Deutsche Film AG

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 31. May 2013

Die Deutsche Film AG (DEFA) war ein volkseigenes Unternehmen, welches seinen Sitz in Potsdam-Babelsberg hatte. In relativ enger Zusammenarbeit mit der SED wurden hier vor allem Filme mit meinungsbildender Propaganda gedreht. Nach dem Anliegen Ihrer Gründer sollte die Deutsche Film AG helfen, die Demokratie in Deutschland wiederherzustellen und gleichzeitig faschistisches Gedankengut eliminieren, um die Deutschen zu sozialistischen Bürgern zu erziehen. Mit der Einführung des Fernsehens in der DDR erhielt die Deutsche Film AG ein zusätzliches Aufgabengebiet. Insgesamt entstanden durch die Deutsche Film AG etwa 3900 Filme in den Bereichen Spielfilm, Animationsfilm sowie Dokumentar- und Kurzfilm. Weiterhin wurden etwa 8000 Filme synchronisiert.

Gründung und Anfänge der Deutschen Film AG

Nachdem der zweite Weltkrieg beendet war, versuchten die sowjetischen Besatzer die Filmindustrie im Osten Deutschlands möglichst schnell wieder einsatzfähig zu machen. Bereits drei Wochen nach der Kapitulation der Wehrmacht wurden Lichtspielhäuser und Theater in Berlin wieder geöffnet. Ob die Deutsche Film AG zu diesem Zeitpunkt bereits geplant war, ist nicht bekannt. Unter dem Vorwand, der Bevölkerung eine angenehme Ablenkung und Freizeitbeschäftigung zu bieten, wurden hier nun verschiedenste, aus dem Russischen synchronisierte Filme mit Propagandahintergrund ausgestrahlt.

Der sowjetische Filmverleih Sojusintorgkino übernahm am 4. Juli 1945 alle Kinos der Universum Film AG, welche zuletzt unter der Regierung Hitlers eine ähnliche Aufgabe wie die zukünftige Deutsche Film AG innehatte und sorgte dafür, dass diese wieder nutzbar waren. Anschließend wurde von der SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) die gesamte Filmproduktion in der sowjetischen Besatzungszone reorganisiert. Darauf folgend beschlagnahmte die SMAD am 30. Oktober alle Vermögenswerte der Filmproduktion innerhalb ihres Besatzungsgebietes, um die alleinige Kontrolle über die Produktion zu haben. Am 17. Mai 1946 wurde die Deutsche Film AG als Deutsche Film GmbH i. Gr. in Potsdam-Babelsberg gegründet. Oberst Sergei Tjulpanow überreichte die Lizenz für die „Herstellung von Filmen aller Kategorien“ allerdings nicht für deren Vertrieb. Am 13. August 1946 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister mit einem Stammkapital von 20.000RM. Am 11. November 1947 wurde sie schließlich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und somit zur Deutschen Film AG. Das Stammkapital wurde nun von der VOB Zentrag übernommen und auf 10.000.000RM erhöht. Am selben Tag wurde von der SED die DEFA-Kommission gebildet, welche sowohl Rohschnitt als auch Endfassung der von der Deutschen Film AG gedrehten Filme zur Genehmigung vorgelegt werden mussten.

Die wichtigen Funktionsträger der Deutschen Film AG wurden genau von der SED überwacht und bereits bei geringem Verdacht wurden Inhaber von Führungspositionen kurzerhand ersetzt. Am 1. November 1948 erhielt die Deutsche Film AG die Rechte zum Verleihen eigener Filme zurück und der DEFA-Filmverleih wurde gegründet. Ab dem 1. Oktober des Folgejahres erschien die Betriebszeitung „DEFA-Blende“.

Deutscher Fernsehfunk

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 23. April 2013

Vom Fernsehzentrum zum deutschen Fernsehfunk

Am 11. Juli 1950 erfolgte der ersten Spatenstich für den Bau des Fernsehzentrums in Berlin-Adlershof. Am 20. Dezember 1951 begannen die ersten Sendeversuche, jedoch nicht für die Öffentlichkeit, da die ersten öffentlichen Fernsehgeräte erst ab Juli 1952 aufgestellt wurden. Am 21. Dezember 1952 startete das „öffentliche Versuchsprogramm“ mit zwei Sendestunden täglich nach 20:00 Uhr und gab damit den Startschuss für den deutschen Fernsehfunk. Ausgestrahlt wurde ein Grußwort und die Nachrichtensendung „Die Aktuelle Kamera“. Empfangen konnten dies in der DDR allerdings lediglich 60 Geräte. Bis 1955 wurde das Sendenetz des deutschen Fernsehfunks großflächig ausgebaut. Es gab drei Sendestudios und einen Übertragungswagen. Am 2. Januar 1956 beendet das Berliner Fernsehzentrum sein Versuchsprogramm und ab dem 3. Januar begann der deutsche Fernsehfunk (DFF) sein Programm.

