Zeitzeugen Erlebnisse

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 24. April 2012

Zeitzeugen Erlebnisse können für die nachfolgenden Generationen sehr lehrreich sein. Denn Zeitzeugen Erlebnisse berichten vom ganz persönlichen Alltag der Betroffenen. Während in Geschichtsbücher nur Fakten geschildert werden, schildern Zeitzeugen Erlebnisse authentisches Leben. Das Aufzeichnen der Zeitzeugen Erlebnisse hat in den letzten Jahren stark zugenommen, weshalb es schon eine beachtliche Anzahl gibt.

Zeitzeugen Erlebnisse sind lebendige Geschichten

Zeitzeugen Erlebnisse berühren durch ihre hohe Emotionalität. Dank der modernen Medien sind Zeitzeugen Erlebnisse einfach zugänglich und finden so eine weite Verbreitung. Es gibt mittlerweile ganz viele Projekte, die sich der Dokumentation von solchen Erfahrungsberichten verschrieben haben. Es gibt Projekte, die sich auf die Aufzeichnung regionaler Erlebnisgeschichte konzentrieren, aber auch solche, die sich mit bestimmten Themen, wie Gefangenschaft im KZ oder DDR Geschichte, beschäftigen. Zeitzeugen Erlebnisse fungieren als kollektives Gedächtnis und stellen in den Mittelpunkt, was die Geschichte sonst ausblendet: Ganz persönliche Erlebnisse und Sichtweisen. Sie geben der großen Masse eine Möglichkeit, an der Geschichtsschreibung teilzunehmen.

Wo gibt es Zeitzeugen Erlebnisse? Zeitzeugen Erlebnisse

Zeitzeugen Erlebnisse kann jeder erzählen, denn jeder ist ein kleiner Teil in der Geschichte. Doch natürlich interessieren nicht die kleinen Widrigkeiten des Alltags von vorgestern, sondern jene Erzählungen von Menschen, die unter den schwierigen Verhältnissen des Krieges oder der DDR leben mussten. Wer also denkt, dass er seine Zeitzeugen Erlebnisse gerne mit anderen teilen möchte, der sollte an einem der vielen Projekte teilnehmen, die es derzeit zum Thema “persönliche Erfahrungsberichte” gibt. Diese Projekte stellen ihre Dokumentationen ins Internet, wo sie jeder Interessierte abrufen kann. Dort sind sie in Textform, als Audiodateien oder als Video abrufbar. Es ist sehr interessant, sich mit diesen Berichten zu beschäftigen, denn auf diese Weise erfährt man persönliche Erfahrungen, Meinungen und Strategien von Menschen, die in ihrem Leben schon einiges hinter sich haben. Wie gingen die Menschen mit den Entbehrungen und Verlusten des Krieges um, wie erlebten sie das Leben in zwei getrennten Ländern? Wer sich für Geschichte interessiert, der sollte sich unbedingt mit Zeitzeugen Erlebnissen beschäftigen.

 

Bildquelle: flickr, Malik_Braun

Homosexualität in der DDR

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. April 2012

Homosexualität in der DDR

Homosexualität in der DDR war damals natürlich genau so wie in der Bundesrepublik ein kritisches Thema. Doch wurde die Homosexualität in der DDR juristisch erstaunlicherweise viel eher emanzipiert als im Westen des Landes.

Im Dezember 1957 bestimmte das Strafrechtsergänzungsgesetz StEG die Nichtverfolgung von geringfügigen Straftaten. Dies betraf auch Homosexualität in der DDR. Ca. 10 Jahre später ersetzte der neue § 151 den 175er, der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte. Durch die gegen Homosexualität in der DDR gerichtete Sondergesetzgebung (§ 151) lag das Schutzalter für gleichgeschlechtliche Handlungen nun bei 18 Jahren. Im Westen hingegen existierte noch § 175 in seiner extremen Ausprägung. 1988 strich die Volkskammer der DDR § 151 StGB ersatzlos. Nun lag das Schutzalter von Homosexualität in der DDR wie bei Heterosexuellen bei 14 Jahren.

