Jahrhundertbus 2011

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 9. Januar 2012

Der Jahrhundertbus 2011 hat für das Projekt „Gedächtnis der Nation“ eine weite Reise durch Deutschland zum Ende des Jahres 2011 gemacht. Als mobiles Aufnahmestudio ist der Jahrhundertbus 2011 für „Gedächtnis der Nation“ durch deutsche Städte gefahren. Im Jahrhundertbus 2011 wurden die Menschen vor Ort nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen als Zeitzeugen befragt.  Wir suchen nach Menschen, die über den Alltag in der Bundesrepublik und der DDR, aber auch über Teilung und Wiedervereinigung erzählen.

Gedächtnis der Nation: Jahrhundertbus 2011- Leben in Ost und West

Das Thema des Projekts “Gedächtnis der Nation” und des Jahrhundertbusses 2011 lag auf den Unterschieden des Lebens in Ost und West. Dazu standen Menschen, die über das alltägliche Geschehen in der Bundesrepublik und der DDR als Zeitzeugen berichten wollten, vor der Kamera. Aber auch von der deutschen Teilung und der Wiedervereinigung konnte im Jahrhundertbus 2011 dem “Gedächtnis der Nation” berichtet werden. Das Ziel des Pojekts 2011: “Wir suchen nach Menschen, die über den Alltag in der Bundesrepublik und der DDR, aber auch über Teilung und Wiedervereinigung erzählen.”

Route des Jahrhundertbus 2011

Der Jahrhundertbus 2011 startete in Berlin am 06.10. beim Haus der Bundespressekonferenz. Vom 06.10. bis 10.10. stand der Jahrhundertbus 2011 am Alexanderplatz vor dem Fernsehturm und am 11.10. das [...] Continue Reading…

Fernsehzeitzeugen

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 6. Januar 2012

Fernsehzeitzeugen sind ein grundlegendes Element jeder historischen Dokumenation im deutschen Fernsehen. Sie sind glaubhaft, sie sind real und sie machen die Dokumentation erst attraktiv für den Zuschauer. Sind Fernsehzeitzeugen also nur eine mediale Inszenierung, um die Einschaltquoten zu erhöhen? Diesen Verdacht äußert Wulf Kansteiner in einem in der Zeit erschienenen Artikel (02.01.12).

Von Oral History zu Fernsehzeitzeugen

Interview im Jahrhundertbus

Zeitzeugen erscheinen in der Geschichtsforschung zu einem relativ späten Zeitpunkt, in den 80er  und 90er des letzen Jahrhunderts, unter der Methode der Oral History. Anfänglich gelten Zeitzeugen  als unwissenschaftlich. Eine Interviewmethode muss erst noch entwickelt werden. Als Fernsehzeitzeugen haben sie es in das Fernsehprogramm erst durch die Etablierung der Oral History geschafft. Für die Filmproduzenten sind die Fernsehzeugen zu einer zentralen Informationsquelle und einem stilstischem Mittel geworden.
Die Fernsehzeitzeugen haben mit den Zeitzeugen von Oral-History-Projekten wenig gemein.

Unterschied der Fernsehzeitzeugen zur Oral History

Im Vordergrund der TV-Dokumentationen steht der reine Unterhaltungaspekt der Zeitzeugen. Die Geschichte soll spannend erzählt werden, um sie einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Die Filmemacher müssen die Aussagen der Fernsehzeitzeugen und die historischen Tatsachen auf einen Nenner bringen. Dabei arbeitet der Fernsehzeitzeuge als Vermittler zwischen Fernsehzuschauer und Filmemacher, indem er die historischen Ereignisse anschaulich beschreibt. Im Gegensatz [...] Continue Reading…

Zeitzeugen im Deutschlandfunk

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 6. Januar 2012

Quelle: @Deutschlandradio (01.04.09)

