Berliner Mauer 1961

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 13. June 2013

Der Bau der Berliner Mauer 1961 trennte Ost- und Westdeutschland vollständig voneinander. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man noch mit einer relativ zeitnahen Wiedervereinigung gerechnet. Die Pläne zum Bau der Berliner Mauer 1961 waren ein DDR-Staatsgeheimnis und drangen erst wenige Tage vor dem Beginn des Baus bis zum Bundesnachrichtendienst durch. Bereits seit Mitte der 1950er Jahre hatte die DDR-Regierung ein solches Vorhaben geplant, das Vorhaben wurde bis dato allerdings immer von der sowjetischen Führung abgelehnt. Nach einer Besprechung zwischen Chruschtschow und Ulbricht am 3. August, fiel schließlich der Entschluss zum Bau der Berliner Mauer 1961. Auf einer internationalen Pressekonferenz am 15. Juni hatte Ulbricht noch beteuert, das niemand vorhabe eine Mauer zu errichten. Die westlichen Alliierten wurden zwar im Vorfeld über die Planung drastischer Maßnahmen zur Abriegelung der DDR informiert, gaben sich öffentlich jedoch schockiert über das Ausmaß des Projekts. Aufgrund der Tatsache, dass ihre Zugangsrechte nach West-Berlin nicht eingeschränkt wurden, griffen sie in den Bau der Berliner Mauer 1961 nicht ein. Allerdings wurden bei einer Konferenz am 7. August in Paris Maßnahmen beschlossen die bei einer Eskalation der Situation angewandt werden.

 Bau der Berliner Mauer 1961

In der Nacht vom 12. auf den 13. August wurde mit der Abriegelung der Straßen und Gleiswege nach Westberlin begonnen. Die NVA, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei, 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen waren am Beginn des Baus der Berliner Mauer 1961 beteiligt. Sowjetische Truppen waren als Schutz der Arbeiter entlang der Grenze pBerliner Mauer 1961ositioniert. Obwohl am 13. August nur die Sektorengrenze abgeriegelt wurde, gilt der Tag als Beginn des Mauerbaus. Vereinzelt wurden bereits kleine Mauern errichtet, der größte Teil wurde jedoch mit Stacheldraht und Zäunen abgesperrt. Mit zunehmenden Fluchtversuchen wurde die Abriegelung verstärkt und bei Häusern die auf der Grenze standen wurden die Türen zugemauert. Bis zum September desertieren allein 85 der eingesetzen Sicherheitskräfte nach Westberlin. Weiterhin gelang 400 Bürgern erfolgreich die Flucht. Trotz der Ablehnung der Alliierten gegen den Mauerbau verhielten sich selbige relativ ruhig, besonnen und kompromissbereit, denn niemand wollte aufgrund der angespannten Situation einen Weltkrieg provozieren.

Bundesarchiv, Bild 183-88574-0004 / Stöhr / CC-BY-SA

Berlin 1989 – Wie sah es kurz vor dem Fall der Berliner Mauer aus?

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. April 2013

Noch vor dem Mauerfall sah es in Berlin recht düster aus. Familien, Freunde und Bekannte wurden durch den Bau der Mauer getrennt. Zur Zeit der DDR vergaß man diese oder trug eine große Sehnsucht in sich, versuchte die Mauern der DDR zu umgehen oder in diese zu gelangen, um sich wiederzusehen. Kein Wunder also, dass viele Fluchtversuche unternommen wurden. An den Grenzübergängen herrschte allerdings eine strenge Überwachung. Wer auf seiner Flucht erwischt wurde, musste mit dem Schlimmsten rechnen. Schließlich wurde auf Flüchtlinge sogar geschossen, wodurch eine Flucht ein heikles Unterfangen war. So flossen Träume meist dahin, da nicht jeder sein Leben aufs Spiel setzen wollte.
Cover von "Und morgen am Meer" © Ueberreuter Verlag

