Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 22. March 2012

Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich in der Bernauer Straße in der Mitte der Hauptstadt. Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer ist, anders als das Dokumentationszentrum, außerhalb begehbar. Bei gutem Wetter bietet sich das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer besonders für einen längeren Sparziergang und als Erinnerung an die SED-Diktatur an.

Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer ist 1,3 Kilometer lang und 4,4 Hektar groß. Es ist nach einem Entwurf der Architektenbüros sinai und ON architektur errichtet worden. Diese haben 2007 einen internationalen Wettbewerb gewonnen. Bis 2013 soll auch das letzte Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer, “Es geschah an der Mauer”, fertig gestellt werden.

Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer – Die Mauer und der Todesstreifen

Areal der Gedenkstätte Berliner MauerAn dieser Stelle des Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer wird die Mauer als Symbol der Herrschaftssicherung der SED-Diktatur dargestellt. Die Ausstellung umfasst insbesondere:

  • Videos, Fotografien, Dokumente und Ausschnitte von Zeitzeugeninterviews dokumentieren Fluchtversuche
  • Archäologische Fenster zeigen Details der Grenzsperrung
  • Informationen zur Sperrung des Sophien-Friedhofs
  • Am “Fenster des Gedenkens” wird den Opfern gedacht

Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer – Die Zerstörung der StadtAreal der Gedenkstätte Berliner Mauer Todesstreifen

An diesem Ort vom Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer wird von den Geschichten der Flüchtenden berichtet:

  • Am Boden befinden sich die Grundrisse und Hausnummern der Grenzhäuser, die in den 60er Jahren abgerissen worden sind
  • Informationen zur Sperrung der Ackerstraße als Startpunkt des Auf- und Rückbaus der trennenden Mauer
  • Der Grundriss der gesprengten Versöhnungskirche ist ebenfalls nachgezeichnet
  • Abbildung der Wege der Flüchtigen

Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer: Der Bau der Mauer

An der momentan letzten Station wird der kontinuierliche Bauprozess deutlich:

  • Archäologisches Fenster zeigt Fahrzeugsperren
  • Informationen zur Überwachung des Grenzvorfeldes

Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer zeigt die letzten Spuren der deutschen Teilung sehr anschaulich und wirkungsnah. Anders als in einem Museum kann der Besucher die ehemalige Grenzlinie ablaufen und sich zu den unterschiedlichen Stationen umfassend informieren. Dies bietet einen durchaus stärkeren Realitätsbezug, da sich die deutsche Geschichte direkt im Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer erleben lässt.

Foto 1: N-Lange.de von WikiCommons
Foto 2: Inhiber von WikiCommons

Opferverbände wollen mehr Mitsprache beim KGB-Gefängnis

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 22. March 2012

Opferverbände wollen mehr Mitsprache beim KGB-Gefängnis

Am 18. April eröffnet die Ausstellung im KGB-Gefängnis in Potsdam. Bis in die 1980er Jahre diente das Gebäude in der DDR als Internierungsstätte, anfänglich für Deutsche, denen Spionage unterstellt wurde und ab 1955 zur Inhaftierung sowjetischer Soldaten. Viele Insassen wurden in dem KGB-Gefängnis verhört und zu Aussagen gewaltsam gezwungen.

Zeitzeugen fühlen sich ausgeschlossen

Momentan stehen die letzten Vorbereitungen zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung an. Jedoch herrscht derzeit eine Auseinandersetzung zwischen den Opferverbänden und der Leitung der Gedenkstätte. Besonders der Zeitzeuge und wichtige DDR-Oppositionelle Bob Bahra, mittlerweile 70 Jahre alt, setzt sich für das Gedenken an die Opfer in dem KGB-Gefängnis ein. Nach der Wende hatten Bahra und seine Mitstreiter des Gedenkstätten-Vereins für die Erhaltung des Gebäudes gekämpft und Führungen und Ausstellungen organisiert. Seit 2009 fühlen sie sich von der neuen Gedenkstättenleitung ausgegrenzt.

