-image-774 alignleft" style="margin-right: 9px;margin-bottom: 9px" src="http://zeitzeugenberlin.de/files/2011/10/Walter-Ulbricht-220x300.jpg" alt="Walter Ulbricht" width="186" height="242" /></a>Walter Ulbricht wurde am 30. Juni 1893 in Leipzig geboren. Er war von Beruf Tischler und trat schon im Jahr 1908 dem Arbeiterjugendbildungsverein Alt-Leipzig bei. 1912 wurde er Mitglied der SPD. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg und diente an der Ost- und Westfront. Nach dem Ende des Krieges kehrte Walter Ulbricht nach Leipzig zur&uuml;ck und nahm 1919 an der Gr&uuml;ndung der KPD teil. F&uuml;r diese Partei sa&szlig; er in den Jahren 1926 bis 1929 im s&auml;chsischen Landtag. Ab 1929 war er politischer Leiter des KPD-Bezirks Berlin-Brandenburg-Lausitz-Grenzmark. W&auml;hrend des Dritten Reichs f&uuml;hrte Walter Ulbricht die Arbeit in der KPD in der Illegalit&auml;t weiter, weswegen er nach Paris fl&uuml;chten musste, da er steckbrieflich gesucht wurde. Er unterst&uuml;tzte jedoch nicht den Widerstand. Statt dem &#8216;englischen Imperialismus&#8217;, wie er es nannte, zum Sieg zu verhelfen, verteidigte er den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt. Nach einer Station in Paris zog Walter Ulbricht 1938 nach Moskau, wo er ab 1941 f&uuml;r das deutschsprachige Programm bei Radio Moskau arbeitete. Bei seiner Betreuung im Kriegsgefangenenlager versuchte er Deutsche Soldaten f&uuml;r den Aufbau eines Deutschen Staates im Sinne der KPD zu gewinnen. In Stalingrad forderte Walter Ulbricht deutsche Soldaten &uuml;ber ein Megaphon zur Kapitulation auf.</p>
<p><strong>Walter Ulbricht und der Aufbau der DDR</strong></p>
<p>Walter Ulbricht kehrte Ende April 1945 ins zerst&ouml;rte <a title="Die Wiedervereinigung Deutschlands" href="http://zeitzeugenberlin.de/die-wiedervereinigung-deutschlands/">Deutschland</a> zur&uuml;ck. Er war nun Chef der Gruppe &#8216;Ulbricht&#8217; und organisierte die Gr&uuml;ndung der KPD neu. Au&szlig;erdem organisierte er den<br />
&#8216;Vereinigungsparteitag&#8217; von KPD und SPD in der Sowjetischen Besatzungszone. Im Jahr 1950 wurde Walter Ulbricht zum Generalsekret&auml;r des ZK der SED ernannt und wurde in dieser Position 1953 als Erster Sekret&auml;r des ZK der SED umbenannt. Walter Ulbricht galt als der Prototyp des Stalinisten. Nach dem Tode Stalins war seine Position jedoch zeitweise stark gef&auml;hrdet. Nichtsdestotrotz festigte sich seine Position und er wurde im Jahr 1960 nach dem Tode Wilhelm Piecks Pr&auml;sident der DDR. Dem Historiker Stefan Alisch zufolge besa&szlig; Walter Ulbricht die Machtf&uuml;lle eines Diktators.</p>
<p><strong>Die Entmachtung Walter Ulbrichts</strong></p>
<p>Walter Ulbricht erhoffte sich von einer Entspannungspolitik mit der BRD wirtschaftliche Vorteile f&uuml;r die DDR. Die Mehrheit der Mitglieder des Politb&uuml;ros teilte diese Meinung nicht und daher wurde Ulbrichts Position geschw&auml;cht. Da er die DDR als ein Vorbild f&uuml;r die Verwirklichung des Sozialismus f&uuml;r andere Ostblockstaaten sah, wurde er von der Sowjetf&uuml;hrung stark kritisiert. Bei einem letzten Besuch in Moskau zum 24. Parteitag der KpdSU machte ihm Brechnew klar, dass er mit keiner Unterst&uuml;tzung von <a title="&quot;Herr Gorbatschow rei&szlig;en Sie diese Mauer nieder!&quot;" href="http://zeitzeugenberlin.de/herr-gorbatschow-reisen-sie-diese-mauer-nieder/">Sowjetischer Seite</a> mehr rechnen k&ouml;nne. Er legte einen R&uuml;cktritt nahe. Die tat Walter Ulbricht dann auch am 3. Mai 1971 aus &#8216;gesundheitlichen Gr&uuml;nden&#8217;. Sein Nachfolger wurde Erich Honecker. Walter Ulbricht starb 1973 w&auml;hrend der 10. Weltfestspiele der Jugend im G&auml;stehaus der Regierung der DDR am D&ouml;llnsee.</p>
<address>Bild: Wikimedia Commons</address>
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		<title>einestages Mauerfall</title>
		<link>http://zeitzeugenberlin.de/2009/07/20/einestages-mauerfall/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 12:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anl&#228;sslich des Jubil&#228;ums &#34;20 Jahre Mauerfall&#34; bietet die Zeitzeugenseite vom Spiegel &#34;einestages&#34; eine Rubrik zu Geschichten rund um die Zeit des Mauerfalls. &#220;bersichtlich in einer Europa-Karte dargestellt kann man sich durch die Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands und Europas klicken. Mit Videos(blaue Markierung) und Zeitzeugenberichten (rote Markierung) liefert die Seite einen umfassenden &#220;berblick &#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Anl&auml;sslich des Jubil&auml;ums &quot;20 Jahre Mauerfall&quot; bietet die Zeitzeugenseite vom Spiegel &quot;</span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://einestages.spiegel.de/page/Home.html" target="_blank">einestages</a></span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">&quot; eine Rubrik zu </span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://www.spiegel.de/flash/0,5532,19493,00.html" target="_blank">Geschichten rund um die Zeit des Mauerfalls</a></span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">.<br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">&Uuml;bersichtlich in einer Europa-Karte dargestellt kann man sich durch die Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands und Europas klicken. <br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Mit Videos(blaue Markierung) und Zeitzeugenberichten (rote Markierung) liefert die Seite einen umfassenden &Uuml;berblick &uuml;ber die Geschehnisse in ganz Europa.<br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Die orangen Markierungen weisen auf wichtige Ereignisse hin, f&uuml;r die noch Zeitzeugenberichte gesucht werden.</span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Verdana"><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Ein gelungener Beitrag zum Jubil&auml;umsjahr.</span></span></p>