Staatliche Toleranz gegenüber Homosexualität in der DDR?

Die juristischen Lockerungen gegenüber Homosexualität in der DDR sollten darauf schließen lassen, dass die DDR Homosexuellen gegenüber sehr tolerant zu sein schien, aber in der Realität misstraute man offen homosexuellen Frauen und Männern. Toleranz von Homosexualität in der DDR schien eine reine Heuchelei zu sein, denn mit Hilfe einer Studie vom Magdeburger Theologen Eduard Stapel belegte der “Schwulenverband in Deutschland e. V.”, dass die Stasi Tausende auf “Rosa Listen” setzte und insbesondere Schwule schikanierte und kriminalisierte. Die Verfolgung der Personen auf der besagten Liste reichte von Berufsverbot bis zu Zwangseinweisung in psychiatrische Kliniken. Die Dokumentation “DDR unterm Regenbogen” zeigt diese unmenschliche Behandlung von Homosexuellen der DDR auf. Hier kommen vier Zeitzeugen zu Wort und berichten mit den unterschiedlichsten Lebensläufen über ihr Leben mit der Homosexualität in der DDR.

Der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität in der DDR

Homosexuelle der DDR waren genauso wie die der Bundesrepublik alltäglichen Diskriminierungen ausgesetzt. Jedoch gab es in der DDR schon einige Cafés, Restaurants und Diskotheken, die sich inoffiziell als Homosexuellen-Treffpunkte etabliert hatten. Viele Schwule trafen sich auch regelmäßig in Parks, wie zum Beispiel in Friedrichshain. Besonders die Künstlerszene in Ost-Berlin zog viele Schwule und Lesben an. So wuchs allmählich die Akzeptanz von Homosexualität in der DDR.

Zeitzeugen Erfahrung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 7. April 2012

Das Interesse an der Zeitzeugen Erfahrung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während sich die Geschichtsforschung bis zu den 1990er Jahren eher der Recherche und Aufarbeitung von Fakten widmete, rückte in neuerer Zeit Zeitzeugen Erfahrung in das Interessenblickfeld. Die Masse an Zeitzeugen Erfahrung ist ein wertvoller Beitrag für die Geschichtsschreibung, denn durch sie wird Geschichte erlebbar.

Zeitzeugen Erfahrung: Eigene Erlebnisse berichten

Zeitzeugen Erfahrung erfährt in der Öffentlichkeit immer mehr Aufmerksamkeit. Im TV gibt es viele Doku-Reihen, in denen Menschen von ihren persönlichen Erlebnissen berichten. Auch im Internet gibt es Portale, in denen Interessierte sich mit Zeitzeugen Erfahrung auseinander setzen können. Zeitzeugen Erfahrung spielt auch im Geschichtsunterricht eine immer wichtigere Rolle. Schulen laden zunehmend Zeitzeugen in ihren Unterricht ein, die den Schülern authentisch Geschichte schildern. Oftmals zeigen sich Schüler interessierter an geschichtlichen Themen, wenn sie ihnen anschaulich vermittelt werden. Die Arbeit mit Zeitzeugen Erfahrung kann da sehr hilfreich sein. Durch die persönlichen Erzählungen werden die Schüler emotional berührt und sind dann motivierter, sich mit den geschichtlichen Hintergründen zu beschäftigen. Auch im Internet wächst die Zahl der Portale, die sich mit Zeitzeugen Erfahrung beschäftigen.

Zeitzeugen Erfahrung: Wer kann Zeitzeuge werden?

Es ist gar nicht schwer, seine Erfahrung weiterzugeben. Die zahlreichen Portale sind immer auf der Suche nach neuen Erzählungen. Dabei sind es nicht die großen tragischen Erlebnisse, die gesucht werden, sondern die kleinen Schilderungen des alltäglichen Lebens. Es kann also jeder, der Lust hat, seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen, an einem entsprechenden Projekt teilnehmen. Sollten Sie also daran Interesse haben, selbst einmal Ihre Zeitzeugen Erfahrung zu berichten, dann suchen Sie unter den vielen Angeboten der Dokumentation einfach ein für Sie passendes aus. Sollten Sie allerdings mit Ihren Berichten ins Fernsehen wollen, dann ist es sehr hilfreich, wenn Sie mit einer bekannten Persönlichkeit entfernt verwandt sind, denn das wertet Ihre Zeitzeugen Erfahrung auf.

