Besatzungszonen Deutschland

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. May 2013

Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, welche das Ende des 2. Weltkrieges einläutete, wurden Besatzungszonen in Deutschland eingerichtet. Durch die Besatzungszonen wurde Deutschland gevierteilt, wobei jeweils eine Zone an Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion viel. Die Ostgebiete (rund ein Drittel des Staatsgebietes) wurden dabei vor der Teilung bereits direkt an Polen übergeben. Am 5. Juli 1945 wurde der Alliierte Kontrollrat in Berlin zur obersten Regierungsgewalt über alle Zonen erklärt. Obwohl Berlin in der sowjetischen der Besatzungszonen Deutschlands lag, wurde die Stadt gemeinsam von den Alliierten besetzt. Jede der Parteien organisierte ihre Zone in einer eigenen Besatzungspolitik, obwohl die verschiedenen Strategien bereits ab 1943 in der Atlantik-Charta, der Casablanca-Konferenz, der Konferenz von Teheran und der Erklärung von Jalta festgelegt wurden. Nach dem Sieg wurde sich bei der Potsdamer Konferenz am 2. August 1945 über das weitere Vorgehen innerhalb der Besatzungszonen Deutschlands beraten. Die Ziele waren die Demokratisierung, Demilitarisierung und Entnazifizierung des Landes sowie die Einrichtung eines Kontrollrates und eines Militärtribunals (Nürnberger Prozesse). Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Besatzungszonen Deutschlands aber sowohl von den Besatzern als auch den Besetzten als Provisorien gesehen. Erst später, zu Beginn des Kalten Krieges, wurde die Teilung als endgültig erachtet.

Die Wirtschaft in den Besatzungszonen Deutschlands

Die Lebensmittelversorgung war besonders in den Anfängen katastrophal. Viele Tausend Menschen starben in den ersten Wochen nach der Kapitulation an Hunger und Durst. Zwar wurden ausländische Hilfspakete geschickt, deren Einfuhr war allerdings bis zum 5. Juni 1946 verboten. Die jeweiligen Verwalter der Besatzungszonen Deutschlands verteilten Lebensmittelkarten der Kategorien I bis V abhängig von der Schwere der Arbeit, welcher man nachging. Die Rationen waren jedoch viel zu gering. Zu Beginn der Besatzungszeit fielen ebenfalls die Demontagen in den Besatzungszonen Deutschlands. Während die Sowjets die demontierten Fabriken als Reparationszahlung beschlagnahmten – die meisten Maschinen kamen ohne die wichtigsten Teile in der UdSSR an, weswegen man die Demontage frühzeitig beendete – wollen die westlichen Besatzer das Produktionsniveau auf rund 50% der Produktion des Jahres 1938 zurückschrauben. Die Demontage zur wirtschaftlichen Entmachtung des Landes ging in jeder der vier Besatzungszonen Deutschlands gleichermaßen radikal vonstatten, wodurch mit dem Ende der Demontage im Januar 1951 der Gesamtwert der demontierten Anlagen auf ca. 10,4Mrd. DM geschätzt wird. Anstelle eines wirklichen Wiederaufbaus wurde die deutsche Wirtschaft also um Jahre zurückgeworfen und mit der Direktive JCS 1067 ein wirtschaftlicher Aufschwung sogar verboten. Zwar investierten die USA im Zuge des Marshall-Plans einiges an Geld in den Wiederaufbau der westlichen Besatzungszonen Deutschlands, allerdings mussten diese Geldmengen bis zum Dreifachen zurückgezahlt werden. Dennoch wurde im Westen bereits 1950 wieder das Bruttosozialprodukt von 1936 erreicht.

Zeitzeugen der Besatzungszeit:

Karl-Heinz Piehler über den Einzug der Siegermächte in Rheinhessen:

Herrmann Glaser, ehemaliger Schul- und Kulturdezernent aus Nürnburg beschreibt die grauenvolle Nachkriegszeit:

 

 

Bildquelle: glglgl, Wikimedia Commons

Berlin 1989 – Wie sah es kurz vor dem Fall der Berliner Mauer aus?