“Und morgen am Meer”- Flucht aus Berlin 1989

Corina Bomann erzählt in Ihrem Buch „Und morgen am Meer“ die Geschichte zweier mutiger Flüchtlinge, die mehr von der Welt sehen wollten. Milena, eine Ostberlinerin, hatte einen Traum. Sie wollte zumindest einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Eine schier unglaubliche und unmögliche Vorstellung im Sommer 1989. Später lernte sie den Westberliner und Musiker Claudius kennen, in den sie sich verliebte. Claudius wollte ebenfalls das Meer sehen. Gemeinsam starteten sie eine Flucht ins Ungewisse. Sie riskierten ihr Leben, ungeahnt dessen, dass die Mauer am 09. November 1989 fallen würde. Ein dramatischer Ausbruch in die Freiheit, der nicht ohne Hindernisse verläuft. Haben sie es tatsächlich beide lebend geschafft?

Siebentägige Berlin-Rallye

Auf ihrer Flucht passierten die beiden verschiedene Stationen Berlins. In der am Dienstag gestarteten siebentägigen Berlin-Rallye zum Buch „Und morgen am Meer“ werden diese vorgestellt. Es gilt, die Namen von verschiedenen Orten und Gebäuden Berlins herauszufinden, die die beiden Flüchtlinge passiert haben. Mitmachen kann jeder Ratelustige und Geschichtsinteressierte auf pinterest.com. Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Buches „Und morgen am Meer“.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß beim Rätseln und Lesen. 

 

Bildrechte: © Ueberreuter Verlag

AlliiertenMuseum

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 21. February 2013

In der Spannung zwischen Westmächten und Sowjetunion präsentiert sich das AlliiertenMuseum als interessanter Ort der kulturellen Erinnerung. Das Ende des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit (ab 1948/1949 kann die Sowjetunion nicht mehr zu den Allierten gezählt werden) und die Zeit des Kalten Krieges sind hier ständige Themen, die das AlliiertenMuseum mit Veranstaltungen und Ausstellungen würdigt.

Schwerpunkte sind die Zeit der Luftbrücke und das Alltagsleben in den US-amerikanischen, britischen und französischen Garnisonen bis zum Abzug der Alliierten 1994. Zu den spannendsten Ausstellungsstücken gehören ein restauriertes Segment des berühmten Berliner Spionagetunnels, ein „Rosinenbomber“, der während der Luftbrücke eingesetzt wurde und das Original-Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie.

Das AlliiertenMuseum zeigt außerdem wechselnde Sonderausstellungen. Noch bis zum 8. April 2013 ist „Fair Play. Die Alliierten und der Sport“ zusehen. Darin wird die Rolle des Sports in den alliierten Garnisonen, aber auch als Bindeglied zur Berliner Bevölkerung beleuchtet. Am 14. März 2013 eröffnet die Foyer-Ausstellung „Sieger, Befreier, Besatzer: Deutsche Juden im Dienst der Alliierten“, ein Beitrag zum Berliner Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“. Die Schau stellt Biographien jüdischer Emigranten in den Mittelpunkt, die auf der Seite der Anti-Hitler-Koalition gegen das nationalsozialistische Deutschland kämpften.

Im ehemaligen US-Soldatenkino Outpost Theater finden regelmäßig Lesungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen mit interessanten Zeitzeugen statt. Der Eintritt ins Museum und zu den Veranstaltungen ist frei. Nähere Informationen auf www.alliiertenmuseum.deAlliiertenMuseum Outpost
Copyright des Bildes: AlliiertenMuseum/Chodan

Viermächteabkommen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 28. November 2012

