Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. June 2012

Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zeigt Zeitzeugen, die aus 100 Jahren Geschichte einiges an Erfahrung aus vergangener Zeit weiterzugeben haben. Durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial wird Geschichtsunterricht erlebbar gemacht. Insbesondere junge Menschen, die keinen großen Bezug zu manchen Teilen deutscher Geschichte haben, werden durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial näher an die Themen herangeführt. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial umfasst mittlerweile ein recht großes Archiv.

Das Archiv vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Das Archiv beinhaltet Zeitzeugenberichte von 100 Jahren deutscher Geschichte und anderen einschneidenden Ereignissen aus der Welt, wie zum Beispiel die des 11. Septembers. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial ist an einer Zeitleiste entlang chronologisch geordnet. Oben in der Navigationsleiste hat man zudem die Möglichkeit, zwischen bestimmten Ereignissen, wichtigen deutschen Geschichtsthemen und Jahrhundertzeitzeugen zu wählen. Die einzelnen Videos vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial sind mit einer eindeutigen Überschrift und einer erklärenden Unterüberschrift versehen. Wenn einem ein Thema aus dem Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zusagt, muss man nur auf den Play-Knopf drücken und schon geht das Video los. Darunter ist nochmal in kurzen Worten eine Beschreibung zu lesen.

Youtube Channel zum Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Über den Youtube Channel hat man ebenfalls die Möglichkeit, sich das vorhandene Filmmaterial anzuschauen. Es genießt hier einfach nur nicht eine solch geordnete Struktur wie auf der Mutterseite. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit, selber als Zeitzeuge tätig zu werden, sich selbst zu filmen und das fertige Video hochzuladen. Damit das ganze auch inhaltlich seriös bleibt, überprüfen Experten alle Videos auf korrekte geschichtliche und ethische Inhalte. Besonders schön am Gedächtnis der Nation – Youtube Channel ist natürlich die Kommentarfunktion, dass man also in den direkten Diskurs gehen kann. Außerdem wird diese Plattform von vielen jungen Menschen besucht, sodass sie das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial hier auch viel besser erreichen können.

Oral History Schule

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. June 2012

Die Oral History Schule ist eine wichtige Methode zur Rekonstruktion von Geschichte durch Zeitzeugenberichte. Damit dieser Bericht zu einer repräsentativen Quelle der Oral History Schule zählen kann, muss das Interview mit den Zeitzeugen durchaus gut geplant sein. So gibt es feste Regeln für die Oral History Schule, die es einzuhalten gilt. Das Gespräch mit dem Zeitzeugen soll ihn und seine Erzählungen möglichst nicht beeinflussen. Daher muss der Interviewer laut der Oral History Schule zum Beispiel die Balance zwischen neutraler Nüchternheit und natürlichem Mitgefühl meistern.

Die Oral History Schule in der Schule

Oral History SchuleDas Interesse der Jugendlichen für geschichtliche Themen kann durch die Oral History Schule geweckt werden. Denn insbesondere junge Menschen haben keinen direkten Bezug zur Geschichte, fühlen sich davon nicht betroffen und sind demnach häufig stark desinteressiert. Indem Zeitzeugen von ihren Erfahrungen berichten, wird Geschichte etwas Greifbares, fast erlebbares. Außerdem lernen die Schüler durch die Oral History Schule, Respekt und Achtung vor den Älteren zu haben und gewissen Vorurteile ihnen gegenüber abzubauen. Zudem bietet es den großen Vorteil, dass die Schüler direkte Fragen stellen können und ebenso direkte Antworten erwarten dürfen. So werden die Jugendlichen auch aktiv in den Prozess der Oral History Schule einbezogen und sind nicht nur Rezipienten von Quellenmaterial. Dazu gehört natürlich, wie bei allen Zeitzeugeninterviews, das Vorbereiten eines Fragenkatalogs dazu. Im Anschluss muss das Material verschriftlicht und mit Hilfe von fundierten Quellen ausgewertet werden.