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. April 2013

Noch vor dem Mauerfall sah es in Berlin recht düster aus. Familien, Freunde und Bekannte wurden durch den Bau der Mauer getrennt. Zur Zeit der DDR vergaß man diese oder trug eine große Sehnsucht in sich, versuchte die Mauern der DDR zu umgehen oder in diese zu gelangen, um sich wiederzusehen. Kein Wunder also, dass viele Fluchtversuche unternommen wurden. An den Grenzübergängen herrschte allerdings eine strenge Überwachung. Wer auf seiner Flucht erwischt wurde, musste mit dem Schlimmsten rechnen. Schließlich wurde auf Flüchtlinge sogar geschossen, wodurch eine Flucht ein heikles Unterfangen war. So flossen Träume meist dahin, da nicht jeder sein Leben aufs Spiel setzen wollte.
Cover von "Und morgen am Meer" © Ueberreuter Verlag

“Und morgen am Meer”- Flucht aus Berlin 1989

Corina Bomann erzählt in Ihrem Buch „Und morgen am Meer“ die Geschichte zweier mutiger Flüchtlinge, die mehr von der Welt sehen wollten. Milena, eine Ostberlinerin, hatte einen Traum. Sie wollte zumindest einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Eine schier unglaubliche und unmögliche Vorstellung im Sommer 1989. Später lernte sie den Westberliner und Musiker Claudius kennen, in den sie sich verliebte. Claudius wollte ebenfalls das Meer sehen. Gemeinsam starteten sie eine Flucht ins Ungewisse. Sie riskierten ihr Leben, ungeahnt dessen, dass die Mauer am 09. November 1989 fallen würde. Ein dramatischer Ausbruch in die Freiheit, der nicht ohne Hindernisse verläuft. Haben sie es tatsächlich beide lebend geschafft?

Siebentägige Berlin-Rallye

Auf ihrer Flucht passierten die beiden verschiedene Stationen Berlins. In der am Dienstag gestarteten siebentägigen Berlin-Rallye zum Buch „Und morgen am Meer“ werden diese vorgestellt. Es gilt, die Namen von verschiedenen Orten und Gebäuden Berlins herauszufinden, die die beiden Flüchtlinge passiert haben. Mitmachen kann jeder Ratelustige und Geschichtsinteressierte auf pinterest.com. Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Buches „Und morgen am Meer“.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß beim Rätseln und Lesen. 

 

Bildrechte: © Ueberreuter Verlag

DDR Grenze

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. September 2012

Hintergründe zur DDR Grenze

Die DDR Grenze umfasste während ihres Bestehens bis zum Jahr 1989 circa 1400 km und erstreckte sich vom Dreiländereck Bayern, Sachsen und Böhmen im Süden bis zur Lübecker Bucht an der Ostsee. Dieser Teil der DDR Grenze wurde im deutschen Sprachgebrauch als innerdeutsche Grenze bezeichnet und trennte die DDR von der BRD. Der Verlauf dieser DDR Grenze beruhte auf der Aufteilung des deutschen Bundesgebietes zwischen den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkrieges in Besatzungszonen.

DDR Grenze während des Kalten Krieges

Zur Zeit des Kalten Krieges gab es an dieser DDR Grenze nicht nur einen streng bewachten Grenzverlauf, der West- und Ostdeutschland voneinander trennte, sondern die Grenzlinie zwischen zwei Systemen. So standen sich an der DDR Grenze das marktwirtschaftlich-kapitalistische System im Westen und das planwirtschaftlich-sozialistische System im Osten gegenüber. Doch viel entscheidender für den strategisch geplanten und technisch versierten Ausbau der DDR Grenze zur BRD war die Tatsache, dass es sich bei ihr um eine Art Frontlinie zwischen den Staaten der Nato und denen des Warschauer Pakts handelte. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die DDR Grenze selbst an weniger frequentierten Abschnitten über Wachtürme, Gräben, Stacheldraht, Hundelaufanlagen, Mienen und Zäune mit Selbstschussvorrichtungen verfügte. Während ihres Bestehens forderte die innerdeutsche Grenze insgesamt 371 Todesopfer, was beinahe die Hälfte aller Todesfälle durch Fluchtversuche aus der DDR ausmachte.

DDR Grenze heute

Da die Grenze über 40 Jahre bestand und viele Grenzabschnitte kaum betreten wurden, hatte die Natur genug Zeit, sich in dem bis zu 50m breiten Streifen frei zu entfalten. Um die in diesen Abschnitten entstandene Flora und Fauna zu schützen, wurde 1989 das „grüne Band Deutschland“ gegründet. Dieses erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt engagiert sich seit Aufhebung der deutschen Teilung für die Erhaltung der entstandenen Biotope. Außerdem gibt es über zwei Dutzend Museen in Deutschland, die sich gegen ein Vergessen einsetzen und teilweise in mühevoller Eigenregie die authentischen Außenanlagen erhalten. So wird trotz Wiedervereinigung stets ein Teil der DDR Grenze bestehen bleiben.

