Stalin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. November 2012

Josef Stalin wurde am 18. Dezember 1878 in Gori, im Russischen Kaiserreich geboren. Er verstarb am 5. März 1953 in der Nähe von Moskau, in der Sowjetunion. Stalin war ein Politiker der Sowjetunion und ein Diktator. Geboren wurde er unter dem Namen Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili. 1912 legte er sich den Namen Stalin zu, damit die Ziele seiner Bewegung besser mit ihm in Verbindung gebracht werden. Stalin bedeutet wohl „der Stählerne“. Ab 1922 hatte er das Amt des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion inne. 1941 wurde er Vorsitzender des Rates der Volkskommissare. Von 1946 an hatte der Politiker den Vorsitz des UdSSR-Ministerrates inne. Zwischen 1941 und 1945 besetzte er den Posten des Obersten Befehlshabers der Roten Armee. In der KPdSU fanden zahlreiche Auseinandersetzungen statt, bei denen Stalin die Oberhand behielt und somit diese Positionen bis zum Ableben inne hatte.


Die Regierung Stalins

Als er an der Macht war, baute Stalin eine totalitäre Diktatur auf. Unter dem Titel der politischen „Säuberungen“ veranlasste er die Verhaftung vieler angeblicher und wahrhaftiger Gegenspieler. Manche mussten öffentliche oder verdeckte Prozesse erdulden. Diese endeten für sie entweder mit Zwangsarbeit oder mit der Hinrichtung. Des Weiteren veranlasste er den Abtransport von Millionen Sowjetbürgern und auch großen Teilen von Völkern der besetzten Länder in Strafarbeitslager, die Gulags. In diesen Lagern fanden viele Deportierte den Tod, sei es durch seine Leute oder aufgrund der entsetzlichen Bedingungen in den Lagern. Der Diktator arbeitete intensiv an der Kollektivierung der Landwirtschaft, was in der Ukraine und in anderen Gebieten der Sowjetunion zu Hungersnöten führte. Rund sechs Millionen Menschen starben infolgedessen. Jedoch wird ihm die Industrialisierung der Sowjetunion positiv angerechnet. Er wandelte die UdSSR von einem rückständigen Bauernstaat zu einer Weltmacht im Besitz von Atomwaffen. Da die UdSSR zuerst ein einflussreicher Partner des Nazi-Deutschlands im Rahmen des Hitler-Stalin-Paktes war und danach mit den Alliierten kooperierte, konnte der Diktator den Ablauf des Zweiten Weltkrieges, sowie was mit Europa nach dem Krieg geschah, massiv beeinflussen. Seine Regierung, sowie seine Auslegung von Marxismus und Leninismus benennt der Begriff Stalinismus. In den Ländern der früheren UdSSR, wo er sich über Jahre hinweg verehren ließ, bewundern viele Stalin noch immer.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-R80329 / CC-BY-SA; Wikimedia Commons

Konrad Adenauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. October 2012

Konrad Adenauer, mit vollem Namen Konrad Hermann Joseph Adenauer, war ein deutscher Politiker. Er wurde am 5. Januar 1876 in Köln geboren und starb am 19. April 1967 in Rhöndorf, einem Stadtteil von Bad Honnef. Konrad Adenauer fungierte zwischen 1949 und 1963 als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1951 und 1955 hatte Konrad Adenauer zusätzlich als Erster den Posten des Bundesministers des Auswärtigen inne.

Der Politiker Konrad Adenauer

Schon zu Zeiten des deutschen Kaiserreichs, wie auch in der Zeit der Weimarer Republik, verfolgte Konrad Adenauer eine Karriere in der Politik, die weitreichende Anerkennung fand. Studiert hatte er eigentlich Jura. In seiner Eigenschaft als Mitglied der katholischen Zentrumspartei war Konrad Adenauer Teil des Preußischen Herrenhauses. Ein weiterer Punkt in seiner politischen Karriere war seine Zeit als Oberbürgermeister der Stadt Köln. Von 1920 bis 1933 bekleidete er das Amt des Präsidenten des preußischen Staatsrates. In dieser Funktion setzte er sich besonders für die Anliegen des Rheinlandes ein, zu welchem er sein Leben lang eine enge Beziehung besaß. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden ihm die Ämter, die er inne hatte, entzogen und er wurde sogar temporär in einem Gefängnis festgehalten.