Jahrhundertbus 2012

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 1. April 2012

Der Jahrhundertbus 2012 des Projektes “Gedächtnis der Nation” steht in den Startlöchern. Im April beginnt die Tour vom Jahrhundertbus 2012 quer durch Deutschland. Nach der erfolgreichen Tour 2011 zum Thema “Leben im geteilten Deutschland”, hat sich der Jahrhundertbus 2012 einem neuen und noch sehr aktuellen Thema angenommen. Der Jahrhundertbus 2012 steht ganz im Zeichen der Migration mit dem Titel “Leben in der Neuen Heimat”.

Jahrhundertbus 2012 – “Leben in der Neuen Heimat”

Das diesjährige Thema des Projektes betrifft eine Vielzahl an Migranten. Der Jahrhundertbus 2012 macht dabei keinen Unterschied zwischen politischen Flüchtlingen aus dem Kosovo oder italienischen Gastarbeitern, die bereits seit über 50 Jahren in Deutschland leben. Jeder von ihnen ist gleichermaßen von der Thematik betroffen und hat dem Jahrhundertbus 2012 eine Geschichte zu erzählen. Doch nur selten kommen diese 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund zu Wort. Der Jahrhundertbus 2012 gibt ihnen nun die Möglichkeit dazu. Ihre Geschichte ist schließlich auch ein Teil unserer Geschichte. Durch den Jahrhundertbus 2012 sollen ihre Erinnerungen und Eindrücke festgehalten werden und dabei helfen zu vermitteln, wie es sich anfühlt, in einem fremden Land positiv empfangen zu werden und sich nach und nach heimisch zu fühlen. Die Zeitzeugen zeigen aber auch die Schattenseiten des Migrantendaseins auf und wie man mit Vorurteilen und Anfeindungen lernen kann umzugehen.

 JahrhuJahrhundertbus 2012ndertbus 2012 – Die Tour

Der Startschuss ist am 16. April 2012 in Mainz. Dann geht es am 23. April für fünf Tage hoch nach Frankfurt am Main. Schließlich geht es am letzten Tag des Monats weiter nach Offenbach am Main. Voraussichtlich ab dem 07. Mai 2012 bewegt sich das mobile Aufnahmestudio nach Wiesbaden. Im Anschluss geht die Tour am 14. Mai runter nach Darmstadt. Die letzte Station, die der Bus anfahren wird, ist die Stadt Gießen am 21. Mai. All diejenigen, die das Projekt “Gedächtnis der Nation” durch ihre Erinnerungen unterstützen möchten, um so der jungen Generation ein Stück Geschichte greifbar zu machen, können sich gerne auf der Webseite von “Gedächtnis der Nation” melden und an der Jahrhundertbus 2012 Tour teilnehmen.

Bildquelle: pragenturhamburg.de

DDR-Drama “Barbara” im Kino

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 15. March 2012

Seit dem 8. März ist der Kinofilm von Christian Petzold im Kino. In dem preisgekrönten DDR-Drama “Barbara” spielt u.a. Nina Hoss als Ärztin in der Hauptrolle. Bei der Berlinale erhielt das Drama für die Regie einen silbernen Bären. Der Film war “der” Lieblingsfilm des Festivals.

Inhalt des DDR-Drama “Barbara”

Der Film spielt im Jahr 1980. Eine junge Ärztin wird erst inhaftiert und dann von der Berliner Charité in die Provinz strafversetzt. Der Grund: Sie hatte einen Ausreiseantrag gestellt. Doch sie möchte nicht aufgeben und bereitet unter den Augen der Stasi ihre Republikflucht aus der DDR vor. Heimlich trifft sie einen Bekannten aus dem Westen, wenn dieser auf Geschäftsreise ist. Doch dann begegnet sie dem neuen Chef-Arzt André, der ihre gesamten Pläne durcheinander bringt.