Die Interviews der Zeitzeugen im Deutschlandfunk stellen eine angenehme, auditive Möglichkeit dar, gelebte Geschichte nachzuvollziehen und persönliche Einblicke zu erleben. Bereits seit einigen Jahren bietet der Deutschlandfunk mit „Zeitzeugen im Gespräch“  diese besonders interessante Interviewreihe seinen Hörern an.
Im Deutschlandfunk stehen Zeitzeugen u.a. aus  Politik, Wirtschaft und Literatur vor dem Mikrophon. Als DDR-Zeitzeugen sind bereits Freya Klier, Rainer Eppelmann und Hans Modrow im Gespräch gewesen. Jeden letzten Donnerstag im Monat wird die neuste Folge um 19.15 Uhr vom Deutschlandfunk bundesweit gesendet. „Zeitzeugen im Gespräch“ des Deutschlandfunks ist auf der Homepage im Archiv sowohl als Audiodatei als auch als schriftliche Version verfügbar.

Aktuelles Zeitzeugen-Interview mit Christa Luft im Deutschlandfunk

Quelle: @Deutschlandradio (01.04.09)

Im aktuellen Zeitzeugen-Interview steht die frühere DDR-Wirtschaftsministerin und PDS-Bundestagsabgeordnete Christa Luft zur Verfügung. 1971 habilitierte sie als ordentliche Professorin für sozialistische Außenwirtschaft an der Hochschule für Ökonomie zu Berlin. 1958 in die SED eingetreten, ist sie 1989 als stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Teil der Übergangsregierung von Hans Modrow geworden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands gewann sie 1994 und 1998 ein PDS-Mandat bei der Bundestagswahl.

Als Zeitzeugin beschreibt sie im Deutschlandfunk sehr eingehend ihre Erfahrungen als Professorin für sozialistische Außenwirtschaft an der Hochschule für Ökonomie [...] Continue Reading…

Zeitzeugen zu Weihnachten

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 23. Dezember 2011

Die Zeitzeugen-Redaktion wünscht Ihnen zuerst einmal ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und dankt allen Beteiligten für Ihr Engagement!

Heiligabend und die Weihnachtstage sind auch ein Zeitzeugenthema, da Weihnachten ein kulturelles und gesellschaftliches Ereignis ist.

Wie hat sich Weihnachten im Laufe der Zeit verändert? Zeitzeugen können hierzu über das Aufschreiben der eigenen Erlebnisse Stellung nehmen. So gibt es spannende Zeitzeugenberichte über den Heiligabend in den Kriegsjahren oder in der Nachkriegszeit. Das Thema „Zeitzeugen zu Weihnachten“ ist vermutlich ein sehr breites Feld, da hier regionale Besonderheiten eine große Rolle spielen. Die darüberliegenden Strukturen freizulegen, ist dann die Aufgabe von Geschichtswissenschaftlern, welche die Zeitzeugenberichte auszuwerten haben. Dazu ist jedoch eine breite und dichte Quellenlage notwendig, die von aktiven Zeitzeugen geschaffen wird.

Gerade die unbeeinflusste Berichterstattung von Zeitzeugen ist wichtig. Zwar ist Weihnachten ein Familienfest – interne Familienangelegenheiten sind jedoch von der Geschichtswissenschaft abgegrenzt, wobei es schwierig ist, hier eine genaue Trennung vorzunehmen.

Hier also ein Zeitzeugen Weihnachtsaufruf:

Wie haben Sie Weihnachten in der Vergangenheit erlebt?
An welches Weihnachtsfest zu Heiligabend erinnern Sie sich besonders gut?
Welche historischen Ereignisse haben sihc in besonderer Weise auf diese Zeit ausgewirkt und wie haben sie diese Auswirkungen erlebt?
Was waren die Gewohnheiten und Bräuche in Ihrem Dorf, Ihrer Stadt, in Ihrer Gemeinde?
Wie hat sich [...] Continue Reading…

Alliierten-Museum Berlin

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 22. Dezember 2011

Das Alliierten-Museum bietet spannende Veranstaltungen mit Zeitzeugen und stellt wichtige Zeitdokumente aus.

