DDR Presse

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. September 2012

Hintergründe zur DDR Presse

Zu Veröffentlichungen in der DDR Presse waren seit Beginn der 50er Jahre Lizenzen notwendig, die von staatlicher Seite vergeben wurden. Dies führte zur Schließung privater Verlage, die unliebsame Inhalte veröffentlichten und zu einer besseren Kontrolle der Lizenzinhaber. Diese Kontrolle wurde zusätzlich durch den Vertrieb der DDR Presse über den Postweg gewährleistet. Eine Mitgliedschaft in der SED war darüber hinaus quasi Voraussetzung für die Teilnahme am Geschehen der DDR Presse. Denn die Anzahl der vergebenen Lizenzen stagnierte im Verlauf der vierzigjährigen Geschichte der DDR Presse, wodurch die Zahl der Tageszeitungen auf einem konstanten Level blieb. Somit war man als zu Publikationen berechtigte Person stets bemüht, sich den staatlichen Vorgaben zu fügen, da dies der einzige Weg war, Repressalien, wie Rohstoffmangel durch staatliche Restriktionen, zu vermeiden. Zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung umfasste die DDR Presse 39 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 9,7 Millionen Exemplaren, wobei es sich bei 30 Stück um Regionalzeitungen handelte. Die Presse der DDR umfasste zudem 15 Bezirkszeitungen, herausgegeben von der SED und 30 wöchentliche Illustrierte, sowie Fernseh- , Familien- , Frauen- und Modezeitschriften.

Mangelnde Informationsfreiheit der DDR Presse DDR Presse

Die DDR Presse war, wie das gesamte Alltagsleben im Arbeiter-und-Bauernstaat, von staatlichen Instanzen kontrolliert. Zwar war in der Verfassung der DDR Pressefreiheit verankert, doch diese besaß nur formale Geltung, denn Inhalte, Sprachwahl und teilweise sogar der Wortlaut wurden durch Anweisungen von Seiten des Presseamtes der Regierung bestimmt. Diese Vorgaben trafen allerdings nicht nur Journalisten innerhalb des Staatsgebietes der DDR, sondern auch Auslandskorrespondenten der DDR Presse, die ihre Berichterstattung an die kommunistischen Ideale der Parteiführung anzupassen hatten. Verstöße wurden als staatsfeindliche Hetze betrachtet und somit natürlich streng geahndet. Auch Zensur konnte in der DDR Presse häufig beobachtet werden, wodurch die Printmedien immer mehr zur Verbreitung von Propaganda missbraucht wurden. Hierbei lässt sich die Hauptschuld allerdings nicht auf die Journalisten abwälzen, da diese durch ein Pflichtstudium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig in ihrer Sichtweise zwangsläufig beeinflusst wurden. Des Weiteren war man auf die von staatlicher Seite geleitete Nachrichtenagentur ADN angewiesen, die eine Monopolstellung innehatte. Somit war nicht nur die Informationsfreiheit der Bürger, sondern auch die der DDR Presse durch die SED stark eingeschränkt.

Bildquelle: Daniel R. Blume from Orange County, California, USA; Wikipedia

DDR Filme

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 1. August 2012

DDR Filme sind ein interessantes Thema, da die SED ja auch Filme zensierte und viele westliche Filme gar keine Chance hatten, es in der DDR ins Kino zu schaffen. DDR Filme wurden von zwei verschiedenen Stellen produziert. Zum einen gab es die staatliche Filmfirma DEFA, welche 1946 unter dem Namen Deutsche Film AG ins Leben gerufen wurde. Das DEFA-Studio für Spielfilme drehte verschiedene Spielfilme, teilweise auch in Zusammenarbeit mit dem Fernsehen der DDR oder mit anderen sozialistischen Staaten. Die DEFA produzierte auch Filme und Serien, die für den Deutschen Fernsehfunk gedreht wurden und nur im DDR Fernsehen gezeigt wurden. Der Deutsche Fernsehfunk (DFF) war die andere Anstalt, die DDR Filme produzierte. Beide Firmen produzierten Spielfilme, die immer spannend und propagandistisch, manchmal aber auch lustig und unterhaltsam waren. Des Weiteren drehte die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, die HFF, eine kleine Anzahl DDR Filme.