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		<title>Uwe Johnson: Dichter beider Deutschland</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 08:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#34;Kalt vor Heimweh nach dem Land aus dem sie weggehen wollte.&#34; Uwe Johnson (*20. 07. 1934; &#8224;  23. 02. 1984) Zum Leben: Uwe Johnson wird am 20. Juli 1934 als Sohn eines Landwirts und sp&#228;teren Angestellten des Greifswalder Tierschutzamtes in Cammin (heute Kamien Pomorski, Polen) in Vorpommern geboren. 1945 fliehen er, seine Mutter und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center"><span style="font-family: Times New Roman">&quot;Kalt vor Heimweh nach dem Land aus dem sie weggehen wollte.&quot;</span></h2>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://zeitzeugenberlin.de/files/2009/05/Bundesarchiv_Johnson-Uwe.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-202" src="http://zeitzeugenberlin.de/files/2009/05/Bundesarchiv_Johnson-Uwe.jpg" alt="" width="128" height="151" /></a></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center"><span style="font-family: Times New Roman"> </span></p>
<p style="text-align: center"><strong><span style="font-family: Verdana"><span style="font-size: large">Uwe Johnson<br />
</span></span></strong></p>
<p style="text-align: center"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Verdana">(*20. 07. 1934; &dagger;  23. 02. 1984)</span></span></p>
<p style="text-align: center"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Verdana"><br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center">
<p><strong>Zum Leben:</strong></p>
<p>Uwe Johnson wird am 20. Juli 1934 als Sohn eines Landwirts und sp&auml;teren Angestellten des Greifswalder Tierschutzamtes in Cammin (heute Kamien Pomorski, Polen) in Vorpommern geboren.<br />
1945 fliehen er, seine Mutter und die Schwester vor der Roten Armee &uuml;ber Recknitz nach G&uuml;strow in Mecklenburg. Der Vater stirbt im sowjetischen Internierungslager.</p>
<p>S<em>tudium und Umsiedelung nach West-Berlin</em></p>
<p>Nach dem Abitur beginnt Johnson 1952 ein Germanistikstudium in Rostock. Im Fr&uuml;hjahr 1953 soll er sich an einer Kampagne gegen die evangelische &quot;Junge Gemeinde&quot; beteiligen, die staatlich organisiert und angeordnet wird. Er weigert sich und wird daraufhin exmatrikuliert. Demonstrativ tritt er daraufhin aus der &quot;Freien Deutschen Jugend&quot; (FDJ) aus.<br />
Er geht nach Leipzig und nimmt dort das Germanistikstudium wieder auf.<br />
1956 macht er sein Diplom bei Hans Mayer, dem prominentesten Literaturwissenschaftler in der DDR und vollendet im selben Jahr seinen ersten Roman <strong>&quot;Ingrid Babendererde&quot;</strong>. Vergeblich bietet er das Manuskript verschiedenen Verlagen an und auch in der BRD wird er abgelehnt. Der Roman erscheint erst nach seinem Tod.<br />
1959 verlegt der Suhrkamp-Verlag seinen aufsehenerregenden Roman <strong>&quot;Mutma&szlig;ungen &uuml;ber Jakob&quot;</strong>. Johnson siedelt nach West-Berlin um und lebt fortan bis 1974 in Berlin-Friedenau. Im Jahr nach dem Erscheinen seines Buches erh&auml;lt er den Theodor-Fontane-Preis der Stadt Berlin. 1961 folgt der Roman <strong>&#8220;Das dritte Buch &uuml;ber Achim&#8221;</strong>. Auch dieser hat wieder &quot;die Teilung, die Grenze, der Unterschied&quot; als Generalthema.<br />
1962 heiraten Uwe Johnson und Elisabeth Schmidt, im selben Jahr wird ihre Tochter Katharina geboren.</p>
<p><em>New York und Umsiedelung nach England</em></p>
<p>Von 1966 bis 1968 lebt die Familie Johnson in New York. Er arbeitet dort als Schulbuchlektor. 1968 beginnt er mit der Arbeit an seinem beachtlichem Hauptwerk, dem vierb&auml;ndigen Roman &quot;<strong>Jahrestage&quot;</strong>. Im Jahr danach wird er Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik und der Akademie der K&uuml;nste in Berlin (West). Die ersten drei B&uuml;cher der Jahrestage-Reihe erscheinen 1970, 1971 und 1973. Er wird 1971 mit dem Georg-B&uuml;chner-Preis ausgezeichnet und ein Jahr sp&auml;ter Vizepr&auml;sident der Akademie der K&uuml;nste zu West-Berlin.<br />
1974 siedelt Johnson um nach Sheerness on Sea auf der Themse-Insel Sheppey in England um. Mitte der 70er Jahre ist sein Leben von einer &#8220;schweren pers&ouml;nlichen Krise&#8221; gepr&auml;gt, die dadurch bedingt ist, dass Johnson &uuml;berzeugt ist, dass seine Frau f&uuml;r Prager und Ost-Berliner Geheimdienste gegen ihn arbeitet. Es f&auml;llt ihm sehr schwer zu schreiben, weswegen der letzte Band der Jahrestage-Reihe auch erst 1983 erscheint.<br />
Johnson ist ab 1977 f&uuml;r zwei Jahre Mitglied Deutschen Akademie f&uuml;r Sprache und Dichtung in Darmstadt und arbeitet ab 1979 als Poetik-Dozent an der Universit&auml;t in Frankfurt/Main. Die Vorlesungen ver&ouml;ffentlicht er ein Jahr sp&auml;ter unter dem Titel <strong>&quot;Begleitumst&auml;nde&quot;</strong>. 1983 vollendet er die Romanreihe <strong>&quot;Jahrestage&quot;</strong> und wird mit dem Literaturpreis der Stadt K&ouml;ln geehrt.<br />
Uwe Johnson stirbt in der Nacht vom 23. zum 24. Februar in seinem Haus an Sheerness an Herzversagen.</p>
<p><strong>Zum Werk:</strong></p>
