Veröffentlicht von dominikus am 22. March 2012
Am 18. April eröffnet die Ausstellung im KGB-Gefängnis in Potsdam. Bis in die 1980er Jahre diente das Gebäude in der DDR als Internierungsstätte anfänglich für Deutsche, denen Spionage unterstellt wurde und ab 1955 zur Inhaftierung sowjetischer Soldaten. Viele Insassen wurden in dem KGB-Gefängnis verhört und zu Aussagen gewaltsam gezwungen.
Zeitzeugen fühlen sich ausgeschlossen
Momentan stehen die letzten Vorbereitungen zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung an. Jedoch herrscht derzeit eine Auseinandersetzung zwischen den Opferverbänden und der Leitung der Gedenkstätte. Besonders der Zeitzeuge und wichtige DDR-Oppositionelle Bob Bahra, mittlerweile 70 Jahre alt, setzt sich für das Gedenken an die Opfer in dem KGB-Gefängnis ein. Nach der Wende hatten Bahra und seine Mitstreiter des Gedenkstätten Vereins für die Erhaltung des Gebäudes gekämpft und Führungen und Ausstellungen organisiert. Seit 2009 bemängeln sie, fühlen sie sich von der neuen Gedenkstättenleitung angegrenzt.
Kritik an dem Konzept der Ausstellung
Schon mehrfach ist die Eröffnung der Ausstellung verschoben worden, da auch Fachleute das bisherige Konzept kritisiert haben. Die Kritik richtetet sich vor allem dahingehen, dass die Opfer zu wenig in der Ausstellung behandelt werden und vorrangig die Arbeit des KGB-Gefängnis in den Vordergrund gerückt wird. Der Verein hingegen stellt fest, dass sie stets mit den Zeitzeugen zusammenarbeiten wollten.
Ein Besuch der Ausstellung in Potsdam scheint im Hinblick auf die Forderungen der Zeitzeugen recht interessant zu sein, inwieweit diese doch noch umgesetzt worden sind.
Foto 1: Haplochromis von WikiCommons
Foto 2: kilima8 von WikiCommons
Veröffentlicht von dominikus am 19. March 2012
Im Zeitzeugengespräch stehen Personen im Zentrum, die von ihren persönlichen und subjektiven Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit berichten. Das Zeitzeugengespräch ist vielen Menschen aus den gängigen Dokumentationsformaten im Fernsehen bekannt. Jedoch wir das Zeitzeugengespräch auch von Wissenschaftler als Methode der Oral History angewendet.
Zeitzeugengespräch “Oral History”
Seit Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts werden Zeitzeugengespräch auch von Historikern zur Aufarbeitung der Geschichte und zur Sicherung von Informationen verwendet. Anfangs wurde diese Methode der “mündlichen Geschichte” nur belächelt, da sie nicht als objektiv und wissenschaftlich abgesichert galt. Im Vordergrund von einem Zeitzeugengespräch stehen die subjektiven Erfahrungen der Personen. Im Zeitzeugengespräch werden von den Wissenschaftlern und TV-Moderatoren meist spezielle Fragetechniken eingesetzt, um das Interview zu lenken. Diese Methode steht jedoch teilweise unter Kritik, da das Zeitzeugengespräch in eine bestimmte Richtung gedrängt werden kann.
Zeitzeugengespräch “ein paar Tipps zur Planung”
Für ein Zeitzeugengespräch sollten eine Punkte beachtet werden. Beispielsweise ist der jeweilige Rahmen der Untersuchung mit einzubeziehen. Es ist ein Unterschied, ob Schüler und Schülerinnen als Hausaufgabe ein Zeitzeugengespräch durchführen sollen oder ein Video-Team mit Kamera Aufnahmen machen möchte. Dementsprechend sind für Räumlichkeiten zu sorgen. Beispielsweise kann auf die Wohnung des Zeitzeugen oder ein Studio zurückgegriffen werden. Die Wohnung bietet den Vorteil, dass sich der Befragte in einer sicheren Umgebung fühlt und so eher Informationen über seine Erfahrungen mitteilen wird. Unabdingbar ist es, dass der Interviewer sich bereits vorher eingehend mit der Thematik beschäftigt und sich bestimmte Fragestellungen bereits überlegt hat. Jedoch bietet ein freies Gespräch durchaus die Möglichkeit spontan auf die Schilderungen seines Gegenübers einzugehen und so weitere interessante und detaillierte Informationen zur Historie zu erlangen. Natürlich sind die Äßerungen des Befragten niemals wertfrei und immer unter dem Hintergrund des subjektiven Empfindens und der Verfälschung durch das Gedächtnis zu beachten.