Vom deutschen Fernsehfunk zum DDR-Fernsehen

Aus politischen Gründen hieß der Sender zu Beginn deutscher Fernsehfunk und nicht DDR-Fernsehen, da er das Fernsehen für ganz Deutschland sein wollte. Dieses Vorhaben schlug jedoch trotz grenznaher Sender fehl. Ende 1958 waren in der DDR über 300.000 Fernsehgeräte angemeldet, welche den deutschen Fernsehfunk empfangen konnten. Am 7. Oktober 1958 wurde das Vormittagsprogramm als Wiederholung für Spätarbeiter eingeführt und einen Tag später hatte der Abendgruß des Sandmännchens sein Debüt. Am 3. Oktober 1969 ging das 2. Programm des deutschen Fernsehfunks (DFF 2) auf Sendung. Dieses war erstmals in Farbe und leitete damit das Farbfernsehzeitalter beim deutschen Fernsehfunk ein. Durch das zweite Programm nahmen auch die Sendestunden sprunghaft zu. Produziert wurde in SECAM in bewusster Abweichung von westdeutschen PAL-System.

Jahr 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1988 1989
Sendestunden/Jahr 786 3007 3774 6.028 6.851 7.704 8.265 9.194 8.900
Durchschn. Sendestunden/Woche 15 58 73 116 132 148 159 177 171

Fernsehen der DDR

Am 11. Februar 1972 wurde der deutsche Fernsehfunk in „Fernsehen der DDR“ umbenannt. Quasi nach der Testphase mit dem deutschen Fernsehfunk entfaltete sich das Fernsehen nun endgültig zum vollwertigen politischen Werkzeug. Während dieser Zeit wurden einige neue Studios hinzugebaut und nach und nach die Abläufe optimiert. So gab es in den 70er noch eine Regie für zwei Studios, da man der Meinung war, dass nur in einem Studio produziert wird, während man im anderen die nächste Produktion vorbereitet. Auch die Technik entwickelte sich rasant weiter und wurde regelmäßig nachgerüstet. Zwar wurde bis 1989 immer noch in SECAM gesendet, allerdings war alles für einen Umstieg auf PAL ausgebaut.

Wendezeit und Abschaltung

Die politische Wende bedeutete für den deutschen Fernsehfunk erst einmal eine Entlastung. Vor allem über Politik konnte zunehmend freier berichtet werden und einige neue Programme gingen auf Sendung. Nach dem Rücktritt der SED-Parteispitze wurde der deutsche Fernsehfunk quasi komplett reformiert. Am 12. März 1990 wurde aus den Programmen DDR-F1 und DDR-F2 wieder DFF 1 und DFF 2. Nachdem bekannt wurde, dass Ost- und Westdeutschland wieder zusammengeführt werden, gestaltete sich das Fernsehprogramm regionaler und neue Korrespondentenbüros entstanden. Durch den Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 verlor der deutsche Rundfunk seine Eigenständigkeit wieder und musste laut Artikel 36 bis zum 31. Dezember 1991 vollständig aufgelöst werden. Der erste Teil der Abschaltung erfolgte am 15. Dezember 1990, bei dem das Erste Deutsche Fernsehen die Senderkette des DFF 1 übernahm. Die endgültige Abschaltung erfolgte schließlich um Mitternacht des 31. Dezembers 1991.

Bericht über den Berliner Mauerfall am 9. November 1989:

 

 

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-G0301-0001-009 / CC-BY-SA, Wikimedia Commons

DDR Schauspieler

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. April 2013

Mit der Erfindung des Fernsehens bildeten sich nach und nach auf  öffentlichen sowie privaten Sendern das Unterhaltungssprektrum aus. Schauspieler wurden nun für die Realisierung von Filmen gebraucht. Somit gab es auch in der DDR Schauspieler. Einige DDR Schauspieler haben es sogar nach der Wende zu schauspielerischem Erfolg in der Bundesrepublik Deutschland gebracht und sind zu Stars und Sternchen herangewachsen.