<p>Uwe Johnson besch&auml;ftigt sich in seinem Werk haupts&auml;chlich mit der Thematik des geteilten Deutschlands. Die Kritiker bezeichnen ihn als &quot;Dichter beider Deutschland&quot;. Das Thema beherrscht nicht nur seinen letzten und gr&ouml;&szlig;ten Roman mit dem Titel <strong>&#8220;Jahrestage&#8221;</strong>. In seinem Werk &#8220;<strong>Die Geschichte der Gesine Cresspahl&#8221;</strong>wir ihr fiktives Leben mit Johnsons Erinnerungen an seine Zeit in Mecklenburg verwoben. Auch die Werke <strong>&quot;Mutmassungen &uuml;ber Jakob&quot;</strong> oder <strong>&quot;Das dritte Buch &uuml;ber Achim&quot;</strong> handeln vom Leben in und mit dem geteilten Deutschland und dem Kalten Krieg zwischen den beiden Staaten. Johnson verwendet in seinen Werken eine komplexe Erz&auml;hlstruktur, die er in einer meisterhaften Stilistik umsetzt. Der 1985 posthum ver&ouml;ffentlichte Roman <strong>&quot;Ingrid Babendererde. Reifepr&uuml;fung 1953&quot;</strong> handelt von der gesellschaftlichen Realit&auml;t in der DDR der 1950er Jahre. In der BRD werden seine Romane von den Kritikern geliebt und gelobt, in der DDR sorgen sie f&uuml;r Missfallen.</p>
<p>Weitere Links zu Uwe Johnson:</p>
<p>* <a title="Suhrkamp-Verlag" href="http://www.suhrkamp.de/autoren/uwe_johnson_2260.html">Uwe Johnson bei Suhrkamp</a><br />
* <a title="Literaturhaus Uwe Johnson" href="http://www.literaturhaus-uwe-johnson.de/">Homepage des Uwe Johnson Literaturhauses</a><br />
* <a title="Uwe Johnson Gesellschaft" href="http://www.uwe-johnson-gesellschaft.de/">Homepage der Uwe Johnson-Gesellschaft</a></p>
<p>* Bildnachweis: Berlin, Verleihung des Berliner Kunstpreises: Rudolf Nolte, Uwe Johnson, Erich Schellow (v.l.n.r.), Quelle: Deutsches Bundesarchiv, B 145 Bild-P057015 / CC-BY-SA // Wikipedia</p>
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		<title>Thomas Brussig: Chronist der untergegangenen DDR</title>
		<link>http://zeitzeugenberlin.de/2009/05/06/thomas-brussig-chronist-der-untergegangenen-ddr/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 14:32:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#8222;Die Erinnerung ist wie ein seelisches Organ, das die Vergangenheit verdaut und uns hilft, mit dem, was war, ganz gut leben zu k&#246;nnen.&#8220; &#160; &#160; Thomas Brussig (* 19. Dezember 1962) &#160; Am 19.12.1965 kommt Thomas Brussig in Ost-Berlin zur Welt. 1971 wird er eingeschult, von 1981 bis 1984 macht er eine Beraufsausbildung zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center"><span style="font-family: Times New Roman">&bdquo;Die Erinnerung ist wie ein seelisches Organ, das die Vergangenheit verdaut und uns hilft, mit dem, was war, ganz gut leben zu k&ouml;nnen.&ldquo;</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.thomasbrussig.de/biographie.html" target="_blank"><span style="font-family: Times New Roman"><img width="125" height="164" border="1" src="http://zeitzeugenberlin.de/files/image/brussig.gif" alt="Thomas Brussig" /></span></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><strong><span style="font-family: Verdana"><span style="font-size: large">Thomas Brussig<br />
</span></span></strong></p>
<p style="text-align: center"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Verdana">(* 19. Dezember 1962)</span></span></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Verdana"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Am 19.12.1965 kommt Thomas Brussig in <strong>Ost-Berlin</strong> zur Welt. 1971 wird er eingeschult, von 1981 bis 1984 macht er eine Beraufsausbildung zum Baufacharbeiter, die er mit Abitur abschlie&szlig;t. Er absolviert seinen Grundwehrdienst und geht wechselnden T&auml;tigkeiten nach, u.a. als Tellerw&auml;scher, M&ouml;beltr&auml;ger, Fabrikarbeiter, Reiseleiter, Fremdenf&uuml;hrer, Museumspf&ouml;rtner und Hotelportier. Nebenbei schreibt er an seinem ersten Roman <a href="http://www.lesekost.de/HHL200.htm" target="_blank"><em>Wasserfarben</em></a>, der 1991 ver&ouml;ffentlicht wird. 1990 beginnt Brussig ein Soziologie-Studium an der Freien Universit&auml;t Berlin, das er nicht abschlie&szlig;t, weil er 1993 an die Hochschule f&uuml;r Film und Fernsehen &bdquo;Konrad Wolf&ldquo; nach Potsdam-Babelsberg wechselt. 1995 gelingt Thomas Brussig mit seinem Mauerfall-Roman <a href="http://www.hanebuechlein.de/kultur/brussig.php" target="_blank"><em>Helden wie wir</em></a> der Durchbruch als Schriftsteller. 1999 erscheint ein weiterer Bestseller, die Mauerkom&ouml;die <a href="http://lesekreis.org/2000/09/01/septermber-2000-am-kuerzeren-ende-der-sonnenallee-thomas-brussig/" target="_blank"><em>Am k&uuml;rzeren Ende der Sonnenallee</em></a>, die auf dem Drehbuch des Kinoerfolgs <a href="http://www.sonnenallee.de/" target="_blank"><em>Sonnenallee</em></a> von Leander Haussmann basiert. 2000 macht Thomas Brussig&nbsp; seinen Abschluss als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg. Zwischen 1997 und 2001 arbeitet er mit dem Filmemacher Edgar Reitz an der Fortsetzung der <a href="http://www.gemeinde-schabbach.de/content/view/13/28/" target="_blank">&bdquo;Heimat&ldquo;-Saga</a>, die 2004 bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgef&uuml;hrt wird. Thomas Brussig lebt in <strong>Berlin-Sch&ouml;neberg</strong> und in Mecklenburg.</span></span></span></span></p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Zum Werk:</span></span></strong></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Thomas Brussig besch&auml;ftigt sich in seinen B&uuml;chern auf kritisch-karikierende Weise vor allem mit den Auswirkungen der DDR und der Wende auf das Leben der Menschen. Er wird oft als &bdquo;Chronist der untergegangenen DDR&ldquo; bezeichnet. Beispielsweise beschreibt er in seinem Wenderoman <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/18465.html" target="_blank"><em>Wie es leuchtet</em></a>, wie der Zeitenumbruch &#8217;89/&#8217;90 die unterschiedlichsten Menschen beeinflusst. Ein weiteres wichtiges Thema von Brussig ist Fu&szlig;ball (<a href="http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/lebenbismaenner-r.htm" target="_blank"><em>Leben bis M&auml;nner</em></a>). Seine B&uuml;cher sind gepr&auml;gt von Witz und Komik, die beschriebenen Begebenheiten oft absurd und bizarr, aber immer doch ein St&uuml;ckchen wahr.<br />