Das Durchführen eines Zeitzeugengespräch sollte jedenfalls gut geplant sein.
Foto 1:Â DanieleCivello von flickr
Foto 2: oddsock von flickr
Veröffentlicht von dominikus am 16. March 2012
Das DDR Museum Berlin ist ein interaktive Stätte in Berlins Mitte. Es liegt in der Karl-Liebknecht-Str. 1 direkt an der Spree gegeüber dem Berliner Dom. Montags bis sonntags ist das DDR Museum Berlin von 10 – 20 Uhr, samstags sogar bis 22 Uhr geöffnet. Im Juli 2006 ist das DDR Museum Berlin in privater Trägerschaft erstmals eröffnet worden. Mit über 400.000 Besuchern zählt es mit zu den meist besuchtesten Ausstellungsstätten in Berlin. Die Ausstellungsfläche betrügt mittlerweile 1000 m.
Ausstellung im DDR Museum Berlin
Das Thema der Ausstellung dreht sich um das alltägliche Leben in der ehemaligen DDR. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen kann im DDR Museum Berlin ein Großteil der Exponate angefasst werden: Man kann sich in einen Trabant setzen, Schubladen öffnen, in den Zimmern in den Schränken suchen oder Kleidungsstücke nehmen und ansehen.
Das Archiv umfasst nach den offiziellen Angaben über 150.000 Objekte, deren konservatorische Archivierung noch Jahre andauern wird. Nach rund 1000 Objekten kann derzeit auf der Webseite des DDR Museum Berlin in einem digitalen Katalog gesucht werden. Die Ausstellungsstücke des DDR Museum Berlin stammen überwiegend aus Privathaushalten, die von mehreren tausend Spendern gestiftet worden sind.
2012 wurde die zweite Dauerausstellung für den European Museum of the Year Award nominiert.
Highlights im DDR Museum Berlin
Die Highlights des DDR Museum Berlin sind:
- Trabi mit Fahrsimulation
- Plattenbau (Bad, Wohnzimmer, Küche)
- Mangeltagebuch
- Begehbare Leinwand (Fogscreen)
- Multitouch-Parteikonferenz
- Wandbild “Lob des Kommunismus” von Ronald Paris
- Stasi-Methoden: Gefängniszelle und Verhörraum
Das DDR Museum Berlin bietet in seinem Besucherzentrum gerade für Schulklassen Seminare und Diskussionen an, auch Zeitzeugengespräche sind im Angebot. Darüber hinaus werden Führungen innerhalb, aber auch Besuche wichtiger DDR-geschichtlicher Orte außerhalb durchgeführt.
Der Eintritt liegt bei 6 Euro, ermäßigt bei 4 Euro. Ein Gruppen- und Schülerrabatt sind ebenfalls möglich.
Das DDR Museum Berlin sucht auch weiterhin nach Zeitzeugen. Wenn Sie nicht nur die Ausstellung besuchen möchten, sondern auch noch einen Teil zur Bewahrung ihrer persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen beitragen möchten, dann bietet das DDR Museum Berlin eine gute Möglichkeit.
Foto 1 und 2: Pressefotos, © DDR Museum, Berlin 2012
Veröffentlicht von dominikus am 15. March 2012
Seit dem 8. März ist der Kinofilm von Christian Petzold im Kino. In dem preisgekrönten DDR-Drama “Barbara” spielt u.a. Nina Hoss als Ärztin in der Hauptrolle. Bei der Berlinale erhielt das Drama für die Regie einen Silbernen Bären. Der Film war “der” Lieblingsfilm des Festivals.
Inhalt des DRR-Drama “Barbara”
Der Film spielt im Jahr 1980. Eine junge Ärztin wird erst inhaftiert und dann von der Berliner Charité ein die Provinz strafversetzt. Der Grund: Sie hatte einen Ausreiseantrag gestellt. Doch sie möchte nicht aufgeben und bereitet unter den Augen der Stasi ihre Republikflucht aus der DDR vor. Heimlich trifft sie einen Bekannten aus dem Westen, wenn dieser auf Geschäftsreise ist. Doch dann begegnet sie dem neuen Chef-Arzt André, der ihre gesamten Pläne durcheinander bringt.