DDR-Drama "Barbara" im Kino

Sie reagiert stolz und verschließt sich gegenüber anderen Menschen. Nur ein Mädchen, das seine Kindheit in mehreren Kinderheimen verbringen musste, ist die einzige Rettung und holt Barbara aus der Starre zurück. Doch Barbara kann niemanden vertrauen. Wer könnte der nächste Spitzel sein? Wer arbeitet mit der Stasi zusammen und versucht, sie zu bespitzeln?

Der Film “Barbara” ist authentisch und spiegelt persönliche Erfahrungen wieder. Er ermöglicht einen offenen Blick auf die Geschichte und vermeidet eine zu enge Ausrichtung.

Regie und Buch: Christian Petzold.
Kamera: Hans Fromm
Schnitt: Bettina Böhler
Szenenbild: K. D. Gruber.
U.a. mit: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock
Länge: 105 Minuten.

Foto: VivaoPictures von flickr

Gedächtnis der Nation Trailer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 10. March 2012

Gedächtnis der Nation Trailer

Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt einen guten Überblick für alle, die sich mit Zeitzeugen und der Vergangenheit der letzten Jahrzehnte näher beschäftigen möchte. Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt eine erste Vorstellung, welche Ziele sich das relativ neue Projekt gesetzt hat. Das neue Online-Portal wird im Gedächtnis der Nation Trailer detailliert beschrieben.

Gedächtnis der Nation Trailer bei Youtube

Der Gedächtnis der Nation Trailer lässt sich beispielsweise bei Youtube finden. Der Gedächtnis der Nation Trailer umfasst etwas über sieben Minuten und erläutert die genaueren Ziele des Projektes. Zudem erläutert er die Relevanz, die Erinnerungen an die deutsche Geschichte zu sichern. Den Gedächtnis der Nation Trailer finden Sie am Ende des Artikels.

Bei Youtube befindet sich ebenfalls ein ganzes Zeitzeugenportal zum Projekt. Die Nutzer haben dadurch die Möglichkeit, nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer sich anzuschauen, sondern aus einem großen Angebot von Zeitzeugeninterviews auszuwählen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer selbst eigene Videos erstellen und diese auf der Youtube-Plattform hochladen.

Gedächtnis der Nation Trailer “Jahrhundertbus”

Der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt den Jahrhundertbus, wie er sich auf die Reise durch Deutschland begibt und Zeitzeugen zu ihren Erfahrungen und persönlichen Geschichten befragt. Wie der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt, kann jeder den Mitarbeitern im Bus für ein Interview zur Verfügung stehen und sich von einer Kamera filmen lassen. Im Jahr 2011 hat der Bus bereits eine Tour durch eine Vielzahl an deutschen Städten zum Thema “Unterschiede im Leben von Ost und West” gemacht. Hierzu haben Menschen Alltagsgeschichten aus ihrer Zeit während der Teilung berichtet. Die Route für 2012 steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nach noch nicht bestätigten Angaben soll in diesem Jahr 2012 die erlebte Migration in Deutschland im Vordergrund der Aufnahmen und Interviews stehen.

Wer nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer anschauen möchte, kann selbst aktiv werden und einen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit leisten.

Bildquelle: www.pragenturhamburg.de

Zeitzeugen TV

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 4. March 2012

Zeitzeugen TV1989 wurde Zeitzeugen TV von Thomas Grimm gegründet und stellt bis heute Zeitzeugen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Literatur vor die Kamera. Zeitzeugen TV hat vorrangig Filme für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wie ARD, rbb, MDR, FAB und ORB, aber auch für Spiegel TV produziert.