Konrad Adenauers Wirken

Wenn man die Liste der CDU-Begründer betrachtet, darf er auf keinen Fall fehlen, da er von Gründung bis 1966 auch der Vorsitzende der Partei war. Des Weiteren war er Vorsitzender des Parlamentarischen Rates. In dieser Funktion und als erster Bundeskanzler, sowie als Außenminister Deutschlands, wirkte der Politiker auf eine ganze Ära ein. Als er das Amt des Bundeskanzlers antrat, war er bereits 73. Sein Alter hinderte ihn jedoch nicht daran, einiges zu bewegen. Dem Politiker gelang es, dass Bonn zur Bundeshauptstadt erklärt wurde. Er war das Sinnbild einer Politik die darauf abzielte, Deutschland politisch, wirtschaftlich und militärisch in die Vereinigung der westeuropäischen Staaten und der USA einzugliedern. Zudem verfolgte er eine Politik, die eine enge Zusammenarbeit Europas anstrebte. Als ein Vertreter der sozialen Marktwirtschaft war Konrad Adenauers Innen- und Außenpolitik von Antikommunismus geprägt.

Bildquelle: Katherine Young, Bundesarchiv, B 145 Bild-F078072-0004; Wikimedia Commons

Willy Brandt

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. October 2012

Willy Brandt wurde am 18. Dezember 1913 in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm in schlichte Verhältnisse geboren. Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992 in Unkel bei Bonn. Willy Brandt war ein sozialdemokratischer Politiker aus Deutschland. Schon als Jugendlicher erlebte er die Arbeiterbewegung mit und wWilly Brandturde daraufhin politisch aktiv. Da er sich bereits in jungen Jahren am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligte, musste er ins norwegische Exil gehen. Auch im Exil gab er den Widerstand gegen das Hitler-Regime jedoch nicht auf.

Willy Brandts Rückkehr aus Skandinavien

Als der Zweite Weltkrieg vorüber war, kam Willy Brandt in die Bundesrepublik zurück. Er wollte dabei mithelfen, die Demokratie wieder herzustellen. Willy Brandt war von 1957 bis 1966 Bürgermeister von Berlin. In seine Amtszeit fiel dabei vor allem der Mauerbau. In diesem Zusammenhang erlangte er globale Berühmtheit dafür, dass er die Freiheit West-Berlins schützte. Von 1966 bis 1969 hatte er dann das Amt des Außenministers und das des Stellvertretendenen Bundeskanzlers unter Kiesinger inne.

Willy Brandt als Bundeskanzler

Zwischen 1969 und 1974 war er der vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seine Ostpolitik, welche Entspannung und Ausgleich mit den Ländern Osteuropas anstrebte, wurde 1971 sogar mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Die Länder im Osten, welche viel Leid durch die Herrschaft Hitlers hatten erfahren müssen, wurden beschwichtigt. Die Einheit der Nation wurde im geteilten Deutschland durch den Kanzler konserviert. Seine Innen- und Gesellschaftspolitik stand unter dem Leitmotto, mehr Demokratie in Deutschland einzuführen. Infolge dieser Politik kam es zu einer Liberalisierung der Gesellschaft; mehr Bürger wurden politisch aktiv. Von 1964 bis 1987 hatte er zudem den Vorsitz der SPD inne. Präsident der Sozialistischen Internationale war er von 1976 bis 1992. Nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler verfolgte Willy Brandt weiterhin das Ziel des Friedens in der Welt, die Bewahrung von Demokratie und Menschenrechten, sowie eine faire Zusammenarbeit zwischen den reichen und armen Ländern.