Sie reagiert stolz und verschließt sich gegenüber anderen Menschen. Nur ein Mädchen, das seine Kindheit in mehreren Kinderheimen verbringen musste, ist sie die einzige Rettung und holt Barbara aus der Starre zurück. Doch Barbara kann niemanden Vertrauen. Wer könnte der nächste Spitzel sein? Wer arbeitet mit der Stasi zusammen und versucht sie zu bespitzeln?
Der Film “Barbara” ist authentisch und spiegelt persönliche Erfahrungen wieder. Er ermöglicht einen offenen Blick auf die Geschichte und vermeidet einen zu eng Ausrichtung.
Regie und Buch: Christian Petzold.
Kamera: Hans Fromm
Schnitt: Bettina Böhler
Szenenbild: K. D. Gruber.
U.a. mit: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock
Länge: 105 Minuten.
Foto 1 und 2:Â VivaoPictures von flickr
Veröffentlicht von dominikus am 15. March 2012
Der Baubeginn Berliner Mauer startete am 13. August 1961. Der Baubeginn Berliner Mauer stellte einen großen Einschnitt in das Leben von Millionen von Menschen da. Auch das Verhältnis der BRD und der Westmächte zur DDR und zur Sowjetunion wurde durch den Baubeginn Berliner Mauer noch stärker belastet.
Baubeginn Berliner Mauer: Falsche Versprechungen
Der Baubeginn Berliner Mauer wurde von der DDR-Regierung geheim gehalten, obwohl es bereits seit 1952 Überlegungen zur Abriegelung der Grenze nach Westberlin gab. Noch unmittelbar vor dem Baubeginn Berliner Mauer beteuerte der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961, dass niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten. Doch ein paar Wochen später, am 3. August 1961 beschlossen Ulbricht und Chruschtschow die Grenze in den Westen endgültig zu schließen. Der Baubeginn Berliner Mauer stand damit unmittelbar bevor, doch die Bevölkerung ahnte nicht, was ihr bevor stehen würde. Am 12. August, also einen Tag vor dem Baubeginn Berliner Mauer, erklärte der Ministerrat der DDR, dass Maßnahmen zur strengeren Kontrolle an der Grenze zu Westberlin ergriffen werden würden. Doch dass die Maßnahmen die Ausreise der eigenen Bevölkerung in die BRD verhindern sollte, wurde nicht erwähnt.
Baubeginn Berliner Mauer – Warum wurde die Mauer gebaut?
Unmittelbar vor dem Baubeginn Berliner Mauer befand sich die DDR gesellschaftlich und wirtschaftlich in der Krise. Fast drei Millionen Menschen machten sich zwischen 1949 und 1961 auf den Weg in den Westen, wo sie sich bessere Lebensbedingungen erhofften. Unter diesen
Menschen waren vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte und junge Leute, welche der DDR nach ihrer Ausreise nicht mehr zum Aufbau der eignen Wirtschaft zur Verfügung standen. Berlin stellte ein Schlupfloch in der ansonsten gut gesicherten Grenze zwischen dem Sowjetischen Sektor und den West-Sektoren dar. Hier passierten täglich Hunderttausende die Grenze, daher hatten Fluchtwillige gute Chancen unbemerkt nach Westberlin zu gelangen. Dieses Schlupfloch in den Westen wollte die DDR-Regierung mit dem Baubeginn Berliner Mauer endgültig verschließen.
Baubeginn Berliner Mauer – Abriegelung der Sektorengrenze
Gestartet wurde in die frühen Morgenstunden des 13. August 1961, ein Sonntag in der Ferienzeit, gelegt. Zu dieser Zeit waren nur wenige Menschen unterwegs, so dass die Maßnahmen zur Abriegelung der Grenze nicht behindert werden konnten. Zunächst wurden provisorische Absperrungen errichtet, das Pflaster auf den Straßen herausgerissen und der noch bestehende Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs nach Westberlin unterbrochen. In den folgenden Tagen und Wochen wurden Mauern und Zäune errichtet sowie Türen und Erdgeschossfenster von Häusern, deren eine Hausseite an Westberlin grenzte, zugemauert. Nachdem die Abriegelung vollzogen war, wurde nach und nach damit begonnen die Mauer weiter auszubauen und weitere Sperranlagen zu errichten. Der 13. August 1961 steht zwar symbolisch für den “Tag des Mauerbaus”, doch an diesem Tag wurde lediglich mit der Abriegelung der Grenze begonnen. Erst in den nachfolgenden Tagen und Wochen wurde mit dem Errichten von Betonplatten begonnen. Daher lässt sich der eigentliche Baubeginn Berliner Mauer nicht auf einen genauen Tag datieren.
