Zeitzeugen-Ausstellung der Charité in Berlin

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 7. September 2010

Die Ausstellung "Die charité zwischen Ost und West (1945-1992) – Zeitzeugen erinnern sich" widmet sich der Geschichte des Berliner Universitätsklinikums in der DDR.
Mit Hilfe von Zeitzeugen-Berichten, persönlichen Fotos, Ton-Collagen und Dokumenten versucht die Ausstellung den Arbeitsalltag der ForscherInnen, sowie der ärztlichen, pflegerischen und technischen MitarbeiterInnen des Klinikums darzustellen. Auch ehemalige Studenten aus dieser Zeit berichten über Ihre Erlebnisse. Besonders interessant dürfte sein, wie die Politik der Partei die Forschung und die Arbeit in der Charité beeinflusste und zuweilen auch an der Entwicklung hinderte.

Weitere Themen sind die geografische Lage der Charité an der Berliner Mauer und das Überwachungsinteresse durch das Ministerium für Staatssicherheit. In Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Medizin, dem Berliner Medizinhistorischen Museum, der Universität der Künste und dem Abgeordnetenhaus von Berlin konnte eine Ausstellung entstehen, die zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beiträgt. Medienvertreter sind herzlich zum Presserundgang am Dienstag, den 31. August um 11 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin in der Wandelhalle, Niederkirchnerstraße 3-5, 10111 Berlin, eingeladen. Um Anmeldung unter der E-Mail info@achimklapp.de wird gebeten. Die Ausstellung läuft vom 2. September bis zum 31. Oktober 2010.

Quelle: Pressemitteilung der Charité

Zeitzeugenpreis Berlin/Brandenburg 2010

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 4. November 2009

zeitzeugenpreisDer Zeitzeugenpreis Berlin/Brandenburg, initiiert vom Frieling Verlag, geht in die nächste Runde und schreibt für 2010 das nächste Thema aus:

 

Beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg stehen Erinnerungen an das gesellschaftliche Engagement im Mittelpunkt

Schreibwettbewerb über das Ehrenamt

 

Zukunft braucht Wurzeln – unter diesem Motto startet der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg seinen Schreibwettbewerb der Saison 2009/2010. Diesmal ist das Thema weit gefasst: Es geht um soziale und ehrenamtliche Aktivitäten – um Erinnerungen an das vielseitige gesellschaftliche Engagement.

 

Aufgerufen sind erneut Menschen aus Berlin und Brandenburg. Sie können zum Beispiel darüber berichten, wie sie sich in der Jugendarbeit oder für alte Menschen eingesetzt haben, wie sie für Verständigung zwischen Bevölkerungsgruppen gesorgt oder nachbarschaftliche Hilfe organisiert haben. Es können Berichte über die gemeinnützige Arbeit eines Einzelnen eingereicht werden oder Beiträge über Aktivitäten in caritativen Gruppen. Und auch wer selbst nicht ehrenamtlich tätig war, aber vielleicht die Hilfe anderer erfahren hat, kann darüber berichten.

 

Entscheidend ist auch bei dieser nunmehr bereits fünften Auflage des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg, dass nur über Erlebnisse aus dem eigenen Leben berichtet wird. Authentizität ist daher wieder oberstes Gebot beim Schreibwettbewerb.

 

Am 15. Januar 2010 ist Einsendeschluss. Die Preisverleihung findet im kommenden Frühjahr im Roten Rathaus von Berlin statt.

 

Initiator des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg ist der Verleger vom Frieling-Verlag, Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Er will „der öffentlichen Erinnerungskultur neue Impulse geben“. „Dabei geht es uns nicht um das beste literarische Werk“, betont Dr. Huffmann. „Wir wollen die Erkenntnis von immer mehr Menschen unterstützen, dass die Erinnerung an unsere Wurzeln die Basis ist für ein verantwortungsvolles Leben in der Zukunft.“

Quelle: Presseinfo

 

Schicken Sie Ihren Beitrag postalisch an:

Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2010
c/o Frieling-Verlag
Rheinstraße 46
12161 Berlin

Mehr Infos unter: www.zeitzeugenpreis.de

Lange Nacht der Museen

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 31. Juli 2009

 

Quelle:Bundesarchiv

Quelle: Bundesarchiv

Das Thema "20 Jahre Mauerfall" beherrscht die ehemalige "Stadt mit der Mauer" natürlich auf jeder Traditionsveranstaltung über das ganze Jahr. So auch die 25. "Lange Nacht der Museen".