In der Spannung zwischen Westmächten und Sowjetunion präsentiert sich das Alliierten-Museum als interessanter Ort der kulturellen Erinnerung. Das Ende des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit (ab 1948/1949 kann die Sowjetunion nicht mehr zu den Allierten gezählt werden) und die Zeit des Kalten Krieges sind hier ständige Themen, die das Alliierten-Museum mit Veranstaltungen und Ausstellungen würdigt.

Zudem werden im Berliner AlliertenMuseum Zeitdokumente aufbewahrt wie Akten, amtliche Drucksachen, Ausweise, Fotos – meist amerikanischer Herkunft der 70er-90er Jahre – Tagebücher und Briefe sowie Dias und Fotos, Mützen, Uniformen, Orden und Abzeichen (Militaria).

Als einmaliges Zeitzeugnis ist im Alliierten-Museum die Mitschrift eines politischen Seminars zu besichtigen. Dieses Zeitzeugnis bietet Einblick in die Köpfe hochrangiger politischer Akteure der damaligen Zeit. Die Zeitzeugen sind gleichzeitig historische Persönlichkeiten.

Wer sich für die Zeit des Mauerbaus interessiert, dem sei die Veranstaltung „Wie ein Pulverfass! Berlin-Krise und Mauerbau“ nahegelgt, welche das Alliierten.Museum am Sonntag, den 8.01.2012 in Berlin Zehlendorf stattfinden lässt. Diese Sonderausstellung des Alliierten-Museums (Eintritt frei – Anmeldung nicht erforderlich) befasst sich auch mit den Strategien, die für den militärischen Ernstfall vorgesehen waren. Raketenköpfe, Teile des früheren Wachhauses am Checkpoint Charlie und sowjetische Propaganda-Plakate geben einen Eindruck von der Zeit [...] Continue Reading…

Zeitzeugen der DDR

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 19. Dezember 2011

Zeitzeugen der DDR sollten nicht zu lange warten, ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit der Diktatur zu veröffentlichen. Eine gewisse Distanz zu jener Zeit kann zwar eine reflektierte Haltung begünstigen – sie vermag aber auch die Erinnerungen zu verwischen.

 

Zeitzeugen der DDR

Zeitzeugen der DDR können über historische Ereignisse berichten (Volksaufstand von 1953, den Mauerbau, die Wiedervereinigung)
DDR Zeitzeugen können sich zu politischen, unternehmerischen oder gesellschaftlichen Erfahrungen äußern (MfS, Marxismus-Leninismums, Streik) und ihre Erlebnisse mitteilen
Strukturen und Mentaltitäten, deren Veränderung und die persönliche Wahrnehmung in der DDR oder durch die DDR sind ebenso Zeitzeugen-Themen
Ganz eigene Lehren aus dieser Zeit – ein Fazit des Vergangenen kann von DDR-Zeitzeugen ganz alleine oder in der Diskussion gezogen werden und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden

Zeitzeugen der DDR können nachfolgenden Generationen über ihre ganz eigene Wahrnehmung berichten, sowohl wie sie sie zur damaligen Zeit erlebten, als auch in der Rückschau und in vergleichender Betrachtung. Ein wichtiger Punkt der Stellungnahme von DDR-Zeitzeugen zur jetzigen Zeit ist zusätzlich der, dass sie aktiv Fragen beantworten können, die sich denjenigen stellen, die diese Zeit nicht miterlebt haben. Ein Jugendlicher hat möglicherweise gezielte Fragen zur DDR, die so eine direkte und authentische Antwort erfahren. Neben den primären Quellen kann diese Interaktion Interesse wecken [...] Continue Reading…

Zeitzeugen-Roman über DDR

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 15. Dezember 2011

Im Auftrag des Großen Bruders

Gründe des Niedergangs der DDR, ihre militärische Stellung im Warschauer Pakt (Warschauer Vertrag), die Hegemonie der ehemaligen Sowjetunion und damit verbundene Probleme in der Wirtschaft.