Das Viermächteabkommen über Berlin wurde auch Berlinabkommen genannt. In der DDR hieß die Absprache Vierseitiges Abkommen. Das Viermächteabkommen fand zwischen den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und der UdSSR, also den vier Besatzern, statt. Das Viermächteabkommen bestimmte, wie die geteilte Stadt Berlin während der zunehmenden Entschärfung des Kalten Krieges rechtlich zu behandeln sei. Das Viermächteabkommen legte ebenso

die Beziehung West-Berlins zur BRD und wie man nach West-Berlin gelangen konnte fest. Die Vereinbarungen des Viermächteabkommens wurden am 3. September 1971 dort getroffen, wo sich der Alliierte Kontrollrat befand, nämlich in Berlin-Schöneberg. Die Vereinbarung erhielt Gültigkeit am 3. Juni 1972 und verlor sie am 3. Oktober 1990.

Ziele des Viermächteabkommens

Am 26. März 1970 fingen Frankreich, die USA, das Vereinigte Königreich und die UdSSR an, über verschiedene Themen zu diskutieren, die Berlin betrafen. Daraus ergab sich das Viermächteabkommen.

  • Beibehaltung des Viermächte-Status für den Westteil der Stadt, wozu die UdSSR Regelungen zustimmen muss
  • Langfristiger Schutz West-Berlins
  • Zugangswege sollen ständig frei sein
  • Für West-Berliner soll Alltag vereinfacht werden

Das Viermächteabkommen stellte das erste Abkommen unter den Regierungen der Alliierten seit dem Start des Kalten Krieges dar. In ihm wurde festgelegt, welche Rechte und Pflichten die vier Mächte in Berlin haben. Das Abkommen hielt zudem fest, dass alle vier Mächte für die Stadt verantwortlich waren. Ein beschlossener Drei-Stufen-Plan, der für Klärung sorgen sollte, sorgte eher für Probleme, da die Mächte aufgrund ihrer unterschiedlichen Meinungen diesen unterschiedlich auslegten. Die UdSSR erklärte sich bereit, den privaten Durchgangsverkehr zwischen der BRD und West-Berlin zu vereinfachen. Außerdem wurde im Vertrag festgeschrieben, dass die BRD und West-Berlin weiterhin verknüpft blieben, obwohl West-Berlin nicht von der BRD regiert wurde und ihr auch nicht angehörte. Die Vertragsabschließenden sagten zu, die Kommunikation und Reise zwischen West- und Ost-Berlin, wie auch zwischen West-Berlin und der DDR zu optimieren.Auch, dass kleinere Gebietsveränderungen, sowie dass Konferenzen internationalen Charakters in West-Berlin stattfinden könnten und dass die BRD West-Berlin international vertreten dürfte, wurde im Viermächteabkommen beschlossen.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-L0603-406 / Sturm, Horst / CC-BY-SA; Wikipedia

Stiftung Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 24. July 2012

Stiftung Berliner MauerDie Stiftung Berliner Mauer wurde 2008 per Gesetz zu einer Stiftung des öffentlichen Rechts ernannt. Die Stiftung Berliner Mauer umfasst die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, sowie die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Die Stiftung wurde gegründet, um die Geschichte der Mauer und der Fluchtversuche aus der DDR im Kontext der Teilung Deutschlands und des Kalten Krieges festzuhalten und weiterzugeben. Die Stiftung Berliner Mauer will zudem die Originalschauplätze und -spuren erhalten, um so angemessen den Opfern des kommunistischen Regimes zu gedenken. Sowohl die Stiftung Berliner Mauer als auch die Gedenkstättenvergrößerung sind wichtiger Teil der Umsetzung des bundesweiten Planes für Gedenkstätten.

Die Stiftung Berliner Mauer kümmert sich zum einen um die Gedenkstätte Berliner Mauer. Diese Stätte im Zentrum Berlins stellt den Hauptort da, der an die deutsche Teilung erinnert. In der Bernauer Straße nimmt diese in Zukunft 1,4 Kilometer des früheren Grenzstreifens ein. Das von der Stiftung Berliner Mauer unterhaltene Areal schließt zudem das letzte Mauerstück mit ein, welches noch die übliche „Tiefenstaffelung“ aufweist und somit einen Einblick gibt, wie die Grenzvorrichtungen vor Fall der Mauer aufgebaut waren. Die ebenfalls zur Stiftung Berliner Mauer gehörenden Überreste der Grenzeinrichtungen und die Geschehnisse dort vermitteln einen Eindruck über die Auswirkungen der Teilung.