Anlässlich des Mauerfall-Jubiläums wurden ehemals getrennte Sammlungen wieder zusammengeführt, Museumsstiftungen wurden neu gegründet und neue Museumsbauten errichtet. Die Kunst, die Jahrzehnte voneinander getrennt verbracht hatte, steht nun erstmals wieder gemeinsam in den Museumsräumen.

Museumslandschaft im Wandel

Zur 25. Langen Nacht der Museen zeigen rund 100 Häuser, was sich 20 Jahre nach dem Fall der Mauer verändert hat: Sammlungen wurden wieder zusammengeführt, neue Museumsbauten errichtet und etliche kleinere und größere Museen, ja ganze Museumsstiftungen neu gegründet. Das reichhaltige Programm spürt diesen Entwicklungen in den Museen besonders nach. Führungen, Performances sowie musikalisch-literarische Darbietungen ergänzen dabei die Dauerausstellungen. Sieben Museen und Ausstellungen sind erstmals dabei: das Deutsche Fußballmuseum Berlin, das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Temporäre Kunsthalle Berlin, die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) sowie die Ausstellungen „Totgeschwiegen“ im Klinikum Krankenhaus Wittenau sowie die Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“ auf dem Alexanderplatz.  

 

Eröffnet wird die Lange Nacht der Museen am Sonnabend, dem 29. August um 18.00 Uhr auf den Stufen des Alten Museums am Lustgarten – hier ist auch der zentrale Umsteigeplatz für die Shuttle-Busse, hier können Spätentschlossene Tickets kaufen. Auf der zum Jubiläum neu gestalteten Webseite www.lange-nacht-der-museen.de finden sich das komplette Programm und alle Routen der Shuttle-Busse.

 

Quelle: Pressemitteilung "Kulturprojekte Berlin"

Im Vorverkauf kostet das Ticket, inklusive Shuttle-Service, nur 12 € (ermäßigt 10 €) und die Spontanbesucher zahlen am Veranstaltungstag 15 € (ermäßigt 12 €).

Für so wenig Geld so viel Kultur, das sollte man sich nicht entgehen lassen!

einestages Mauerfall

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 20. Juli 2009


Anlässlich des Jubiläums "20 Jahre Mauerfall" bietet die Zeitzeugenseite vom Spiegel "einestages" eine Rubrik zu Geschichten rund um die Zeit des Mauerfalls.

Übersichtlich in einer Europa-Karte dargestellt kann man sich durch die Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands und Europas klicken.

Mit Videos(blaue Markierung) und Zeitzeugenberichten (rote Markierung) liefert die Seite einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse in ganz Europa.

Die orangen Markierungen weisen auf wichtige Ereignisse hin, für die noch Zeitzeugenberichte gesucht werden.

Ein gelungener Beitrag zum Jubiläumsjahr.

Die Nacht, in der die Mauer fiel

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 10. Juli 2009

 

In der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag fiel der sogenannte antifaschistische Schutzwall. 28 Jahre lang trennte dieser Betonklotz Berlin in Ost und West und wurde schließlich in jener Nacht eingerissen.

Diese unbeschreibliche Nacht versucht Renatus Decker mit seiner Anthologie zu beschreiben. Genauer gesagt versuchen dies 25 Autoren aus Ost und West. Für dieses Buch schrieben sie ihre persönlichen Erlebnisse und Eindrücke dieser Nacht auf und schufen ein beeindruckendes Zeitzeugnis. Zu den Autoren gehören beispielsweise Durs Grünbein, Volker Braun, Katja Lange-Müller, Michael Lentz und Uwe Tellkamp.

Am. 14. Juli sprechen drei Autoren im Plenarsaal am Pariser Platz über ihre Erlebnisse.

Thomas Rosenlöcher, der in Dresden auf die Straße ging und die Vorgänge in einem Tagebuch protokollierte, Katja Lange-Müller, die 1984 aus der DDR ausgereist war und von ihrer Vergangenheit wieder eingeholt wurde, und Marcel Beyer, der bis zur Wende nie in der DDR gewesen war und 1996 von Köln nach Dresden zog.

aus: Veranstaltungskalender der AdK

 

Historiale Berlin

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 3. Juli 2009

 

Ein kleiner Hinweis für alle Geschichtsinteressierten.

