Besatzungszonen Deutschland

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. May 2013

Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, welche das Ende des 2. Weltkrieges einläutete, wurden Besatzungszonen in Deutschland eingerichtet. Durch die Besatzungszonen wurde Deutschland gevierteilt, wobei jeweils eine Zone an Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion viel. Die Ostgebiete (rund ein Drittel des Staatsgebietes) wurden dabei vor der Teilung bereits direkt an Polen übergeben. Am 5. Juli 1945 wurde der Alliierte Kontrollrat in Berlin zur obersten Regierungsgewalt über alle Zonen erklärt. Obwohl Berlin in der sowjetischen der Besatzungszonen Deutschlands lag, wurde die Stadt gemeinsam von den Alliierten besetzt. Jede der Parteien organisierte ihre Zone in einer eigenen Besatzungspolitik, obwohl die verschiedenen Strategien bereits ab 1943 in der Atlantik-Charta, der Casablanca-Konferenz, der Konferenz von Teheran und der Erklärung von Jalta festgelegt wurden. Nach dem Sieg wurde sich bei der Potsdamer Konferenz am 2. August 1945 über das weitere Vorgehen innerhalb der Besatzungszonen Deutschlands beraten. Die Ziele waren die Demokratisierung, Demilitarisierung und Entnazifizierung des Landes sowie die Einrichtung eines Kontrollrates und eines Militärtribunals (Nürnberger Prozesse). Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Besatzungszonen Deutschlands aber sowohl von den Besatzern als auch den Besetzten als Provisorien gesehen. Erst später, zu Beginn des Kalten Krieges, wurde die Teilung als endgültig erachtet.

Die Wirtschaft in den Besatzungszonen Deutschlands

Die Lebensmittelversorgung war besonders in den Anfängen katastrophal. Viele Tausend Menschen starben in den ersten Wochen nach der Kapitulation an Hunger und Durst. Zwar wurden ausländische Hilfspakete geschickt, deren Einfuhr war allerdings bis zum 5. Juni 1946 verboten. Die jeweiligen Verwalter der Besatzungszonen Deutschlands verteilten Lebensmittelkarten der Kategorien I bis V abhängig von der Schwere der Arbeit, welcher man nachging. Die Rationen waren jedoch viel zu gering. Zu Beginn der Besatzungszeit fielen ebenfalls die Demontagen in den Besatzungszonen Deutschlands. Während die Sowjets die demontierten Fabriken als Reparationszahlung beschlagnahmten – die meisten Maschinen kamen ohne die wichtigsten Teile in der UdSSR an, weswegen man die Demontage frühzeitig beendete – wollen die westlichen Besatzer das Produktionsniveau auf rund 50% der Produktion des Jahres 1938 zurückschrauben. Die Demontage zur wirtschaftlichen Entmachtung des Landes ging in jeder der vier Besatzungszonen Deutschlands gleichermaßen radikal vonstatten, wodurch mit dem Ende der Demontage im Januar 1951 der Gesamtwert der demontierten Anlagen auf ca. 10,4Mrd. DM geschätzt wird. Anstelle eines wirklichen Wiederaufbaus wurde die deutsche Wirtschaft also um Jahre zurückgeworfen und mit der Direktive JCS 1067 ein wirtschaftlicher Aufschwung sogar verboten. Zwar investierten die USA im Zuge des Marshall-Plans einiges an Geld in den Wiederaufbau der westlichen Besatzungszonen Deutschlands, allerdings mussten diese Geldmengen bis zum Dreifachen zurückgezahlt werden. Dennoch wurde im Westen bereits 1950 wieder das Bruttosozialprodukt von 1936 erreicht.

Zeitzeugen der Besatzungszeit:

Karl-Heinz Piehler über den Einzug der Siegermächte in Rheinhessen:

Herrmann Glaser, ehemaliger Schul- und Kulturdezernent aus Nürnburg beschreibt die grauenvolle Nachkriegszeit:

 

 

Bildquelle: glglgl, Wikimedia Commons

Berlin 1989 – Wie sah es kurz vor dem Fall der Berliner Mauer aus?

