DDR Musik

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. July 2012

DDR Musik umfasst Musik, die von 1949 bis 1990 in der Deutschen Demokratischen Republik komponiert wurde. DDR Musik unterlag dabei, wie alle Künste, den Beschränkungen durch die Staatspartei SED. Dennoch gab es im Rahmen der DDR Musik einige Künstler, die bis an die Grenzen jener Vorgaben gingen. DDR Musik kam dabei in erster Linie in den Genres Rock, Blues und Folk, aber auch in der E-Musik in Konflikt mit dem DDR-Regime.

Während im Westen zwischen 1949 und 1989 Rock’n’ Roll und Beat aufkamen, konnten DDR-Bürger diese Musik nicht hören, ohne zu riskieren,der Staatslinie entgegenzusteuern. Dennoch gab es in der DDR Musik, welche die Regierung begrüßte. Einige klassische Musiker gelangten zu Ruhm, viele Musikschulen wurden gegründet und später gab es auch eine staatliche Förderung der Popmusik. Einige in der DDR erfolgreiche Bands wie die Puhdys, City oder Silly schafften es nach der Wende auch, in ganz Deutschland erfolgreich zu sein.

Staatliche Kontrolle in der DDR-Musik

Um DDR Musik in der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde eine staatliche Erlaubnis, der „Spielschein“, benötigt. Die Unterhaltungsmusik unterlag also strengen Kontrollen. Nach intensiver Prüfung durch das Ministerium für Staatssicherheit wurden Texte erlaubt oder verboten. Sowohl Künstler als auch Publikum fanden sich damit ab, dass die meisten Lieder versteckte Botschaften besaßen.

DDR Musik als Spiegel der Umstände

Eine genauere Betrachtung der Musik der Renft-Combo oder der Puhdys ermöglicht einen Einblick in Arbeitsumfeld und -bedingungen für Musiker und deren Songs. DDR Musik aus den Siebzigern in den Sparten Pop und Rock reflektiert den Wertewandel in der DDR. Diese Songs sind ein Amalgam aus Protest, intellektueller Nische und linientreuer Unterhaltung. Auch Schallplattenunterhalter, im Westen DJs genannt, waren den SED-Beschränkungen unterworfen. Um Menschenmengen mittlerer Größe mit dem Auflegen von Platten zu unterhalten, war die erfolgreiche Ablegung einer staatlichen Prüfung unabdingbar. Im Anschluss erhielt man eine Spielerlaubnis als DDR Musiker.

Einige DDR Musiker entziehen sich der Kontrolle

DDR Musik Einige Punk-, New Wave- oder Jazz-Bands sowie diverse Rockgruppen missachteten die politischen Vorgaben sogar direkt und beschränkten sich auf die Untergrundszene. Die politische Bevormundung wurde nur akzeptiert, wenn die Band die Chance erhielt, öffentlich zu spielen.

Bildquelle: Deutsche Fotothek‎, Wikipedia

DDR Geschichten

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. July 2012

DDR Geschichten gibt es viele. Besonders in Bezug auf das tägliche Leben haben ehemalige DDR-Bürger viele DDR Geschichten über Unterschiede zum Westen zu erzählen. DDR Geschichten finden sich beispielsweise zu typischen Charakteristika der Ostdeutschen, welche auch heute noch von Nutzen sein können: Ostbürger versuchten nicht nur, möglichst vieles, wie zum Beispiel eine Renovierung, selbst zu erledigen, sie dämmten auch ihren Ressourcenverbrauch ein. Somit hielten sie ihren Geist fit und sparten Geld.

DDR Geschichten über die Stasi

DDR GeschichtenDDR Geschichten erzählen auch von der Arbeit der Staatssicherheit. Olaf Menzel stand bereits im Alter von 13 Jahren unter Beobachtung der Spionageabwehr Amerika in der DDR. Laut dieser DDR Geschichte hatte der Junge tatsächlich aber nur ein paar Mal für kurze Zeit die Bibliothek der US-Botschaft besucht. Beim Verlassen jener kontrollierte ihn die Volkspolizeit meist, nahm seine Daten auf und ermahnte den Jungen, nicht mehr zum „Klassenfeind“ zu gehen. Zudem wurde die Schule von diesen Besuchen unterrichtet. Es folgte ein Besuchsverbot seitens der Volkspolizei.