Kritik an dem Konzept der Ausstellung

Schon mehrfach ist die Eröffnung der Ausstellung verschoben worden, da auch Fachleute das bisherige Konzept kritisiert haben. Die Kritik richtete sich vor allem dahingehend, dass die Opfer zu wenig in der Ausstellung behandelt werden und vorrangig die Arbeit des KGB-Gefängnis in den Vordergrund gerückt wird. Der Verein hingegen stellt klar, dass sie stets mit den Zeitzeugen zusammenarbeiten wollten.

Ein Besuch der Ausstellung in Potsdam scheint im Hinblick auf die Forderungen der Zeitzeugen recht interessant zu sein, um zu sehen, inwieweit diese doch noch umgesetzt wurden.

Bildquelle: Haplochromis, Wikipedia

DDR Museum Berlin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. March 2012

Das DDR Museum Berlin ist ein interaktive Stätte in Berlins Mitte. Es liegt in der Karl-Liebknecht-Str. 1, direkt an der Spree, gegenüber des Berliner Doms. Montags bis sonntags ist das DDR Museum Berlin von 10 – 20 Uhr, samstags sogar bis 22 Uhr geöffnet. Im Juli 2006 ist das DDR Museum Berlin in privater Trägerschaft erstmals eröffnet worden. Mit über 400.000 Besuchern zählt es mit zu den meist besuchtesten Ausstellungsstätten in Berlin. Die Ausstellungsfläche betrügt mittlerweile 1000 m.

Ausstellung im DDR Museum Berlin

DDR Museum BerlinDas Thema der Ausstellung dreht sich um das alltägliche Leben in der ehemaligen DDR. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen kann im DDR Museum Berlin ein Großteil der Exponate angefasst werden: Man kann sich in einen Trabant setzen, Schubladen öffnen, in den Zimmern in den Schränken suchen oder Kleidungsstücke nehmen und ansehen.

Das Archiv umfasst nach den offiziellen Angaben über 150.000 Objekte, deren konservatorische Archivierung noch Jahre andauern wird. Nach rund 1000 Objekten kann derzeit auf der Webseite des DDR Museum Berlin in einem digitalen Katalog gesucht werden. Die Ausstellungsstücke des DDR Museum Berlin stammen überwiegend aus Privathaushalten und wurden von mehreren tausend Spendern gestiftet.

2012 wurde die zweite Dauerausstellung für den European Museum of the Year Award nominiert.

Highlights im DDR Museum Berlin

DDR Museum Berlin WohnzimmerDie Highlights des DDR Museum Berlin sind:

  • Trabi mit Fahrsimulation
  • Plattenbau (Bad, Wohnzimmer, Küche)
  • Mangeltagebuch
  • Begehbare Leinwand (Fogscreen)
  • Multitouch-Parteikonferenz
  • Wandbild “Lob des Kommunismus” von Ronald Paris
  • Stasi-Methoden: Gefängniszelle und Verhörraum

Das DDR Museum Berlin bietet in seinem Besucherzentrum, gerade für Schulklassen, Seminare und Diskussionen an; auch Zeitzeugengespräche sind im Angebot. Darüber hinaus werden Führungen innerhalb, aber auch Besuche wichtiger DDR-geschichtlicher Orte außerhalb durchgeführt.

Der Eintritt liegt bei 6 Euro, ermäßigt bei 4 Euro. Gruppen- und Schülerrabatte sind ebenfalls möglich.

Das DDR Museum Berlin sucht auch weiterhin nach Zeitzeugen. Wenn Sie nicht nur die Ausstellung besuchen möchten, sondern auch noch einen Teil zur Bewahrung ihrer persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen beitragen möchten, dann bietet das DDR Museum Berlin eine gute Möglichkeit.