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. April 2013

Noch vor dem Mauerfall sah es in Berlin recht düster aus. Familien, Freunde und Bekannte wurden durch den Bau der Mauer getrennt. Zur Zeit der DDR vergaß man diese oder trug eine große Sehnsucht in sich, versuchte die Mauern der DDR zu umgehen oder in diese zu gelangen, um sich wiederzusehen. Kein Wunder also, dass viele Fluchtversuche unternommen wurden. An den Grenzübergängen herrschte allerdings eine strenge Überwachung. Wer auf seiner Flucht erwischt wurde, musste mit dem Schlimmsten rechnen. Schließlich wurde auf Flüchtlinge sogar geschossen, wodurch eine Flucht ein heikles Unterfangen war. So flossen Träume meist dahin, da nicht jeder sein Leben aufs Spiel setzen wollte.
Cover von "Und morgen am Meer" © Ueberreuter Verlag

“Und morgen am Meer”- Flucht aus Berlin 1989

Corina Bomann erzählt in Ihrem Buch „Und morgen am Meer“ die Geschichte zweier mutiger Flüchtlinge, die mehr von der Welt sehen wollten. Milena, eine Ostberlinerin, hatte einen Traum. Sie wollte zumindest einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Eine schier unglaubliche und unmögliche Vorstellung im Sommer 1989. Später lernte sie den Westberliner und Musiker Claudius kennen, in den sie sich verliebte. Claudius wollte ebenfalls das Meer sehen. Gemeinsam starteten sie eine Flucht ins Ungewisse. Sie riskierten ihr Leben, ungeahnt dessen, dass die Mauer am 09. November 1989 fallen würde. Ein dramatischer Ausbruch in die Freiheit, der nicht ohne Hindernisse verläuft. Haben sie es tatsächlich beide lebend geschafft?

Siebentägige Berlin-Rallye

Auf ihrer Flucht passierten die beiden verschiedene Stationen Berlins. In der am Dienstag gestarteten siebentägigen Berlin-Rallye zum Buch „Und morgen am Meer“ werden diese vorgestellt. Es gilt, die Namen von verschiedenen Orten und Gebäuden Berlins herauszufinden, die die beiden Flüchtlinge passiert haben. Mitmachen kann jeder Ratelustige und Geschichtsinteressierte auf pinterest.com. Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Buches „Und morgen am Meer“.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß beim Rätseln und Lesen. 

 

Bildrechte: © Ueberreuter Verlag

Zeitzeugen Biographien

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 29. July 2012

Zeitzeugen Biographien von Widerstandskämpfern

Zeitzeugen Biographien, wie die von Margarete Hänel, sind besonders im Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus sehr interessant. Hänel kam 1902 in Hamborn zur Welt, wo sie sich bereits vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gegen die ersten Keime des Nationalsozialismus engagierte. Zeitzeugen Biographien beschreiben, wie diese Frau 1942-43 auch half, die KPD in Moers rechtswidrig wieder ins Leben zu rufen. Auch stand sie in Verbindung mit dem Widerstandszentrum in Du-Neudorf. Zeitzeugen Biographien beschreiben auch, wie sie 1945 in Ravensbrück getötet wurde.

Andere Zeitzeugen Biographien, wie die von Elfriede Kruse, drehen sich um die Inhaftierung eines Familienmitglieds, hier der Schwester Martha Hadinsky. 1960 verfasste Kruse einen Brief, um die Ungerechtigkeit dieser Maßnahme anzuprangern. Sie kritisierte, dass derartige Gerichtsprozesse komplett von der Öffentlichkeit abgeschottet stattfanden. Am 27.8.1959 war ihre Schwester zu einer 14-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Zeitzeugen Biographien wie ihre zeigen, dass viele es aufgrund ihrer kommunistischen Einstellung als ihre Verpflichtung ansahen, sich gegen die Aufstockung der Atomwaffen, die Fortführung des Kalten Krieges zu engagieren und stattdessen globale Abrüstung und friedliche Diskussion zu fordern. Diese Meinung teilten viele Professoren und wichtige Leute im öffentlichen Leben ebenfalls und brachten es durch mahnende Ansprachen oder Proteste zum Ausdruck.

Die Zeitzeugen Biographie von Gertrud Lemnitz beschreibt, wie sie zwischen 1930 und 33 Sekretariatsdienste für die KPD Duisburg-Hamborn erledigte. 1933 half sie bei den Widerstandsbemühungen des KJVD Jugendverbandes gegen den Faschismus. Neben ihrer Tätigkeit als Kassenwart war sie Teilnehmer verdeckter Zeltausflüge und Treffen mit politischer Agenda. Auch unterstützte sie Inhaftierte und verfasste rechtswidrige Dokumente. Bemerkenswert ist bei Zeitzeugen Biographien wie dieser, dass Lemnitz trotz Inhaftierung durch die Gestapo von September bis November 1933 ihre Widerstandstätigkeiten nicht aufgab.