Foto 1: unbekannt von WikiCommons
Foto 2: Wolf, Helmut J. von WikiCommons
Veröffentlicht von dominikus am 11. March 2012
Der Einsatz von Zeitzeugen im Unterricht hat in den vergangen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zeitzeugen im Unterricht sind mit sehr hohen Organisationsaufwand verbunden. Auch der zeitliche Aspekt, die die Vor- und Nachbearbeitung umfasst, sollte nicht vernachlässigt werden. Jedoch können Zeitzeugen im Unterricht sehr viel eingehender von geschichtlichen Ereignissen berichten und die Neugierde der Schülerschaft wecken. Zeitzeugen im Unterricht können sehr zur Verbesserung der schulischen Methode beitragen, wenn es in den Kontext der Lehrvorgaben passt.
Zeitzeugen im Unterricht “Interview führen”
Wenn sich für den Einsatz von Zeitzeugen im Unterricht entschieden wird, existieren eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten. Im Vorfeld ist es notwendig, dass die Kinder bereits über die wichtigsten historischen Abläufe, die mit dem Zeitzeugen im Unterricht in Beziehung stehen, informiert worden sind. Nur so ist es möglich, dass sie das Gehörte historisch einordnen und adäquate Fragen stellen können. Daher bietet es sich an, dass an die Klasse bereits ein Übersichtsbogen zu allgemeinen Fragen ausgehändigt worden ist, den sie auf das konkrete Fallbeispiel Übertragen müssen. Eine Vorauswahl durch die Lehrkraft ist für das Einsetzen der Zeitzeugen im Unterricht jedoch unabdingbar.
Zeitzeugen im Unterricht “Möglichkeiten”
Die Lehrer und Lehrerinnen haben verschiedene Möglichkeiten, den Kontakt zwischen Zeitzeugen und Schülerinnen und Schülern herzustellen. Zum einen kann der Kontakt sehr leicht über Bekannte hergestellt werden, die ein historisches Ereignis erlebt haben. Des Weiteren existieren eine Reihe von Angeboten von Museen und Gedenkstätten für Zeitzeugen im Unterricht. Oftmals bieten diese Seminare und Treffen für die Jugendlichen an, sodass die Lehrerschaft vom größte Teil der Organisationsarbeit befreit ist. Die Angebote der Museen für die Kinder sind zudem meist kostenlos, da diese sich als Ziel setzen, den nachfolgenden Generationen Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Jugendlichen persönlich historische Erlebnisse aus einer teils subjektiven Sicht erzählt bekommen. Gerade für die teilweise eintönigen Geschichtsstunden kann auf diese Weise das Interesse und die Aufmerksamkeit der Jugendlichen geweckt werden.
Zeitzeugen im Unterricht werden weiter an Bedeutung gewinnen.
Foto 1: flickingerbrad von flickr
Foto 2:Â cmcpher von flickr
Veröffentlicht von dominikus am 10. March 2012
Nachdem Rücktritt von Wulff ist Joachim Gauck erneut Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Bereits 2010 war er von der SPD und Bündnis 90/Die Grünen für das Amt des Bundespräsidenten nominiert worden, war jedoch damals im dritten Wahlgang gegen Wulff gescheitert.
Er ist ein Zeitzeuge des DDR-Regimes und wird von den Medien als ehemaliger DDR-Bürgerrechtler präsentiert.
Joachim Gauck “Pastor in der DDR”
Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Bis zum Mauerbau nutze er die Möglichkeit sich öfters in West-Berlin oder gar in Paris aufzuhalten. Er entschied sich für ein Theologiestudium, da er zum einem um den philosophischen Erkenntnisgewinn bemüht war, zum anderen da er nach Argumenten gegen den Marxismus-Leninismus suchte. 1967 wurde er zum Geistlichen ernannt und seit 1974 wurde er im Amt eines evangelischen Pastors vom Ministerium für Staatssicherheit beobachtet.