Thomas Grimm und seine Arbeit bei “Zeitzeugen TV”

Mit etwa 2000 Menschen hat Thomas Grimm bei seiner Arbeit für “Zeitzeugen TV” gesprochen. Als Zeitzeugen hat er u.a. Willy Brandt, Jürgen Kuczynski, Käthe Reichel und Stefan Heym interviewt. Wenn verstorbene Zeitzeugen nicht mehr persönlich befragt werden konnten, griff er bisher im Interview für “Zeitzeugen TV” auf Personen zurück, die in Beziehung zum Zeitzeugen standen. Seine Art zu interviewen nennt er lächelnd “Biografie total”, da er nicht nur die historisch ereignisreichsten Situationen im Leben eines Menschen, sondern den gesamten Lebenslauf des Zeitzeugen nachvollziehen möchte. Thomas Grimm hat, um “Zeitzeugen TV” einen Sendeplatz im deutschen Fernsehen zu sichern, den Sender “Fernsehen aus Berlin” (FAB) mitgegründet. Von 1990 bis 2004 hat er auf dem FAB jede Woche seine Zeitzeugeninterviews gesendet.

Das Biografieportal von “Zeitzeugen TV”

Die Zeitzeugenreihe hat sich parallel zur Filmarbeit bei “Zeitzeugen TV” entwickelt. Es wurden mehr als 3.000 Stunden Zeitzeugengespräche des 20. Jahrhunderts aufgenommen. Zeitzeugen TV BiografieportalDieses riesige Archiv mit über 1000 Interviews und Selbstaussagen, sowie Lesungen ist im Internet leicht erreichbar. Es ermöglicht besonders leicht das Recherchieren bestimmter Persönlichkeiten.

Ein Teil des Portals ist kostenlos nutzbar, jedoch muss für den größten Teil der Zeitzeugnisse bei “Zeitzeugen TV” eine Nutzungsgebühr bezahlt werden. Jeder Film ist für 1,5 Minuten unentgeltlich verfügbar. Für weitere Ausschnitte ist der Erwerb eines Zeitkontingents notwendig (3 Euro für 120 Minuten bis 89 Euro für 12-mal 120 Minuten, optional ein Pauschalbetrag). Vollständig kostenlos verfügbar sind bei “Zeitzeugen TV” zudem alle Videos im Livestream und sieben Filme im “Aktuellen Programm”, die regelmäßig aktualisiert werden.

Jeder Zeitzeuge wird anhand einer eigenen, audiovisuellen Biografie porträtiert. Features der Seite sind, dass sie Webplayer-, Lexikon-, Recherche- und Shopfunktion umfasst. Zur Recherche lässt sich mithilfe einer Volltextsuche, zusätzlich über ein Personenverzeichnis (“Personen von A-Z”) und ein Sachregister (“Themen von A-Z”), nach Zeitzeugen und Themen suchen.

Zeitzeugen TV wird in Zukunft hoffentlich weitere wertvolle Beiträge zum Thema Zeitzeugen der deutschen Geschichte und dem Biografieportal liefern.

 

Foto 1: http://heatherbuckley.co.uk von flickr
Foto 2: me’nthedogs von flickr

Gedächtnis der Nation für Schulen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. February 2012

Gedächtnis der Nation für Schulen

“Was geht mich die Vergangenheit an? Damit habe ich nichts zu tun.”

Eine Aussage, die öfter von Jugendlichen zu vernehmen ist. Gedächtnis der Nation für Schulen – nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für den Unterricht  – bietet ein wunderbares Angebot, die Abneigung der Jugendlichen gegenüber den historischen Themen zu überwinden und ihre Neugierde zu wecken. Gedächtnis der Nation für Schulen wird vom Verband der Geschichtslehrer Deutschlands unterstützt, damit Gedächtnis der Nation für Schulen ein optimales Angebot für den Unterricht bieten kann.

Gedächtnis der Nation für Schulen – Möglichkeiten

Gedächtnis der Nation für Schulen bietet den Lehrern die Möglichkeit, Videoausschnitte von Befragungen in den Schulalltag einzubinden und analysieren zu lassen. Die Interviews lassen sich besonders gut als Einstieg in das Thema und zu kontroversen Diskussionen verwenden. Für Gedächtnis der Nation für Schulen hat der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands zusätzlich einen speziellen Fragebogen entwickelt. Zudem können die Schüler selbst aktiv werden und Erfahrungsberichte ihres privaten Umfeldes visuell festhalten, ins Netz stellen und so Gedächtnis der Nation für Schulen unterstützen.