Zeitzeugen BiographienHerta Niederhellmann war SAP-Anhängerin, ihre Brüder waren Nationalsozialisten. Die Duisburger Büroangestellte wurde zusammen mit ihrem Freund Eberhard Brünen Mitglied der 1931 ins Leben gerufenen SAP. 1933 entließ die Stadt Herta aufgrund ihrer politischen Gesinnung. Zudem wurde sie nach dem Vorwurf, sie habe ihrem Verlobten zur Flucht verholfen, als Geisel der Gestapo inhaftiert und in das KZ Brauweiler gebracht. Zeitzeugen Biographien wie die ihrige erstaunen den Leser damit, dass Menschen wie Herta sich dennoch daraufhin wieder im Untergrund betätigten.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-H1215-503-009 / CC-BY-SA, Wikipedia

Zeitzeugen Autobiographien

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 28. July 2012

Zeitzeugen Autobiographien bieten eine gute Möglichkeit, sich über geschichtliche Ereignisse aus erster Hand zu informieren. Es gibt viele Wege, sich über die strukturellen Ereignisse zu informieren, doch wie diese Geschehnisse auf die Menschen wirkten, können Zeitzeugen Autobiographien am Besten vermitteln. Häufig sind sie sehr spannend und interessant oder auch lustig geschrieben und lassen sich wie ein Roman lesen. Im Vergleich zu Biographien bieten Zeitzeugen Autobiographien authentischere Eindrücke und Beschreibungen, da eine Fremdrecherche von Ereignissen an einem gewissen Punkt immer an ihre Grenzen stößt. Heutzutage sind diese Zeitzeugen Autobiographien nicht nur als gebundenes Buch oder Taschenbuch, sondern auch als PDF, E-Book-Reader-Dokument oder als Hörbuch zu finden.

Zeitzeugen Autobiographien sind sehr persönliche Werke. Zeitzeugen erzählen dort nicht-fiktive Ereignisse aus der Erinnerung oder mit Hilfe von Dokumenten, Aufzeichnungen, Filmen und Fotos zur Unterstützung nach. Je nach Schreibstil des Autors ähneZeitzeugen Autobiographienln die Zeitzeugen Autobiographien eher einem Bericht oder einer ausformulierten Erinnerung. Dabei decken die Zeitzeugen Autobiographien meist nicht nur bestimmte Vorkommnisse, sondern oft das komplette Leben ab. Der Autor tritt als Zeuge seiner Generation auf. Nach eigenem Ermessen kann er dabei natürlich auch Ereignisse auslassen und manche mehr, manche weniger erläutern. Manche Autoren bauen auch Briefe und Tagebuchaufzeichnungen mit ein und lassen so auch andere Stimmen zu Wort kommen. Für manche Zeitzeugen kann das Verfassen einer solchen Autobiographie kathartisch sein, andere wollen die folgenden Generationen informieren, sodass sich schreckliche Ereignisse nicht wiederholen. Manche freut auch einfach das Verfassen einer Zeitzeugen Autobiographie, das Gefühl, wichtig zu sein. Besonders die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, aber auch andere Museen arbeiten mit Zeitzeugen, sei es durch das Anbieten von moderierten Gesprächen oder durch Verwendung von deren Erzählungen in Ausstellungen. Dies zeigt, wie wichtig Zeitzeugen gerade in dem heutigen, technologischen Zeitalter sind und dass es zwingend nötig ist, Zeitzeugenberichte vor deren Tode in irgendeiner Form für die Nachwelt festzuhalten, wenn sie nicht selbst Zeitzeugen Autobiographien verfassen.

Bildquelle: Tom Murphy VII, Wikipedia

Zeitzeugen des Mauerbaus

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. July 2012

Zeitzeugen des Mauerbaus besaßen sehr unterschiedliche Einstellungen zur Mauer. Die einen befürworteten die Mauer als Schutz vor Faschismus, andere Zeitzeugen des Mauerbaus empfanden tiefe Antipathie gegenüber diesem menschenverachtenden Beton-Wall.