Joachim Gauck als Bürgerrechtler
In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Friedensbewegung der DDR-Kirchen geboren. Die Verhinderung einer atomaren Vernichtung von DDR und BRD stand ihm Zentrum der Aktivitäten. Nur vereinzelt schlossen sich Friedensgruppen, die aus christlichen Anhängern und Nicht-Christen bestanden, zusammen, um einen Atomkrieg zu verhindern. Die Mehrheit der Gemeinde weigerten sich jedoch die Forderungen zu unterstützen, da sie Angst vor weiteren gravierenden Eingriffen des Staates hatten. So spaltete sich die Kirche in der DDR in zwei Gruppen. Joachim Gauck sah in der Revolution von 1989 ein prägendes Erlebnis und bezeichnete die Losung”Wir sind das Volk!” als französische Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in den Protest gegen die SED-Regierung.
Es ist überaus notwendig, die Geschichte immer aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und kritisch gegenüber jeglicher Berichterstattung eingestellt zu sein. Zeitzeugen leisten eine wichtige Arbeit bei dieser Aufarbeitung.
Veröffentlicht von dominikus am 10. March 2012
Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt einen guten Überblick für alle, die sich mit Zeitzeugen und der Vergangenheit der letzten Jahrzehnte näher beschäftigen möchte. Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt eine erste Vorstellung, welche Ziele sich das relativ neue Projekt gesetzt hat. Das neue Online-Portal wird im Gedächtnis der Nation Trailer detailliert beschrieben.
Gedächtnis der Nation Trailer bei Youtube
Der Gedächtnis der Nation Trailer lässt sich beispielsweise bei Youtube finden. Der Gedächtnis der Nation Trailer umfasst etwas über sieben Minuten und erläutert die genaueren Ziele des Projektes. Zudem erläutert er die Relevanz, die Erinnerungen an die deutsche Geschichte zu sichern. Den Gedächtnis Nation Trailer finden Sie am Ende des Artikels.
Bei Youtube befindet sich ebenfalls ein ganzes Zeitzeugenportal zum Projekt. Die Nutzer haben dadurch die Möglichkeit, nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer sich anzuschauen, sondern aus einer großen Angebot von Zeitzeugeninterviews auszuwählen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer selbst eigene Videos erstellen und diese auf der Youtube-Plattform hochstellen.
Gedächtnis der Nation Trailer “Jahrhundertbus”
Der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt den Jahrhundertbus, wie er sich auf die Reise durch Deutschland begibt und Zeitzeugen zu ihren Erfahrungen und persönlichen Geschichten befragt. Wie der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt, kann jeder den Mitarbeitern im Bus für ein Interview zur Verfügung stehen und sich von einer Kamera filmen lassen. Im Jahr 2011 hat der Bus bereits eine Tour durch eine Vielzahl an deutschen Städten zum Thema Unterschiede im Leben von Ost und West gemacht. Hierzu haben Menschen Alltagsgeschichten aus ihrer Zeit während der Teilung berichtet. Die Route für 2012 steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nach noch nicht bestätigten Angaben soll in diesem Jahr 2012 die erlebte Migration in Deutschland im Vordergrund der Aufnahmen und Interviews stehen.
Wer nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer anschauen möchte, kann selbst aktiv werden und einen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit leisten.
Foto 1 und 2: Pressebilder von http://www.pragenturhamburg.de
Veröffentlicht von dominikus am 6. March 2012
Die DDR Grenze Berlin bestand seit der Gründung der Deutschen-Demokratischen Republik. Die DDR Grenze Berlin grenzte das zur BRD gehörenden Westteil vom Ostteil der Stadt und der umliegenden DDR ab. Die DDR Grenze Berlin war somit Bestandteil der Innerdeutschen Grenze, die auf mehr als 1300 Kilometern die Bundesrepublik Deutschland von der Deutschen-Demokratischen Republik abgrenzte. Die DDR Grenze Berlin teilte die Stadt bis zur Wende 1989 in Ost- und Westteil.
Die DDR Grenze Berlin – Teilung der Stadt in Ost und West
Mit dem Bau der Berliner Mauer und der damit einhergehenden stärkeren Bewachung der DDR Grenze Berlin wurde eine Flucht in die BRD zu einem riskanten Unterfangen. Trotzdem versuchten immer wieder DDR-Bürger die Grenze illegal zu passieren, da eine Grenzüberschreitung auf legalem Weg nur noch mit Genehmigung und unter strenger Kontrolle möglich war. Mit dem Ausbau der DDR Grenze Berlin zur Berliner Mauer wurde die Hauptstadt also dauerhaft in Ost und West getrennt.