Bildquelle: Engelbert Reineke, Bundesarchiv, B 145 Bild-F057884-0009; Wikimedia Commons

 

Politiker der Nachkriegszeit in der BRD und im Westen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 17. October 2012

Wichtige Politiker der Nachkriegszeit waren in der BRD und im Westen Konrad Adenauer, Willy Brandt, Winston Churchill, Charles de Gaulle, John F. Kennedy, Helmut Kohl, Ronald Reagan und Helmut Schmidt.

Konrad Adenauer

Konrad Adenauer war ein deutscher Politiker. Er lebte von 1876 bis 1967. Er fungierte zwischen 1949 und 1963 als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1951 und 1955 hatte Konrad Adenauer zusätzlich als Erster den Posten des Bundesministers des Auswärtigen inne.

Willy Brandt

Der sozialdemokratische Politiker Willy Brandt lebte von 1913 bis 1992. Da er sich bereits in jungen Jahren in Deutschland am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligte, musste er ins norwegische Exil gehen, wo er den Widerstand jedoch nicht aufgab.

Winston Churchill

Sir Winston Churchill lebte von 1874 bis 1965. Er war zweimal Premierminister von Großbritannien und führte das Land durch den Zweiten Weltkrieg. Er gilt als der bedeutendste britische Politiker des 20. Jahrhunderts.

Charles de Gaulle

Charles de Gaulle lebte von 1890 bis 1970. Er war ein französischer Staatsmann, der im Zweiten Weltkrieg den Widerstand des „Freien Frankreich“ gegen die deutsche Besatzung führte. Die französische Politik wurde durch seine Ideologie des Gaullismus beeinflusst.

John F. Kennedy

John F. Kennedy lebte von 1917 bis 1963. Er war der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von 1961 bis 1963 und somit der jüngste US-Präsident aller Zeiten. Kennedy gehörte den Demokraten an.

Helmut Kohl

Helmut Kohl wurde 1930 in Ludwigshafen geboren. Der frühere CDU-Politiker hatte zwischen 1969 und 1976 das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz inne. Er war zudem von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler Deutschlands. Zwischen 1973 und 1998 hatte er den CDU-Bundesvorsitz inne.

Ronald Reagan

Ronald Reagan lebte von 1911 bis 2004. Der Republikaner Reagan war von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er spielte auch in verschiedenen Filmen mit. Von 1967 bis 1975 hatte er das Amt des kalifornischen Gouverneurs inne. 1981 gewann Ronald Reagan die Wahl zum Präsidenten gegen den demokratischen Amtsinhaber Jimmy Carter.

Helmut Schmidt

Der SPD-Politiker Helmut Schmidt wurde 1918 geboren. Er war von 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1967 und 1969 hatte er den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion inne. Von 1969 bis 1972 war er Verteidigungsminister. Von 1972 bis 1974 war er Bundesminister der Finanzen.

Helmut Schmidt

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 8. October 2012

Helmut Schmidt, geboren am 23. Dezember 1918 in Hamburg, ist ein Politiker in Deutschland, welcher der SPD angehört. Helmut Schmidt war von 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1961 hatte Helmut Schmidt das Amt des SenatorsHelmut Schmidt der Polizeibehörde in Hamburg inne. In diesem Zusammenhang wurde Helmut Schmidt aufgrund seiner Tätigkeit als Krisenmanager im Kontext der Sturmflut 1962 sehr bekannt. Zwischen 1967 und 1969 hatte Helmut Schmidt den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion inne. Von 1969 bis 1972 war er Verteidigungsminister. 1972 hatte er das Amt des Bundesministers für Wirtschaft und Finanzen inne, bis 1974 dann das Amt des Bundesministers der Finanzen. Als kurz vor Ablauf seiner Zeit als Bundeskanzler der Koalitionspartner FDP nicht mehr mit regierte, übernahm Helmut Schmidt temporär die Leitung des Außenministeriums. Helmut Schmidt half zudem 1952 bei der Gründung des deutsch-amerikanischen Netzwerkes „Atlantik-Brücke“. Seit 1983 gehört er zu den Herausgebern der Wochenzeitung Die Zeit.