Berliner Mauer Geschichten

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. September 2012

Dass ein so einschneidendes Erlebnis, wie der Bau und das Leben mit der Berliner Mauer Geschichten unterschiedlicher Art, erlebt von den unterschiedlichsten Menschen, hervorbringt, dürfte wenig verwundern. Die Schwierigkeit, diese zu erfahren dagegen schon. Natürlich werden in den Museen mit Ausstellungen zur Berliner Mauer Geschichten über Auf- und Ausbau des „Antifaschistischen Schutzwalles“ und über spektakuläre Fluchten, beziehungsweise Versuche, rekapituliert, doch Berliner Mauer Geschichten aus dem Alltag der Einwohner sucht man hier vergebens. Vor allem für Bewohner der ehemaligen Hauptstadt der DDR gehören die Berliner Mauer und Geschichten zu diesem Zeitabschnitt meist nicht zu den favorisierten Konversationsthemen. Daher hat es sich die Berliner Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße zur Aufgabe gemacht, Zeitzeugen zu befragen und deren Berliner Mauer Geschichten zu sammeln, um sie der breiten Masse zugänglich zu machen.

Berliner Mauer Geschichten aus erster HandBerliner Mauer Geschichten

Eine gut sortierte Auswahl an Berliner Mauer Geschichten aus erster Hand findet sich auf der Internetseite der Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Hier finden sich Berichte von Berlinern über den Alltag im geteilten Berlin vor dem Mauerbau, sowie Erzählungen von der Verwirrung während des plötzlichen Aufbaus und der kontinuierlichen Verstärkung der Berliner Mauer. Geschichten von Fluchten, der oppositionellen Bewegung der DDR und dem Standardverfahren einer legalen Ausreise werden hier genauso angeboten, wie Bildmaterial zu beschriebenen Situationen. Der größte Vorteil beim Stöbern durch die Berliner Mauer Geschichten findet sich allerdings in der Möglichkeit des direkten Vergleichs der Sichtweisen auf das Erlebte und die hierbei auftretenden Unterschiede zwischen Ost- und West-Berlin.

Berliner Mauer Geschichten am Ort des Geschehens

Dank der Initiative der Berliner Gedenkstätte an der Bernauer Straße, ist es nicht nur möglich, Berliner Mauer Geschichten zu verschiedenen Zeitabschnitten der Teilung Berlins nachzulesen, sondern auch Zeitzeugen als Gesprächspartner für Schulklassen während einer Führung über die Gedenkstätte einzuladen. Auch die Vereinbarung von Gesprächen mit Zeitzeugen zu Recherchezwecken wird angeboten. Der Großteil der hier tätigen Zeugen der Teilung der Hauptstadt erzählt die selbst erlebten Berliner Mauer Geschichten mit dem Ziel, das Geschehene der nächsten Generation möglichst lebhaft zu vermitteln.

Bildquelle: Neptuul, Wikipedia

Trabant

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 6. August 2012

Trabant ist der Name einer Serie von Pkws, die ab 1957 in der Deutschen Demokratischen Republik gebaut wurden. In der DDR wurde der Trabant häufig als Trabi oder Trabbi bezeichnet. Hersteller waren die VEB Automobilwerk Zwickau und Sachsenring Automobilwerke Zwickau. Von 1957 bis 1991 fertigte Zwickau mehr als 3 Millionen Pkws der Serie Trabant. Am 1. Januar 2011 waren noch etwas mehr als 33.000 Trabanten in Deutschland angemeldet. Das Auto wurde häufig in die Tschechoslowakei und nach Polen oder Ungarn exportiert. Die Leute hielten es für spritsparend, günstig und unempfindlich. Dies stimmte gegen Ende seiner Fertigung jedoch nicht mehr, da keine Modernisierung z.B. des Designs stattgefunden hatte. Seit einigen Jahren hat sich der Trabant zu einem Sammelstück für Autoliebhaber gewandelt.