Thomas Brussig wurde u.a. mit dem Hans-Fallada-Preis der Stadt Neum&uuml;nster (1999) und mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.</span></span></p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Weitere Links zu Thomas Brussig:</span></span></strong></p>
<ul>
<li><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://www.thomasbrussig.de" target="_blank"><span style="font-size: small">Homepage von Thomas Brussig</span></a></span></span></li>
<li><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/:Interview-Das-Buch-Thomas-Brussig/530789.html?id=530789" target="_blank"><span style="font-size: small">Interview mit Thomas Brussig und dem Autor Sven Regener</span></a></span></span></li>
<li><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://www.fischerverlage.de/autor/Thomas_Brussig/734?_navi_area=fv_vert2&amp;_navi_item=02.00.00.00&amp;_letter=B" target="_blank"><span style="font-size: small">Thomas Brussig beim S.Fischerverlag</span></a></span></span></li>
<li><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://www.zeit.de/2004/45/Traum_Brussig_45" target="_blank"><span style="font-size: small">Interview bei Zeit-Online</span></a></span></span></li>
<li><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma"><a href="http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_ab/brussig.html" target="_blank"><span style="font-size: small">Linkliste von der FU Berlin zum Autor</span></a><br />
    </span></span></li>
</ul>
<p><tt>Foto: Thomas Brussig von der eigenen Homepage (s. Link)</tt></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Christoph Hein: Poetischer Chronist der DDR</title>
		<link>http://zeitzeugenberlin.de/2009/04/28/christoph-hein-poetischer-chronist-der-ddr/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 13:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#8222;Heute liest nur noch, wer es nicht lassen kann&#8220; &#160; &#160; Christoph Hein (* 8. April 1944) &#160; Christoph Hein kommt am 8. April 1944 als Sohn eines Pfarrers im schlesischen Heinzendorf zur Welt. Nach Kriegsende zieht die Familie nach Bad D&#252;ben bei Leipzig. Als Sohn eines Pfarrers wird ihm in der DDR der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center"><span style="font-family: Times New Roman">&bdquo;Heute liest nur noch, wer es nicht lassen kann&ldquo;</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-051,_Berlin,_Demonstration,_Rede_Christoph_Hein.jpg&amp;filetimestamp=20090107204445" target="_blank"><img width="215" height="300" border="1" src="http://zeitzeugenberlin.de/files/image/Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-051,_Berlin,_Demonstration,_Rede_Christoph_Hein.jpg" alt="Christoph Hein Demonstration Berlin" /></a></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><strong><span style="font-family: Verdana"><span style="font-size: large">Christoph Hein</span></span></strong></p>
<p style="text-align: center"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Verdana">(* 8. April 1944)</span></span></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Christoph Hein kommt am 8. April 1944 als Sohn eines Pfarrers im schlesischen Heinzendorf zur Welt. Nach Kriegsende zieht die Familie nach Bad D&uuml;ben bei Leipzig. Als Sohn eines Pfarrers wird ihm in der DDR der Zugang zum Gymnasium verwehrt, darum geht er 1958 nach <strong>Westberlin</strong>, wo er als Internatssch&uuml;ler ein humanistisches Gymnasium besucht. Nach dem Bau der Mauer 1961 bleibt er in der DDR und arbeitet als Kellner, Journalist, Buchh&auml;ndler, Montagearbeiter, Schauspieler und Regieassistent.<br />
1964 macht Christoph Hein sein Abitur an einer Abendschule. Daraufhin beginnt er, an der Universit&auml;t Leipzig Philosophie und Logik zu studieren und schlie&szlig;t das Studium 1971 an der Humboldt Universit&auml;t in <strong>Berlin</strong> ab. <br />
Christoph Hein wird unter der Leitung von Benno Besson Dramaturg an der </span></span><a target="_blank" href="http://www.volksbuehne-berlin.de/"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Volksb&uuml;hne Berlin</span></span></a><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">. 1974 wird er dort als Hausautor fest angestellt.</span></span></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium"><em>Arbeit als freier Schriftsteller</em></span></span></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">1979 verl&auml;sst Christoph Hein die Volksb&uuml;hne, um als freier Schriftsteller zu arbeiten. Er schreibt zun&auml;chst Theaterst&uuml;cke und fertigt Features f&uuml;r den Rundfunk und &Uuml;bersetzungen an.<br />
Der Durchbruch gelingt Hein 1982 mit der Novelle <em>Der Fremde Freund</em>, sowohl in Ost-, als auch in Westdeutschland, wo das Werk unter dem Titel <em>Drachenblut</em> erscheint.<br />
