Zeitzeugen Erlebnisse

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 24. April 2012

Zeitzeugen Erlebnisse können für die nachfolgenden Generationen sehr lehrreich sein. Denn Zeitzeugen Erlebnisse berichten vom ganz persönlichen Alltag der Betroffenen. Während in Geschichtsbücher nur Fakten geschildert werden, schildern Zeitzeugen Erlebnisse authentisches Leben. Das Aufzeichnen der Zeitzeugen Erlebnisse hat in den letzten Jahren stark zugenommen, weshalb es schon eine beachtliche Anzahl gibt.

Zeitzeugen Erlebnisse sind lebendige Geschichten

Zeitzeugen Erlebnisse berühren durch ihre hohe Emotionalität. Dank der modernen Medien sind Zeitzeugen Erlebnisse einfach zugänglich und finden so eine weite Verbreitung. Es gibt mittlerweile ganz viele Projekte, die sich der Dokumentation von solchen Erfahrungsberichten verschrieben haben. Es gibt Projekte, die sich auf die Aufzeichnung regionaler Erlebnisgeschichte konzentrieren, aber auch solche, die sich mit bestimmten Themen, wie Gefangenschaft im KZ oder DDR Geschichte, beschäftigen. Zeitzeugen Erlebnisse fungieren als kollektives Gedächtnis und stellen in den Mittelpunkt, was die Geschichte sonst ausblendet: Ganz persönliche Erlebnisse und Sichtweisen. Sie geben der großen Masse eine Möglichkeit, an der Geschichtsschreibung teilzunehmen.

Wo gibt es Zeitzeugen Erlebnisse? Zeitzeugen Erlebnisse

Zeitzeugen Erlebnisse kann jeder erzählen, denn jeder ist ein kleiner Teil in der Geschichte. Doch natürlich interessieren nicht die kleinen Widrigkeiten des Alltags von vorgestern, sondern jene Erzählungen von Menschen, die unter den schwierigen Verhältnissen des Krieges oder der DDR leben mussten. Wer also denkt, dass er seine Zeitzeugen Erlebnisse gerne mit anderen teilen möchte, der sollte an einem der vielen Projekte teilnehmen, die es derzeit zum Thema “persönliche Erfahrungsberichte” gibt. Diese Projekte stellen ihre Dokumentationen ins Internet, wo sie jeder Interessierte abrufen kann. Dort sind sie in Textform, als Audiodateien oder als Video abrufbar. Es ist sehr interessant, sich mit diesen Berichten zu beschäftigen, denn auf diese Weise erfährt man persönliche Erfahrungen, Meinungen und Strategien von Menschen, die in ihrem Leben schon einiges hinter sich haben. Wie gingen die Menschen mit den Entbehrungen und Verlusten des Krieges um, wie erlebten sie das Leben in zwei getrennten Ländern? Wer sich für Geschichte interessiert, der sollte sich unbedingt mit Zeitzeugen Erlebnissen beschäftigen.

 

Bildquelle: flickr, Malik_Braun

Zeitzeugenforschung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 13. April 2012

Zeitzeugenforschung

Zeitzeugenforschung meint in der Fachsprache Oral History. Die Zeitzeugenforschung steht für eine Erarbeitung   der Geschichte durch Zeitzeugen. Somit stehen in der Zeitzeugenforschung insbesondere ältere Menschen im    Fokus, die sich an geschichtsträchtige Ereignisse der Vergangenheit erinnern können, weil sie diese direkt   miterlebt haben. In der Zeitzeugenforschung tritt der Zeitzeuge mit einem Interviewer in den Dialog. Dieser bereitet sich professionell auf das Gespräch vor, zeichnet während des Interviews die gesprochenen Worte auf und interpretiert im Anschluss die Erlebnisse mit Hilfe von ergänzenden Quellen.

 Fortwährende Problemfelder der Zeitzeugenforschung

Insbesondere durch die Medien und einer Vielzahl von Zeitzeugenberichten besteht für die Zeitzeugenforschung die       Gefahr eines “kollektiven Gedächtnisses”. Dabei vermischen sich Erlebnisse und Erinnerungen von Zeitzeugen mit anderen Zeitzeugenberichten. Das kann die Aussagekraft dieser Quellen für die Zeitzeugenforschung stark gefährden. Zudem wird das Erlebte auch durch den Dialog mit dem Interviewer geformt. Zeigt der Interviewer der Zeitzeugenforschung zum Beispiel zu viel oder zu wenig Mitgefühl, so kann es dazu führen, dass der Zeitzeuge noch emotionaler von seinen Erlebnis berichtet, Fakten hinzu dichtet oder Wichtiges weg lässt. Generell ist diese Forschungsmethode vielen Kritiken unterworfen, zum Beispiel, dass Zeitzeugenberichte keine richtigen Quellen seien. Dennoch stellen Zeitzeugen nach wie vor wichtige Quellen zur Rekonstruktion historischer Ereignisse dar.