 

Die Entwicklung vom Trabant

Nach dem Zweiten Weltkrieg behinderten im Osten fehlendes Material und zu kleine Produktionsfabriken eine schnelle Entwicklung des Autobaus. Da die DDR damals dem Westen wirtschaftlich in nichts nachstehen und möglichst wenig Bürger durch Flucht verlieren wollte, beschloss das Politbüro 1954 den Bau eines günstigen und unempfindlichen Kleinwagens, dem Trabant. Da es schwer war, an Tiefziehblech zu gelangen, nutzte man Kunststoff für den Trabant. Der war zwar sehr robust, seine Entsorgung war jedoch sehr problematisch und die lange Dauer des Härtungsprozesses schränkte die Fertigungsgeschwindigkeit für den Trabant ein.

Trabant

Der Trabant als Symbol

Anfangs sahen die Leute den Trabant als Auto für das Volk, das sich auch Familien leisten konnten. Da er jedoch nicht modernisiert wurde, galt er rasch als Symbol der sich auf der Stelle bewegenden DDR- Wirtschaft und der Sturheit der Regierung, welche offensichtlich Neuerungen blockierte. Da es kaum Ausweichmöglichkeiten gab, blieb die Nachfrage weiterhin hoch. Das Auto erwies sich somit als feste Geldanlage. Aufgrund der hohen Wartezeit auf einen Neuwagen konnte auch ein Wagen, der schon ein paar Jahre alt war, noch für den Neupreis verkauft werden. Wer einen Trabbi in gutem Zustand besaß wurde somit bewundert. Ging ein Teil kaputt war das zwar nicht teuer, kostete aber Nerven. Heutzutage gibt es zahlreiche Fanclubs des Autos. Da ein Trabant so selten Schaden nimmt, gehört er heutzutage außerdem zu den Autos, deren Versicherung am billigsten ist.

Bildquelle: burts, Wikipedia

DDR Produkte

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 3. August 2012

DDR Produkte sind auch heute noch interessant. Einige der Produkte, die früher in der Deutschen Demokratischen Republik in den Läden standen, sind auch heute noch käuflich, da sie sich so großer Beliebtheit erfreuen. Andere Produkte aus der ehemaligen DDR kann man heute nicht mehr kaufen, da ihre Hersteller die Produktion aufgrund mangelnder Nachfrage und infolge von westdeutscher Konkurrenz eingestellt haben. Manche Produkte sind heutzutage sogar so gefragt, dass sie zu Höchstpreisen im Internet angeboten und verkauft werden. Fans von ehemaligen Ostprodukten können in Erfurt sogar ein Museum besuchen, das hauptsächlich DDR Produkte zeigt. Auch im DDR-Museum in Berlin lassen sich DDR Produkte, wie zum Beispiel das Auto Trabant, bestaunen. Nostalgiker haben zudem die Möglichkeit, in verschiedenen Onlineshops oder in herkömmlichen Läden DDR Produkte zu kaufen. Wer richtig großes Interesse an DDR Produkten hat, sollte sich auf Wikipedia durch das Verzeichnis aller DDR Produkte klicken, denn die Zahl der DDR Produkte ist groß. Es durften ja schließlich kaum Produkte aus dem Westen in der DDR verkauft werden, was jene um so begehrter machte. Wer Verwandte im Westen hatte, ließ sich bei einem Besuch oft Produkte aus dem Westen mitbringen.

DDR Produkte

Vielen Deutschen sind DDR Produkte wie Rotkäppchen Sekt auch heute noch ein Begriff, da dieser heute immer noch verkauft wird und das in ganz Deutschland. Die Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg vertreibt die Sektmarke Rotkäppchen auch heute noch. Viele wurden im Westen auf den Konzern aufmerksam, da er als großes ostdeutsches Unternehmen ein großes Westdeutsches aufkaufte. Auch die DDR Produkte aus der seit 1710 bestehenden Meißener Porzellanmanufaktur sind den meisten Deutschen heute noch bekannt. Diese Ostmarke ist sogar international bekannt. Den Großteil seiner Produktion exportiert das Unternehmen nämlich. Seit dem Spielfilm „Good Bye, Lenin!“ aus dem Jahre 2003 dürften vielen Leuten auch Spreewälder Gurken ein Begriff sein, die nur aus bestimmten Gebieten in Brandenburg kommen dürfen. Die Spreewälder Gurken zählen zu den wenigen DDR Produkten, die nach der Wiedervereinigung sofort auch deutschlandweit zu kaufen waren.