Die Stiftung Berliner Mauer umfasst auch die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Etwa vier Millionen Menschen emigrierten aus der DDR in die BRD von 1949 bis 1990. 1,35 Millionen davon fanden sich im 1953 erbauten Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde wieder. Dort gewährte man ihnen Unterkunft und gab ihnen Essen. Zudem konnte hier der Prozess für eine Aufenthaltsgenehmigung in der Bundesrepublik oder West-Berlin durchlaufen werden. Heutzutage findet sich direkt am Ort des Geschehens eine Ausstellung zu Gründen, Art und Nachwirkungen der Fluchtbewegung. Ebenso gibt es dort auch Sonderausstellungen wie „Freigekauft – Wege aus DDR Haft“. Jene Ausstellung behandelt beispielsweise das Thema des Freikaufens. Bei dieser Praxis wurde politischen Gefangenen der DDR durch Geldzahlung von der BRD zur Freiheit verholfen. Diese, in der Ausstellung der Stiftung Berliner Mauer dokumentierte, Praxis steht bis zum heutigen Tage in der Kritik, da sie sowohl menschlicher Hilfe, als auch dem Menschenhandel zugeordnet werden kann.

Bildquelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F005835-0004 / Müller, Simon / CC-BY-SA, Wikipedia

Zeitzeugen Berlin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. May 2012

Die Zeitzeugen Berlin haben unter Anderem den gesamten Mauerbau und Mauerfall erlebt, können davon erzählen, wie sie von ihrer Familie im Westen getrennt wurden oder vertraute Menschen durch Fluchtversuche verloren haben. Einige Zeitzeugen Berlin können von ihrer erfolgreichen Flucht berichten oder kennen welche, denen dieses gefährliche Unterfangen gelang. Andere Zeitzeugen Berlin haben die Geschichte von der Westseite erlebt. Was sie alle gemeinsam haben, ist, dass sie Zeitzeugen Berlin sind und teilweise ihre Erlebnisse an Andere weitergeben können.

Zeitzeugencafé – Direktes Gespräch mit Zeitzeugen Berlin

Zeitzeugen BerlinDas Zeitzeugencafé im Restaurant Grenzfall in der Ackerstraße von Berlin ist ein Projekt, bei dem an sechs Sonntagen im Frühjahr und Herbst Zeitzeugen Berlin bei Kaffee und Kuchen von Erinnerungen an die damalige Zeit berichten. Klaus Abraham und Dietrich Webner waren beide Mitarbeiter der West-Feuerwehr und waren so unmittelbar Zeugen von diversen Fluchtversuchen aus der DDR. Besucher haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Zeitzeugen Berlin ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung mit den Zeitzeugen Berlin gestaltet sich kostenfrei, sowie barrierefrei und richtet sich an alle Interessierten, unabhängig vom Alter, an Touristen oder an direkte Bewohner Berlins. Das ganze wird in einer Dokumentation festgehalten, die man sich online als Podcast anschauen kann.

Die Zeitzeugenbörse findet Zeitzeugen Berlin

Ganz einfach kann man als Lehrer, Schüler, Journalist oder Ähnliches Zeitzeugen der DDR-Geschichte oder auch andere geschichtsträchtige Ereignisse der Vergangenheit für Projekte gewinnen. Dazu muss man lediglich eine eMail an das Team, mit dem gewünschten Themenschwerpunkt, schicken und die suchen letztlich aus 180 Zeitzeugen die passenden heraus. Das einzige an Kosten, was somit auf einen zukommt, sind lediglich Fahrtkosten für den jeweiligen Zeitzeugen. Am häufigsten wird der Dienst der Zeitzeugenbörse von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen genutzt, besonders um jüngeren Menschen den Zugang zur Geschichte Deutschlands durch Zeitzeugen Berlin zu erleichtern.