DDR Geschichten über die Kirche

Über den Umgang mit der Kirche gibt es auch viele DDR Geschichten. Renate Wolf erinnert sich, dass sie im Zuge ihrer Konfirmation zu einem Mitglied der Jungen Gemeinde in St. Pauli-Kreuz wurde. Dort gefiel es ihr sehr gut, da man sämtliche Themen ansprechen konnte. Auch achteten die Leute dort die Freiheit des Einzelnen, anders als in der Parteilinien-orientierten JP und FDJ. Renate entwickelte ihre Weltanschauung aus der christlichen Lehre, nicht aus dem Klassenkampf, da sie von der Brutalität des Stalinismus wusste. Als die Leitung ihrer Schule von ihrer Mitgliedschaft erfuhr, wurde sie gedemütigt. Letztlich wurde ihr angeboten, sich vor versammelter Schule zum Sozialismus zu bekennen, damit ihr Studium garantiert wurde. Nach der Mittleren Reife musste sie die Schule dann verlassen, da sie sich weigerte, dies zu tun. Über Umwege studierte sie dennoch, durfte aber nicht in der Firmenleitung arbeiten, da diese Erzählerin von DDR Geschichten kein Parteimitglied war.

Bildquelle: Nickel Chromo, Wikipedia

Berliner Mauer Grenze

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. June 2012

Die Berliner Mauer Grenze umfasst einen Umkreis von mehr als 160 km rund um Ostberlin. Anfangs trennte es die sowjetische Besatzungszone von den anderen Besatzungszonen. Mit der Entstehung der BRD und DDR wurde aus der Berliner Mauer Grenze 1949 die deutsch-deutsche Grenze. 1952 wurde die Berliner Mauer Grenze seitens der DDR verschärfter abgeriegelt. 1961 begann letztlich der Bau der Berliner Mauer Grenze, nicht zuletzt, um den bis dahin stark angestiegenen Flüchtlingsstrom aus der DDR in die BRD zu stoppen.

Der Aufbau der Berliner Mauer GrenzeBerliner Mauer Grenze

Die Berliner Mauer bestand letztlich nicht nur aus einer einzigen Berliner Mauer Grenze. Sie war in mehrere Etappen bzw. Schichten aufgeteilt. So setzte sich das Sperrgebiet zum Westen aus einer „5km-Sperrzone“, einem 500Meter breiten „Schutzstreifen“ und dem „10m-Kontrollstreifen“ unmittelbar am Grenzzaun zusammen. Dahinter lag bis zur eigentlichen Berliner Mauer Grenze ein „Niemandsland“, das von Republikflüchtlingen oft als westdeutsches Gebiet falsch gedeutet wurde.

Der zehn Meter breite Kontrollstreifen wurde auch „Todesstreifen“ genannt. Dieser Abschnitt wurde teilweise vermint und mit Selbstschussanlagen ausgerüstet. Alle möglichen Sichthindernisse des mit Stacheldraht gesicherten Schutzstreifens wurden aus dem Weg geschafft. Flusspassagen und -übergänge wurden durch tiefreichende Sperrgitter gesichert. Das Betreten des sogenannten „Todesstreifen“ der Berliner Mauer Grenze war nur mit besonderer Genehmigung zulässig. So konnten zum Beispiel Techniker und Monteure, die etwas reparieren mussten oder Stromleitungen zu legen hatten, nur mit einem Wachkommando in die jeweiligen Grenzabschnitte gelangen. Grenzsoldaten der Berliner Mauer Grenze, die in den Wachtürmen und Bunkern etwas Auffälliges bzw. Verdächtiges gesichtet hatten, waren verpflichtet, dies sofort zu melden.

Der eigentliche Grenzzaun war zunächst ein herkömmlicher, hüfthoher Stacheldrahtzaun, nach 1961 ein schwer überwindbarer, doppelter Stacheldrahtzaun bzw. ein Streckmetallgitterzaun mit Selbstschussanlagen.

Berliner Mauerweg – Karte zeigt die Berliner Mauer Grenze

Die Stadt Berlin stellt auf ihrer Webseite eine Karte zum Berliner Mauerweg zur Verfügung. Diese Karte in digitaler Form zeigt den Grenzverlauf mit Außen- und Innengrenze der damaligen DDR in Berlin auf. So kann man den Mauerweg auf eigene Verantwortung gut besichtigen und sich auf die Spurensuche nach Resten der Berliner Mauer Grenze machen.