Christoph Hein ist ein kritischer Autor, der Position zum Staatssystem bezieht und sich mit den Problemen und Schwierigkeiten seines Landes auseinandersetzt. Bereits 1987 fordert er die Aufhebung der </span></span><a target="_blank" href="http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Zensur"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Zensur in der DDR</span></span></a><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">. In der Wendezeit engagiert sich Christoph Hein und &auml;u&szlig;ert sich kritisch in der &Ouml;ffentlichkeit, </span></span><a target="_blank" href="http://www.ddr89.de/ddr89/chronik/1189/041189.html"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">beispielsweise bei der Alexanderplatz-Demo am 4.November 1989</span></span></a><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">.</span></span></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium"><em>Nach der Wende</em></span></span></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Im gleichen Jahr erh&auml;lt er eine Dozentur f&uuml;r den Poetik-Lehrstuhl an der Essener Folkwang-Schule.&nbsp; 1992 wird er Mitherausgeber der Wochenzeitung </span></span><span style="font-family: Tahoma"><a target="_blank" href="http://www.freitag.de/"><span style="font-size: medium">Freitag.<em> Die Ost-West Wochenzeitung</em></span></a><span style="font-size: medium"> sowie Mitglied der Akademie f&uuml;r Sprache und Dichtung in Darmstadt. 1998 wird er zum Pr&auml;sidenten des nun vereinigten </span></span><a target="_blank" href="http://www.pen-deutschland.de/"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">P.E.N.</span></span></a><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium"> gew&auml;hlt, dieses Amt hat er bis 2000 inne.<br />
2002 stirbt seine Frau, die Filmregisseurin&nbsp; Christiane, mit der Hein zwei S&ouml;hne hat, von denen der j&uuml;ngere, </span></span><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Hein"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Jakob</span></span></a><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">, ebenfalls Schriftsteller ist. Den Verlust seiner Frau verarbeitet Christoph Hein in dem 2003 ver&ouml;ffentlichten Kinderbuch <em>Mama ist gegangen</em>.<br />
2004 wird er designierter Intendant am Deutschen Theater in Berlin, tritt aber vor Amtsbeginn aufgrund von &bdquo;vergiftetem feindseligen Klima, massiven Vorverurteilungen und der angespannten Haushaltslage Berlins&ldquo; zur&uuml;ck.<br />
Heins aktuelles Werk, <em>Frau Paula Trousseau</em>, erscheint 2007.<br />
Er lebt in <strong>Berlin</strong>.</span></span></p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Zum Werk:</span></span></strong></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Christoph Hein gilt als poetischer Chronist der DDR und fr&uuml;her Seismograph ihres Untergangs. Sein Durchbruch gelang ihm 1982 mit der Novelle </span></span><span style="font-family: Tahoma"><a target="_blank" href="http://www.lesekost.de/HHL209.htm"><span style="font-size: medium"><em>Der fremde Freund</em></span></a><span style="font-size: medium">.<br />
Darin berichtet eine Ostberliner &Auml;rztin schonungslos von K&auml;lte und Entfremdung in zwischenmenschlichen Beziehungen. Direkte Kritik am politischen System formulierte Hein in dem Roman </span></span><span style="font-family: Tahoma"><a target="_blank" href="http://www.egotrip.de/bucher/03/0308_hornsende.html"><span style="font-size: medium"><em>Horns Ende</em></span></a><span style="font-size: medium"> von 1985, der vom Stalinismus der fr&uuml;hen DDR handelt, und in Der Tangospieler, der den Stasi-Alptraum der sp&auml;ten DDR thematisiert. <br />
Christoph Hein, der sich selbst als &bdquo;Chronist ohne Botschaft&ldquo; bezeichnet, produziert in seinen Werken Gesellschaftsanalysen von gro&szlig;er Dichte. In eher spr&ouml;dem Ton und mittels pr&auml;gnanter Dialoge und virtuos eingesetzter Rollenprosa werden exemplarische Biographien erz&auml;hlt. Die Figuren changieren dabei zwischen Alltagswirklichkeit und Determiniertheit durch die konkreten historischen Umst&auml;nde. Christoph Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Literaturpreis Hamburg 1985, dem Erich Fried-Preis 1990, oder dem Schiller-Ged&auml;chtnis-Preis 2004. Er geh&ouml;rt zu den meistgelesenen deutschen Gegenwartsautoren. Seine Werke wurden in 35 Sprachen &uuml;bersetzt.</span></span></p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Weitere Links zu Christoph Hein:</span></span></strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.suhrkamp.de/autoren/autor.cfm?id=1845">Christoph Hein beim Suhrkamp Verlag</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,294606,00.html">Christoph Hein im Interview zu seinem Roman <em>Landname</em></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,294606,00.html">Linksammlung der Freien Universit&auml;t Berlin</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Courier New"><span style="font-size: small">Foto: Christoph Heins Rede am Alexanderplatz (Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Urheber Hubert Link)</span></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Dieter Rendschmidt: Zeitzeuge des geteilten Berlins</title>
		<link>http://zeitzeugenberlin.de/2009/04/20/dieter-rendschmidt-zeitzeuge-des-geteilten-berlins/</link>