Projekte der Zeitzeugenforschung

Die Shoah Foundation entstammt der Feder Steven Spielbergs. Sie dient der Erinnerung an die Shoah – im Deutschen auch als Holocaust bekannt – durch eine Sammlung von möglichst vielen Zeitzeugenberichten. Das Projekt ist somit als Archivierung der Erlebnisse von Zeitzeugen zu betrachten.
Das Projekt Archimob (Archives de la mobilisation) ist ebenfalls ein Projekt in Bezug auf den zweiten Weltkrieg. Der gleichnamige Verein sammelte zwischen 1991-2001 Zeugnisse über die Schweiz während des Krieges. Insgesamt wurden es 555 Videointerviews. In der Schweiz stellt es das größte Projekt der Zeitzeugenforschung dar.

Bildquelle: flickr, architekt2

Oral History Methode

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. April 2012

Die Oral History Methode stellt eine Wissenschaft dar, die auf der Befragung von Zeitzeugen beruht. Bei der Methode geht es letztlich darum, Menschen dazu aufzufordern, ihre Geschichte systematisch an bestimmte Personen weiterzugeben. Mit der Oral History Methode Geschichte zu erforschen besteht im Grunde aus einem Dialog der Zeitzeugen und ihrem Interviewer. Die Oral History Methode wird seit 1960 praktiziert und von Historikern, Ethologen, Soziologen und anderen Fachleuten genutzt.

Die Oral History Methode in der Praxis

Die Voraussetzungen der Oral History Methode:

  • möglichst genaue Festlegung des Oberthemas
  • Umfangreiches Vorwissen
  • Klarheit über den Zweck des Interviews

 

Die Oral History Methode und die Kontaktgestaltung: Aufrufe in lokaler Presse

  • Anfragen bei Vereinen, politischen Organisationen u. anderen Institutionen
  • Anfragen bei Zeitzeugenbörsen
  • Kontakt durch Mittler oder direkt per Brief/Telefon
  • eventuelle Vorgespräche, um Vertrauen und erste Informationen zu gewinnen

 

Hilfsmittel und Medien der Oral History Methode:

  • Professionelles Aufnahmegerät
  • Fotoapparat oder Videokamera
  • vorab notierte Leitfragen
  • evtl. Werkstatt-Tagebuch, um unmittelbar nach Gespräch Eindrücke festzuhalten

 

Durchführung des Interviews in der Oral History Methode:

  • Rücksicht auf Alltagsgewohnheiten nehmen
  • Auf Aufnahmegerät hinweisen und über Zweck informieren
  • mit Eisbrecherfragen bzw. möglichst unkomplizierteren Fragen anfangen
  • Leitfaden als Erinnerungsstütze, aber Fragen spontan einfließen lassen
  • bei emotionalen Themen Anteilnahme selbstverständlich
  • Fotos und andere Materialien als Erinnerungshilfen
  • eigene Meinung zurücknehmen

 

Auswertung bei der Oral History Methode:

  • Text sichern und transkribieren
  • Abgleichen der strittigen Fakten aus dem Gespräch mit anderen Quellen
  • evtl. Mehrfachinterview, da Fragen beim Transkribieren aufkommen können
  • erhobenes Material für Forschung nutzen und gegebenenfalls publizieren
  • Rückmeldung an Zeitzeugen über Stand des Projektes

 

Kritik an der Oral History Methode

Der Methode wird nachgesagt, dass sie eine linke Forschungsmethode sei, die dafür stände, Partei für die “kleinen Leute” zu ergreifen und aus keinen echten Quellen bestände. Es seien viel mehr Rekonstruktionen aus heutiger Sicht und weniger Erinnerungen aus der damaligen Zeit. So werden die Kommunikationsprodukte durch beide Kommunikationspartner geformt. Daher ist es besonders wichtig, dass der Interviewer bei der Oral History Methode sehr aufmerksam vorgeht und das gesprochene Wort kritisch überprüft.