Der erfolgreichste DDR Film

Es gab viele DDR Filme, doch „Die Geschichte vom kleinen Muck“ war der Erfolgreichste. Regisseur Wolfgang Staudte drehte diese Verfilmung eines Märchens 1953 in den Studios der DEFA. Die Handlung dieses DDR Films basiert auf dem Märchen „Der Kleine Muck“, welches von Willhelm Hauff geschrieben wurde. In dem Märchen geht es um einen kleinen Jungen der mit magischen Pantoffeln und Stock einen Kaufmann sucht, welcher Glück verkauft.
DDR Filme
DDR Filme satirischer Natur

Die DFA besaß eine Produktionsgruppe namens „Das Stacheltier“, welche zwischen 1953 und 1964 erst dem DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, dann dem Studio für Spielfilme angegliedert war. Dieses Kollektiv produzierte rund 275 satirisch-humoristische Spielfilme unterschiedlicher Länge, welche „Stacheltiere“ hießen. Die Filme zeigte die DDR in den 1950er Jahren zu festen Zeitpunkten vor der Wochenschau und vor den Hauptfilmen. Jede Episode begann mit dem „Stacheltier-Logo“, was dann untrennbar mit der Produktion verbunden war. Die einzige Produktion des Kollektivs in Spielfilmlänge war der Schwarzweißfilm „Der junge Engländer“ unter der Regie von Gottfried Kolditz, welcher 1958 als Stummfilm gedreht wurde. An den oft nur ein paar Minuten langen Episoden arbeiteten zahlreiche aus DDR Filmen bekannte Schauspieler und Regisseure mit, wie beispielsweise Rolf Ludwig oder Sabine Thalbach.

Bildquelle: Otto Normalverbraucher, Wikipedia

Zeitzeugen Biographien

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 29. July 2012

Zeitzeugen Biographien von Widerstandskämpfern

Zeitzeugen Biographien, wie die von Margarete Hänel, sind besonders im Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus sehr interessant. Hänel kam 1902 in Hamborn zur Welt, wo sie sich bereits vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gegen die ersten Keime des Nationalsozialismus engagierte. Zeitzeugen Biographien beschreiben, wie diese Frau 1942-43 auch half, die KPD in Moers rechtswidrig wieder ins Leben zu rufen. Auch stand sie in Verbindung mit dem Widerstandszentrum in Du-Neudorf. Zeitzeugen Biographien beschreiben auch, wie sie 1945 in Ravensbrück getötet wurde.

Andere Zeitzeugen Biographien, wie die von Elfriede Kruse, drehen sich um die Inhaftierung eines Familienmitglieds, hier der Schwester Martha Hadinsky. 1960 verfasste Kruse einen Brief, um die Ungerechtigkeit dieser Maßnahme anzuprangern. Sie kritisierte, dass derartige Gerichtsprozesse komplett von der Öffentlichkeit abgeschottet stattfanden. Am 27.8.1959 war ihre Schwester zu einer 14-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Zeitzeugen Biographien wie ihre zeigen, dass viele es aufgrund ihrer kommunistischen Einstellung als ihre Verpflichtung ansahen, sich gegen die Aufstockung der Atomwaffen, die Fortführung des Kalten Krieges zu engagieren und stattdessen globale Abrüstung und friedliche Diskussion zu fordern. Diese Meinung teilten viele Professoren und wichtige Leute im öffentlichen Leben ebenfalls und brachten es durch mahnende Ansprachen oder Proteste zum Ausdruck.

Die Zeitzeugen Biographie von Gertrud Lemnitz beschreibt, wie sie zwischen 1930 und 33 Sekretariatsdienste für die KPD Duisburg-Hamborn erledigte. 1933 half sie bei den Widerstandsbemühungen des KJVD Jugendverbandes gegen den Faschismus. Neben ihrer Tätigkeit als Kassenwart war sie Teilnehmer verdeckter Zeltausflüge und Treffen mit politischer Agenda. Auch unterstützte sie Inhaftierte und verfasste rechtswidrige Dokumente. Bemerkenswert ist bei Zeitzeugen Biographien wie dieser, dass Lemnitz trotz Inhaftierung durch die Gestapo von September bis November 1933 ihre Widerstandstätigkeiten nicht aufgab.