Helmut Schmidt als Bundeskanzler

Nachdem Willy Brandt zurückgetreten war, wurde Helmut Schmidt am 16. Mai 1974 zum Bundeskanzler gewählt. Die schwierigsten Entscheidungen hatte er in dieser Funktion im Bezug auf die globale Wirtschaftsrezession und die Ölkrise der 1970er zu treffen. Beide Krisen durchlief Deutschland damals besser als die Mehrzahl der anderen Industrieländer. Weiterhin fielen die Frage der Rentenfinanzierung 1976/77, sowie der RAF-Terrorismus in seine Amtszeit. Die Tatsache, dass er sich früh zu Verhandlungen mit den Terroristen entschloss, empfand er im Nachhinein als falsch. Daraufhin zeigte er sich sehr hart, woraufhin ihn Familien der Opfer stark kritisierten. Mit dem befreundeten französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing arbeitete er an den deutsch-französischen Beziehungen und trieb die europäische Integration voran. Des Weiteren half er bei der Gründung des Europäischen Rates und führte mit Giscard das europäische Währungssystem ein, was später zu der Gründung der Europäischen Union und der Einführung des Euros führte. 1977 schlug er vor, was sehr umstritten war, in Europa Mittelstreckenraketen zu installieren, um sich gegen die Raketen der UdSSR zu schützen, was er aber mit einem Angebot an die UdSSR verknüpfte, beidseitig auf die Waffen zu verzichten. 1982 brach die Koalition mit der FDP aufgrund von unterschiedlichen Ansichten in Wirtschafts- und Sozialpolitik zusammen. Nach dem Rücktritt der FDP-Minister leitete Helmut Schmidt die Regierungsgeschäfte alleine, bis im Oktober durch ein Misstrauensvotum Helmut Kohl zu seinem Nachfolger bestimmt wurde.

Bildquelle: Demme, Dieter Deutsches Bundesarchiv, Bild 183-P0730-033; Wikimedia Commons

Politiker der Nachkriegszeit in der DDR und der Sowjetunion

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 7. September 2012

WPolitiker der Nachkriegszeit in der DDR und der Sowjetunionichtige Politiker der Nachkriegszeit waren in der DDR und der Sowjetunion Joachim Gauck, Michail Gorbatschow, Erich Honecker, Lenin, Karl Marx, Stalin und Walter Ulbricht.

Joachim Gauck

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Bis zum Mauerbau nutzte er die Möglichkeit, sich öfters in West-Berlin oder gar in Paris aufzuhalten. Er entschied sich für ein Theologiestudium, da er zum Einen um den philosophischen Erkenntnisgewinn bemüht war, zum Anderen da er nach Argumenten gegen den Marxismus-Leninismus suchte.

Michail Gorbatschow

Michail Gorbatschow wurde 1931 geboren. Er ist ein russischer Politiker, der von März 1985 bis August 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU war. Von März 1990 bis Dezember 1991 war er zudem Präsident der UdSSR. Mit seiner Politik namens Glasnost und Perestroika begann das Ende des Kalten Krieges, wofür er mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde.

Erich Honecker

Erich Honecker war ein deutscher Politiker. Er war Kommunist und bis kurz vor dem Zusammenbruch der DDR Staatsratsvorsitzender. Honecker lebte von 1912 bis 1994.

Lenin

Lenin lebte von1870 bis 1924. Er war zu Lebzeiten ein kommunistischer Politiker und Theoretiker des Marxismus. Er wird als Gründer der Sowjetunion betrachtet. Er arbeitete im Untergrund mit den marxistischen Sozialdemokraten auf eine kommunistische Revolution in Russland hin.