Zeitzeugen Erfahrung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 7. April 2012

Das Interesse an der Zeitzeugen Erfahrung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während sich die Geschichtsforschung bis zu den 1990er Jahren eher der Recherche und Aufarbeitung von Fakten widmete, rückte in neuerer Zeit Zeitzeugen Erfahrung in das Interessenblickfeld. Die Masse an Zeitzeugen Erfahrung ist ein wertvoller Beitrag für die Geschichtsschreibung, denn durch sie wird Geschichte erlebbar.

Zeitzeugen Erfahrung: Eigene Erlebnisse berichten

Zeitzeugen Erfahrung erfährt in der Öffentlichkeit immer mehr Aufmerksamkeit. Im TV gibt es viele Doku-Reihen, in denen Menschen von ihren persönlichen Erlebnissen berichten. Auch im Internet gibt es Portale, in denen Interessierte sich mit Zeitzeugen Erfahrung auseinander setzen können. Zeitzeugen Erfahrung spielt auch im Geschichtsunterricht eine immer wichtigere Rolle. Schulen laden zunehmend Zeitzeugen in ihren Unterricht ein, die den Schülern authentisch Geschichte schildern. Oftmals zeigen sich Schüler interessierter an geschichtlichen Themen, wenn sie ihnen anschaulich vermittelt werden. Die Arbeit mit Zeitzeugen Erfahrung kann da sehr hilfreich sein. Durch die persönlichen Erzählungen werden die Schüler emotional berührt und sind dann motivierter, sich mit den geschichtlichen Hintergründen zu beschäftigen. Auch im Internet wächst die Zahl der Portale, die sich mit Zeitzeugen Erfahrung beschäftigen.

Zeitzeugen Erfahrung: Wer kann Zeitzeuge werden?

Es ist gar nicht schwer, seine Erfahrung weiterzugeben. Die zahlreichen Portale sind immer auf der Suche nach neuen Erzählungen. Dabei sind es nicht die großen tragischen Erlebnisse, die gesucht werden, sondern die kleinen Schilderungen des alltäglichen Lebens. Es kann also jeder, der Lust hat, seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen, an einem entsprechenden Projekt teilnehmen. Sollten Sie also daran Interesse haben, selbst einmal Ihre Zeitzeugen Erfahrung zu berichten, dann suchen Sie unter den vielen Angeboten der Dokumentation einfach ein für Sie passendes aus. Sollten Sie allerdings mit Ihren Berichten ins Fernsehen wollen, dann ist es sehr hilfreich, wenn Sie mit einer bekannten Persönlichkeit entfernt verwandt sind, denn das wertet Ihre Zeitzeugen Erfahrung auf.

Berliner Mauer App

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 29. March 2012

Berliner Mauer AppDie Berliner Mauer App ist eine praktische Anwendung für alle Besucher der Hauptstadt und für Menschen, die an der Geschichte ihrer Stadt interessiert sind. Anlässlich des 50. Jahrestages am 13. August 2011 entwickelte die Bundeszentrale für politische Bildung die Berliner Mauer App. Die Berliner Mauer App soll ihren Nutzern den Verlauf und die Geschichte des Bauwerks multimedial näher bringen.

Wo ist die Berliner Mauer App erhältlich?

Die Berliner Mauer App ist unter dem Titel “Die Berliner Mauer” im Apples iTunes-Store erhältlich. Dort kann sie ganz einfach auf das eigene iPhone, den iPod touch oder das iPad heruntergeladen werden. Auch für andere Betriebssysteme, wie Android OS, ist die Berliner Mauer App erhältlich.

Was kann die Berliner Mauer App?

Die Berliner Mauer App verfügt über eine Vielzahl an Funktionen. Sie kann als interaktiver Reiseführer unterwegs und ebenso als umfangreiches Informationsangebot genutzt werden. Anhand einer interaktiven Karte kann der ehemalige Grenzverlauf von Pankow bis Neukölln nachverfolgt Berliner Mauer App Reiseführerwerden. An 40 Orten, die auf der Karte mit einem Tab markiert sind, hält die Berliner Mauer App jede Menge zusätzliches Material bereit. 200 Fotos, 20 Filme, 40 Audioclips und viele Texte lassen die Geschichte erlebbar werden.