Bekannte DDR Schauspieler sind zum Beispiel:

  1. Ursula Karusseit spielte über 50 DFF (Deutscher Fernsehrundfunk) und DEFA(Deutsche Film AG) Filmen mit und war neben ihrer Tätigkeit als DDR Schauspielerin auch eine große Persönlichkeit des DDR Theaters.

  2. Manfred Krug war auch nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik ein beliebter DDR Schauspieler. Er erzielte vor allem als Serienschauspieler nach der Wende in Serien wie Tatort Erfolge.

  3. Der DDR Schauspieler Rolf Hoppe spielte in den DDR Indianerfilmen den Bösewicht Bashan. Hoppe bekam 1981 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film für die Rolle des Hermann Göring in Mephisto.

  4. Armin Mueller-Stahl hat es für einen ehemaligen DDR Schauspieler weit gebracht. Er hat es nach Hollywood geschafft und wurde 1997 für seine Rolle des David Helfgott in „Shine-der Weg ins Licht“ sogar für den Oscar nominiert.

  5. Der DDR Schauspieler Dieter Bellmann hat in vielen Folgen der Serie „Polizeiruf 110“ mitgespielt.

  6. Angelica Domröse wurde durch ihre Rolle bei „die Legende von Paul und Paula“ zu einer der berühmtesten DDR Schauspielerinnen.

  7. Der Ulrich Mühe war vor allem durch das Theater bekannt. Sein erfolgreichster Film nach der Wende war “Das Leben der Anderen”.

  8. Corinna Harfouch: Die DDR Schauspielerin trat nach der Wende vermehrt in großen Produktionen wie “Der Untergang” und “Das Parfüm” auf.

  9. Katrin Saß erlebte 2003 mit „Goodbye Lenin“ ihr Comeback. Seitdem spielt die Schauspielerin wieder mehrere Rollen in Film und Fernsehen.

  10. Als „Winnetou des Ostens“ wurde Gojok Mitic als DDR Pendant zu Pierre Briece gesehen, dessen Rolle Mitic bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg 1992 übernahm.

Die staatliche Filmgesellschaft der DDR „DEFA“ drehte insgesamt zwischen 1946 und 1990 mehr als 700 Spielfilme, 600 Fernsehfilme für den „Deutschen Fernsehfunk“ und 150 Kinderfilme, bei denen viele DDR Schauspieler zurecht zu ihrer Berühmtheit gekommen sind.

DDR Werbung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. November 2012

Wozu war es gut in der DDR Werbung zu machen? In der DDR gab es bekanntlich eine Planwirtschaft. Alle Waren wurden sorgfältig aufgeteilt, denn es sollte niemand zu viel und keiner zu wenig Produkte produzieren. Dennoch wurde das Kaufverhalten, wie alles in der DDR, auch versucht zu kontrollieren, indem es DDR Werbung gab.

DDR Werbung im Vergleich zur Werbung des Westens

Die DDR Werbung setzte, anders als die Werbung des Westens, nicht auf Sex-Appeal, denn sie war bunt und fröhlich und im äußersten Maße kindgerecht. Sogar Produkte für Erwachsene wurden durch lustige, fröhliche Comicfiguren angepriesen. Da gab es z.B. das Vogelmännchen Minol-Pirol, dass putzmunter über den Bildschirm hüpfte um den Sprit-Monopolisten VEB Mino anzupreisen. Auch andere Zeichentrickfiguren wie der Spezitex-Detektiv oder die Korbine Früchtchen waren in der DDR Werbung bekannt. Obendrein setzte man auf Reime, in denen die Figuren sprachen und sangen.

Doch wozu gab es in einer Planwirtschaft Werbung?

DDR Werbung in einer Planwirtschaft

Warum es in einer Planwirtschaft Werbung gab, lässt sich ganz einfach beantworten. In erster Linie wurden Produkte oftmals nicht in dem Maße verkauft, wie man es vorab spekuliert hatte. In diesen Fällen kam die Werbung ins Spiel, die man dafür benutze um die Menschen dazu zu bringen die Ladenhüter zu kaufen. Wurde z.B. Butter knapp, machte man Werbung für Margarine und die Knappheit eines Produktes sollte so weniger auffallen. Aber die Werbung wurde auch benutzt, um neu produzierte Ware anzupreisen und die Leute so zum Kauf zu animieren. Die DDR Werbung verfolgte also, wie jede Werbung, vor allem den Zweck die Menschen zu beeinflussen und zu manipulieren.