 

Bildquelle: Kungfuman, Wikipedia

Zeitzeugen Biographien

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 29. July 2012

Zeitzeugen Biographien von Widerstandskämpfern

Zeitzeugen Biographien, wie die von Margarete Hänel, sind besonders im Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus sehr interessant. Hänel kam 1902 in Hamborn zur Welt, wo sie sich bereits vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gegen die ersten Keime des Nationalsozialismus engagierte. Zeitzeugen Biographien beschreiben, wie diese Frau 1942-43 auch half, die KPD in Moers rechtswidrig wieder ins Leben zu rufen. Auch stand sie in Verbindung mit dem Widerstandszentrum in Du-Neudorf. Zeitzeugen Biographien beschreiben auch, wie sie 1945 in Ravensbrück getötet wurde.

Andere Zeitzeugen Biographien, wie die von Elfriede Kruse, drehen sich um die Inhaftierung eines Familienmitglieds, hier der Schwester Martha Hadinsky. 1960 verfasste Kruse einen Brief, um die Ungerechtigkeit dieser Maßnahme anzuprangern. Sie kritisierte, dass derartige Gerichtsprozesse komplett von der Öffentlichkeit abgeschottet stattfanden. Am 27.8.1959 war ihre Schwester zu einer 14-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Zeitzeugen Biographien wie ihre zeigen, dass viele es aufgrund ihrer kommunistischen Einstellung als ihre Verpflichtung ansahen, sich gegen die Aufstockung der Atomwaffen, die Fortführung des Kalten Krieges zu engagieren und stattdessen globale Abrüstung und friedliche Diskussion zu fordern. Diese Meinung teilten viele Professoren und wichtige Leute im öffentlichen Leben ebenfalls und brachten es durch mahnende Ansprachen oder Proteste zum Ausdruck.

Die Zeitzeugen Biographie von Gertrud Lemnitz beschreibt, wie sie zwischen 1930 und 33 Sekretariatsdienste für die KPD Duisburg-Hamborn erledigte. 1933 half sie bei den Widerstandsbemühungen des KJVD Jugendverbandes gegen den Faschismus. Neben ihrer Tätigkeit als Kassenwart war sie Teilnehmer verdeckter Zeltausflüge und Treffen mit politischer Agenda. Auch unterstützte sie Inhaftierte und verfasste rechtswidrige Dokumente. Bemerkenswert ist bei Zeitzeugen Biographien wie dieser, dass Lemnitz trotz Inhaftierung durch die Gestapo von September bis November 1933 ihre Widerstandstätigkeiten nicht aufgab.

Zeitzeugen BiographienHerta Niederhellmann war SAP-Anhängerin, ihre Brüder waren Nationalsozialisten. Die Duisburger Büroangestellte wurde zusammen mit ihrem Freund Eberhard Brünen Mitglied der 1931 ins Leben gerufenen SAP. 1933 entließ die Stadt Herta aufgrund ihrer politischen Gesinnung. Zudem wurde sie nach dem Vorwurf, sie habe ihrem Verlobten zur Flucht verholfen, als Geisel der Gestapo inhaftiert und in das KZ Brauweiler gebracht. Zeitzeugen Biographien wie die ihrige erstaunen den Leser damit, dass Menschen wie Herta sich dennoch daraufhin wieder im Untergrund betätigten.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-H1215-503-009 / CC-BY-SA, Wikipedia

Zeitzeugen Autobiographien

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 28. July 2012

Zeitzeugen Autobiographien bieten eine gute Möglichkeit, sich über geschichtliche Ereignisse aus erster Hand zu informieren. Es gibt viele Wege, sich über die strukturellen Ereignisse zu informieren, doch wie diese Geschehnisse auf die Menschen wirkten, können Zeitzeugen Autobiographien am Besten vermitteln. Häufig sind sie sehr spannend und interessant oder auch lustig geschrieben und lassen sich wie ein Roman lesen. Im Vergleich zu Biographien bieten Zeitzeugen Autobiographien authentischere Eindrücke und Beschreibungen, da eine Fremdrecherche von Ereignissen an einem gewissen Punkt immer an ihre Grenzen stößt. Heutzutage sind diese Zeitzeugen Autobiographien nicht nur als gebundenes Buch oder Taschenbuch, sondern auch als PDF, E-Book-Reader-Dokument oder als Hörbuch zu finden.