Der Nutzer kann sich von der Berliner Mauer App über zwei vorgeschlagene Routen unterschiedlicher Länge entlang der ehemaligen Grenze führen lassen. Oder er lässt sich bei einer eigenen Erkundungstour von dem integrierten Entdeckermodus auf bedeutsame historische Orte in der Nähe aufmerksam machen und direkt dorthin navigieren. Daneben bietet die Berliner Mauer App auch die Möglichkeit, eigene Touren je nach Interessenschwerpunkten und verfügbarer Zeit zusammenzustellen. Ebenso nützlich sind die abrufbaren Abfahrtspläne der öffentlichen Verkehrsmittel, die gerade für Neulinge in der Stadt eine große Hilfe sind. Die Anwendung ist in Deutsch und Englisch erhältlich. Man sollte sie auf jeden Fall einmal ausprobieren, da die Berliner Mauer App kostenlos ist.

Foto 1: Jacob Poul Skoubo von flickr
Foto 2: T100Timlen von flickr

Opferverbände wollen mehr Mitsprache beim KGB-Gefängnis

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 22. March 2012

Opferverbände wollen mehr Mitsprache beim KGB-Gefängnis

Am 18. April eröffnet die Ausstellung im KGB-Gefängnis in Potsdam. Bis in die 1980er Jahre diente das Gebäude in der DDR als Internierungsstätte, anfänglich für Deutsche, denen Spionage unterstellt wurde und ab 1955 zur Inhaftierung sowjetischer Soldaten. Viele Insassen wurden in dem KGB-Gefängnis verhört und zu Aussagen gewaltsam gezwungen.

Zeitzeugen fühlen sich ausgeschlossen

Momentan stehen die letzten Vorbereitungen zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung an. Jedoch herrscht derzeit eine Auseinandersetzung zwischen den Opferverbänden und der Leitung der Gedenkstätte. Besonders der Zeitzeuge und wichtige DDR-Oppositionelle Bob Bahra, mittlerweile 70 Jahre alt, setzt sich für das Gedenken an die Opfer in dem KGB-Gefängnis ein. Nach der Wende hatten Bahra und seine Mitstreiter des Gedenkstätten-Vereins für die Erhaltung des Gebäudes gekämpft und Führungen und Ausstellungen organisiert. Seit 2009 fühlen sie sich von der neuen Gedenkstättenleitung ausgegrenzt.

Kritik an dem Konzept der Ausstellung

Schon mehrfach ist die Eröffnung der Ausstellung verschoben worden, da auch Fachleute das bisherige Konzept kritisiert haben. Die Kritik richtete sich vor allem dahingehend, dass die Opfer zu wenig in der Ausstellung behandelt werden und vorrangig die Arbeit des KGB-Gefängnis in den Vordergrund gerückt wird. Der Verein hingegen stellt klar, dass sie stets mit den Zeitzeugen zusammenarbeiten wollten.

Ein Besuch der Ausstellung in Potsdam scheint im Hinblick auf die Forderungen der Zeitzeugen recht interessant zu sein, um zu sehen, inwieweit diese doch noch umgesetzt wurden.

Bildquelle: Haplochromis, Wikipedia

Zeitzeugengespräch

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. March 2012

Im Zeitzeugengespräch stehen Personen im Zentrum, die von ihren persönlichen und subjektiven Erlebnissen und Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit berichten. Das Zeitzeugengespräch ist vielen Menschen aus den gängigen Dokumentationsformaten im Fernsehen bekannt. Jedoch wird das Zeitzeugengespräch auch von Wissenschaftler als Methode der Oral History angewendet.

Zeitzeugengespräch: “Oral History”

ZeitzeugengesprächSeit Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird das Zeitzeugengespräch auch von Historikern zur Aufarbeitung der Geschichte und zur Sicherung von Informationen verwendet. Anfangs wurde diese Methode der “mündlichen Geschichte” nur belächelt, da sie nicht als objektiv und wissenschaftlich abgesichert galt. Im Vordergrund von einem Zeitzeugengespräch stehen die subjektiven Erfahrungen der Personen. Im Zeitzeugengespräch werden von den Wissenschaftlern und TV-Moderatoren meist spezielle Fragetechniken eingesetzt, um das Interview zu lenken. Diese Methode steht jedoch teilweise in der Kritik, da das Zeitzeugengespräch in eine bestimmte Richtung gedrängt werden kann.