Karl Marx

Karl Marx lebte von 1818 bis 1883. Karl Marx war Philosoph, Nationalökonom, Gesellschaftstheoretiker, Politik-Journalist und Hauptakteur der Arbeiterbewegung. Zudem kritisierte er die bürgerliche Gesellschaft in seinen Schriften. Gemeinsam mit Friedrich Engels erlangte er Bekanntheit als der Theoretiker für Sozialismus und Kommunismus mit dem größten Einfluss. Die Marxschen Theorien sind auch heute noch der Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Stalin

Josef Stalin lebte von 1878 bis 1953. Stalin war ein Politiker der Sowjetunion und ein Diktator. Ab 1922 hatte er das Amt des Generalsekretärs des Zentralkomitees der KPdSU inne. 1941 wurde er Vorsitzender des Rates der Volkskommissare. Von 1946 an hatte der Politiker den Vorsitz des UdSSR-Ministerrates inne. Zwischen 1941 und 1945 besetzte er den Posten des Obersten Befehlshabers der Roten Armee.

Walter Ulbricht

Walter Ulbricht lebte von 1893 bis 1973. Von 1949 bis er 1971 entmachtet wurde, war er der wichtigste Politiker in der DDR. Während er an der Macht war wurde die DDR zu einem sozialistischen Staat.

Karl Marx

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 28. August 2012

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren und verstarb am 14. März 1883 in London. Karl Marx gehörte seit 1845 keinem Staat mehr an. Karl Marx war Philosoph, Nationalökonom, Gesellschaftstheoretiker, Politik-Journalist und Hauptakteur der Arbeiterbewegung. Zudem kritisierte er die bürgerliche Gesellschaft in seinen Schriften. Gemeinsam mit Friedrich Engels erlangte Karl Marx Bekanntheit als der Theoretiker für Sozialismus und Kommunismus mit dem größten Einfluss. Die Marxschen Theorien sind auch heute noch der Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Die Theorie des Karl MarxKarl Marx

Die Kommunismustheorien von Karl Marx hatten starken Einfluss auf die globalen Arbeiterbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert. Damit sind Ereignisse in Russland, Deutschland, Lateinamerika und Ostasien gemeint. Die Volkswirtschaft sieht ihn zudem als Nationalökonomen. Zusätzlich wirkte er aber auch in der Philosophie, den Geisteswissenschaften und den Sozialwissenschaften. Die Philosophie Hegels beeinflusste ihn sehr. Hegel war der Urheber einer idealistischen, teleologischen Geschichtsphilosophie. Marx entwickelte seine philosophische Position durch intensive Diskussionen innerhalb einer Strömung der Hegel-Schüler. Wie Hegel nimmt auch er an, dass die Geschichte einer gewissen Grundregel folgt. Für ihn entstammt diese den materiellen, sozialen Gegebenheiten und Disputen zwischen Gesellschaftsmitgliedern. Karl Marx probiert, Feuerbachs Materialismus mit Hegels Dialektik zu kombinieren: durch den Kampf des Menschen gegen die Natur und der Klassen untereinander wurde die Geschichte vorangetrieben.

Karl Marx in der DDR

Für die DDR wurde er zu einer Leitfigur in Sachen Politik und Weltbild. Mehrere Denkmäler wurden in seinem Andenken gebaut. Zwischen 1953 und 1990 trug Chemnitz sogar seinen Namen, heute noch gibt es dort ein bekanntes Monument von ihm. Auch in Berlin gibt es eine Statue des Philosophen. Sein Konterfei zierte sogar den 100-Mark-Schein der DDR. In der Deutschen Demokratischen Republik verkaufte die Deutsche Post zwischen 1949 und 1983 mehrere Briefmarken mit ihm als Motiv. Auch trug die Universität der Stadt Leipzig früher seinen Namen. 1983 feierte die DDR sogar als Jahr im Namen des Kommunismus-Theoretikers, was intensive Propaganda beinhaltete. Des Weiteren besaßen viele Städte eine Straße die nach ihm benannt war. Schließlich gab es noch den Orden mit dem Namen von Karl Marx, welcher die größte Ehrung der Deutschen Demokratischen Republik darstellte.