DDR Werbung /Heute

Leider gibt es heute nicht mehr so viele Überbleibsel der Werbung der DDR. Denn sie wurde nicht archiviert und aufgehoben. Jede Recherche darüber scheint somit ein mühseliges Unterfangen, was sehr schade ist, denn DDR Werbung ist nun einmal ein Stück Deutsche Geschichte.

DDR Filme

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 1. August 2012

DDR Filme sind ein interessantes Thema, da die SED ja auch Filme zensierte und viele westliche Filme gar keine Chance hatten, es in der DDR ins Kino zu schaffen. DDR Filme wurden von zwei verschiedenen Stellen produziert. Zum einen gab es die staatliche Filmfirma DEFA, welche 1946 unter dem Namen Deutsche Film AG ins Leben gerufen wurde. Das DEFA-Studio für Spielfilme drehte verschiedene Spielfilme, teilweise auch in Zusammenarbeit mit dem Fernsehen der DDR oder mit anderen sozialistischen Staaten. Die DEFA produzierte auch Filme und Serien, die für den Deutschen Fernsehfunk gedreht wurden und nur im DDR Fernsehen gezeigt wurden. Der Deutsche Fernsehfunk (DFF) war die andere Anstalt, die DDR Filme produzierte. Beide Firmen produzierten Spielfilme, die immer spannend und propagandistisch, manchmal aber auch lustig und unterhaltsam waren. Des Weiteren drehte die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, die HFF, eine kleine Anzahl DDR Filme.

Der erfolgreichste DDR Film

Es gab viele DDR Filme, doch „Die Geschichte vom kleinen Muck“ war der Erfolgreichste. Regisseur Wolfgang Staudte drehte diese Verfilmung eines Märchens 1953 in den Studios der DEFA. Die Handlung dieses DDR Films basiert auf dem Märchen „Der Kleine Muck“, welches von Willhelm Hauff geschrieben wurde. In dem Märchen geht es um einen kleinen Jungen der mit magischen Pantoffeln und Stock einen Kaufmann sucht, welcher Glück verkauft.
DDR Filme
DDR Filme satirischer Natur

Die DFA besaß eine Produktionsgruppe namens „Das Stacheltier“, welche zwischen 1953 und 1964 erst dem DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, dann dem Studio für Spielfilme angegliedert war. Dieses Kollektiv produzierte rund 275 satirisch-humoristische Spielfilme unterschiedlicher Länge, welche „Stacheltiere“ hießen. Die Filme zeigte die DDR in den 1950er Jahren zu festen Zeitpunkten vor der Wochenschau und vor den Hauptfilmen. Jede Episode begann mit dem „Stacheltier-Logo“, was dann untrennbar mit der Produktion verbunden war. Die einzige Produktion des Kollektivs in Spielfilmlänge war der Schwarzweißfilm „Der junge Engländer“ unter der Regie von Gottfried Kolditz, welcher 1958 als Stummfilm gedreht wurde. An den oft nur ein paar Minuten langen Episoden arbeiteten zahlreiche aus DDR Filmen bekannte Schauspieler und Regisseure mit, wie beispielsweise Rolf Ludwig oder Sabine Thalbach.

Bildquelle: Otto Normalverbraucher, Wikipedia

Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. June 2012

Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zeigt Zeitzeugen, die aus 100 Jahren Geschichte einiges an Erfahrung aus vergangener Zeit weiterzugeben haben. Durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial wird Geschichtsunterricht erlebbar gemacht. Insbesondere junge Menschen, die keinen großen Bezug zu manchen Teilen deutscher Geschichte haben, werden durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial näher an die Themen herangeführt. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial umfasst mittlerweile ein recht großes Archiv.

Das Archiv vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Das Archiv beinhaltet Zeitzeugenberichte von 100 Jahren deutscher Geschichte und anderen einschneidenden Ereignissen aus der Welt, wie zum Beispiel die des 11. Septembers. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial ist an einer Zeitleiste entlang chronologisch geordnet. Oben in der Navigationsleiste hat man zudem die Möglichkeit, zwischen bestimmten Ereignissen, wichtigen deutschen Geschichtsthemen und Jahrhundertzeitzeugen zu wählen. Die einzelnen Videos vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial sind mit einer eindeutigen Überschrift und einer erklärenden Unterüberschrift versehen. Wenn einem ein Thema aus dem Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zusagt, muss man nur auf den Play-Knopf drücken und schon geht das Video los. Darunter ist nochmal in kurzen Worten eine Beschreibung zu lesen.