Mit dem Beginn des Kalten Krieges und der Gründung der BRD am 23. Mai 1949 und der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 bekam die DDR Grenze Berlin eine neue Bedeutung. Sie diente nicht mehr nur als Grenze zwischen den Besatzungszonen, sondern wurde zum sogenannten “Eisernen Vorhang”. Der vorrangige Zweck der DDR Grenze Berlin war es nun, Bürger der DDR an einer Flucht in die BRD zu hindern. Sie wurde für diesen Zweck mit Zäunen, Alarmsystemen und Grenzpolizei verstärkt.
Die DDR Grenze Berlin -Von der Zonengrenze bis zum Mauerbau
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland von den Siegermächten Großbritannien, den USA, Frankreich und der Sowjetunion in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Ebenso erfolgte eine Aufteilung Berlins. Diese Aufteilung legte den Grenzverlauf zwischen den westlichen
Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone fest. Dieser wurde zunächst nur mit Holzpfeilern und farbigen Markierungen gekennzeichnet.
Am 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus, wurde entlang der DDR Grenze Berlin die Mauer errichtet.
In einer Pressekonferenz am 9. November 1989 erklärte Günter Schabowski, dass die DDR-Grenze wieder für die ständige Ausreise nach Westberlin und in die BRD geöffnet sei. Daraufhin strömten tausende Menschen aus beiden Teilen Berlins an die Mauer und forderten ihre sofortige Öffnung. Schließlich fiel in der Nacht vom 9. November zum 10. November 1989 die Berliner Mauer. Nach über 28 Jahren der Teilung war die DDR Grenze Berlin damit wieder für jeden frei passierbar.
Foto 1 und 2: von VivaoPictures von flickr
Veröffentlicht von dominikus am 6. March 2012
Die Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert an die deutsche Teilung. Sie liegt in der Bernauer Straße im Herzen der Hauptstadt. Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich auf eine Länge von 1,4 Kilometern auf den Überresten des ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Gebiet der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich das letzte Stück der Überreste der Grenze zwischen Ost- und Westberlin.
Öffnungszeiten der Gedenkstätte Berliner Mauer
Die Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer im Areal ist ganzjährig von Montag bis Sonntag 8.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Das Besucherzentrum und Dokumentationszentrum hingegen können von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 9.30 bis 19.00 Uhr und von November bis März dienstags bis sonntags von 9.30 bis 18.00 Uhr besucht werden.
Anfahrt zur Gedenkstätte Berliner Mauer
Am einfachsten ist die Anfahrt über die Tram M10, Bus 245, Bus 247, S-Nordbahnhof oder U-Bernauer Straße.
Eintritt zur Gedenkstätte Berliner Mauer
Der Eintritt ist für alle kostenlos.
Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer
Dieses liegt genau am S-Nordbahn und bietet einen ersten Überblick über das Angebot und hilft bei der Orientierung auf dem weitläufigen Gelände. Mitarbeiter stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Das Besucherzentrum bietet ein vielfältiges Programm:
- Film zur Geschichte der Berliner Mauer
- unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. ein Zeitzeugencafe, Filmabende, Gedenkandachten
- Fachbuchabteilung
- Besucherterminals mit Informationen zum Abrufen
- Aussichtsplattform
Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer
Bis 2012 wird das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer um eine Ausstellung auf dem ehemaligen Grenzstreifen erweitert. Diese umfasst vier Ebenen:
- Fluchttunnel und abgerissene Grenzhäuser werden nachgezeichnet, zerstörte Grenzanlagen werden durch Stahl visuell gemacht
- besondere Ereignisse entlang der Mauer werden markiert und Informationen stehen zum Nachlesen bereit
- archäologische Fenster zeigen Schichten der Grenzanlagen
- Ausstellung im Grenzstreifen
2011 haben 650.000 Menschen die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht. Wir können nur empfehlen ebenfalls diese großartige Sammlung und Geschichtsdokumentation zu besuchen und sich über die Teilung der Hauptstadt direkt vor Ort an der Gedenkstätte Berliner Mauer zu informieren.
Foto 1:Â T100Timlen von flickr
Foto 2: thomas pix von flickr
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