Bild: flickr, Wolf-Ulf Wulfrolf

Berliner Mauer Tour

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 28. April 2012

Eine Berliner Mauer Tour sollte jeder mal erlebt haben. Zumal einige nicht wissen, wo genau die Berliner Mauer verlief und ob man sich gerade im West- oder Ostteil Berlins befindet. Viele Spuren der offensichtlichen Mauer sind mittlerweile verwischt, was eine Berliner Mauer Tour zu einer Entdeckungsreise mit großer Spurensuche macht. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eine Berliner Mauer Tour zu machen. Man kann sich bei einer Berliner Mauer Tour anmelden oder sich auf eigene Faust auf den Weg machen, ob zu Fuß, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad.

Entdeckungsmöglichkeiten auf der Berliner Mauer Tour

Am Nachbau des Checkpoint Charlies gestartet, kann man auf der Berliner Mauer Tour den symbolträchtigsten Denkmälern Berlins begegnen. So entdeckt man während der Berliner Mauer Tour entlang des Mauerverlaufs originale Mauerteile und einen originalen Wachturm und den bekannten Potsdamer Platz. Zu der Berliner Mauer Tour zählt auch das Brandenburger Tor, das Symbol der Teilung Deutschlands. Da es sich genau in der Mitte der Teilung befand, war es sowohl für Ost als auch für West nicht zugänglich. Mit der S-Bahn hat man die Möglichkeit, durch die ehemaligen Geisterbahnhöfe zu fahren, um zu der Gedenkstätte in der Bernauer Straße zu gelangen. Hier lässt sich der Mauerverlauf noch am eindrucksvollsten nachvollziehen.

Öffentliche Angebote zur Berliner Mauer Tour

Es gibt einige Möglichkeiten, an historischen Touren in Berlin teilzunehmen. Außerdem bietet die Stadt Berlin eine digitale Berliner Mauerweg Karte, die genau zeigt, wo die Berliner Mauer verlief. Zudem sind Mauerreste, Gedenkstätten und -orte eingezeichnet, sodass man genau weiß, wo man aufmerksam hinsehen sollte. Auf dem Weg kommt man auch an ehemaligen Grenzübergängen vorbei und begegnet im Boden befestigten Bronzetafeln mit der Aufschrift “Berliner Mauer 1961-1989″ am ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer. Man hat auch die Möglichkeit, Dokumentationszentren und Museen zu besichtigen, da einige von ihnen sich auf dem Weg der Berliner Mauer Tour befinden.

DDR Museum Berlin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. March 2012

Das DDR Museum Berlin ist ein interaktive Stätte in Berlins Mitte. Es liegt in der Karl-Liebknecht-Str. 1, direkt an der Spree, gegenüber des Berliner Doms. Montags bis sonntags ist das DDR Museum Berlin von 10 – 20 Uhr, samstags sogar bis 22 Uhr geöffnet. Im Juli 2006 ist das DDR Museum Berlin in privater Trägerschaft erstmals eröffnet worden. Mit über 400.000 Besuchern zählt es mit zu den meist besuchtesten Ausstellungsstätten in Berlin. Die Ausstellungsfläche betrügt mittlerweile 1000 m.

Ausstellung im DDR Museum Berlin

DDR Museum BerlinDas Thema der Ausstellung dreht sich um das alltägliche Leben in der ehemaligen DDR. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen kann im DDR Museum Berlin ein Großteil der Exponate angefasst werden: Man kann sich in einen Trabant setzen, Schubladen öffnen, in den Zimmern in den Schränken suchen oder Kleidungsstücke nehmen und ansehen.