Youtube Channel zum Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Über den Youtube Channel hat man ebenfalls die Möglichkeit, sich das vorhandene Filmmaterial anzuschauen. Es genießt hier einfach nur nicht eine solch geordnete Struktur wie auf der Mutterseite. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit, selber als Zeitzeuge tätig zu werden, sich selbst zu filmen und das fertige Video hochzuladen. Damit das ganze auch inhaltlich seriös bleibt, überprüfen Experten alle Videos auf korrekte geschichtliche und ethische Inhalte. Besonders schön am Gedächtnis der Nation – Youtube Channel ist natürlich die Kommentarfunktion, dass man also in den direkten Diskurs gehen kann. Außerdem wird diese Plattform von vielen jungen Menschen besucht, sodass sie das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial hier auch viel besser erreichen können.

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

DDR Fernsehen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 5. June 2012

Das DDR Fernsehen spielte als Massenmedium im Osten eine herausragende Rolle. Durch das DDR Fernsehen wollte der Saat seine Propaganda für die DDR betreiben. So stand das DDR Fernsehen und das Fernsehen der BRD sowohl bei der Bevölkerung, als auch bei den Fronten des Kalten Krieges im Mittelpunkt des Interesses. Sowohl West als auch Ost kämpfte um die Gunst der Zuschauer. Das DDR Fernsehen war demnach auch ein Staatsfernsehen.

Anfänge und Entwicklungen vom DDR Fernsehen

DDR FernsehenDie Regierung beschloss im März 1950 den Aufbau vom DDR Fernsehen bzw. des Fernsehfunks. Zu Beginn handelte es sich dabei um den DFF, „Deutscher Fernsehfunk“, bis es letztlich am 11.02.1972 zur Umbenennung in „Fernsehen der DDR“ kam. Grund für den anfangs gewählten Titel war, dass das DDR Fernsehen bis in die 70er eigentlich noch als das Fernsehen für ganz Deutschland gelten wollte. Letztlich besaß zu Beginn noch kaum ein DDR-Bürger einen Fernseher. Schließlich kostete er im Schnitt 3500€ bei einem monatlichem Durchschnittsgehalt von 300€. Ab dem 21. Dezember 1952 startete das Programm vom DDR Fernsehen mit 2 Stunden täglich ab 20Uhr. Ganze 60 Geräte in Berlin waren dazu empfangsbereit. Um mehr Bürger zu erreichen, wurde das DDR Fernsehen Sendenetz schnell ausgebaut. Anfang 1956 endete letztlich das Versuchsprogramm und der DFF startete sein Programm. Ende 1958 waren bereits 300.00 Fernsehgeräte in der DDR angemeldet. Im selben Jahr DDR Fernsehen - schwarz-weißwurde das Vormittagsprogramm für Spätarbeiter als Wiederholung des Vortages eingeführt. 1969 kam es zur Einführung des Farbfernsehens und mit ihm des DFF 2. So kam es zur Programmausweitung und Ausdehnung der Sendestunden. Natürlich stand insbesondere die Nachrichtenberichtserstattung unter der Kontrolle der SED, sodass nichts Negatives aus der DDR berichtet werden durfte.

Eine Lockerung im DDR Fernsehen vollzog sich von 1989 bis 1990 der Wendezeit. Das bedeutete gleichermaßen eine Lösung von der Staatsmacht. So konnte, insbesondere in politischen Angelegenheiten, freier berichtet werden. Des Weiteren entstanden zahlreiche weitere Sendungen. Anfangs wurden Massenflucht und Proteste kaum erwähnt, doch das änderte sich schlagartig. Am 30. Oktober wurde letztlich die Propaganda-Sendung „der schwarze Kanal“ eingestellt. Im Februar 1990 wurde das DDR Fernsehen zu einer politisch unabhängigen Sendeanstalt erklärt.

Bild 1: flickr, teezeh
Bild 2: flickr, Fernando D. Ramirez

Gedächtnis der Nation

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. May 2012

Gedächtnis der Nation ist ein Verein, der 2006 von den Initiatoren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründet wurde. Gedächtnis der Nation soll Zeitzeugenberichte in Bezug auf die bedeutende Geschichte Deutschlands für zukünftige Generationen zugänglich machen. Gedächtnis der Nation sieht die filmische Aufbereitung von Zeitzeugenerinnerungen als durchaus bedeutsame, gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe. Das Projektteam von Gedächtnis der Nation ist dafür zuständig, die Geschichten historisch einzuordnen und neue Geschichten hinzuzufügen. Mit dem Jahrhundertbus, einem mobilen Filmstudio, reist das Team von Gedächtnis der Nation durch Deutschland, um neue Zeitzeugenberichte einzufangen. Das Team besteht aus Historikern, Kommunikationswissenschaftlern und Journalisten.