Zum vierten Mal findet in Berlin die Historiale statt. Zwar erst im August, aber man kann ja nicht früh genug planen:

Vom 24. bis 30. August 2009 widmet sich die Historiale dem umfangreichen Thema der Kaiserzeit. Anlass der Themenwahl ist der 150. Geburtstag Kaiser Wilhelms II., dem letzten deutschen Kaiser. Wie bereits in den Vorjahren wird Geschichte anschaulich und erlebbar gemacht. Vorträge, Stadtführungen, Diskussionen, Interviews, historische Talkshows und spektakuläre Inszenierungen werden die Festivalwoche schmücken, Abschluss bildet der Historiale-Markt im Nikolaiviertel.

aus: Veranstaltungshinweise auf berlin.de

Das komplette Programm mit allen Veranstaltungen wird demnächst noch veröffentlicht.

Empfehlungen zur Berliner Geschichte

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 12. Juni 2009


Bisher meldete leider noch niemand Interesse an meinem Aufruf an. Aber ich verliere trotzdem nicht die Hoffnung, dass sich früher oder später noch jemand meldet.

Ich möchte noch auf zwei interessante Seiten zum Thema Geschichte und Zeitzeugen Berlins hinweisen:

Eine sehr informative Seite zum Thema Geschichte Berlins findet sich hier.
Es gibt ein umfassendes Stichwortverzeichnis zu Plätzen und Persönlichkeiten in Berlin.
Außerdem noch Datenbanken über die Architektur, Friedhöfe und dem Freilichtmuseum Berlin.

In der Kategorie "Bücher" findet man eine ausführliche Literaturliste nach Themen unterteilt.

Und für den Austausch und ungeklärte Fragen kann man das Forum aufsuchen.

Die zweite Seite ist die Homepage einer meiner liebsten Buchhandlungen in Berlin:

Berlin Story – Berlin-Bücher und mehr – Alles über Berlin

Die Buchhandlung führt nur Bücher über Berlin und Preußen und das sind nicht wenige. Die Seite und der Laden (Unter den Linden 26) sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Uwe Johnson: Dichter beider Deutschland

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 12. Mai 2009

 

„ Kalt vor Heimweh nach dem Land aus dem sie weggehen wollte.“

Uwe Johnson

Uwe Johnson

(*20. 07. 1934; † 23. 02. 1984)

 

Uwe Johnson wird am 20. Juli 1934 als Sohn eines Landwirts und späteren Angestellten des Greifswalder Tierschutzamtes in Cammin (heute Kamien Pomorski, Polen) in Vorpommern geboren.
1945 fliehen er, seine Mutter und die Schwester vor der Roten Armee über Recknitz nach Güstrow in Mecklenburg. Der Vater stirbt im sowjetischen Internierungslager.

Studium und Umsiedelung nach West-Berlin

Nach dem Abitur beginnt Johnson 1952 ein Germanistikstudium in Rostock. Im Frühjahr 1953 soll er sich an einer Kampagne gegen die evangelische „Junge Gemeinde“ beteiligen, die staatlich organisiert und angeordnet wird. Er weigert sich und wird daraufhin exmatrikuliert. Demonstrativ tritt er daraufhin aus der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ) aus.
Er geht nach Leipzig und nimmt dort das Germanistikstudium wieder auf.
1956 macht er sein Diplom bei Hans Mayer, dem prominentesten Literaturwissenschaftler in der DDR und vollendet im selben Jahr seinen ersten Roman Ingrid Babendererde. Vergeblich bietet er das Manuskript verschiedenen Verlagen an und auch in der BRD wird er abgelehnt. Der Roman erscheint erst nach seinem Tod.
1959 verlegt der Suhrkamp-Verlag seinen aufsehenerregenden Roman Mutmaßungen über Jakob. Johnson siedelt nach West-Berlin um und lebt fortan bis 1974 in Berlin-Friedenau. Im Jahr nach dem Erscheinen seines Buches erhält er den Theodor-Fontane-Preis der Stadt Berlin. 1961 folgt der Roman Das dritte Buch über Achim. Auch dieser hat wieder „die Teilung, die Grenze, der Unterschied“ als Generalthema.
1962 heiraten Uwe Johnson und Elisabeth Schmidt, im selben Jahr wird ihre Tochter Katharina geboren.