Zeitzeugen Autobiographien sind sehr persönliche Werke. Zeitzeugen erzählen dort nicht-fiktive Ereignisse aus der Erinnerung oder mit Hilfe von Dokumenten, Aufzeichnungen, Filmen und Fotos zur Unterstützung nach. Je nach Schreibstil des Autors ähneZeitzeugen Autobiographienln die Zeitzeugen Autobiographien eher einem Bericht oder einer ausformulierten Erinnerung. Dabei decken die Zeitzeugen Autobiographien meist nicht nur bestimmte Vorkommnisse, sondern oft das komplette Leben ab. Der Autor tritt als Zeuge seiner Generation auf. Nach eigenem Ermessen kann er dabei natürlich auch Ereignisse auslassen und manche mehr, manche weniger erläutern. Manche Autoren bauen auch Briefe und Tagebuchaufzeichnungen mit ein und lassen so auch andere Stimmen zu Wort kommen. Für manche Zeitzeugen kann das Verfassen einer solchen Autobiographie kathartisch sein, andere wollen die folgenden Generationen informieren, sodass sich schreckliche Ereignisse nicht wiederholen. Manche freut auch einfach das Verfassen einer Zeitzeugen Autobiographie, das Gefühl, wichtig zu sein. Besonders die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, aber auch andere Museen arbeiten mit Zeitzeugen, sei es durch das Anbieten von moderierten Gesprächen oder durch Verwendung von deren Erzählungen in Ausstellungen. Dies zeigt, wie wichtig Zeitzeugen gerade in dem heutigen, technologischen Zeitalter sind und dass es zwingend nötig ist, Zeitzeugenberichte vor deren Tode in irgendeiner Form für die Nachwelt festzuhalten, wenn sie nicht selbst Zeitzeugen Autobiographien verfassen.

Bildquelle: Tom Murphy VII, Wikipedia

Zeitzeugen des Mauerbaus

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. July 2012

Zeitzeugen des Mauerbaus besaßen sehr unterschiedliche Einstellungen zur Mauer. Die einen befürworteten die Mauer als Schutz vor Faschismus, andere Zeitzeugen des Mauerbaus empfanden tiefe Antipathie gegenüber diesem menschenverachtenden Beton-Wall.

Zeitzeugen des Mauerbaus reagieren entrüstet

Viele Zeitzeugen des Mauerbaus im Westen, wie Karl Burkhof, reagierten mit Entrüstung darauf, dass ihr Berlin in der Nacht des 13.8.1961 unter Schutz der DDR-Volkspolizei eingemauert wurde; West-Berlin hatte dazu sogar spezielle Beleuchtung eingeschaltet. Auch international reagierte man schockiert. Zeitzeugen des Mauerbaus wurden oft von heute auf Morgen von ihren Familienangehörigen separiert; für zahllose Menschen war die Mauer in der Tat ein Gefängnis.

Zeitzeugen des Mauerbaus im Ausland

Zeitzeugen des Mauerbaus finden sich auch in den politischen Lagern. US-Diplomat William Smyser sprach von dem Tod der Hoffnung, der Zeitzeugen des Mauerbausdamalige US-Präsident John F. Kennedy befand eine Mauer für besser als einen Krieg mit der UdSSR. Gewöhnliche Bürger, die Zeitzeugen des Mauerbaus waren, wie der albanische Autor und Historiker Agim Musta, hatten Deutschland gut im Blick. Ob linientreu oder nicht, in dem „Zentrum Europas“ erreichten die Ost-West-Konflikte ihren Höhepunkt. Nur im fremdsprachigen Westradio hörten beispielsweise die Albaner vom Mauerbau. Für Musta zeigte der Mauerbau somit, dass das kommunistische Regime sich gewaltfrei nicht hätte halten können.

Zeitzeugen des Mauerbaus von der Mauer beeinflusst

Mit 28 Jahren existierte die Mauer weit weniger lang als von der SED angedacht. Dennoch hatte ihre lange Existenz massiven Einfluss auf Millionen Bürger, im Extremfall in Form des Todes. Kurt Lichtenstein war laut Regierungsangaben das erste, Chris Gueffroy das letzte Maueropfer. Dennoch gab es Zeitzeugen des Mauerbaus, wie Helga und Wolfgang Aue, deren Liebe auch eine Mauer nicht vernichten konnte.