Zeitzeugen des Mauerbaus reagieren entrüstet

Viele Zeitzeugen des Mauerbaus im Westen, wie Karl Burkhof, reagierten mit Entrüstung darauf, dass ihr Berlin in der Nacht des 13.8.1961 unter Schutz der DDR-Volkspolizei eingemauert wurde; West-Berlin hatte dazu sogar spezielle Beleuchtung eingeschaltet. Auch international reagierte man schockiert. Zeitzeugen des Mauerbaus wurden oft von heute auf Morgen von ihren Familienangehörigen separiert; für zahllose Menschen war die Mauer in der Tat ein Gefängnis.

Zeitzeugen des Mauerbaus im Ausland

Zeitzeugen des Mauerbaus finden sich auch in den politischen Lagern. US-Diplomat William Smyser sprach von dem Tod der Hoffnung, der Zeitzeugen des Mauerbausdamalige US-Präsident John F. Kennedy befand eine Mauer für besser als einen Krieg mit der UdSSR. Gewöhnliche Bürger, die Zeitzeugen des Mauerbaus waren, wie der albanische Autor und Historiker Agim Musta, hatten Deutschland gut im Blick. Ob linientreu oder nicht, in dem „Zentrum Europas“ erreichten die Ost-West-Konflikte ihren Höhepunkt. Nur im fremdsprachigen Westradio hörten beispielsweise die Albaner vom Mauerbau. Für Musta zeigte der Mauerbau somit, dass das kommunistische Regime sich gewaltfrei nicht hätte halten können.

Zeitzeugen des Mauerbaus von der Mauer beeinflusst

Mit 28 Jahren existierte die Mauer weit weniger lang als von der SED angedacht. Dennoch hatte ihre lange Existenz massiven Einfluss auf Millionen Bürger, im Extremfall in Form des Todes. Kurt Lichtenstein war laut Regierungsangaben das erste, Chris Gueffroy das letzte Maueropfer. Dennoch gab es Zeitzeugen des Mauerbaus, wie Helga und Wolfgang Aue, deren Liebe auch eine Mauer nicht vernichten konnte.

Zeitzeugen des Mauerbaus als Flüchtlingshelfer

Der Krankenpfleger Günter Malchow, der im Lazaruskrankenhaus an der Grenze arbeitete, sah die Mauer jeden Tag. Auch von seiner Wohnung aus sah er sie. Dieser Zeitzeuge des Mauerbaus kümmerte sich um Verletzungen der Geflohenen, die jeden Tag in das Krankenhaus eingeliefert wurden. Beispielsweise behandelte er Rolf Urban und dessen Ehefrau, welche sich über das Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock über eine Wäscheleine abgeseilt hatten. Rolf Urbans Verletzungen führten, zur Enttäuschung des Zeitzeugen des Mauerbaus Malchow, nach drei Wochen dennoch zum Tod.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-85701-0006 / Stöhr / CC-BY-SA, Wikipedia

DDR Geschichten

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. July 2012

DDR Geschichten gibt es viele. Besonders in Bezug auf das tägliche Leben haben ehemalige DDR-Bürger viele DDR Geschichten über Unterschiede zum Westen zu erzählen. DDR Geschichten finden sich beispielsweise zu typischen Charakteristika der Ostdeutschen, welche auch heute noch von Nutzen sein können: Ostbürger versuchten nicht nur, möglichst vieles, wie zum Beispiel eine Renovierung, selbst zu erledigen, sie dämmten auch ihren Ressourcenverbrauch ein. Somit hielten sie ihren Geist fit und sparten Geld.

DDR Geschichten über die Stasi

DDR GeschichtenDDR Geschichten erzählen auch von der Arbeit der Staatssicherheit. Olaf Menzel stand bereits im Alter von 13 Jahren unter Beobachtung der Spionageabwehr Amerika in der DDR. Laut dieser DDR Geschichte hatte der Junge tatsächlich aber nur ein paar Mal für kurze Zeit die Bibliothek der US-Botschaft besucht. Beim Verlassen jener kontrollierte ihn die Volkspolizeit meist, nahm seine Daten auf und ermahnte den Jungen, nicht mehr zum „Klassenfeind“ zu gehen. Zudem wurde die Schule von diesen Besuchen unterrichtet. Es folgte ein Besuchsverbot seitens der Volkspolizei.