		<comments>http://zeitzeugenberlin.de/2009/04/20/dieter-rendschmidt-zeitzeuge-des-geteilten-berlins/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 09:18:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#34;Mit den Lebensjahren beginnen die fr&#252;hen Erinnerungen langsam zu verblassen, wenn es keine Gespr&#228;che im Familienkreise mehr gibt und keine gem&#252;tliche Beschaulichkeit in der warmen, d&#228;mmrigen Stube, wo die Alten den Jungen und den Allerj&#252;ngsten in der Blauen Stunde aus ihrem Leben erz&#228;hlen.&#34; &#160; Dieter Rendschmidt (*22. Mai 1938) Dieter Rendschmidt wird 1938 in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center"><span style="font-family: Times New Roman">&quot;Mit den Lebensjahren beginnen die fr&uuml;hen Erinnerungen langsam zu verblassen, wenn es keine Gespr&auml;che im Familienkreise mehr gibt und keine gem&uuml;tliche Beschaulichkeit in der warmen, d&auml;mmrigen Stube, wo die Alten den Jungen und den Allerj&uuml;ngsten in der Blauen Stunde aus ihrem Leben erz&auml;hlen.&quot;</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://zeitzeugenberlin.de/files/image/Berlinermauer.jpg" alt="Berliner Mauer" width="400" height="300" border="1" /></p>
<p style="text-align: center"><strong><span style="font-family: Times New Roman"><span style="font-family: Verdana"><span style="font-size: large">Dieter Rendschmidt</span></span></span></strong></p>
<p style="text-align: center"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Times New Roman"><span style="font-family: Verdana">(*22. Mai 1938)</span></span></span></p>
<p style="text-align: center">
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Dieter Rendschmidt wird 1938 in <strong>Berlin</strong> geboren.<br />
Bis 1942 lebt er in M&uuml;ggelheim, dann zieht seine Familie angesichts des immer bedrohlicher werdenden Bombenkrieges zu den Gro&szlig;eltern nach Ostpreu&szlig;en in das Dorf Gumbinnen. 1944 flieht die Familie vor der nahenden Ostfront weiter ins Sudetenland nach Ritschka. Im gleichen Jahr wird Rendschmidt eingeschult. Nach Ende des Krieges kehrt Familie Rendschmidt zu Fu&szlig; nach Berlin zur&uuml;ck. Dort ziehen sie zun&auml;chst bei den Eltern seines Vaters in der M&uuml;ggelheimer Stra&szlig;e in K&ouml;penick ein, bis sie sich wieder in M&uuml;ggelheim niederlassen.<br />
Dieter besucht die M&uuml;ggelheimer Grundschule. 1946 kehrt sein Vater aus britischer Kriegsgefangenschaft heim. W&auml;hrend der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Blockade" target="_blank">Berlin-Blockade 1948</a> schmuggelt Dieter Lebensmittel aus der sowjetischen Besatzungszone zu Verwandten. 1949 stirbt sein j&uuml;ngerer Bruder G&uuml;nter an Scharlach. 1953 wechselt Dieter Rendschmidt an die Eichendorff-Oberschule.<br />
1957 wird sein Vater wegen Verdacht auf Spionaget&auml;tigkeiten von der Stasi verhaftet und zu zw&ouml;lf Jahren Zuchthaus verurteilt, was die Familie in finanzielle N&ouml;te bringt. Im gleichen Jahr besteht Rendschmidt sein Abitur und bewirbt sich f&uuml;r ein Studium, wird aber aufgrund der Haft seines Vaters abgelehnt.</span></span></p>
<p><em><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Flucht nach West-Berlin</span></span></em></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Dieter Rendschmidt flieht mit Mutter und Bruder nach <strong>West-Berlin</strong>. Zun&auml;chst kommt die Familie im <a href="http://www.notaufnahmelager-berlin.de/de/" target="_blank">Fl&uuml;chtlingslager Marienfelde</a> unter.<br />
Dieter muss am Goethe-Gymnasium Wilmersdorf ein dreizehntes Schuljahr absolvieren, damit sein Ost-Abitur anerkannt wird.<br />
Er zieht in eine Gemeinschaftswohnung in die Holsteinische Stra&szlig;e in <strong>Berlin-Friedenau</strong>. 1958 wird Rendschmidts Ost-Abitur anerkannt und er nimmt das Studium der Betriebswirtschaft an der Freien Universit&auml;t Berlin auf.<br />
Nebenbei absolviert er ein Praktikum bei Siemens, tr&auml;gt Zeitungen aus, arbeitet als Aushilfe in einer Cafeteria und in einem Feinkostladen, au&szlig;erdem jobbt er als Lieferant.<br />
1960 verlobt er sich mit seiner langj&auml;hrigen Freundin Charly, der er am Tag des Mauerbaus 1961 gerade noch zur Flucht nach West-Berlin verhelfen kann. 1962 ziehen die beiden nach <strong>Berlin-Charlottenburg</strong> in die Uhlandstra&szlig;e 51.<br />
Zwei Jahre sp&auml;ter schlie&szlig;t Rendschmidt sein Studium als Diplom-Betriebswirt ab. 1965 tritt er eine Stelle bei der Berliner Gemeinn&uuml;tzigen Wohnungswirtschaft an.<br />
1967 heiratet Dieter Rendschmidt seine Verlobte. Von 1971 bis 1986 sitzt er im Vorstand des Beamten-Wohnungs-Verein Berlin.<br />
2001 geht er in den Ruhestand.<br />
Er schreibt seine Kindheits- und Jugenderinnerungen auf, die 2003 unter dem Titel <em>Zwischen M&uuml;ggelheim und Wilmersdorf</em> erscheinen. 2008 erscheint ein weiterer Erinnerungsbericht mit dem Titel <em>Fluchtpunkt Wilmersdorf</em>.<br />
Dieter Renschmidt lebt in <strong>Berlin-Kladow</strong>.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Zum Werk:</span></span></strong></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Dieter Rendschmidt hat zwei autobiographische Erfahrungsberichte geschrieben. In dem Buch <a href="http://www.frieling.de/katalog/archive/978-3-8280-1893-8?backto=1" target="_blank"><em>Zwischen M&uuml;ggelheim und Wilmersdorf</em>Â </a> erz&auml;hlt er von seiner Kindheit und Jugend in Berlin von 1941 bis 1961. Zeitgeschichtliche Ereignisse wie Flucht, Nachkriegsnot, Alltag in der Nachkriegszeit und beginnende Einschr&auml;nkungen der DDR werden anhand der Schilderung des eigenen Lebens greifbar. Der zweite Band <a href="http://www.frieling.de/katalog/archive/fluchtpunkt-wilmersdorf" target="_blank"><em>Fluchtpunkt Wilmersdorf</em></a>Â  kn&uuml;pft 1961 mit dem Bau der Mauer an. Hier wird anhand der pers&ouml;nlichen Schilderungen deutlich, wie sich die deutsche Teilung auf eine ganz normale Familie auswirkte.<br />