Zeitzeugen des Mauerbaus als Flüchtlingshelfer

Der Krankenpfleger Günter Malchow, der im Lazaruskrankenhaus an der Grenze arbeitete, sah die Mauer jeden Tag. Auch von seiner Wohnung aus sah er sie. Dieser Zeitzeuge des Mauerbaus kümmerte sich um Verletzungen der Geflohenen, die jeden Tag in das Krankenhaus eingeliefert wurden. Beispielsweise behandelte er Rolf Urban und dessen Ehefrau, welche sich über das Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock über eine Wäscheleine abgeseilt hatten. Rolf Urbans Verletzungen führten, zur Enttäuschung des Zeitzeugen des Mauerbaus Malchow, nach drei Wochen dennoch zum Tod.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-85701-0006 / Stöhr / CC-BY-SA, Wikipedia

Vorgeschichte der Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. July 2012

Vorgeschichte der Berliner Mauer: Gründung der BRD und der DDR

Die Vorgeschichte der Berliner Mauer beginnt nach Ende des zweiten Weltkrieges: Nachdem die Diktatur der Nationalsozialisten den USA, der Sowjetunion, England und Frankreich unterlegen war, fand eine Aufteilung Deutschlands statt. Jene Staaten splitteten die Bundesrepublik in vier Besatzungszonen. Berlin selbst wurde in der Vorgeschichte der Mauer ebenfalls in vier Zonen zur gemeinsamen Verwaltung aufgeteilt. Tatsächlich verhinderten aber Konflikte zwischen den westlichen Staaten und der Sowjetunion eine solche. Die Vorgeschichte der Berliner Mauer schließt zudem auch den Beginn des Kalten Krieges mit ein: 1948 entstand durch die Blockade Berlins seitens der Sowjetunion die erste größere Krisensituation als wichtiger Auslöser für den Mauerbau in der Vorgeschichte der Berliner Mauer. 1949 wurde schließlich im Westen die Bundesrepublik Deutschland, in der sowjetisch verwalteten Zone die DDR gegründet.

Abwanderung von DDR-Bürgern als Teil der Vorgeschichte der Berliner Mauer

Es folgte eine Intensivierung des Kalten Krieges; die Westmächte hatten sich technologisch abgeschottet. Die Vorgeschichte der Berliner Mauer beinhaltete auch Auseinandersetzungen auf diplomatischer Ebene sowie militärische Drohungen. Beide Staaten begannen daraufhin, die eigene Grenze zu befestigen. Zur Vorgeschichte der Berliner Mauer gehörte auch, dass sich viele Ostberliner zum Verlassen der DDR entschieden, häufig über Berlin. Die Vorgeschichte der Berliner Mauer weist auf, dass von 1949 bis 1961 rund 2,6 Millionen Menschen aus der DDR, sowie aus Ost-Berlin emigrierten. In den Ostblockländern sah man West-Berlin als Möglichkeit, in den Westen zu gelangen; zumeist junge Leute mit guter Ausbildung wagten diesen Schritt.

Vorgeschichte der Berliner Mauer gipfelt in deren Errichtung

Vorgeschichte der Berliner Mauer Zur Vorgeschichte der Berliner Mauer gehört ebenfalls, dass infolge eines wachsenden Arbeitskräftemangels die DDR begann, ihre Grenze immer mehr zu verdichten. Abwanderung von Fachkräften schwächte schließlich zunehmend die Wirtschaft und bedrohte den Staat. Hinzu kam, dass viele Ost-Berliner in West-Berlin arbeiteten, aber preisgünstig im Osten wohnten. Anfangs schützten lediglich Polizisten und Soldaten die Grenze, später begann die DDR-Regierung vermehrt mit der Errichtung von Zäunen. Offiziell war Berlin vor Errichtung der Berliner Mauer nicht Teil der beiden Staaten, praktisch wurde Westberlin allerdings eine Art Bundesland und Ost-Berlin DDR-Hauptstadt. Die Grenze zwischen DDR und BRD entwickelte sich zu einer Grenze zwischen zwei Mächten mit unterschiedlicher Ideologie, Wirtschaft und Kultur. Anfangs gab es an der Grenze lediglich eine militärische Befestigung aus Wachtürmen und Schusszonen. Am 13. August 1961 wurde dann jedoch mit dem Mauerbau gestartet und die Vorgeschichte der Berliner Mauer somit zum Abschluss gebracht.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-88574-0004 / Stöhr / CC-BY-SA, Wikipedia


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