 

Volles Maß an Interaktivität bei Gedächtnis der Nation

Gedächtnis der NationDa es sich bei Gedächtnis der Nation um Zeitzeugen handelt, die ihre persönlichen Erlebnisse aus der Zeit der Nachwelt bereitstellen und somit auch die Geschichte etwas greifbarer zu machen, steht der Verein natürlich auch für große Interaktivität. So bieten sich viele Möglichkeiten, sich dem Verein Gedächtnis der Nation zuzuwenden und vor allem, sich selbst Gehör zu verschaffen. So gibt es neben dem Jahrhundertbus einen eigenen Youtube Channel, der zum einen erlaubt, sich Zeitzeugenberichte anzusehen und zum anderen Bürger dazu anregen soll, eigene Zeitzeugeninterviews mit z.B. Familienmitgliedern zu produzieren. Zudem hat Gedächtnis der Nation ein digitales Museum geschaffen, wo sich jeder Interessierte umsonst ein großes und gut strukturiertes Archiv an Zeitzeugenberichten anschauen kann.

 

Bedeutende Ereignisse für das Gedächtnis der Nation

Ein geschichtliches und überaus wichtiges Ereignis, das der Verein mit einbringt, sind das Leben und der Völkermord im Dritten Reich. Das Thema DDR unter der Führung Honeckers, sowie der Mauerbau und Mauerfall sind ebenfalls sehr bedeutsam für die deutsche Geschichte und somit auch für den Verein. Die europäische Integration Deutschlands, die Währungsreform und das aktuelle Thema der Jahrhundertbus 2012 Tour „Leben in der neuen Heimat“ sind ebenfalls bedeutungsträchtige Geschichtsschreibungen Deutschlands und somit auch ein Teil von Gedächtnis der Nation.

Bild: flickr, LeonArts.at

Gedächtnis der Nation – Youtube Channel

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. April 2012

Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel hat das Ziel, Geschichten von Zeitzeugen öffentlich zugänglich zu machen. Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel eignet sich besonders gut für junge Menschen, da viele von ihnen diese Plattform mehrmals täglich aufsuchen. Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel kommt durch die Zusammenarbeit von ZDF, Stern, Robert-Bosch-Stiftung, Google, Gruner+Jahr, Daimler und Bertelsmann zustande. Alle Zeitzeugeninterviews sind in dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel gesammelt. Um mehr Übersichtlichkeit im Archiv bieten zu können, hat die Mutterseite eine ergänzende Videothek bereitgestellt.

Der Jahrhundertbus sammelt Geschichten für Gedächtnis der Nation – Youtube Channel

Ein Bus in Sonderanfertigung reist einmal im Jahr quer durch Deutschland, um möglichst viele Interviews für den Gedächtnis der Nation – Youtube Channel einfangen zu können. Der Bus hat ein integriertes Aufnahmestudio, wo die Videos direkt abgedreht werden und im Anschluss auf den Gedächtnis der Nation – Youtube Channeln hochgeladen werden. Im April diesen Jahres startet der Bus mit dem Thema “Leben in der neuen Heimat” und will möglichst vielen Migranten die Möglichkeit geben, ihre Geschichte an Andere weitergeben zu können.

Mitmachen beim Gedächtnis der Nation – Youtube Channel                                         Gedächtnis der Nation - Youtube Channel                                            

Jeder, der seine spannenden Erfahrungen aus der deutschen Geschichte mit Anderen teilen möchte, hat die Möglichkeit, den GdN-Bus zu besuchen und sich dort interviewen zu lassen oder er filmt sich selbst und lädt das Video im Anschluss hoch. Die besonders jungen Leute können gerne auch Oma oder Opa interviewen und deren Zeitzeugenberichte mit Anderen teilen, sofern beide dazu einwilligen. Aus Schutz vor Geschichtsfälschungen werden die eingestellten Videos täglich von einer Redaktion überprüft. Durch das Projekt wird eine multiperspektivische Darstellung der Geschichte geschaffen. Um gerade jüngeren Menschen, die immer weniger Bezug zu der deutschen Geschichte haben, an die Vergangenheit heranzuführen, eignet sich der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel geradezu perfekt.

 

 

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters


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