Zeitzeugengespräch: “ein paar Tipps zur Planung”

Zeitzeugengespräch Oral HistoryFür ein Zeitzeugengespräch sollten einige Punkte beachtet werden. Beispielsweise ist der jeweilige Rahmen der Untersuchung miteinzubeziehen. Es ist ein Unterschied, ob Schüler und Schülerinnen als Hausaufgabe ein Zeitzeugengespräch durchführen sollen oder ein Video-Team mit Kamera Aufnahmen machen möchte. Dementsprechend sind für Räumlichkeiten zu sorgen. Beispielsweise kann auf die Wohnung des Zeitzeugen oder ein Studio zurückgegriffen werden. Die Wohnung bietet den Vorteil, dass sich der Befragte in einer sicheren Umgebung fühlt und so eher Informationen zu seinen Erfahrungen mitteilen wird. Unabdingbar ist es, dass der Interviewer sich bereits vorher eingehend mit der Thematik beschäftigt und sich bestimmte Fragestellungen bereits überlegt hat. Jedoch bietet ein freies Gespräch durchaus die Möglichkeit, spontan auf die Schilderungen seines Gegenübers einzugehen und so weitere interessante und detaillierte Informationen zur Historie zu erlangen. Natürlich sind die Äußerungen des Befragten niemals wertfrei und immer vor dem Hintergrund des subjektiven Empfindens und der Verfälschung durch das Gedächtnis zu betrachten.

Das Durchführen eines Zeitzeugengesprächs sollte jedenfalls gut geplant sein.

Foto 1: DanieleCivello von flickr
Foto 2: oddsock von flickr

DDR Museum Berlin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. March 2012

Das DDR Museum Berlin ist ein interaktive Stätte in Berlins Mitte. Es liegt in der Karl-Liebknecht-Str. 1, direkt an der Spree, gegenüber des Berliner Doms. Montags bis sonntags ist das DDR Museum Berlin von 10 – 20 Uhr, samstags sogar bis 22 Uhr geöffnet. Im Juli 2006 ist das DDR Museum Berlin in privater Trägerschaft erstmals eröffnet worden. Mit über 400.000 Besuchern zählt es mit zu den meist besuchtesten Ausstellungsstätten in Berlin. Die Ausstellungsfläche betrügt mittlerweile 1000 m.

Ausstellung im DDR Museum Berlin

DDR Museum BerlinDas Thema der Ausstellung dreht sich um das alltägliche Leben in der ehemaligen DDR. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen kann im DDR Museum Berlin ein Großteil der Exponate angefasst werden: Man kann sich in einen Trabant setzen, Schubladen öffnen, in den Zimmern in den Schränken suchen oder Kleidungsstücke nehmen und ansehen.

Das Archiv umfasst nach den offiziellen Angaben über 150.000 Objekte, deren konservatorische Archivierung noch Jahre andauern wird. Nach rund 1000 Objekten kann derzeit auf der Webseite des DDR Museum Berlin in einem digitalen Katalog gesucht werden. Die Ausstellungsstücke des DDR Museum Berlin stammen überwiegend aus Privathaushalten und wurden von mehreren tausend Spendern gestiftet.

2012 wurde die zweite Dauerausstellung für den European Museum of the Year Award nominiert.

Highlights im DDR Museum Berlin

DDR Museum Berlin WohnzimmerDie Highlights des DDR Museum Berlin sind:

  • Trabi mit Fahrsimulation
  • Plattenbau (Bad, Wohnzimmer, Küche)
  • Mangeltagebuch
  • Begehbare Leinwand (Fogscreen)
  • Multitouch-Parteikonferenz
  • Wandbild “Lob des Kommunismus” von Ronald Paris
  • Stasi-Methoden: Gefängniszelle und Verhörraum

Das DDR Museum Berlin bietet in seinem Besucherzentrum, gerade für Schulklassen, Seminare und Diskussionen an; auch Zeitzeugengespräche sind im Angebot. Darüber hinaus werden Führungen innerhalb, aber auch Besuche wichtiger DDR-geschichtlicher Orte außerhalb durchgeführt.

Der Eintritt liegt bei 6 Euro, ermäßigt bei 4 Euro. Gruppen- und Schülerrabatte sind ebenfalls möglich.

Das DDR Museum Berlin sucht auch weiterhin nach Zeitzeugen. Wenn Sie nicht nur die Ausstellung besuchen möchten, sondern auch noch einen Teil zur Bewahrung ihrer persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen beitragen möchten, dann bietet das DDR Museum Berlin eine gute Möglichkeit.

Foto 1 und 2:  Pressefotos, © DDR Museum, Berlin 2012

Gedächtnis der Nation Trailer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 10. March 2012

Gedächtnis der Nation Trailer

Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt einen guten Überblick für alle, die sich mit Zeitzeugen und der Vergangenheit der letzten Jahrzehnte näher beschäftigen möchte. Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt eine erste Vorstellung, welche Ziele sich das relativ neue Projekt gesetzt hat. Das neue Online-Portal wird im Gedächtnis der Nation Trailer detailliert beschrieben.