Was Schüler durch die Oral History Schule lernen können

Die Schüler lernen, im Hinblick auf eine historische Frage Zeitzeugen zu suchen und auszuwählen. Sie erlernen, wie man Interview-Leitfäden baut und in sachgemäße, sowie personenbezogene Unterfragen gliedert. Sie erfahren, wie man Erzähltes richtig dokumentiert, ordnet, zusammenfasst und systematisiert. Letztlich lernen sie, wie man das Material analysiert und auf Schlüssigkeit und Wahrscheinlichkeit hin prüft. Dazu lernen sie, Zeitzeugenberichte zu vergleichen und Übereinstimmungen, sowie Widersprüche zu erkennen. Im Grunde lernen sie den gesamten Prozess der Oral History Schule einmal kennen.

Bild: flickr, herr.g

Berliner Mauer Zeitzeugen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. June 2012

Berliner Mauer Zeitzeugen haben extreme Situationen erlebt oder mitverfolgt. Berliner Mauer Zeitzeugen sahen, wie Menschen erfolgreich flohen, waren selbst Flüchtlinge oder mussten miterleben, wie andere an den Folgen der Fluchtversuche ums Leben kamen. Einige unter den Berliner Mauer Zeitzeugen können uns noch etwas aus der Zeit erzählen und machen das Thema für diejenigen, die es nicht miterlebt haben, erfahrbar und vor allem greifbar. Schließlich sind viele von uns unter der selbstverständlichen Voraussetzung der Freiheit groß geworden.

Berliner Mauer Zeitzeugen und der GdN-Jahrhundertbus 2011

Berliner Mauer ZeitzeugenDer Jahrhundertbus 2011 reiste letztes Jahr durch Deutschland, um Berliner Mauer Zeitzeugen für sich zu gewinnen und sie zu interviewen. Das Projekt war sehr erfolgreich, sodass es einige interessante Videos von Berliner Mauer Zeitzeugen auf dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel anzusehen gibt. Alternativ findet man die Videos auch gut strukturiert auf der Internetseite von dem Projekt, Gedächtnis der Nation. Die Berliner Mauer Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Entstehung der Berliner Mauer, dem Leben im Osten und letztlich von dem Fall der Mauer.

Problematik durch die letzten Berliner Mauer Zeitzeugen

Berliner Mauer Zeitzeugen - alte DameIn ca. 50 Jahren wird es wohl die letzten Zeitzeugen der Berliner Mauer geben. Problematisch ist, dass sich die eigenen Erinnerungen mit Erzählungen Anderer immer mehr vermischen werden. An manches, was man gar nicht erlebt hat, wird man meinen, sich erinnern zu können. Zudem neigt man dazu, sich nur große und besondere Ereignisse, wie den Mauerfall, zu merken und vergisst weniger dramatische Momente. Das Bild von der eigenen Person wird grundsätzlich positiver dargestellt, als es vielleicht der Fall gewesen ist. Somit wird die eigene Rolle auch überschätzt und weniger Positives wird vergessen bzw. verdrängt. Das wird die professionelle Arbeit mit Zeitzeugenberichten in der Zukunft eher erschweren, sodass das heutige Material der Berliner Mauer Zeitzeugen das wohl bedeutsamere darstellt.

Bild 1: flickr, Malik_Braun
Bild 2: flickr, architekt2

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

Gedächtnis der Nation

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. May 2012

Gedächtnis der Nation ist ein Verein, der 2006 von den Initiatoren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründet wurde. Gedächtnis der Nation soll Zeitzeugenberichte in Bezug auf die bedeutende Geschichte Deutschlands für zukünftige Generationen zugänglich machen. Gedächtnis der Nation sieht die filmische Aufbereitung von Zeitzeugenerinnerungen als durchaus bedeutsame, gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe. Das Projektteam von Gedächtnis der Nation ist dafür zuständig, die Geschichten historisch einzuordnen und neue Geschichten hinzuzufügen. Mit dem Jahrhundertbus, einem mobilen Filmstudio, reist das Team von Gedächtnis der Nation durch Deutschland, um neue Zeitzeugenberichte einzufangen. Das Team besteht aus Historikern, Kommunikationswissenschaftlern und Journalisten.