Foto 1 und 2:  Pressefotos, © DDR Museum, Berlin 2012

Gedenkstätte Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 6. March 2012

Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert an die deutsche Teilung. Sie liegt in der Bernauer Straße im Herzen der Hauptstadt. Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich auf eine Länge von 1,4 Kilometern auf den Überresten des ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Gebiet der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich das letzte Stück der Überreste der Grenze zwischen Ost- und Westberlin.

Öffnungszeiten der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer im Areal ist ganzjährig von Montag bis Sonntag 8.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Das Besucherzentrum und Dokumentationszentrum hingegen können von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 9.30 bis 19.00 Uhr und von November bis März dienstags bis sonntags von 9.30 bis 18.00 Uhr besucht werden.

Anfahrt zur Gedenkstätte Berliner Mauer

Am einfachsten ist die Anfahrt über die Tram M10, Bus 245, Bus 247, S-Nordbahnhof oder U-Bernauer Straße.

Eintritt zur Gedenkstätte Berliner Mauer

Der Eintritt ist für alle kostenlos.

Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer

Dieses liegt genau am S-Nordbahn und bietet einen ersten Überblick über das Angebot und hilft bei der Orientierung auf dem weitläufigen Gelände. Mitarbeiter stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Das Besucherzentrum bietet ein vielfältiges Programm:

  • Film zur Geschichte der Berliner Mauer
  • unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. ein Zeitzeugencafé, Filmabende, Gedenkandachten
  • Fachbuchabteilung
  • Besucherterminals mit Informationen zum Abrufen
  • Aussichtsplattform

Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer

Bis 2012 wird das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer um eine Ausstellung auf dem ehemaligen Grenzstreifen erweitert. Diese umfasst vier Ebenen:

  • Fluchttunnel und abgerissene Grenzhäuser werden nachgezeichnet, zerstörte Grenzanlagen werden durch Stahl visuell sichtbar gemacht
  • besondere Ereignisse entlang der Mauer werden markiert und Informationen stehen zum Nachlesen bereit
  • archäologische Fenster zeigen Schichten der Grenzanlagen
  • Ausstellung im Grenzstreifen

2011 haben 650.000 Menschen die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht. Wir können nur empfehlen, ebenfalls diese großartige Sammlung und Geschichtsdokumentation zu besuchen und sich über die Teilung der Hauptstadt direkt vor Ort an der Gedenkstätte Berliner Mauer zu informieren.

Bildquelle: Ailura, Wikimedia Commons

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu DDR Comics

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. February 2012

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu DDR Comics

Das “Mosaik” ist das Älteste und bis heute erscheinende Comic und erfreut sich als Zeitzeugnis auch im Jahr 2012 noch großer Beliebtheit. Derzeit befindet sich in Leipzig eine Sonderausstellung zum Thema “Dig, Dag, Digedag DDR-Comic Mosaik”. Bis 1975 erschienen die Digedags unter der Verantwortung von Hannes Hegel. Es kam zum Streit mit dem Verlag. Von da an sollten die Abrafaxe die Abenteuer erleben. Doch erst nach dem Ende der SED-Diktatur konnten die Leser die Wahrheit über die Ursache der Veränderungen erfahren.

Sonderausstellung in Leipzig

Die Ausstellung veranschaulicht die Geschichte des”Mosaik” mit rund 750 Objekten. Darunter befinden sich ebenfalls 250 bisher unveröffentlichte Originalzeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle. Diese stammen von Hannes Hegen, der sie 2009 der Stiftung Haus der Geschichte übergeben hat. Zur Ausstellungseröffnung ist Hannes Hegen nach Leipzig aus gesundheitlichen Gründen nicht angereist. Jedoch lässt sich auf der Ausstellung ein zweites Interview mit Hegen abrufen.