Die Auswirkungen sind heute noch erkennbar. Die DDR war mit militärischen Standorten übersät und das MfS arbeitete auf Hochtouren. Wie kam es zur flächendeckenden Überwachung?
Verantwortlich für Vorbereitung und den Bau von Militärobjekten mit geringerer Geheimhaltung waren Dienststellen in 13 DDR-Bezirken (Kasernenobjekte, Unteroffiziersschulen, Lager etc.).
In diesem Roman ist auch die ehemalige Unterkunftsabteilung oder UKA Leipzig, Richterstraße 3, als mein ehemaliger Arbeitgeber genannt (Bauvorhaben nur im Bezirk Leipzig).
Atomare Schutzbauwerke wuchsen während des sogenannten Wettrüstens wie Trüffel. Sie waren Führungsobjekte im Kalten Krieg und wären es nach Beginn eines Kernwaffenschlages gewesen. Handlungsorte oder Gebiete mit diesen Bauvorhaben – genannt werden hier nur einige, sind: Tessin, Straußberg/Harnekop, Calau, Fürstenwalde oder Bunker Kossa. Investionen wurden noch 1990 getätigt. Dies war wohl der empfindlichste Schlag ins Kontor der DDR-Wirtschaft.
Kaum einer wusste von den verbauten Milliarden, zumal militärische Baumaßnahmen zum Teil unter die geheime Verschlusssache fielen und somit nur ein sehr kleiner Personenkreis informiert war. Aus Gründen der Geheimhaltung wurde die Anzahl der verantwortlichen Bearbeiter solcher Vorhaben so gering wie möglich gehalten. Auch Mauer und innerdeutsche Grenze [...] Continue Reading…

Die innerdeutsche Grenze

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 10. Dezember 2011

Als innerdeutsche Grenze, oder auch deutsch-deutsche Grenze, bezeichnet man die 1400 Kilometer lange ehemalige Grenze zwischen der DDR und der BDR.

Der Begriff „innerdeutsche Grenze“

In der ehemaligen DDR wurde die innerdeutsche Grenze offiziell Staatsgrenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland genannt. In der BDR hingegen wurde statt des Begriffs innerdeutsche Grenze oft das Wort Zonengrenze oder Demarkationslinie genutzt.
Die verschiedenen Bezeichnungen für die innerdeutsche Grenze haben sich aus der Entstehung der Grenze selbst entwickelt. Die Deutsche Demokratische Republik wollte mit ihrer Benennung  klarstellen, dass die innerdeutsche Grenze eine Staatsgrenze und nicht nur eine Zonengrenze war.

Sperrgebiet innerdeutsche Grenze

Im Verlauf des Kalten Krieges spielte die innerdeutsche Grenze eine große Rolle. Sie war nicht nur eine Staatsgrenze,  sondern wurde zum Eisernen Vorhang. Das heißt, diese Grenze stellte die Trennung zwischen der westlichen Welt und dem Ostblock dar. Dort trafen beide Fronten, die  aufeinander.
Im März 1952 beschloss die DDR die innerdeutsche Grenze verstärkt abzuriegeln. Der Reiseverkehr wurde stark eingeschränkt und im östlichen Grenzgebiet wurde ein Sperrgebiet eröffnet.  Das Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze bestand aus einem 10 Meter breiten Kontrollstreifen, einem 500 Meter breiten Schutzstreifen und einer 5 Kilometer Sperrzone. Der stark bewachte, teilweise mit Selbstschussanlagen ausgerüstete Kontrollstreifen wurde schon nach kurzer Zeit als Todesstreifen benannt.