New York und Umsiedelung nach England

Von 1966 bis 1968 lebt die Familie Johnson in New York. Er arbeitet dort als Schulbuchlektor. 1968 beginnt er mit der Arbeit an dem hochgerühmten Hauptwerk, dem vierbändigen Roman Jahrestage. Im Jahr danach wird er Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik und der Akademie der Künste in Berlin (West). Die ersten drei Bücher der Jahrestage-Reihe erscheinen 1970, 1971 und 1973. Er wird 1971 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet und ein Jahr später Vizepräsident der Akademie der Künste zu West-Berlin.
1974 siedelt Johnson um nach Sheerness on Sea auf der Themse-Insel Sheppey in England um. Mitte der 70er Jahre ist sein Leben von einer "schweren persönlichen Krise" geprägt, die dadurch bedingt ist, dass Johnson überzeugt ist, dass seine Frau für Prager und Ost-Berliner Geheimdienste gegen ihn arbeitet. Es fällt ihm sehr schwer zu schreiben, weswegen der letzte Band der Jahrestage-Reihe auch erst 1983 erscheint.
Johnson ist ab 1977 für zwei Jahre Mitglied Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und arbeitet ab 1979 als Poetik-Dozent an der Universität in Frankfurt/Main. Die Vorlesungen veröffentlicht er ein Jahr später unter dem Titel Begleitumstände. 1983 vollendet er die Romanreihe Jahrestage und wird mit dem Literaturpreis der Stadt Köln geehrt.
Uwe Johnson stirbt in der Nacht vom 23. zum 24. Februar in seinem Haus an Sheerness an Herzversagen.

 

Zum Werk:

Uwe Johnson beschäftigt sich in seinem Werk hauptsächlich mit der Thematik des geteilten Deutschlands. Die Kritiker bezeichnen ihn als „Dichter beider Deutschland“.  Das Thema beherrscht nicht nur seinen letzten und größten Roman mit dem Titel Jahrestage. Die Geschichte der Gesine Cresspahl, in der ihr fiktives Leben verwoben wird mit Johnsons Erinnerungen an seine Zeit in Mecklenburg. Auch die Werke Mutmassungen über Jakob oder Das dritte Buch über Achim handeln vom Leben in und mit dem geteilten Deutschland und dem Kalten Krieg zwischen den beiden Staaten. Johnson verwendet in seinen Werken eine komplexe Erzählstruktur, die er in einer meisterhaften Stilistik umsetzt. Der 1985 posthum veröffentlichte Roman Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953 handelt von der gesellschaftlichen Realität in der DDR der 1950er Jahre. In der BRD werden seine Romane von den Kritikern geliebt und gelobt, in der DDR sorgen sie für Missfallen.

 

Weitere Links zu Uwe Johnson:

Marga Becker-Ambrock: Eine Zeitzeugin erzählt

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 8. Mai 2009

 

„Heilt also die Zeit alle Wunden? Alle wohl kaum; aber sie läßt gewiß die unheilbaren weniger schmerzen.“

Marga Becker-Ambrock

 

Marga Becker-Ambrock

(* 21. Januar 1930)

 

Marga Becker-Ambrock wird 1930 im brandenburgischen Eberswalde geboren. 1939 zieht sie mit ihrer Familie nach Berlin-Charlottenburg in die Sybeler Straße. Becker-Ambrock besucht die Fürstin-Bismarck-Schule, ein Oberlyzeum für Mädchen. Im Zuge der Evakuierung Berlins aufgrund von Luftangriffen zieht sie 1943 mit ihrer Mutter wieder nach Eberswalde. Im April 1945 versuchen die beiden Richtung Westen zu fliehen, kommen aber nur bis Wismar, wo sie auf die einrückenden russischen Truppen treffen. Im August 1945 kehren sie nach Berlin zurück.

Berufsorientierung im Berlin der Nachkriegszeit

Becker-Ambrock beginnt eine Schneiderlehre, die sie 1947 zugunsten einer Anstellung bei einem Berliner Kunstverlag aufgibt. 1948 wird sie von der Schauspielschule des Deutschen Theaters angenommen, nebenbei synchronisiert Marga Becker-Ambrock bei der DEFA (Deutsche Film AG, volkseigenes Filmstudio der DDR) und hat mehrere kleine Auftritte in diversen Spielfilmen. Des Weiteren erhält sie ein Engagement als Schauspielerin am Stadttheater Gera, das sie aber aufgibt, um ihre an Krebs erkrankte Mutter in Berlin pflegen zu können. Von 1950 bis 1995 arbeitet Marga Becker-Ambrock als Rundfunksprecherin beim RIAS Berlin, als Fernseh-Ansagerin und synchronisiert Werbefilme.