 

Volles Maß an Interaktivität bei Gedächtnis der Nation

Gedächtnis der NationDa es sich bei Gedächtnis der Nation um Zeitzeugen handelt, die ihre persönlichen Erlebnisse aus der Zeit der Nachwelt bereitstellen und somit auch die Geschichte etwas greifbarer zu machen, steht der Verein natürlich auch für große Interaktivität. So bieten sich viele Möglichkeiten, sich dem Verein Gedächtnis der Nation zuzuwenden und vor allem, sich selbst Gehör zu verschaffen. So gibt es neben dem Jahrhundertbus einen eigenen Youtube Channel, der zum einen erlaubt, sich Zeitzeugenberichte anzusehen und zum anderen Bürger dazu anregen soll, eigene Zeitzeugeninterviews mit z.B. Familienmitgliedern zu produzieren. Zudem hat Gedächtnis der Nation ein digitales Museum geschaffen, wo sich jeder Interessierte umsonst ein großes und gut strukturiertes Archiv an Zeitzeugenberichten anschauen kann.

 

Bedeutende Ereignisse für das Gedächtnis der Nation

Ein geschichtliches und überaus wichtiges Ereignis, das der Verein mit einbringt, sind das Leben und der Völkermord im Dritten Reich. Das Thema DDR unter der Führung Honeckers, sowie der Mauerbau und Mauerfall sind ebenfalls sehr bedeutsam für die deutsche Geschichte und somit auch für den Verein. Die europäische Integration Deutschlands, die Währungsreform und das aktuelle Thema der Jahrhundertbus 2012 Tour „Leben in der neuen Heimat“ sind ebenfalls bedeutungsträchtige Geschichtsschreibungen Deutschlands und somit auch ein Teil von Gedächtnis der Nation.

Bild: flickr, LeonArts.at

Gedächtnis der Nation – Youtube Channel

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. April 2012

Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel hat das Ziel, Geschichten von Zeitzeugen öffentlich zugänglich zu machen. Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel eignet sich besonders gut für junge Menschen, da viele von ihnen diese Plattform mehrmals täglich aufsuchen. Der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel kommt durch die Zusammenarbeit von ZDF, Stern, Robert-Bosch-Stiftung, Google, Gruner+Jahr, Daimler und Bertelsmann zustande. Alle Zeitzeugeninterviews sind in dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel gesammelt. Um mehr Übersichtlichkeit im Archiv bieten zu können, hat die Mutterseite eine ergänzende Videothek bereitgestellt.

Der Jahrhundertbus sammelt Geschichten für Gedächtnis der Nation – Youtube Channel

Ein Bus in Sonderanfertigung reist einmal im Jahr quer durch Deutschland, um möglichst viele Interviews für den Gedächtnis der Nation – Youtube Channel einfangen zu können. Der Bus hat ein integriertes Aufnahmestudio, wo die Videos direkt abgedreht werden und im Anschluss auf den Gedächtnis der Nation – Youtube Channeln hochgeladen werden. Im April diesen Jahres startet der Bus mit dem Thema “Leben in der neuen Heimat” und will möglichst vielen Migranten die Möglichkeit geben, ihre Geschichte an Andere weitergeben zu können.

Mitmachen beim Gedächtnis der Nation – Youtube Channel                                         Gedächtnis der Nation - Youtube Channel                                            

Jeder, der seine spannenden Erfahrungen aus der deutschen Geschichte mit Anderen teilen möchte, hat die Möglichkeit, den GdN-Bus zu besuchen und sich dort interviewen zu lassen oder er filmt sich selbst und lädt das Video im Anschluss hoch. Die besonders jungen Leute können gerne auch Oma oder Opa interviewen und deren Zeitzeugenberichte mit Anderen teilen, sofern beide dazu einwilligen. Aus Schutz vor Geschichtsfälschungen werden die eingestellten Videos täglich von einer Redaktion überprüft. Durch das Projekt wird eine multiperspektivische Darstellung der Geschichte geschaffen. Um gerade jüngeren Menschen, die immer weniger Bezug zu der deutschen Geschichte haben, an die Vergangenheit heranzuführen, eignet sich der Gedächtnis der Nation – Youtube Channel geradezu perfekt.