Im Zentrum der Ausstellung steht ein nachgebautes DDR-Kinderzimmer. Doch nicht nur die Comics an sich stehen im Zentrum der Ausstellung, sondern auch andere Zeitzeugnisse des Kindheitserlebens in der DDR werden präsentiert. Von den Ernst-Thälmann-Pionieren bis zu den Regeln vom Ritter Runkel aus dem Mosaik lässt sich alles in dieser Ausstellung finden.

Themen der Ausstellung zum “Mosaik”

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu DDR Comics MosaikDie Sonderausstellung widmet sich unterschiedlichen Themen:

  • Entstehungsgeschichte der Digedags
  • Ende der Digedags
  • Einbettung der Comics in den politischen Rahmen der DDR
  • Arbeiten der Grafiker, Zeichner und Texter von Hannes Hegen
  • Produktion und Herstellung des “Mosaik”
  • anhaltende Fangemeinde
  • audiovisuelle Medien zur vertiefenden Information
  • Einbezug interaktiver Elemente

Die Ausstellung ist weiterhin bis zum 13.05.2012 im Haus der Geschichte in Leipzig zu sehen:

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6
04109 Leipzig

Di bis Fr 9.00-19.00 Uhr
Sa und So 10.00-18.00 Uhr
freier Eintritt

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich!

Foto 1: Pressefoto, © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Foto 2: Pressefoto, © Tessloff-Verlag, Nürnberg

Neue Dauerausstellung im ehemaligen KGB-Gefängnis

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. February 2012

Neue Dauerausstellung im ehemaligen KGB-Gefängnis

Ab dem 18. April ist eine neue Dauerausstellung im ehemaligen KGB-Gefängnis in Potsdam in der Leistikowstraße zu sehen. Zur Eröffnungsfeier sind Zeitzeuge Heinz Schwollius, Kultusminister Bernd Neumann und der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck geladen. Seit 1994 ist das ehemalige Gefängnis vor allem durch die ehrenamtliche Tätigkeit von amnesty international, MEMORIAL Deutschland e. V., dem Verein Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e. V. und dem Evangelisch-Kirchlichen Hilfsverein auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Umfunktionierung des ehemaligen Pfarrhauses

Ab 1945 wurden in dem früheren Pfarrhaus Untersuchungshäftlinge unter menschenverachtenden Bedingungen festgehalten. Bis 1955 war das Gebäude zur Internierung von Deutschen verwendet worden, die unter dem Verdacht der Spionage für die Alliierten in den Westsektoren Berlins standen. Bis 1980 diente das Gebäude zur Inhaftierung sowjetischer Bürger. Den Soldaten wurde teilweise Fahnenflucht oder Bevölkerungskontakt unterstellt. Sehr viele der Insassen wurden zum Tode verurteilt oder in Arbeitslager, wie Workuta, gebracht. Ab Ende der 1980er diente das Gebäude als Lager. Heute ist das Gebäude das einzig erhaltene sowjetische Untersuchungsgefängnis in ganz Deutschland.

Ausstellung im ehemaligen KGB-Gefängnis in Potsdam

Im Zentrum der neuen Ausstellung steht sowohl die Aufklärung der stalinistischen Verbrechen, als auch die Schaffung einer Gedenkstätte für die ehemaligen Gefangenen und deren Familien.

Der Verein bietet regelmäßig Zeitzeugen-Gespräche mit ehemaligen Häftlingen an, wie in diesem Monat am vergangen 11. Februar mit Christina Schmidt-Kensche, die nach 1947 in das KGB-Gefängnis gebracht und zu 15 Jahren GULAG verurteilt  wurde. 1953 wurde sie entlassen und floh anschließend über West-Berlin nach Bonn.

Für alle Geschichtsinteressierten bietet diese einmalige Ausstellung interessante Einblicke in die DDR-Vergangenheit. Das ehemalige KGB-Gefängnis in Potsdam ist für alle Berliner leicht zu erreichen und einen Besuch wert.