Niederschrift der Erinnerungen

Ausgelöst durch die Lektüre von Walter Kempowskis Tadellöser & Wolf beginnt Marga Becker-Ambrock in den Siebziger Jahren, ihre eigenen Erinnerungen niederzuschreiben. Als ihr das Manuskript nach über 20 Jahren danach durch Zufall wieder in die Hände fällt, beschließt sie, ihre Erinnerungsarbeit als Buch zu veröffentlichen. 2004 erscheinen die Erinnerungen an ihre Jugendjahre unter dem Titel Der liebe halbe Mond. 2005 unterstützt Becker-Ambrock als Zeitzeugin das Projekt „Gedächtnis für den Frieden – Frieden für das Gedächtnis“.  2006 nimmt sie erfolgreich am Schreibwettbewerb des „Zeitzeugenpreises“ teil.
Marga Becker-Ambrock lebt in Berlin-Zehlendorf.

 

Zum Werk:

Marga Becker-Ambrock hat mit ihrem Werk Der liebe halbe Mond – Jugendjahre einer Berliner Rundfunksprecherin ein wertvolles zeitgeschichtliches Zeugnis geschaffen, das sie überregional bekannt macht. Es finden Lesungen u. a. im Literaturhaus Berlin, im Ephraim-Palais und im Grünen Salon der Berliner Volksbühne statt. Ihr erzählerisches Talent wird erneut bei ihrer erfolgreichen Teilnahme am „Zeitzeugenwettbewerb“ 2006 deutlich: Becker-Ambrock veröffentlicht ihr Erinnerungszeugnis Der Sendeleiter in der Anthologie Zeitzeugen schreiben Geschichte(n).

 

Weitere Links zu Marga Becker-Ambrock:

Thomas Brussig: Chronist der untergegangenen DDR

Veröffentlicht von Zeitzeuge am 6. Mai 2009

 

„Die Erinnerung ist wie ein seelisches Organ, das die Vergangenheit verdaut und uns hilft, mit dem, was war, ganz gut leben zu können.“

 

Thomas Brussig

 

Thomas Brussig

(* 19. Dezember 1962)

 

Am 19.12.1965 kommt Thomas Brussig in Ost-Berlin zur Welt. 1971 wird er eingeschult, von 1981 bis 1984 macht er eine Beraufsausbildung zum Baufacharbeiter, die er mit Abitur abschließt. Er absolviert seinen Grundwehrdienst und geht wechselnden Tätigkeiten nach, u.a. als Tellerwäscher, Möbelträger, Fabrikarbeiter, Reiseleiter, Fremdenführer, Museumspförtner und Hotelportier. Nebenbei schreibt er an seinem ersten Roman Wasserfarben, der 1991 veröffentlicht wird. 1990 beginnt Brussig ein Soziologie-Studium an der Freien Universität Berlin, das er nicht abschließt, weil er 1993 an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ nach Potsdam-Babelsberg wechselt. 1995 gelingt Thomas Brussig mit seinem Mauerfall-Roman Helden wie wir der Durchbruch als Schriftsteller. 1999 erscheint ein weiterer Bestseller, die Mauerkomödie Am kürzeren Ende der Sonnenallee, die auf dem Drehbuch des Kinoerfolgs Sonnenallee von Leander Haussmann basiert. 2000 macht Thomas Brussig  seinen Abschluss als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg. Zwischen 1997 und 2001 arbeitet er mit dem Filmemacher Edgar Reitz an der Fortsetzung der „Heimat“-Saga, die 2004 bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt wird. Thomas Brussig lebt in Berlin-Schöneberg und in Mecklenburg.

 

Zum Werk:

Thomas Brussig beschäftigt sich in seinen Büchern auf kritisch-karikierende Weise vor allem mit den Auswirkungen der DDR und der Wende auf das Leben der Menschen. Er wird oft als „Chronist der untergegangenen DDR“ bezeichnet. Beispielsweise beschreibt er in seinem Wenderoman Wie es leuchtet, wie der Zeitenumbruch ‘89/’90 die unterschiedlichsten Menschen beeinflusst. Ein weiteres wichtiges Thema von Brussig ist Fußball (Leben bis Männer). Seine Bücher sind geprägt von Witz und Komik, die beschriebenen Begebenheiten oft absurd und bizarr, aber immer doch ein Stückchen wahr.
Thomas Brussig wurde u.a. mit dem Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster (1999) und mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

 

Weitere Links zu Thomas Brussig:

Foto: Thomas Brussig von der eigenen Homepage (s. Link)


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