Gedächtnis der Nation für Schulen – Fragebogen

Es wurde ein dreiseitiger Fragebogen von Gedächtnis der Nation für Schulen erstellt. Er enthält Impulsfragen zur Auswertung von Zeitzeugen-Interviews innerhalb der Oral History. Die vorgestellten Fragen lassen sich nicht für alle Befragungen gleich anwenden. Sie sollen von dem Lehrer der dargestellten Situation entsprechend ausgewählt werden. Die Unterscheidung erfolgt nach:

  • Art und Ablauf des Interviews
  • Erschwernis durch Vielzahl an Aspekten
  • Aufteilung der Aspekte innerhalb einer Gruppenarbeit
  • Besondere Bedeutung einzelner Aspekte
  • Beantwortung bestimmter Fragestellungen

Gedächtnis der Nation für Schulen gibt einige Fragestellungen vor, die dabei helfen sollen, den Befragten zu beurteilen. Sie umfassen u.a.:

  • Darstellungsweise, Sprachgewandtheit, Sprechtempo, Wortwahl, innere Anteilnahme, beabsichtigte Wirkung und Glaubwürdigkeit
  • Körperhaltung, Mimik und Gestik
  • Seriosität
  • Repräsentativität der Aussagen
  • Sichtweise des Zeitzeugen
  • Wertungen bei bestimmten Themen und Sachverhalten
  • Sachlichkeit /Emotionalität

Gedächtnis der Nation für Schulen stellt eine wunderbare Chance dar, Videos in den Unterricht zu integrieren und die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Damit Gedächtnis der Nation für Schulen zum Erfolg wird, ist es notwendig, dass die Möglichkeiten des Portals den Lehrern entsprechend vermittelt werden.

Bildquelle: www.pragenturhamburg.de

Lebt wohl, Genossen!

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 24. January 2012

© Brian Harris/Alamy Foto: ARTE France

“Lebt wohl, Genossen” erzählt die Geschichte des Untergangs der Sowjetdiktatur aus der Innensicht, zu Wort kommen einfache Arbeiter genauso wie ehemalige KP-Mitglieder oder Mitarbeiter des KGB” (arte.tv)

Mit “Lebt wohl, Genossen” hat arte eine sechsteilige Dokumentarfilmreihe produziert, die russische Zeitzeugen und Zeitzeugen der DDR interviewte und mit ihrer Hilfe das alte, ostdeutsche Regime nachfolgenden Generationen ein Stück näher bringen kann. Anlass ist das knapp 20-jährige Ende der Herrschaft der UdSSR und ihr Zusammenbruch.
Die Dokumentarreihe “Lebt wohl, Genossen” beginnt heute und wird am 30. Januar fortgesetzt.

Lebt wohl, Genossen – Der Titel und die Menschen
“Lebt wohl, Genossen”  kann als überlegt gewählter Titel gelten, da er die Tatsache einfängt, dass die damalige Weltmacht sich eher still und friedlich zurückzog, als mit einem großen und brutalen Knall oder bürgerfeindlichem Ringen verschwand. Angesichts der vorherigen Machthaber und ihrer Gewalt, der tyrannischen Strukturen und Mechanismen, der Unterdrückung und der ständigen Bekämpfung von Freiheitsforderungen und den Angriffen auf die Menschenwürde darf keine Nostalgie aufkommen.

Lebt wohl, Genossen – Zeitzeugen berichten

© Fonds France/URSS Foto: ARTE France

Zeitzeugen berichten davon, wie sie Widerstand leisteten, Untergrundaktionen organisierten oder Zwangstrennungen erlitten. Wie Menschen sich im politischen System der Sowjetunion zu recht finden müssen wird von Zeitzeugen berichtet. Das Ende des Ostblocks verlief dann jedoch unerwartet unblutig und erstaunlich rasch. Die persönliche Erklärung der Zeitzeugen für die Gründe des Zusammenbruchs,  die im Verlauf von “Lebt wohl, Genossen” dargestellt werden, wirft mehr Licht auf die Personen selbst, als die historischen Ereignisse wissenschaftlich zu beleuchten.
Die arte-Serie zeichnet nun die letzten 15 Jahre des Ost-Gebildes nach.