Lenin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. August 2012

Lenin hieß eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow. Lenin wurde am 22. April 1870 in Simbirsk geboren und verstarb am 21. Januar 1924 in der Nähe Moskaus. Lenin war zu Lebzeiten ein kommunistischer Politiker und Theoretiker des Marxismus. Er wird als Gründer der Sowjetunion betrachtet. Infolge der Ermordung seines Bruders im Zusammenhang mit der Planung eines Attentats auf den russischen Zar begLeninann Lenin, mit den marxistischen Sozialdemokraten zusammenzuarbeiten. Er arbeitete im Untergrund auf eine kommunistische Revolution in Russland hin. Dies hatte zur Folge, dass er wiederholte Male das Land verlassen musste; meist ging er in die Schweiz. 1903 rief Lenin die Bolschewiki ins Leben, eine Fraktion in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands. Die Bolschewiki sollten sich in der Zukunft zur Kommunistischen Partei Russlands entwickeln.

Sturz des Zars

1917 entthronte eine bürgerliche Revolution den Zar in Russland. Die darauf folgende Regierung befürwortete Russlands Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Daraufhin gelangten die Bolschewiki unter Uljanows Leitung durch die Oktoberrevolution an die Regierung. Die Bolschewiki erzwangen die Auflösung der verfassungsgebenden Versammlung und limitierten die Freiheit der Meinung. Im anschließenden Bürgerkrieg eroberten sie das Gros der Landmassen des ehemaligen Russischen Reiches. Mit Hilfe des Roten Terrors konnten sie die Weißen Armeen und andere gegnerische Gruppierungen besiegen. Kurz vor Kriegsende 1922 fand die Gründung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken durch die Partei von Lenin statt. Als dies geschah, war sein Gesundheitszustand bereits sehr schlecht. Als er dann 1924 starb, balsamierte man seine Leiche ein und bahrte sie in einem Mausoleum nahe des Kremls auf. Danach hoben Stalinisten hervor, wie wichtig er für die Sowjetunion und den Kommunismus in Moskau war. Für die Linken ist seine Rolle jedoch bis heute nicht klar umrissen. Manche betrachten ihn als begabten Theoretiker, der den Marxismus durch seine eigenen Überlegungen, den Leninismus, bedeutend veränderte. Infolge seines Ablebens erstellte man die neue Ideologie des Marxismus-Leninismus. Auf der anderen Seite finden sich in Lenins Wirken Missachtungen der Menschenrechte, dogmatische Tendenzen und Strömungen gegen die Demokratie, welche heutigen Sozialismuskonzepten entgegenstehen.

Helmut Kohl

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. August 2012

Helmut Kohl, mit vollem Namen Helmut Josef Michael Kohl, wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Helmut Kohl ist ein früherer CDU-Politiker. Zwischen 1969 und 1976 hatte Helmut Kohl das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz inne. Helmut Kohl war zudem von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler Deutschlands. Zwischen 1973 und 1998 hatte Helmut Kohl den Bundesvorsitz seiner Partei inne, bis 2000 den Ehrenvorsitz.

Gescheiterte Kanzlerkandidatur

Im Rahmen seiner Funktion als CDU-Vorsitzender strukturierte Helmut Kohl seine, in der Opposition agierende, Partei neu. 1976 erzielte Helmut Kohl bei seiner Kanzlerkandidatur ein hervorragendes Wahlergebnis, unterlag jedoch dem Kabinett von Helmut Schmidt. Er legte danach das Amt als Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident nieder und führte die Opposition im Deutschen Bundestag an. Dort lieferte er sich lebhafte Diskussionen mit dem CSU-Vorsitzenden und bayrischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß. Beide wollten die Union in der Opposition anführen. 1980 kandidierte Helmut Kohl nicht erneut, dafür aber Strauß, nachdem Kohl erfolglos versucht hatte, einen anderen Kandidaten durchzusetzen. Obwohl er nicht glaubte, dass Strauß die Wahl gewinnen könnte, half er ihm beim Wahlkampf mit großem Einsatz. 1980 fuhr Strauß dann allerdings nur wenige Stimmen ein und beschränkte sich danach auf seine Ministerpräsidentschaft.