Eröffnung der Dauerausstellung:

18.04.2012
14.00 Uhr
Leistikowstraße 1
14469 Potsdam

Bildquelle: Haplochromis, Wikipedia

Verlauf der Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 10. February 2012

Verlauf der Berliner MauerDer Verlauf der Berliner Mauer ist bereits aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden. Denn nur noch einige wenige Stellen erinnern an den Verlauf der Berliner Mauer. Gerade für junge Menschen ist das Wissen um den Verlauf der Berliner Mauer unbedingt notwendig, um die Geschichte der deutschen Teilung zu verstehen. Der Verlauf der Berliner Mauer ist in der realen Welt leider nur noch an einigen geschichtsträchtigen Orten nachzuvollziehen.

Der Verlauf der Berliner Mauer – Karte

Auf der bereitgestellten Karte lässt sich der Verlauf der Berliner Mauer auf übersichtliche Weise betrachten. Für alle Geschichtsinteressierten bieten einige Webseiten im Internet interaktive Karten.

Verlauf der Berliner Mauer Karte

Verlauf der Berliner Mauer – Angebote im Internet

Auf der Seite der Tagesschau unter tagesschau.de/inland/mauerkarte100.html befindet sich eine Karte zum Verlauf der Berliner Mauer vor dem 09.11.1989. Die Daten für den Verlauf der Berliner Mauer sind von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin allen Internetnutzern frei zugänglich gemacht worden. Die Straßennamen stammen jedoch aus dem Jahr 2011. Der Leser kann nach Belieben in die Karte hineinzoomen und zwischen der Anzeige “Straße”, “Satellit” und “Hybrid” wechseln. Zusätzlich sind manche Orte rot markiert und verweisen auf ausführliche Textbeschreibungen zu einem historischen Ereignis. Dieses kann nach Belieben aufgerufen werden, sodass interessante Informationen vermittelt werden.

Der Verlauf der Berliner Mauer – “offline”

Besonders gut lässt sich der Verlauf der Berliner Mauer bei der Gedenkstätte der Berliner Mauer an der Bernauer Straße begutachten. Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte erhaltene Stück. Die Ausstellung ist kostenlos und ganzjährig zu besuchen. Sie bietet einen erschütternden Einblick in die DDR-Vergangenheit. Der Besuch der Gedenkstätte lässt sich gleich mit einer Fahrradtour auf dem Berliner Mauerradweg verbinden. Auf diesem kann die gesamte Strecke der Grenze abgefahren werden.

Die Grenze lässt sich sowohl interaktiv im Internet nachvollziehen, als auch an ausgewählten Orten der Hauptstadt. Zu einem Besuch der Gedenkstätte Bernauer Straße lädt der Verlauf der Berliner Mauer ein.

Foto 1: Noir von wikipedia
Foto 2: Incnis Mrsi, based on Sansculotte’s work

Berliner Mauer mit Todesstreifen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 6. February 2012

Die Berliner Mauer mit Todesstreifen ist in die deutsche Geschichte eingegangen. Über 100 Menschen sind an der Berliner Mauer mit Todesstreifen ums Leben gekommen. Die Berliner Mauer mit Todesstreifen ermöglichte es den Grenzsoldaten, eine freie Sicht auf die Flüchtenden zu haben, um ihre Schüsse gezielter setzen zu können. Eine erneute traurige Episode der deutschen Vergangenheit, die nicht in Vergessenheit geraten darf.

Berliner Mauer mit Todesstreifen – Fakten

Berliner Mauer mit Todesstreifen charakterisierte sich durch folgende Merkmale:

  • Grenzmauern oder Grenzzäune waren bis zu 3,60 Meter hoch
  • Grenzstreifen war zwischen fünf und mehreren hundert Metern breit

Berliner Mauer mit Todesstreifen – Begriff

Der Begriff steht für die vielen Opfer, die im Berliner Mauer Todesstreifen durch Schüsse ums Leben gekommen sind. Im Laufe der Zeit wurde die Berliner Mauer mit Todesstreifen durch immer neue Erweiterungen ausgerüstet. Beispielsweise entstand die Hinterlandmauer erst in den 70er Jahren. Sie begrenzte den Grenzstreifen zu Ost-Berlin.