Zeitzeugen BiographienHerta Niederhellmann war SAP-Anhängerin, ihre Brüder waren Nationalsozialisten. Die Duisburger Büroangestellte wurde zusammen mit ihrem Freund Eberhard Brünen Mitglied der 1931 ins Leben gerufenen SAP. 1933 entließ die Stadt Herta aufgrund ihrer politischen Gesinnung. Zudem wurde sie nach dem Vorwurf, sie habe ihrem Verlobten zur Flucht verholfen, als Geisel der Gestapo inhaftiert und in das KZ Brauweiler gebracht. Zeitzeugen Biographien wie die ihrige erstaunen den Leser damit, dass Menschen wie Herta sich dennoch daraufhin wieder im Untergrund betätigten.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-H1215-503-009 / CC-BY-SA, Wikipedia

Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. June 2012

Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zeigt Zeitzeugen, die aus 100 Jahren Geschichte einiges an Erfahrung aus vergangener Zeit weiterzugeben haben. Durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial wird Geschichtsunterricht erlebbar gemacht. Insbesondere junge Menschen, die keinen großen Bezug zu manchen Teilen deutscher Geschichte haben, werden durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial näher an die Themen herangeführt. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial umfasst mittlerweile ein recht großes Archiv.

Das Archiv vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Das Archiv beinhaltet Zeitzeugenberichte von 100 Jahren deutscher Geschichte und anderen einschneidenden Ereignissen aus der Welt, wie zum Beispiel die des 11. Septembers. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial ist an einer Zeitleiste entlang chronologisch geordnet. Oben in der Navigationsleiste hat man zudem die Möglichkeit, zwischen bestimmten Ereignissen, wichtigen deutschen Geschichtsthemen und Jahrhundertzeitzeugen zu wählen. Die einzelnen Videos vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial sind mit einer eindeutigen Überschrift und einer erklärenden Unterüberschrift versehen. Wenn einem ein Thema aus dem Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zusagt, muss man nur auf den Play-Knopf drücken und schon geht das Video los. Darunter ist nochmal in kurzen Worten eine Beschreibung zu lesen.

Youtube Channel zum Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Über den Youtube Channel hat man ebenfalls die Möglichkeit, sich das vorhandene Filmmaterial anzuschauen. Es genießt hier einfach nur nicht eine solch geordnete Struktur wie auf der Mutterseite. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit, selber als Zeitzeuge tätig zu werden, sich selbst zu filmen und das fertige Video hochzuladen. Damit das ganze auch inhaltlich seriös bleibt, überprüfen Experten alle Videos auf korrekte geschichtliche und ethische Inhalte. Besonders schön am Gedächtnis der Nation – Youtube Channel ist natürlich die Kommentarfunktion, dass man also in den direkten Diskurs gehen kann. Außerdem wird diese Plattform von vielen jungen Menschen besucht, sodass sie das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial hier auch viel besser erreichen können.

Berliner Mauer Zeitzeugen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. June 2012

Berliner Mauer Zeitzeugen haben extreme Situationen erlebt oder mitverfolgt. Berliner Mauer Zeitzeugen sahen, wie Menschen erfolgreich flohen, waren selbst Flüchtlinge oder mussten miterleben, wie andere an den Folgen der Fluchtversuche ums Leben kamen. Einige unter den Berliner Mauer Zeitzeugen können uns noch etwas aus der Zeit erzählen und machen das Thema für diejenigen, die es nicht miterlebt haben, erfahrbar und vor allem greifbar. Schließlich sind viele von uns unter der selbstverständlichen Voraussetzung der Freiheit groß geworden.