Rendscheidt hat mit seinen Werken wichtige historische Zeugnisse des geteilten Berlins geschaffen.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Weitere Links zu Dieter Rendschmidt:</span></span></strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.frieling.de/autoren/archive/autor.2007-08-08.7648172356" target="_blank"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Dieter Rendschmidt beim Frieling-Verlag Berlin</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.mauerfall-berlin.de/start/b%C3%BCcher-verschiedene-themen/" target="_blank"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Buchvorstellung bei mauerfall-berlin.de</span></span></a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die weibliche Stimme der DDR: Christa Wolf</title>
		<link>http://zeitzeugenberlin.de/2009/04/16/die-weibliche-stimme-der-ddr-christa-wolf/</link>
		<comments>http://zeitzeugenberlin.de/2009/04/16/die-weibliche-stimme-der-ddr-christa-wolf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 11:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dominikus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#8222;Was f&#252;r eine vorz&#252;gliche Einrichtung, dass die Gedanken, nicht als sichtbare Schrift, &#252;ber unsere Stirne laufen.&#8220; &#160; Zur Er&#246;ffnung des Blogs m&#246;chte ich eine ber&#252;hmte Berliner Zeitzeugin vorstellen. Und aus gegebenem Anlass (20 Jahre Mauerfall) f&#228;llt die Wahl nicht schwer und deshalb auf eine der wichtigsten Autorinnen deutscher Literatur: &#160; Christa Wolf (*18. 03. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center"><span style="font-family: Times New Roman">&bdquo;Was f&uuml;r eine vorz&uuml;gliche Einrichtung, dass die Gedanken, nicht als sichtbare Schrift, &uuml;ber unsere Stirne laufen.&ldquo;</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Times New Roman"><span style="font-size: small"><em><span style="font-family: Verdana">Zur Er&ouml;ffnung des Blogs m&ouml;chte ich eine ber&uuml;hmte Berliner Zeitzeugin vorstellen. Und aus gegebenem Anlass (20 Jahre Mauerfall) f&auml;llt die Wahl nicht schwer und deshalb auf eine der wichtigsten Autorinnen deutscher Literatur: </span></em></span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><span style="font-size: large"><span style="font-family: Verdana"><strong>Christa Wolf</strong></span></span><span style="font-size: large"><span style="font-family: Verdana"><strong><br />
</strong><span style="font-size: small">(*18. 03. 1929)</span><strong><br />
</strong></span></span></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-060,_Berlin,_Demonstration,_Rede_Christa_Wolf.jpg&amp;filetimestamp=20081209173454"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Times New Roman"><strong><img width="200" hspace="3" height="279" border="0" align="bottom" src="http://zeitzeugenberlin.de/files/image/429px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-060,_Berlin,_Demonstration,_Rede_Christa_Wolf.jpg" alt="Christa Wolf am Alex" /></strong></span></span></a></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Tahoma"><span style="font-size: medium">Sie wird am 18. M&auml;rz 1929 als Tochter des Kaufmanns Otto Ihlenfeld und seiner Frau Herta in Landsberg an der Warthe (heute Gorz&oacute;w Wielkopolski, Polen) geboren. Sie hat einen drei Jahre j&uuml;ngeren Bruder.<br />
In Landsberg an der Warthe besucht sie bis kurz vor Kriegsende die Schule. Nach der Vertreibung durch die anr&uuml;ckende Rote Armee findet die Familie 1945 vorerst in Gammelin (Mecklenburg) eine neue Heimat. 1947 ziehen die Wolfs nach Bad Frankenhausen (Th&uuml;ringen), wo Christa zwei Jahre sp&auml;ter die Oberschule mit dem Abitur beendet. Im selben Jahr wird sie Mitglied in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), in der sie bis Juli 1989 Mitglied bleibt. Von 1949 bis 1953 studiert sie in Leipzig und Jena Germanistik. Ihre Diplomarbeit schreibt sie &uuml;ber Hans Fallada.<br />
Im Jahr 1951 heiratet sie den Schriftsteller Gerhard Wolf. Ein Jahr sp&auml;ter wird ihre erste Tochter (Annette) geboren, vier Jahre sp&auml;ter ihre zweite Tochter Katrin (&lsquo;Katinka&lsquo;).</span></span></p>
<p style="text-align: left"><em><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Die ersten Ver&ouml;ffentlichungen</span></span></em></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Nach dem Studium zieht sie nach <strong>Berlin</strong> und arbeitet von 1953 bis 1959 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband. Au&szlig;erdem arbeitet sie als Lektorin f&uuml;r verschiedene Verlage (vor allem Cheflektorin beim Verlag <em>Neues Leben</em>) und als Redakteurin der Zeitschrift <em>Neue Deutsche Literatur</em>.<br />
1959 zieht sie f&uuml;r drei Jahre mit ihrem Mann nach Halle/Saale, wo sie als&nbsp; freie Mitarbeiterin des Mitteldeutschen Verlages t&auml;tig ist. 1961 folgt die Ver&ouml;ffentlichung ihres ersten Prosawerks <em>Moskauer Novellen</em>, das in der DDR gro&szlig;e Beachtung findet, in der BRD jedoch nicht verlegt wird.<br />
1962 zieht die Familie nach Kleinmachnow bei Potsdam und sie arbeitet fortan als freie Schriftstellerin. Ihren ersten gro&szlig;en Erfolg feiert sie mit dem Roman <em>Der geteilte Himmel</em>, f&uuml;r den sie 1963 mit dem <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-Mann-Preis">Heinrich-Mann-Preis</a> geehrt wird. Im Folgejahr wird das Buch verfilmt.<br />