Innerdeutsche Grenze [...] Continue Reading…

Zeitzeugen-Anthologie

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 9. Dezember 2011

Zeitzeugen-Anthologien sind eine gute Möglichkeit, Zeitzeugnisse einer breiten Öffentlich zu präsentieren.

Eine Zeitzeugen-Anthologie ist ein Sammelwerk, das die Beiträge mehrerer verschiedener Zeitzeugen in einem Buch oder in einem anderen Medium zusammenfasst.

Das Sammelwerk „Kapitulation und Neubeginn in Deutschland – Persönliche Erinnerungen an die Jahre 1945 bis 1949“ ist eine solche Zeitzeugen-Anthologie, welche die Themen Kriegsende, Beginn des Kalten Kriegs und die Teilung Deutschlands fokussiert. Es werden Beiträge von 15 Zeitzeugen vorgestellt,
die ihre eigenen Eindrücke aus dieser Zeit und ihr persönliches Erleben der allgemeinen  Umstände dieser Zeit mitteilen und durch die Veröffentlichung in einer Zeitzeugen-Anthologie konservieren.

Aufgrund der historischen Umwälzungen – Ende der Nazi-Diktatur, der „verlorene“ Krieg,  Demokratisierung des einen und Sowjetisierung des anderen Teils Deutschlands und der Wiederaufbau – können diese Zeitzeugen die stattfindenden Entwicklungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und sie erlebbar machen. Es wird nicht immer Zeitzeugen aus dieser Epoche geben, weshalb es wichtig ist, ihre Erinnerungen und Erlebnisse, ihre Empfindungen und Erfahungen aus jener Zeit festzuhalten und sie der Nachwelt zugänglich zu machen, um sich ein eindringlicheres Bild bestimmter Epochen zu bilden. Da häufig „große Männer“ oder „Nationen“ und „Institutionen“ ein eingeschränktes Bild historischer Wirklichkeit vermitteln, kann eine Zeitzeugen-Anthologie, gerade auch wegen der Vielfalt der Zeugnisse und ihrer Subjektivität, das [...] Continue Reading…

Roman zur Stasi und DDR

Veröffentlicht von Zeitzeugen-Redaktion am 4. Dezember 2011

„Die Stasi weiss, was ich nicht weiss“ ist ein Buch von Felix Reid, welches auch das Thema Zeitzeugenschaft aufgreift. Der Autor hat hierzu  Zeitzeugeninterviews geführt und diese in seinem Roman festgehalten. Insbesondere die Erinnerungen eines Zeitzeugen sind hierbei die Grundlage dieses Romans zur DDR Zeit.

Ein solcher Zeitzeugenroman veranschaulicht sehr gut, weshalb Zeitzeugen und Ihre Zeugnisse so wichtig sind. Weil sie authentisch und aus einer persönlichen Sicht festhalten, wie es zu einer bestimmten Zeit war. Das persönliche Erleben bereichert dabei Fakten und Strukturen und hilft dem Leser, sich in eine bestimmte Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit hineinzuversetzen, wie es ohne die “Methode” der Zeitzeugnisse kaum möglich wäre:

„Der wirtschaftskriegerisch motivierte Prozess vor dem Obersten Gericht der DDR gegen Herbert F. Latinsky, einem erfolgreichen Hamburger Kaufmann, hatte nicht viel mit einem Strafprozess im üblichen Sinn gemein. Das ganz besondere Interesse an dieser Art der Schauprozesse und ihrer politischen Instrumentalisierung wird bereits an der Tatsache deutlich, dass der Generalstaatsanwalt der DDR am 06.10.1967 unmittelbar an Erich Honnecker berichtete – und die Urteile dann propagandistisch verwertet wurden“.

So wird das Buch „Die Stasi weiss, was ich nicht weiss“ vorgestellt. Die Fakten dienen dabei als Rahmen und dieser Prozess, der in den 60er Jahren Aufsehen erregte, [...] Continue Reading…


NewGrunge |
bottom