Berliner Mauer Zeitzeugen und der GdN-Jahrhundertbus 2011

Berliner Mauer ZeitzeugenDer Jahrhundertbus 2011 reiste letztes Jahr durch Deutschland, um Berliner Mauer Zeitzeugen für sich zu gewinnen und sie zu interviewen. Das Projekt war sehr erfolgreich, sodass es einige interessante Videos von Berliner Mauer Zeitzeugen auf dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel anzusehen gibt. Alternativ findet man die Videos auch gut strukturiert auf der Internetseite von dem Projekt, Gedächtnis der Nation. Die Berliner Mauer Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Entstehung der Berliner Mauer, dem Leben im Osten und letztlich von dem Fall der Mauer.

Problematik durch die letzten Berliner Mauer Zeitzeugen

Berliner Mauer Zeitzeugen - alte DameIn ca. 50 Jahren wird es wohl die letzten Zeitzeugen der Berliner Mauer geben. Problematisch ist, dass sich die eigenen Erinnerungen mit Erzählungen Anderer immer mehr vermischen werden. An manches, was man gar nicht erlebt hat, wird man meinen, sich erinnern zu können. Zudem neigt man dazu, sich nur große und besondere Ereignisse, wie den Mauerfall, zu merken und vergisst weniger dramatische Momente. Das Bild von der eigenen Person wird grundsätzlich positiver dargestellt, als es vielleicht der Fall gewesen ist. Somit wird die eigene Rolle auch überschätzt und weniger Positives wird vergessen bzw. verdrängt. Das wird die professionelle Arbeit mit Zeitzeugenberichten in der Zukunft eher erschweren, sodass das heutige Material der Berliner Mauer Zeitzeugen das wohl bedeutsamere darstellt.

Bild 1: flickr, Malik_Braun
Bild 2: flickr, architekt2

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

Berliner Mauerradweg im Sommer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 8. June 2012

Den Berliner Mauerradweg im Sommer zu nutzen ist eine wunderbare Sache, um sich das historische Denkmal der Berliner Mauer mal genauer anzusehen. Der Berliner Mauerradweg im Sommer ist besonders schön, weil sich Berlin von seiner grünsten Seite zeigt. Die Strecken vom Berliner Mauerradweg im Sommer sind wesentlich angenehmer zu befahren, als im Winter. Heute ist der Berliner Mauerradweg im Sommer ein noch schönerer Genuss, weil sich seit 2001, nach dem Beschluss von Senat und Abgeordnetenhaus, eine Menge getan hat. Besonders auffallend ist der ökonomische Effekt des Fahrradtourismus durch den Berliner Mauerradweg im Sommer.

Die Tour auf dem Berliner Mauerradweg im Sommer

Der Mauerweg ist insgesamt 160 km lang, genau so lang, wie die ehemalige Grenze innerhalb Berlins. Die Tour vom Berliner Mauerradweg im Sommer startet man am besten in der Mitte Berlins – vom Potsdamer Platz aus. Dann geht es weiter durch die Innenstadt in südöstlicher Richtung nach Schönefeld. Anschließend führt der Weg auf der ehemaligen Grenze in westliche Richtung bis nach Potsdam. Von hier aus geht der Berliner Mauerradweg im Sommer weiter über Spandau bis in den hohen Nordens Berlins nach Frohnau. Wenn man sich Richtung Pankow und Wedding begibt, kommt man wieder zurück nach Berlin-Mitte. Die 18 Kilometer mitten durch die City stellen den wohl interessantesten Teil der Strecke des Mauerradweges dar.

Spektakuläre Verbesserungen für den Berliner Mauerradweg im Sommer

Berliner Mauerradweg im Sommer - KarteSeit 2001 wurden unter anderem die Heinrich-Heine-Straße, die Treptower Straße in Neukölln, der Radweg an der Oranienburger Chaussee und der Bernauer Sraße saniert. Auf der früheren „Schiebestrecke im Neuen Garten”, am Ufer vom Jungfernsee am Schloß Cecilienhof, ist das Radfahren nun erlaubt. Des Weiteren wurden Ausschilderungen für den gesamten Mauerweg realisiert, sowie Übersichtstafeln mit Luftbildern und Erinnerungsstellen integriert. Viele weitere Strecken wurden saniert und in den Mauerradweg integriert, sodass der Mauerradweg im Sommer angenehm, erlebnisreich und, je nach Belieben, weit genug zu befahren ist. Diese und andere wesentliche Verbesserungen der letzten Jahre haben den Berliner Mauerradweg im Sommer in vielen Facetten noch attraktiver gemacht.