DDR Geschichten über die Kirche

Über den Umgang mit der Kirche gibt es auch viele DDR Geschichten. Renate Wolf erinnert sich, dass sie im Zuge ihrer Konfirmation zu einem Mitglied der Jungen Gemeinde in St. Pauli-Kreuz wurde. Dort gefiel es ihr sehr gut, da man sämtliche Themen ansprechen konnte. Auch achteten die Leute dort die Freiheit des Einzelnen, anders als in der Parteilinien-orientierten JP und FDJ. Renate entwickelte ihre Weltanschauung aus der christlichen Lehre, nicht aus dem Klassenkampf, da sie von der Brutalität des Stalinismus wusste. Als die Leitung ihrer Schule von ihrer Mitgliedschaft erfuhr, wurde sie gedemütigt. Letztlich wurde ihr angeboten, sich vor versammelter Schule zum Sozialismus zu bekennen, damit ihr Studium garantiert wurde. Nach der Mittleren Reife musste sie die Schule dann verlassen, da sie sich weigerte, dies zu tun. Über Umwege studierte sie dennoch, durfte aber nicht in der Firmenleitung arbeiten, da diese Erzählerin von DDR Geschichten kein Parteimitglied war.

Bildquelle: Nickel Chromo, Wikipedia

Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. June 2012

Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zeigt Zeitzeugen, die aus 100 Jahren Geschichte einiges an Erfahrung aus vergangener Zeit weiterzugeben haben. Durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial wird Geschichtsunterricht erlebbar gemacht. Insbesondere junge Menschen, die keinen großen Bezug zu manchen Teilen deutscher Geschichte haben, werden durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial näher an die Themen herangeführt. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial umfasst mittlerweile ein recht großes Archiv.

Das Archiv vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Das Archiv beinhaltet Zeitzeugenberichte von 100 Jahren deutscher Geschichte und anderen einschneidenden Ereignissen aus der Welt, wie zum Beispiel die des 11. Septembers. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial ist an einer Zeitleiste entlang chronologisch geordnet. Oben in der Navigationsleiste hat man zudem die Möglichkeit, zwischen bestimmten Ereignissen, wichtigen deutschen Geschichtsthemen und Jahrhundertzeitzeugen zu wählen. Die einzelnen Videos vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial sind mit einer eindeutigen Überschrift und einer erklärenden Unterüberschrift versehen. Wenn einem ein Thema aus dem Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zusagt, muss man nur auf den Play-Knopf drücken und schon geht das Video los. Darunter ist nochmal in kurzen Worten eine Beschreibung zu lesen.

Youtube Channel zum Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Über den Youtube Channel hat man ebenfalls die Möglichkeit, sich das vorhandene Filmmaterial anzuschauen. Es genießt hier einfach nur nicht eine solch geordnete Struktur wie auf der Mutterseite. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit, selber als Zeitzeuge tätig zu werden, sich selbst zu filmen und das fertige Video hochzuladen. Damit das ganze auch inhaltlich seriös bleibt, überprüfen Experten alle Videos auf korrekte geschichtliche und ethische Inhalte. Besonders schön am Gedächtnis der Nation – Youtube Channel ist natürlich die Kommentarfunktion, dass man also in den direkten Diskurs gehen kann. Außerdem wird diese Plattform von vielen jungen Menschen besucht, sodass sie das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial hier auch viel besser erreichen können.

Oral History Schule

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. June 2012

Die Oral History Schule ist eine wichtige Methode zur Rekonstruktion von Geschichte durch Zeitzeugenberichte. Damit dieser Bericht zu einer repräsentativen Quelle der Oral History Schule zählen kann, muss das Interview mit den Zeitzeugen durchaus gut geplant sein. So gibt es feste Regeln für die Oral History Schule, die es einzuhalten gilt. Das Gespräch mit dem Zeitzeugen soll ihn und seine Erzählungen möglichst nicht beeinflussen. Daher muss der Interviewer laut der Oral History Schule zum Beispiel die Balance zwischen neutraler Nüchternheit und natürlichem Mitgefühl meistern.