Oral History Schule

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. June 2012

Die Oral History Schule ist eine wichtige Methode zur Rekonstruktion von Geschichte durch Zeitzeugenberichte. Damit dieser Bericht zu einer repräsentativen Quelle der Oral History Schule zählen kann, muss das Interview mit den Zeitzeugen durchaus gut geplant sein. So gibt es feste Regeln für die Oral History Schule, die es einzuhalten gilt. Das Gespräch mit dem Zeitzeugen soll ihn und seine Erzählungen möglichst nicht beeinflussen. Daher muss der Interviewer laut der Oral History Schule zum Beispiel die Balance zwischen neutraler Nüchternheit und natürlichem Mitgefühl meistern.

Die Oral History Schule in der Schule

Oral History SchuleDas Interesse der Jugendlichen für geschichtliche Themen kann durch die Oral History Schule geweckt werden. Denn insbesondere junge Menschen haben keinen direkten Bezug zur Geschichte, fühlen sich davon nicht betroffen und sind demnach häufig stark desinteressiert. Indem Zeitzeugen von ihren Erfahrungen berichten, wird Geschichte etwas Greifbares, fast erlebbares. Außerdem lernen die Schüler durch die Oral History Schule, Respekt und Achtung vor den Älteren zu haben und gewissen Vorurteile ihnen gegenüber abzubauen. Zudem bietet es den großen Vorteil, dass die Schüler direkte Fragen stellen können und ebenso direkte Antworten erwarten dürfen. So werden die Jugendlichen auch aktiv in den Prozess der Oral History Schule einbezogen und sind nicht nur Rezipienten von Quellenmaterial. Dazu gehört natürlich, wie bei allen Zeitzeugeninterviews, das Vorbereiten eines Fragenkatalogs dazu. Im Anschluss muss das Material verschriftlicht und mit Hilfe von fundierten Quellen ausgewertet werden.

Was Schüler durch die Oral History Schule lernen können

Die Schüler lernen, im Hinblick auf eine historische Frage Zeitzeugen zu suchen und auszuwählen. Sie erlernen, wie man Interview-Leitfäden baut und in sachgemäße, sowie personenbezogene Unterfragen gliedert. Sie erfahren, wie man Erzähltes richtig dokumentiert, ordnet, zusammenfasst und systematisiert. Letztlich lernen sie, wie man das Material analysiert und auf Schlüssigkeit und Wahrscheinlichkeit hin prüft. Dazu lernen sie, Zeitzeugenberichte zu vergleichen und Übereinstimmungen, sowie Widersprüche zu erkennen. Im Grunde lernen sie den gesamten Prozess der Oral History Schule einmal kennen.

Bild: flickr, herr.g

Berliner Mauer Zeitzeugen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. June 2012

Berliner Mauer Zeitzeugen haben extreme Situationen erlebt oder mitverfolgt. Berliner Mauer Zeitzeugen sahen, wie Menschen erfolgreich flohen, waren selbst Flüchtlinge oder mussten miterleben, wie andere an den Folgen der Fluchtversuche ums Leben kamen. Einige unter den Berliner Mauer Zeitzeugen können uns noch etwas aus der Zeit erzählen und machen das Thema für diejenigen, die es nicht miterlebt haben, erfahrbar und vor allem greifbar. Schließlich sind viele von uns unter der selbstverständlichen Voraussetzung der Freiheit groß geworden.

Berliner Mauer Zeitzeugen und der GdN-Jahrhundertbus 2011

Berliner Mauer ZeitzeugenDer Jahrhundertbus 2011 reiste letztes Jahr durch Deutschland, um Berliner Mauer Zeitzeugen für sich zu gewinnen und sie zu interviewen. Das Projekt war sehr erfolgreich, sodass es einige interessante Videos von Berliner Mauer Zeitzeugen auf dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel anzusehen gibt. Alternativ findet man die Videos auch gut strukturiert auf der Internetseite von dem Projekt, Gedächtnis der Nation. Die Berliner Mauer Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Entstehung der Berliner Mauer, dem Leben im Osten und letztlich von dem Fall der Mauer.