Bild 1: flickr, Naalsogehtdoch
Bild 2: Wikipedia, Incnis Mrsi

DDR Stasi

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 30. May 2012

Die DDR Stasi oder das Ministerium für Staatssicherheit diente insbesondere als Überwachungs- und Unterdrückungsinstrument der SED. Bei der DDR Stasi handelte es sich um den Inlands-, aber auch Auslandsgeheimdienst und ein Instrument zur Verfolgung politischer Straftaten. Die Mittel der DDR Stasi zum Machterhalt waren Überwachung, Einschüchterung, Terror und die sogenannte Zersetzung gegen Oppositionelle und Regimekritiker. Das MfS als die DDR Stasi wurde am 8. Februar 1950 gegründet.

Mitarbeiter der DDR Stasi

DDR Stasi - WappenDie Mitarbeiterzahl der DDR Stasi wurde kontinuierlich ausgebaut. Zu Beginn waren es insgesamt nur 1.150 feste Mitarbeiter und bis zum Schluss der DDR waren es tatsächlich 91.015. Zuletzt kam ein hauptamtlicher Mitarbeiter auf eine Einwohnerzahl von 180. Somit stellt die DDR Stasi bis heute den größten geheimdienstlichen Apparat der Weltgeschichte dar. Das MfS wurde als „Schild und Schwert der Partei“ bezeichnet. So waren die Mitarbeiter der DDR Stasi fast ausnahmslos Mitglieder der SED. Andere waren zumindest noch in der „Kandidatenphase“ zur SED-Mitgliedschaft. Personen mit NS-Vergangenheit war das Arbeiten bei der Stasi nicht gestattet. Mitarbeitern, die dies verschwiegen, wurde sofortig gekündigt.

Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern der DDR Stasi gab es zudem inoffizielle Mitarbeiter, deren größte Ausdehnung ca. 200.000 Menschen umfasste. Die genaue Anzahl der inoffiziellen Mitarbeiter kann nur den noch vorhandenen Akten entnommen werden. Da viele Akten jedoch bereits vernichtet wurden, kann keine genaue Angabe mehr gemacht werden.

Einsicht in die Akten der DDR Stasi

Viele Zeitzeugen der DDR haben noch großes Interesse an den Akten der Stasi. Schließlich enthalten die Schriftstücke teilweise ziemlich private Details über die beschatteten Personen. Leider ist die Einsicht der Stasi Akten mit persönlichem finanziellem Aufwand verbunden. Dazu muss ein Antragsformular ausgefüllt werden, das unter anderem im Internet erhältlich ist. Einzureichen ist es beim Bundesbeauftragten direkt in Berlin. Es kann sehr hilfreich sein, den Beamten zu erläutern, durch welche besonderen Ereignisse man interessant für die Stasi gewesen sein könnte, sodass diese gezielter nach Informationen in dem riesigen DDR Stasi Archiv nachsehen können.

Bild 1: Wikipedia;  jgaray

Gedächtnis der Nation

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. May 2012

Gedächtnis der Nation ist ein Verein, der 2006 von den Initiatoren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründet wurde. Gedächtnis der Nation soll Zeitzeugenberichte in Bezug auf die bedeutende Geschichte Deutschlands für zukünftige Generationen zugänglich machen. Gedächtnis der Nation sieht die filmische Aufbereitung von Zeitzeugenerinnerungen als durchaus bedeutsame, gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe. Das Projektteam von Gedächtnis der Nation ist dafür zuständig, die Geschichten historisch einzuordnen und neue Geschichten hinzuzufügen. Mit dem Jahrhundertbus, einem mobilen Filmstudio, reist das Team von Gedächtnis der Nation durch Deutschland, um neue Zeitzeugenberichte einzufangen. Das Team besteht aus Historikern, Kommunikationswissenschaftlern und Journalisten.