Gedächtnis der Nation Trailer bei Youtube

Der Gedächtnis der Nation Trailer lässt sich beispielsweise bei Youtube finden. Der Gedächtnis der Nation Trailer umfasst etwas über sieben Minuten und erläutert die genaueren Ziele des Projektes. Zudem erläutert er die Relevanz, die Erinnerungen an die deutsche Geschichte zu sichern. Den Gedächtnis der Nation Trailer finden Sie am Ende des Artikels.

Bei Youtube befindet sich ebenfalls ein ganzes Zeitzeugenportal zum Projekt. Die Nutzer haben dadurch die Möglichkeit, nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer sich anzuschauen, sondern aus einem großen Angebot von Zeitzeugeninterviews auszuwählen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer selbst eigene Videos erstellen und diese auf der Youtube-Plattform hochladen.

Gedächtnis der Nation Trailer “Jahrhundertbus”

Der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt den Jahrhundertbus, wie er sich auf die Reise durch Deutschland begibt und Zeitzeugen zu ihren Erfahrungen und persönlichen Geschichten befragt. Wie der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt, kann jeder den Mitarbeitern im Bus für ein Interview zur Verfügung stehen und sich von einer Kamera filmen lassen. Im Jahr 2011 hat der Bus bereits eine Tour durch eine Vielzahl an deutschen Städten zum Thema “Unterschiede im Leben von Ost und West” gemacht. Hierzu haben Menschen Alltagsgeschichten aus ihrer Zeit während der Teilung berichtet. Die Route für 2012 steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nach noch nicht bestätigten Angaben soll in diesem Jahr 2012 die erlebte Migration in Deutschland im Vordergrund der Aufnahmen und Interviews stehen.

Wer nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer anschauen möchte, kann selbst aktiv werden und einen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit leisten.

Bildquelle: www.pragenturhamburg.de

Gedenkstätte Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 6. March 2012

Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert an die deutsche Teilung. Sie liegt in der Bernauer Straße im Herzen der Hauptstadt. Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich auf eine Länge von 1,4 Kilometern auf den Überresten des ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Gebiet der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich das letzte Stück der Überreste der Grenze zwischen Ost- und Westberlin.

Öffnungszeiten der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer im Areal ist ganzjährig von Montag bis Sonntag 8.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Das Besucherzentrum und Dokumentationszentrum hingegen können von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 9.30 bis 19.00 Uhr und von November bis März dienstags bis sonntags von 9.30 bis 18.00 Uhr besucht werden.

Anfahrt zur Gedenkstätte Berliner Mauer

Am einfachsten ist die Anfahrt über die Tram M10, Bus 245, Bus 247, S-Nordbahnhof oder U-Bernauer Straße.

Eintritt zur Gedenkstätte Berliner Mauer

Der Eintritt ist für alle kostenlos.

Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer

Dieses liegt genau am S-Nordbahn und bietet einen ersten Überblick über das Angebot und hilft bei der Orientierung auf dem weitläufigen Gelände. Mitarbeiter stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Das Besucherzentrum bietet ein vielfältiges Programm:

  • Film zur Geschichte der Berliner Mauer
  • unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. ein Zeitzeugencafé, Filmabende, Gedenkandachten
  • Fachbuchabteilung
  • Besucherterminals mit Informationen zum Abrufen
  • Aussichtsplattform

Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer

Bis 2012 wird das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer um eine Ausstellung auf dem ehemaligen Grenzstreifen erweitert. Diese umfasst vier Ebenen:

  • Fluchttunnel und abgerissene Grenzhäuser werden nachgezeichnet, zerstörte Grenzanlagen werden durch Stahl visuell sichtbar gemacht
  • besondere Ereignisse entlang der Mauer werden markiert und Informationen stehen zum Nachlesen bereit
  • archäologische Fenster zeigen Schichten der Grenzanlagen
  • Ausstellung im Grenzstreifen

2011 haben 650.000 Menschen die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht. Wir können nur empfehlen, ebenfalls diese großartige Sammlung und Geschichtsdokumentation zu besuchen und sich über die Teilung der Hauptstadt direkt vor Ort an der Gedenkstätte Berliner Mauer zu informieren.

Bildquelle: Ailura, Wikimedia Commons


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