Problematik durch die letzten Berliner Mauer Zeitzeugen

Berliner Mauer Zeitzeugen - alte DameIn ca. 50 Jahren wird es wohl die letzten Zeitzeugen der Berliner Mauer geben. Problematisch ist, dass sich die eigenen Erinnerungen mit Erzählungen Anderer immer mehr vermischen werden. An manches, was man gar nicht erlebt hat, wird man meinen, sich erinnern zu können. Zudem neigt man dazu, sich nur große und besondere Ereignisse, wie den Mauerfall, zu merken und vergisst weniger dramatische Momente. Das Bild von der eigenen Person wird grundsätzlich positiver dargestellt, als es vielleicht der Fall gewesen ist. Somit wird die eigene Rolle auch überschätzt und weniger Positives wird vergessen bzw. verdrängt. Das wird die professionelle Arbeit mit Zeitzeugenberichten in der Zukunft eher erschweren, sodass das heutige Material der Berliner Mauer Zeitzeugen das wohl bedeutsamere darstellt.

Bild 1: flickr, Malik_Braun
Bild 2: flickr, architekt2

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

Berliner Mauerradweg im Sommer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 8. June 2012

Den Berliner Mauerradweg im Sommer zu nutzen ist eine wunderbare Sache, um sich das historische Denkmal der Berliner Mauer mal genauer anzusehen. Der Berliner Mauerradweg im Sommer ist besonders schön, weil sich Berlin von seiner grünsten Seite zeigt. Die Strecken vom Berliner Mauerradweg im Sommer sind wesentlich angenehmer zu befahren, als im Winter. Heute ist der Berliner Mauerradweg im Sommer ein noch schönerer Genuss, weil sich seit 2001, nach dem Beschluss von Senat und Abgeordnetenhaus, eine Menge getan hat. Besonders auffallend ist der ökonomische Effekt des Fahrradtourismus durch den Berliner Mauerradweg im Sommer.

Die Tour auf dem Berliner Mauerradweg im Sommer

Der Mauerweg ist insgesamt 160 km lang, genau so lang, wie die ehemalige Grenze innerhalb Berlins. Die Tour vom Berliner Mauerradweg im Sommer startet man am besten in der Mitte Berlins – vom Potsdamer Platz aus. Dann geht es weiter durch die Innenstadt in südöstlicher Richtung nach Schönefeld. Anschließend führt der Weg auf der ehemaligen Grenze in westliche Richtung bis nach Potsdam. Von hier aus geht der Berliner Mauerradweg im Sommer weiter über Spandau bis in den hohen Nordens Berlins nach Frohnau. Wenn man sich Richtung Pankow und Wedding begibt, kommt man wieder zurück nach Berlin-Mitte. Die 18 Kilometer mitten durch die City stellen den wohl interessantesten Teil der Strecke des Mauerradweges dar.

Spektakuläre Verbesserungen für den Berliner Mauerradweg im Sommer

Berliner Mauerradweg im Sommer - KarteSeit 2001 wurden unter anderem die Heinrich-Heine-Straße, die Treptower Straße in Neukölln, der Radweg an der Oranienburger Chaussee und der Bernauer Sraße saniert. Auf der früheren „Schiebestrecke im Neuen Garten”, am Ufer vom Jungfernsee am Schloß Cecilienhof, ist das Radfahren nun erlaubt. Des Weiteren wurden Ausschilderungen für den gesamten Mauerweg realisiert, sowie Übersichtstafeln mit Luftbildern und Erinnerungsstellen integriert. Viele weitere Strecken wurden saniert und in den Mauerradweg integriert, sodass der Mauerradweg im Sommer angenehm, erlebnisreich und, je nach Belieben, weit genug zu befahren ist. Diese und andere wesentliche Verbesserungen der letzten Jahre haben den Berliner Mauerradweg im Sommer in vielen Facetten noch attraktiver gemacht.

Bild 1: flickr, Naalsogehtdoch
Bild 2: Wikipedia, Incnis Mrsi

DDR Fernsehen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 5. June 2012

Das DDR Fernsehen spielte als Massenmedium im Osten eine herausragende Rolle. Durch das DDR Fernsehen wollte der Saat seine Propaganda für die DDR betreiben. So stand das DDR Fernsehen und das Fernsehen der BRD sowohl bei der Bevölkerung, als auch bei den Fronten des Kalten Krieges im Mittelpunkt des Interesses. Sowohl West als auch Ost kämpfte um die Gunst der Zuschauer. Das DDR Fernsehen war demnach auch ein Staatsfernsehen.