 

 

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

Zeitzeugen Erlebnisse

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 24. April 2012

Zeitzeugen Erlebnisse können für die nachfolgenden Generationen sehr lehrreich sein. Denn Zeitzeugen Erlebnisse berichten vom ganz persönlichen Alltag der Betroffenen. Während in Geschichtsbücher nur Fakten geschildert werden, schildern Zeitzeugen Erlebnisse authentisches Leben. Das Aufzeichnen der Zeitzeugen Erlebnisse hat in den letzten Jahren stark zugenommen, weshalb es schon eine beachtliche Anzahl gibt.

Zeitzeugen Erlebnisse sind lebendige Geschichten

Zeitzeugen Erlebnisse berühren durch ihre hohe Emotionalität. Dank der modernen Medien sind Zeitzeugen Erlebnisse einfach zugänglich und finden so eine weite Verbreitung. Es gibt mittlerweile ganz viele Projekte, die sich der Dokumentation von solchen Erfahrungsberichten verschrieben haben. Es gibt Projekte, die sich auf die Aufzeichnung regionaler Erlebnisgeschichte konzentrieren, aber auch solche, die sich mit bestimmten Themen, wie Gefangenschaft im KZ oder DDR Geschichte, beschäftigen. Zeitzeugen Erlebnisse fungieren als kollektives Gedächtnis und stellen in den Mittelpunkt, was die Geschichte sonst ausblendet: Ganz persönliche Erlebnisse und Sichtweisen. Sie geben der großen Masse eine Möglichkeit, an der Geschichtsschreibung teilzunehmen.

Wo gibt es Zeitzeugen Erlebnisse? Zeitzeugen Erlebnisse

Zeitzeugen Erlebnisse kann jeder erzählen, denn jeder ist ein kleiner Teil in der Geschichte. Doch natürlich interessieren nicht die kleinen Widrigkeiten des Alltags von vorgestern, sondern jene Erzählungen von Menschen, die unter den schwierigen Verhältnissen des Krieges oder der DDR leben mussten. Wer also denkt, dass er seine Zeitzeugen Erlebnisse gerne mit anderen teilen möchte, der sollte an einem der vielen Projekte teilnehmen, die es derzeit zum Thema “persönliche Erfahrungsberichte” gibt. Diese Projekte stellen ihre Dokumentationen ins Internet, wo sie jeder Interessierte abrufen kann. Dort sind sie in Textform, als Audiodateien oder als Video abrufbar. Es ist sehr interessant, sich mit diesen Berichten zu beschäftigen, denn auf diese Weise erfährt man persönliche Erfahrungen, Meinungen und Strategien von Menschen, die in ihrem Leben schon einiges hinter sich haben. Wie gingen die Menschen mit den Entbehrungen und Verlusten des Krieges um, wie erlebten sie das Leben in zwei getrennten Ländern? Wer sich für Geschichte interessiert, der sollte sich unbedingt mit Zeitzeugen Erlebnissen beschäftigen.

 

Bildquelle: flickr, Malik_Braun

Zeitzeugenforschung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 13. April 2012

Zeitzeugenforschung

Zeitzeugenforschung meint in der Fachsprache Oral History. Die Zeitzeugenforschung steht für eine Erarbeitung   der Geschichte durch Zeitzeugen. Somit stehen in der Zeitzeugenforschung insbesondere ältere Menschen im    Fokus, die sich an geschichtsträchtige Ereignisse der Vergangenheit erinnern können, weil sie diese direkt   miterlebt haben. In der Zeitzeugenforschung tritt der Zeitzeuge mit einem Interviewer in den Dialog. Dieser bereitet sich professionell auf das Gespräch vor, zeichnet während des Interviews die gesprochenen Worte auf und interpretiert im Anschluss die Erlebnisse mit Hilfe von ergänzenden Quellen.