Kohl als BundeskanzlerHelmut Kohl

Strauß fuhr danach einen rechten Kurs, während Helmut Kohl die Mitte erreichen wollte und die mit der SPD koalierende FDP für sich gewinnen wollte. 1982 verhalf ihm dann eine CDU/CSU-FDP-Koalition ins Bundeskanzleramt. Er ließ verlauten, er wolle Leistung mehr in das Zentrum rücken. Er investierte viel in die europäische Integration sowie die Wiedervereinigung Deutschlands. Abgesehen davon blieb er der Linie seiner Partei treu. Er modellierte die Wiedervereinigung 1989/90 prägend mit. Kontrovers diskutiert wurde er allerdings nach der CDU-Spendenaffäre, welche ihn den CDU-Ehrenvorsitz kostete. Helmut Kohl hatte für die CDU Spenden in großer Höhe entgegengenommen, deren Quellen jedoch gesetzeswidrig nicht veröffentlicht.

Bildquelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F074398-0021 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA,Wikipedia

Ronald Reagan

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. August 2012

Ronald Reagan als Präsident der USA

Ronald Reagan war von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Ronald Reagan gehörte der Republikanischen Partei an und spielte auch in verschiedenen Filmen mit. Von 1967 bis 1975 hatte Ronald Reagan das Amt des kalifornischen GRonald Reaganouverneurs inne. 1981 gewann Ronald Reagan die Wahl zum amerikanischen Präsidenten gegen den Amtsinhaber aus der Demokratischen Partei, Jimmy Carter. Seit langem erhielten zudem die Republikaner erstmals wieder eine Mehrheit im Senat. Ronald Reagan senkte die Einkommenssteuer um 30 Prozent und setzte sich für die amerikanische Familie als Ideal, sowie für die Freiheit ein. Trotz seines Alters erfreute er sich besonders bei jungen Wählern großer Beliebtheit. Er lebte von 1911 bis 2004.

Ronald Reagans Außenpolitik

Seine Außenpolitik fußte auf dem Konzept des Antikommunismus. Er wollte die amerikanische Freiheit und Demokratie in die Welt tragen. Er suchte die Konfrontation mit der Sowjetunion, sowohl ideologisch als auch militärisch. Zudem engagierte sich Ronald Reagan sehr gegen den Einfluss von Sowjetunion und Kommunismus auf Entwicklungsländer. Er beendete die Entspannungspolitik mit dem Argument, die USA müsse mit dem Waffenarsenal der Sowjetunion gleichziehen. In der Folge suchte Ronald Reagan in den Entwicklungsländern die Kooperation mit Regierungen, die sich den Kampf gegen den Kommunismus auf die Fahnen schrieben, darunter fanden sich auch einige Militärdiktaturen. Dies geschah in El Salvador z.B. trotz Widerständen aus dem eigenen Land und dem Ausland. Der dortige Massenmord an Regierungsgegnern wurde von Ronald Reagan als weniger gravierend dargestellt. Unter dem Vorwand, den Kommunismus in Südamerika einzudämmen, bekämpften seine Leute während seiner Regierungszeit die Nicaraguanische Regierung, wofür sie sogar vom Internationalen Gerichtshof verurteilt wurden. Die USA weigerten sich jedoch, das Urteil zu akzeptieren. 1983 fand durch die USA eine Besetzung der Insel Grenada mit der Begründung statt, Kuba hätte eine Invasion der Insel geplant. Die UN verurteilte dies als schweren Verstoß gegen internationale Gesetze.

Die zweite Amtszeit

1984 wurde Ronald Reagan in seinem Amt klar bestätigt. 1986 führte er dann Verhandlungen zur Abrüstung mit dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow. Diese waren jedoch erst 1987 von Erfolg gekrönt; es wurde der INF-Vertrag abgeschlossen, der das Abbauen der Mittelstreckenraketen beider Nationen in Europa festlegte. Im Juni des selben Jahres hielt Ronald Reagan Gorbatschow in einer Rede vor den Sperranlagen der Berliner Mauer am Brandenburger Tor dazu an, die Mauer abzureißen. Dies sicherte ihm 1992 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin. 1988 übernahm sein Vizepräsident, George Bush, nach dem Wahlsieg das Präsidentenamt von Ronald Reagan.


NewGrunge |
bottom