Anfänge und Entwicklungen vom DDR Fernsehen

DDR FernsehenDie Regierung beschloss im März 1950 den Aufbau vom DDR Fernsehen bzw. des Fernsehfunks. Zu Beginn handelte es sich dabei um den DFF, „Deutscher Fernsehfunk“, bis es letztlich am 11.02.1972 zur Umbenennung in „Fernsehen der DDR“ kam. Grund für den anfangs gewählten Titel war, dass das DDR Fernsehen bis in die 70er eigentlich noch als das Fernsehen für ganz Deutschland gelten wollte. Letztlich besaß zu Beginn noch kaum ein DDR-Bürger einen Fernseher. Schließlich kostete er im Schnitt 3500€ bei einem monatlichem Durchschnittsgehalt von 300€. Ab dem 21. Dezember 1952 startete das Programm vom DDR Fernsehen mit 2 Stunden täglich ab 20Uhr. Ganze 60 Geräte in Berlin waren dazu empfangsbereit. Um mehr Bürger zu erreichen, wurde das DDR Fernsehen Sendenetz schnell ausgebaut. Anfang 1956 endete letztlich das Versuchsprogramm und der DFF startete sein Programm. Ende 1958 waren bereits 300.00 Fernsehgeräte in der DDR angemeldet. Im selben Jahr DDR Fernsehen - schwarz-weißwurde das Vormittagsprogramm für Spätarbeiter als Wiederholung des Vortages eingeführt. 1969 kam es zur Einführung des Farbfernsehens und mit ihm des DFF 2. So kam es zur Programmausweitung und Ausdehnung der Sendestunden. Natürlich stand insbesondere die Nachrichtenberichtserstattung unter der Kontrolle der SED, sodass nichts Negatives aus der DDR berichtet werden durfte.

Eine Lockerung im DDR Fernsehen vollzog sich von 1989 bis 1990 der Wendezeit. Das bedeutete gleichermaßen eine Lösung von der Staatsmacht. So konnte, insbesondere in politischen Angelegenheiten, freier berichtet werden. Des Weiteren entstanden zahlreiche weitere Sendungen. Anfangs wurden Massenflucht und Proteste kaum erwähnt, doch das änderte sich schlagartig. Am 30. Oktober wurde letztlich die Propaganda-Sendung „der schwarze Kanal“ eingestellt. Im Februar 1990 wurde das DDR Fernsehen zu einer politisch unabhängigen Sendeanstalt erklärt.

Bild 1: flickr, teezeh
Bild 2: flickr, Fernando D. Ramirez

DDR Stasi

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 30. May 2012

Die DDR Stasi oder das Ministerium für Staatssicherheit diente insbesondere als Überwachungs- und Unterdrückungsinstrument der SED. Bei der DDR Stasi handelte es sich um den Inlands-, aber auch Auslandsgeheimdienst und ein Instrument zur Verfolgung politischer Straftaten. Die Mittel der DDR Stasi zum Machterhalt waren Überwachung, Einschüchterung, Terror und die sogenannte Zersetzung gegen Oppositionelle und Regimekritiker. Das MfS als die DDR Stasi wurde am 8. Februar 1950 gegründet.

Mitarbeiter der DDR Stasi

DDR Stasi - WappenDie Mitarbeiterzahl der DDR Stasi wurde kontinuierlich ausgebaut. Zu Beginn waren es insgesamt nur 1.150 feste Mitarbeiter und bis zum Schluss der DDR waren es tatsächlich 91.015. Zuletzt kam ein hauptamtlicher Mitarbeiter auf eine Einwohnerzahl von 180. Somit stellt die DDR Stasi bis heute den größten geheimdienstlichen Apparat der Weltgeschichte dar. Das MfS wurde als „Schild und Schwert der Partei“ bezeichnet. So waren die Mitarbeiter der DDR Stasi fast ausnahmslos Mitglieder der SED. Andere waren zumindest noch in der „Kandidatenphase“ zur SED-Mitgliedschaft. Personen mit NS-Vergangenheit war das Arbeiten bei der Stasi nicht gestattet. Mitarbeitern, die dies verschwiegen, wurde sofortig gekündigt.

Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern der DDR Stasi gab es zudem inoffizielle Mitarbeiter, deren größte Ausdehnung ca. 200.000 Menschen umfasste. Die genaue Anzahl der inoffiziellen Mitarbeiter kann nur den noch vorhandenen Akten entnommen werden. Da viele Akten jedoch bereits vernichtet wurden, kann keine genaue Angabe mehr gemacht werden.

Einsicht in die Akten der DDR Stasi

Viele Zeitzeugen der DDR haben noch großes Interesse an den Akten der Stasi. Schließlich enthalten die Schriftstücke teilweise ziemlich private Details über die beschatteten Personen. Leider ist die Einsicht der Stasi Akten mit persönlichem finanziellem Aufwand verbunden. Dazu muss ein Antragsformular ausgefüllt werden, das unter anderem im Internet erhältlich ist. Einzureichen ist es beim Bundesbeauftragten direkt in Berlin. Es kann sehr hilfreich sein, den Beamten zu erläutern, durch welche besonderen Ereignisse man interessant für die Stasi gewesen sein könnte, sodass diese gezielter nach Informationen in dem riesigen DDR Stasi Archiv nachsehen können.

Bild 1: Wikipedia;  jgaray

Berliner Mauer Flucht

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. May 2012

Die Berliner Mauer Flucht war ein sehr gefährliches Unterfangen. Schließlich sind bei dem Versuch der Berliner Mauer Flucht viele Menschen ums Leben gekommen. Das erste Todesopfer der Berliner Mauer Flucht war die junge Frau Ida Siekmann, die aus einem Fenster in der Bernauer Straße am 22. August 1961 sprang und ihren Verletzungen erlag. Wenige Tage später wurde am 24. August 1961 der erste Flüchtling, Günter Liftin, erschossen. Etliche Weitere, die auf ihrer Berliner Mauer Flucht gescheitert sind, wurden verhaftet.

Berliner Mauer FluchtDas StGB von 1975 und die Berliner Mauer Flucht

Um Fluchtversuche strafrechtlich verfolgen zu können, gab es die passenden Paragrafen, die sich mit der Berliner Mauer Flucht auseinandersetzten:

§ 105 – Staatsfeindlicher Menschenhandel

Fluchthelfer der Berliner Mauer Flucht, die DDR-Bürgern dazu verhalfen, in außerhalb des Staates liegende Gebiete zu gelangen, ihre Rückkehr verhinderten oder sie verschleppten, machten sich ebenfalls strafbar. Das Verhelfen zur Berliner Mauer Flucht wurde mit 2 Jahren Haft bis lebenslänglich, bei schwerwiegenderen Fällen, bestraft.

§ 213 – Ungesetzlicher Grenzübertritt

Wer die Staatsgrenze widerrechtlich passierte oder verspätet zurückkehrte, wurde mit 1 bis 8 Jahren Haft bestraft, da in jenem Fall die Straftat der Berliner Mauer Flucht vorlag.

§ 254 – Fahnenflucht

Angehörige des Militärs begingen dann Fahnenflucht, wenn sie ihre Dienststelle oder Truppe verließen oder ihr fernblieben und sich dem Wehrdienst entzogen. Es drohten 1 bis 6 Jahre Haft.

Gründe und Entwicklung der Berliner Mauer Flucht

Vom Ende des 2. Weltkrieges bis zur endgültigen Absperrung am 13.08.1961 flohen fast 3 Millionen Menschen in den Westen, da im Osten aufgrund der Abhängigkeit von der Sowjetunion eine Mangelwirtschaft herrschte. Es folgte eine Verschärfung der Grenzkontrollen und Bestrafungen von Flüchtlingen, sodass die Republikflucht zunächst wieder etwas abnahm. Da es sich unter den Bürgern herumsprach, dass es zu einer endgültigen Absperrung kommen sollte, stieg die Zahl der Flüchtlinge erneut an. Dass es am 24. August 1961 zur ersten Erschießung eines Flüchtlings kam und 1962 der erste Grenzsoldat, Reinhold Huhn, von einem westdeutschen Fluchthelfer erschossen wurde, nahm die SED als Vorwand für einen größeren Mauerausbau. Der sogenannte „Todesstreifen“ wurde gebaut. Durch Lockerung der Grenzanlagen zu Österreich und Ungarn erreichte die Berliner Mauer Flucht 1989 ihren Höhepunkt.

Bild: Wikipedia, Kontrollstellekundl

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