 Fortwährende Problemfelder der Zeitzeugenforschung

Insbesondere durch die Medien und einer Vielzahl von Zeitzeugenberichten besteht für die Zeitzeugenforschung die       Gefahr eines “kollektiven Gedächtnisses”. Dabei vermischen sich Erlebnisse und Erinnerungen von Zeitzeugen mit anderen Zeitzeugenberichten. Das kann die Aussagekraft dieser Quellen für die Zeitzeugenforschung stark gefährden. Zudem wird das Erlebte auch durch den Dialog mit dem Interviewer geformt. Zeigt der Interviewer der Zeitzeugenforschung zum Beispiel zu viel oder zu wenig Mitgefühl, so kann es dazu führen, dass der Zeitzeuge noch emotionaler von seinen Erlebnis berichtet, Fakten hinzu dichtet oder Wichtiges weg lässt. Generell ist diese Forschungsmethode vielen Kritiken unterworfen, zum Beispiel, dass Zeitzeugenberichte keine richtigen Quellen seien. Dennoch stellen Zeitzeugen nach wie vor wichtige Quellen zur Rekonstruktion historischer Ereignisse dar.

Projekte der Zeitzeugenforschung

Die Shoah Foundation entstammt der Feder Steven Spielbergs. Sie dient der Erinnerung an die Shoah – im Deutschen auch als Holocaust bekannt – durch eine Sammlung von möglichst vielen Zeitzeugenberichten. Das Projekt ist somit als Archivierung der Erlebnisse von Zeitzeugen zu betrachten.
Das Projekt Archimob (Archives de la mobilisation) ist ebenfalls ein Projekt in Bezug auf den zweiten Weltkrieg. Der gleichnamige Verein sammelte zwischen 1991-2001 Zeugnisse über die Schweiz während des Krieges. Insgesamt wurden es 555 Videointerviews. In der Schweiz stellt es das größte Projekt der Zeitzeugenforschung dar.

Bildquelle: flickr, architekt2

Oral History Methode

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. April 2012

Die Oral History Methode stellt eine Wissenschaft dar, die auf der Befragung von Zeitzeugen beruht. Bei der Methode geht es letztlich darum, Menschen dazu aufzufordern, ihre Geschichte systematisch an bestimmte Personen weiterzugeben. Mit der Oral History Methode Geschichte zu erforschen besteht im Grunde aus einem Dialog der Zeitzeugen und ihrem Interviewer. Die Oral History Methode wird seit 1960 praktiziert und von Historikern, Ethologen, Soziologen und anderen Fachleuten genutzt.

Die Oral History Methode in der Praxis

Die Voraussetzungen der Oral History Methode:

  • möglichst genaue Festlegung des Oberthemas
  • Umfangreiches Vorwissen
  • Klarheit über den Zweck des Interviews

 

Die Oral History Methode und die Kontaktgestaltung: Aufrufe in lokaler Presse

  • Anfragen bei Vereinen, politischen Organisationen u. anderen Institutionen
  • Anfragen bei Zeitzeugenbörsen
  • Kontakt durch Mittler oder direkt per Brief/Telefon
  • eventuelle Vorgespräche, um Vertrauen und erste Informationen zu gewinnen

 

Hilfsmittel und Medien der Oral History Methode:

  • Professionelles Aufnahmegerät
  • Fotoapparat oder Videokamera
  • vorab notierte Leitfragen
  • evtl. Werkstatt-Tagebuch, um unmittelbar nach Gespräch Eindrücke festzuhalten

 

Durchführung des Interviews in der Oral History Methode:

  • Rücksicht auf Alltagsgewohnheiten nehmen
  • Auf Aufnahmegerät hinweisen und über Zweck informieren
  • mit Eisbrecherfragen bzw. möglichst unkomplizierteren Fragen anfangen
  • Leitfaden als Erinnerungsstütze, aber Fragen spontan einfließen lassen
  • bei emotionalen Themen Anteilnahme selbstverständlich
  • Fotos und andere Materialien als Erinnerungshilfen
  • eigene Meinung zurücknehmen

 

Auswertung bei der Oral History Methode:

  • Text sichern und transkribieren
  • Abgleichen der strittigen Fakten aus dem Gespräch mit anderen Quellen
  • evtl. Mehrfachinterview, da Fragen beim Transkribieren aufkommen können
  • erhobenes Material für Forschung nutzen und gegebenenfalls publizieren
  • Rückmeldung an Zeitzeugen über Stand des Projektes

 

Kritik an der Oral History Methode

Der Methode wird nachgesagt, dass sie eine linke Forschungsmethode sei, die dafür stände, Partei für die “kleinen Leute” zu ergreifen und aus keinen echten Quellen bestände. Es seien viel mehr Rekonstruktionen aus heutiger Sicht und weniger Erinnerungen aus der damaligen Zeit. So werden die Kommunikationsprodukte durch beide Kommunikationspartner geformt. Daher ist es besonders wichtig, dass der Interviewer bei der Oral History Methode sehr aufmerksam vorgeht und das gesprochene Wort kritisch überprüft.

Zeitzeugen Erfahrung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 7. April 2012

Das Interesse an der Zeitzeugen Erfahrung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während sich die Geschichtsforschung bis zu den 1990er Jahren eher der Recherche und Aufarbeitung von Fakten widmete, rückte in neuerer Zeit Zeitzeugen Erfahrung in das Interessenblickfeld. Die Masse an Zeitzeugen Erfahrung ist ein wertvoller Beitrag für die Geschichtsschreibung, denn durch sie wird Geschichte erlebbar.

Zeitzeugen Erfahrung: Eigene Erlebnisse berichten

Zeitzeugen Erfahrung erfährt in der Öffentlichkeit immer mehr Aufmerksamkeit. Im TV gibt es viele Doku-Reihen, in denen Menschen von ihren persönlichen Erlebnissen berichten. Auch im Internet gibt es Portale, in denen Interessierte sich mit Zeitzeugen Erfahrung auseinander setzen können. Zeitzeugen Erfahrung spielt auch im Geschichtsunterricht eine immer wichtigere Rolle. Schulen laden zunehmend Zeitzeugen in ihren Unterricht ein, die den Schülern authentisch Geschichte schildern. Oftmals zeigen sich Schüler interessierter an geschichtlichen Themen, wenn sie ihnen anschaulich vermittelt werden. Die Arbeit mit Zeitzeugen Erfahrung kann da sehr hilfreich sein. Durch die persönlichen Erzählungen werden die Schüler emotional berührt und sind dann motivierter, sich mit den geschichtlichen Hintergründen zu beschäftigen. Auch im Internet wächst die Zahl der Portale, die sich mit Zeitzeugen Erfahrung beschäftigen.

Zeitzeugen Erfahrung: Wer kann Zeitzeuge werden?

Es ist gar nicht schwer, seine Erfahrung weiterzugeben. Die zahlreichen Portale sind immer auf der Suche nach neuen Erzählungen. Dabei sind es nicht die großen tragischen Erlebnisse, die gesucht werden, sondern die kleinen Schilderungen des alltäglichen Lebens. Es kann also jeder, der Lust hat, seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen, an einem entsprechenden Projekt teilnehmen. Sollten Sie also daran Interesse haben, selbst einmal Ihre Zeitzeugen Erfahrung zu berichten, dann suchen Sie unter den vielen Angeboten der Dokumentation einfach ein für Sie passendes aus. Sollten Sie allerdings mit Ihren Berichten ins Fernsehen wollen, dann ist es sehr hilfreich, wenn Sie mit einer bekannten Persönlichkeit entfernt verwandt sind, denn das wertet Ihre Zeitzeugen Erfahrung auf.


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