Berliner Mauer mit Todesstreifen Bernauer StraßeBau der Berliner Mauer mit Todesstreifen

Immer mehr Ostdeutsche waren mit dem System der DDR nicht einverstanden und flohen in den Westen. Das DDR-Regime begann daher, die Berliner Mauer mit Todesstreifen zu bauen. Doch auch diese sollte die Fluchtbewegung nicht stoppen. Jene wurde durch den Mauerbau teilweise sogar noch verstärkt, da Familien und Freunde in Ost- und West-Berlin plötzlich voneinander getrennt waren. Die Flucht über die Grenze verringerte sich nicht, sodass die DDR-Regierung beschloss, die Mauer mit zusätzlichen Grenzsperranlagen zu einem starken Sperrsystem auszubauen.

Zu Beginn hatten die Grenzsoldaten provisorisch weitere Sperren hinter der Grenze errichtet. 1963 wurde auf der östlichen Seite neues Gebiet angelegt, das durch einen Zaun umfassend gesperrt wurde. Der so entstandene Grenzstreifen wurde im Westen “Todesstreifen” genannt.

Die Sperrzone durften nur Anwohner mit Vermerk im Personalausweis oder Besucher durch einen Passierschein betreten. Heute ist der ehemalige Grenzstreifen zumeist bebaut. In einigen Abschnitten wurde er zu einer Grünanlage oder zum Gedenkort umfunktioniert.

Einen erschütternden Eindruck von der Berliner Mauer mit Todesstreifen erhalten alle Besucher der Gedenkstätte Bernauer Straße. Das Museum und das Areal machen die Berliner Mauer mit Todesstreifen auf erschreckende Weise erlebbar.

Bildquelle: Jacob Poul Skoubo von flickr

Berliner Mauerradweg im Winter

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 1. February 2012

Der Berliner Mauerradweg im Winter bietet sich für alle an, deren Körper etwas wetterfester sind und denen gemäßigte Kälte nicht so schnell die Lust am Berliner Mauerradweg im Winter verderben kann. Der Berliner Mauerradweg im Winter lohnt sich besonders für Personen, die auch zur kalten Jahreszeit einerseits ihre sportliche Betätigung nicht vernachlässigen und sich andererseits auf die Spuren der Grenzreste am Berliner Mauerradweg im Winter begeben möchten.

Berliner Mauerradweg im WinterBerliner Mauerradweg im Winter – Tipps

Für den Berliner Mauerradweg im Winter sind im Zusammenhang mit den klimatischen Bedingungen einige Vorkehrungen zu treffen. Grundsätzlich sollte das Wetter für den Berliner Mauerradweg im Winter geeignet sein. Das Informieren über den Wetterbericht ist für den Berliner Mauerradweg im Winter unumgänglich. Plötzlich eintretender Schneesturm und gefährliches Glatteis sollten als mögliche Unfallquelle unbedingt vermieden werden. Zusätzlich sollte besonders auf eine wetterfeste und warme Bekleidung (Mantel, Handschuhe, Mütze, Schal etc.) geachtet werden. Auf dem Fahrrad, besonders durch den Fahrtwind, kann es schnell kälter werden, als gedacht. Der Berliner Mauerradweg im Winter sollte freilich zur hellen Tageszeit befahren werden. Fahrten nach 17 Uhr stellen im Winter aufgrund der früh eintretenden Dunkelheit eher ein Risiko für die Radelnden dar. Daher bietet sich eine Spazierfahrt besonders Sonntag vormittags an, wenn auch der Berufsverkehr gemieden werden kann. Als Proviant eignen sich besonders warmer Tee oder heißer Kaffee in der Thermoskanne, sodass sich bei einer Pause die kalten Hände wärmen lassen.