Lebt wohl, Genossen – Folgen 1 – 6

  1. Machtrausch (1975 -1979)
  2. Kriege (1980 – 1985)
  3. Hoffnung (1985 – 1987)
  4. Aufbruch (1988)
  5. Rebellion (1989)
  6. Kollaps  (1990 – 1991)

 

Die Vorpremiere von Teil 1 (“Lebt wohl, Genossen – Machtrausch”)

Sendeanstalt/Copyright - arte France


Gedächtnis der Nation – Verein

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 10. January 2012

Gedächtnis der Nation - Verein

Die Idee vom Verein Gedächtnis der Nation lässt sich bis ins Jahr 1998 zurückverfolgen. Schon zu diesem Zeitpunkt begab sich ein ZDF-Jahrhundertbus, wie heute der Jahrhundertbus für den Verein Gedächtnis der Nation, auf die Reise und Suche nach Zeitzeugen als Informationsquelle für ZDF-Dokumentationen. 6000 Interviews sind das Ergebnis dieser ersten Fahrt durch ganz Deutschland gewesen. Ein äußerst zufriedenstellendes Ergebnis, das die Idee zum Gründen des Vereins Gedächtnis der Nation ins Leben rief.

Gedächtnis der Nation – Initiatoren des Vereins

Bereits vor über vier Jahren, 2006, haben Guido Knopp und Hans-Ulrich Jürges sich die Realisierung des Projektes vorgenommen und die Gründung des Vereins “Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation” vorangetrieben. Im Dezember 2010 ist der gemeinnützige Verein schließlich gegründet worden. Der Vereinssitz liegt in Mainz.

Gedächtnis der Nation – Vereinsstruktur

Guido Knopp ist der Vorsitzende des Vereins Gedächtnis der Nation. Seit 1984 leitet er die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Er produzierte Fernsehserien wie “Hitlers Helfer” und die Reihe “100 Jahre”, eine Darstellung über das 20. Jahrhundert. Neben verschiedenen Auszeichnungen schaffte er es mit seinen Buchdokumentationen auf die Bestsellerliste.
Neben Guido Knopp ist Hans-Ulrich Jürgens der Vorsitzende im Verein. Seit 2007 ist Hans-Ulrich Jürgens Chefredakteur des Stern und Chefredakteur für Sonderaufgaben des Verlags Gruner + Jahr.
Der Vorstand wird durch die zwei stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Brauburger und Thomas Lindner ergänzt. Seit 1998 ist Stefan Brauburger stellvertretender Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Thomas Lindner ist seit 2009 Verlagsgeschaftsführer des Stern.

Die Vereinsredaktion

Der Historiker und Journalist Jörg von Bilavsky ist der Geschäftsführer vom Verein Gedächtnis der Nation. Zur Zeit leitet er zudem die Redaktion, die sich beim ZDF in Mainz befindet.

Als Redakteure sind Simone Gebel, Arnold Gralinski, Sonja Lüning und Dr. Jochen Voit tätig. Sie ordnen die Zeitzeugenberichte historisch ein und nutzen das Archivmaterial des ZDF und anderen Produktionsfirmen. Sie treten in Kontakt mit möglichen Zeitzeugen und überprüfen deren Glaubhaftigkeit. In Zeitzeugeninterviews werden diese Zeitzeugen dann  im Jahrhundertbus befragt.

Gedächtnis der Nation als Verein kann einen großen Beitrag zur Bewahrung der Geschichte und persönlicher Erinnerungen leisten. Durch die Einbindung von YouTube und die Internetpräsenz können sich auch junge Menschen angesprochen fühlen und es kann die Erhaltung dieser Arbeiten geleistet werden.

Bildquelle: www.pragenturhamburg.de


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