Die Oral History Schule in der Schule

Oral History SchuleDas Interesse der Jugendlichen für geschichtliche Themen kann durch die Oral History Schule geweckt werden. Denn insbesondere junge Menschen haben keinen direkten Bezug zur Geschichte, fühlen sich davon nicht betroffen und sind demnach häufig stark desinteressiert. Indem Zeitzeugen von ihren Erfahrungen berichten, wird Geschichte etwas Greifbares, fast erlebbares. Außerdem lernen die Schüler durch die Oral History Schule, Respekt und Achtung vor den Älteren zu haben und gewissen Vorurteile ihnen gegenüber abzubauen. Zudem bietet es den großen Vorteil, dass die Schüler direkte Fragen stellen können und ebenso direkte Antworten erwarten dürfen. So werden die Jugendlichen auch aktiv in den Prozess der Oral History Schule einbezogen und sind nicht nur Rezipienten von Quellenmaterial. Dazu gehört natürlich, wie bei allen Zeitzeugeninterviews, das Vorbereiten eines Fragenkatalogs dazu. Im Anschluss muss das Material verschriftlicht und mit Hilfe von fundierten Quellen ausgewertet werden.

Was Schüler durch die Oral History Schule lernen können

Die Schüler lernen, im Hinblick auf eine historische Frage Zeitzeugen zu suchen und auszuwählen. Sie erlernen, wie man Interview-Leitfäden baut und in sachgemäße, sowie personenbezogene Unterfragen gliedert. Sie erfahren, wie man Erzähltes richtig dokumentiert, ordnet, zusammenfasst und systematisiert. Letztlich lernen sie, wie man das Material analysiert und auf Schlüssigkeit und Wahrscheinlichkeit hin prüft. Dazu lernen sie, Zeitzeugenberichte zu vergleichen und Übereinstimmungen, sowie Widersprüche zu erkennen. Im Grunde lernen sie den gesamten Prozess der Oral History Schule einmal kennen.

Bild: flickr, herr.g

Berliner Mauer Zeitzeugen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. June 2012

Berliner Mauer Zeitzeugen haben extreme Situationen erlebt oder mitverfolgt. Berliner Mauer Zeitzeugen sahen, wie Menschen erfolgreich flohen, waren selbst Flüchtlinge oder mussten miterleben, wie andere an den Folgen der Fluchtversuche ums Leben kamen. Einige unter den Berliner Mauer Zeitzeugen können uns noch etwas aus der Zeit erzählen und machen das Thema für diejenigen, die es nicht miterlebt haben, erfahrbar und vor allem greifbar. Schließlich sind viele von uns unter der selbstverständlichen Voraussetzung der Freiheit groß geworden.

Berliner Mauer Zeitzeugen und der GdN-Jahrhundertbus 2011

Berliner Mauer ZeitzeugenDer Jahrhundertbus 2011 reiste letztes Jahr durch Deutschland, um Berliner Mauer Zeitzeugen für sich zu gewinnen und sie zu interviewen. Das Projekt war sehr erfolgreich, sodass es einige interessante Videos von Berliner Mauer Zeitzeugen auf dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel anzusehen gibt. Alternativ findet man die Videos auch gut strukturiert auf der Internetseite von dem Projekt, Gedächtnis der Nation. Die Berliner Mauer Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Entstehung der Berliner Mauer, dem Leben im Osten und letztlich von dem Fall der Mauer.

Problematik durch die letzten Berliner Mauer Zeitzeugen

Berliner Mauer Zeitzeugen - alte DameIn ca. 50 Jahren wird es wohl die letzten Zeitzeugen der Berliner Mauer geben. Problematisch ist, dass sich die eigenen Erinnerungen mit Erzählungen Anderer immer mehr vermischen werden. An manches, was man gar nicht erlebt hat, wird man meinen, sich erinnern zu können. Zudem neigt man dazu, sich nur große und besondere Ereignisse, wie den Mauerfall, zu merken und vergisst weniger dramatische Momente. Das Bild von der eigenen Person wird grundsätzlich positiver dargestellt, als es vielleicht der Fall gewesen ist. Somit wird die eigene Rolle auch überschätzt und weniger Positives wird vergessen bzw. verdrängt. Das wird die professionelle Arbeit mit Zeitzeugenberichten in der Zukunft eher erschweren, sodass das heutige Material der Berliner Mauer Zeitzeugen das wohl bedeutsamere darstellt.

Bild 1: flickr, Malik_Braun
Bild 2: flickr, architekt2

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

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