Berliner Mauerradweg im Winter FahrradBerliner Mauerradweg im Winter – Spaziergang

Natürlich kann der Berliner Mauerradweg im Winter nicht nur mit dem Fahrrad befahren werden. Auch ein ausgiebiger Spaziergang bietet eine angenehme Möglichkeit, die klare Kälte und Ruhe der winterlichen Jahreszeit zu genießen. Besonders Kinder freuen sich auf einen Spaziergang mit ihren Eltern, wenn eine gemeinsame Schneeballschlacht oder der Bau eines Schneemanns in Aussicht stehen. Durch die Verbindung von Spaß und Ernst kann die jüngere Generation an das Thema der Teilung Deutschlands herangeführt werden.

Die deutsche Geschichte auch bei kälteren Temperaturen entdecken – das bietet der Berliner Mauerradweg im Winter.

Foto 1: isepaga von flickr
Foto 2: dobrych Ilya von flickr

 

Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 1. February 2012

Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Die Versöhnungskirche der Berliner Mauer wurde 1985 von der DDR-Regierung gesprengt. Vier Jahre vor der Wiedervereinigung wurde die Versöhnungskirche der Berliner Mauer für die Nachwelt zerstört. Heute steht auf dem Fundament der Versöhnungskirche der Berliner Mauer die Kapelle der Versöhnung als Teil der Gedenkstätte Bernauer Straße.

Versöhnungskirche der Berliner MauerBau der Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Die Versöhnungskirche der Berliner Mauer wurde mithilfe einer Stiftung von Kaiserin Auguste Viktoria am 28. August 1894 eingeweiht. Die Pläne wurden damals von Gotthilf Ludwig Mäckel erstellt. Die aus rotem Backstein erbaute Kirche besaß einen 75 Meter hohen quadratischen Turm. Im DDR-Regime wurde der Turm der Versöhnungskirche der Berliner Mauer jedoch als Wachturm umfunktioniert. Bis zu 1000 Menschen hatten in der Versöhnungskirche der Berliner Mauer Platz. Ende der 1920er Jahre wies die Gemeinde an die 20.000 Mitglieder und drei Pfarrer auf.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Ab 1945 befand sie sich genau auf der Grenzlinie zwischen sowjetischem und französischem Sektor. Trotzdem wurde die Versöhnungskirche der Berliner Mauer 1950 wiederhergestellt. Bis 1961 ist sie von knapp 6.000 Gemeindemitgliedern noch 11 Jahre lang für Gottesdienste genutzt worden.

Versöhnungskirche der Berliner Mauer EingangSprengung der Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Mit dem Mauerbau veränderte sich die Situation gänzlich für die Gemeinde. Am 20. August 1961 wurde der Haupteingang vor dem Gebäude vollständig geschlossen. Den Gemeindemitgliedern aus dem westlichen Teil der Stadt war der Zugang damit verwehrt, da sich das Grundstück auf der Ostseite befand. Ab dem 23. Oktober durfte ebenfalls niemand aus dem Ostteil der Stadt die Kirche mehr besuchen. Die Versöhnungskirche der Berliner Mauer befand sich genau auf dem Todesstreifen zwischen innerer und äußere Begrenzung.

Am 22. Januar 1985 gab die DDR-Regierung den Befehl zum Abreißen, da sie sich im Todesstreifen befand und der DDR-Führung als christliches Symbol nicht passte. Die DDR wollte neue Symbole schaffen. Erst wurde die Kirche, sechs Tage später der Turm gesprengt. Die Bilder der Sprengung erreichten weltweite Aufmerksamkeit in den Medien.

An die Versöhnungskirche der Berliner Mauer erinnert die Gedenkstätte Bernauer Straße mit der Kapelle der Versöhnung. Beide sind einen Besuch wert, um der Zerstörung der Versöhnungskirche der Berliner Mauer zu gedenken.


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