Ab 1963 ist sie vier Jahre lang Kandidatin des Zentralkomitees der SED. Ihr Folgeroman <em>Nachdenken &uuml;ber Christa T.</em> etabliert ihre Stellung als bedeutende Autorin, auch wenn die Partei das Fehlen eines regierungskonformen Endes kritisiert. Im Jahr 1974 wird die Schriftstellerin in die Akademie der K&uuml;nste der DDR aufgenommen und ab 1981 ebenfalls in die Akademie in West-Berlin.</span></span></p>
<p style="text-align: left"><em><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Leben und Schreiben in Berlin</span></span></em></p>
<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">1976 zieht sie zur&uuml;ck nach <strong>Berlin</strong>. Im selben Jahr ist sie Mit-Initiatorin des Protests gegen die <a target="_blank" href="http://www.geocities.com/parabolantenne/biermann.pdf">Ausb&uuml;rgerung Wolf Biermanns</a>, was zum Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR f&uuml;hrt. Trotz allem genie&szlig;t sie Reisefreiheit und kann von 1978 an Gastvortr&auml;ge in der Bundesrepublik, Italien, Schottland, der Schweiz und den USA halten.<br />
1983 ver&ouml;ffentlicht sie die Erz&auml;hlung <em>Kassandra</em>, ihr gr&ouml;&szlig;ter internationaler Erfolg, der sie zur gesamtdeutschen Autorin macht.</span></span></p>
<p style="text-align: left"><em><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Der Mauerfall und R&uuml;ckzug aus der Politik</span></span></em></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">F&uuml;nf Monate vor dem Mauerfall tritt sie im Juni 1989 aus der SED aus und h&auml;lt am 4. November ihre ber&uuml;hmte Rede <a target="_blank" href="http://dhme.dhm.de/ausstellungen/4november1989/htmrede.html">&bdquo;Sprache der Wende&ldquo; auf dem Berliner Alexanderplatz.</a><br />
Sie und andere Intellektuelle wie Volker Braun und Stefan Heym argumentierten gegen eine Vereinnahmung der DDR durch die Bundesrepublik und f&uuml;r das Weiterbestehen einer unabh&auml;ngigen Republik.<br />
Nach der Wende greift man Wolf von westdeutscher Seite her als &bdquo;Staatsdichterin&ldquo; und &bdquo;Heuchlerin&ldquo; an.<br />
Sie zieht sich aus der politischen &Ouml;ffentlichkeit zur&uuml;ck und bekennt sich 1993 zu ihrer T&auml;tigkeit als <em>informelle Mitarbeiterin</em> der Staatssicherheit von 1959 bis 1962. Sie schrieb insgesamt 3 Berichte, welche die behandelten Personen jedoch nur positiv darstellten.<br />
Die vielen &ouml;ffentlichen Diskussionen und die Anschuldigungen setzten ihr vor allem gesundheitlich zu. Sie versucht den Medien mit Aufenthalten in den USA zu entkommen und verarbeitet diese Zeit in ihrem Roman <em>Leibhaftig</em>.<br />
2002 erh&auml;lt Christa Wolf den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_B%C3%BCcherpreis">Deutschen B&uuml;cherpreis</a> f&uuml;r ihr Lebenswerk.<br />
Heute lebt sie mit ihrem Mann in <strong>Berlin-Pankow</strong> und im Sommer in ihrem Landhaus in Mecklenburg-Vorpommern.</span></span></p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Zum Werk:<br />
</span></span></strong><br />
<span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Christa Wolf ist eine der wichtigsten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart.<br />
Schon fr&uuml;h entwickelt sie ihren eigenen Ausdrucksstil, der sich vom <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistischer_Realismus">Sozialistischen Realismus</a> abgrenzt. Ihre subjektive Erz&auml;hlweise spiegelt auch immer die Auseinandersetzung mit sich selbst wider. In fast allen Werken dreht es sich um Frauen, die sich gegen die m&auml;nnlich dominierte Gesellschaft auflehnen und sie durchbrechen.<br />
Zu den Hauptthemen ihres vielschichtigen Werks geh&ouml;ren Emanzipation, Moral, Identit&auml;t und Gesellschaftskritik.<br />
F&uuml;r ihre Ver&ouml;ffentlichungen wird sie mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht (u.a. Georg-B&uuml;chner-Preis, 1980; &Ouml;sterreichischer Staatspreis f&uuml;r Europ&auml;ische Literatur, 1985; Deutscher B&uuml;cherpreis, 2002).<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: left"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">G&uuml;nter Grass sagt &uuml;ber sie:<br />
&bdquo;Sie ist eine von den vielen Autoren, die dazu beigetragen haben, dass bei allem, was geteilt wurde -wirtschaftlich, politisch, ideologisch- die Teilung im Bereich Kultur nicht so absolut vollzogen werden konnte.&ldquo;</span></span></p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Weitere Links zu Christa Wolf: </span></span></strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.randomhouse.de/specials/christawolf"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Christa Wolf im Luchterhand-Verlag</span></span></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/christa-wolf/"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Biografie und mehr bei FemBio</span></span></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_wxyz/cwolf2.html"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Tahoma">Linkliste der FU-Berlin</span></span></a></li>
</ul>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left"><span style="font-family: Courier New"><span style="font-size: small">Foto: Christa Wolfs Rede am Alexanderplatz (Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Urheber Hubert Link)</span></span></p>
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