 

Volles Maß an Interaktivität bei Gedächtnis der Nation

Gedächtnis der NationDa es sich bei Gedächtnis der Nation um Zeitzeugen handelt, die ihre persönlichen Erlebnisse aus der Zeit der Nachwelt bereitstellen und somit auch die Geschichte etwas greifbarer zu machen, steht der Verein natürlich auch für große Interaktivität. So bieten sich viele Möglichkeiten, sich dem Verein Gedächtnis der Nation zuzuwenden und vor allem, sich selbst Gehör zu verschaffen. So gibt es neben dem Jahrhundertbus einen eigenen Youtube Channel, der zum einen erlaubt, sich Zeitzeugenberichte anzusehen und zum anderen Bürger dazu anregen soll, eigene Zeitzeugeninterviews mit z.B. Familienmitgliedern zu produzieren. Zudem hat Gedächtnis der Nation ein digitales Museum geschaffen, wo sich jeder Interessierte umsonst ein großes und gut strukturiertes Archiv an Zeitzeugenberichten anschauen kann.

 

Bedeutende Ereignisse für das Gedächtnis der Nation

Ein geschichtliches und überaus wichtiges Ereignis, das der Verein mit einbringt, sind das Leben und der Völkermord im Dritten Reich. Das Thema DDR unter der Führung Honeckers, sowie der Mauerbau und Mauerfall sind ebenfalls sehr bedeutsam für die deutsche Geschichte und somit auch für den Verein. Die europäische Integration Deutschlands, die Währungsreform und das aktuelle Thema der Jahrhundertbus 2012 Tour „Leben in der neuen Heimat“ sind ebenfalls bedeutungsträchtige Geschichtsschreibungen Deutschlands und somit auch ein Teil von Gedächtnis der Nation.

Bild: flickr, LeonArts.at

Gedächtnis der Nation – Youtube Channel

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. April 2012

Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel hat das Ziel, Geschichten von Zeitzeugen öffentlich zugänglich zu machen. Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel eignet sich besonders gut für junge Menschen, da viele von ihnen diese Plattform mehrmals täglich aufsuchen. Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel kommt durch die Zusammenarbeit von ZDF, Stern, Robert-Bosch-Stiftung, Google, Gruner+Jahr, Daimler und Bertelsmann zustande. Alle Zeitzeugeninterviews sind in dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel gesammelt. Um mehr Übersichtlichkeit im Archiv bieten zu können, hat die Mutterseite eine ergänzende Videothek bereitgestellt.

Der Jahrhundertbus sammelt Geschichten für Gedächtnis der Nation – Youtube Channel

Ein Bus in Sonderanfertigung reist einmal im Jahr quer durch Deutschland, um möglichst viele Interviews für den Gedächtnis der Nation – Youtube Channel einfangen zu können. Der Bus hat ein integriertes Aufnahmestudio, wo die Videos direkt abgedreht werden und im Anschluss auf den Gedächtnis der Nation – Youtube Channeln hochgeladen werden. Im April diesen Jahres startet der Bus mit dem Thema “Leben in der neuen Heimat” und will möglichst vielen Migranten die Möglichkeit geben, ihre Geschichte an Andere weitergeben zu können.

Mitmachen beim Gedächtnis der Nation – Youtube Channel                                         Gedächtnis der Nation - Youtube Channel                                            

Jeder, der seine spannenden Erfahrungen aus der deutschen Geschichte mit Anderen teilen möchte, hat die Möglichkeit, den GdN-Bus zu besuchen und sich dort interviewen zu lassen oder er filmt sich selbst und lädt das Video im Anschluss hoch. Die besonders jungen Leute können gerne auch Oma oder Opa interviewen und deren Zeitzeugenberichte mit Anderen teilen, sofern beide dazu einwilligen. Aus Schutz vor Geschichtsfälschungen werden die eingestellten Videos täglich von einer Redaktion überprüft. Durch das Projekt wird eine multiperspektivische Darstellung der Geschichte geschaffen. Um gerade jüngeren Menschen, die immer weniger Bezug zu der deutschen Geschichte haben, an die Vergangenheit heranzuführen, eignet sich der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel geradezu perfekt.

 

 

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters


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