Das Archiv umfasst nach den offiziellen Angaben über 150.000 Objekte, deren konservatorische Archivierung noch Jahre andauern wird. Nach rund 1000 Objekten kann derzeit auf der Webseite des DDR Museum Berlin in einem digitalen Katalog gesucht werden. Die Ausstellungsstücke des DDR Museum Berlin stammen überwiegend aus Privathaushalten und wurden von mehreren tausend Spendern gestiftet.

2012 wurde die zweite Dauerausstellung für den European Museum of the Year Award nominiert.

Highlights im DDR Museum Berlin

DDR Museum Berlin WohnzimmerDie Highlights des DDR Museum Berlin sind:

  • Trabi mit Fahrsimulation
  • Plattenbau (Bad, Wohnzimmer, Küche)
  • Mangeltagebuch
  • Begehbare Leinwand (Fogscreen)
  • Multitouch-Parteikonferenz
  • Wandbild “Lob des Kommunismus” von Ronald Paris
  • Stasi-Methoden: Gefängniszelle und Verhörraum

Das DDR Museum Berlin bietet in seinem Besucherzentrum, gerade für Schulklassen, Seminare und Diskussionen an; auch Zeitzeugengespräche sind im Angebot. Darüber hinaus werden Führungen innerhalb, aber auch Besuche wichtiger DDR-geschichtlicher Orte außerhalb durchgeführt.

Der Eintritt liegt bei 6 Euro, ermäßigt bei 4 Euro. Gruppen- und Schülerrabatte sind ebenfalls möglich.

Das DDR Museum Berlin sucht auch weiterhin nach Zeitzeugen. Wenn Sie nicht nur die Ausstellung besuchen möchten, sondern auch noch einen Teil zur Bewahrung ihrer persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen beitragen möchten, dann bietet das DDR Museum Berlin eine gute Möglichkeit.

Foto 1 und 2:  Pressefotos, © DDR Museum, Berlin 2012

Zeitzeugen im Unterricht

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. March 2012

Zeitzeugen im Unterricht

Der Einsatz von Zeitzeugen im Unterricht hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zeitzeugen im Unterricht sind mit sehr hohem Organisationsaufwand verbunden. Auch der zeitliche Aspekt, der die Vor- und Nachbearbeitung umfasst, sollte nicht vernachlässigt werden. Jedoch können Zeitzeugen im Unterricht sehr viel eingehender von geschichtlichen Ereignissen berichten und die Neugierde der Schülerschaft wecken. Zeitzeugen im Unterricht können sehr zur Verbesserung der schulischen Methode beitragen, wenn es in den Kontext der Lehrvorgaben passt.

Zeitzeugen im Unterricht: “Interview führen”

Wenn sich für den Einsatz von Zeitzeugen im Unterricht entschieden wird, existieren eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten. Im Vorfeld ist es notwendig, dass die Kinder bereits über die wichtigsten historischen Abläufe, die mit dem Zeitzeugen im Unterricht in Beziehung stehen, informiert worden sind. Nur so ist es möglich, dass sie das Gehörte historisch einordnen und adäquate Fragen stellen können. Daher bietet es sich an, dass an die Klasse bereits ein Übersichtsbogen zu allgemeinen Fragen ausgehändigt worden ist, den sie auf das konkrete Fallbeispiel übertragen müssen. Eine Vorauswahl durch die Lehrkraft ist für das Einsetzen der Zeitzeugen im Unterricht jedoch unabdingbar.

Zeitzeugen im Unterricht: “Möglichkeiten”

Die Lehrer und Lehrerinnen haben verschiedene Möglichkeiten, den Kontakt zwischen Zeitzeugen und Schülerinnen und Schülern herzustellen. Zum Einen kann der Kontakt sehr leicht über Bekannte hergestellt werden, die ein historisches Ereignis erlebt haben. Des Weiteren existieren eine Reihe von Angeboten an Museen und Gedenkstätten für Zeitzeugen im Unterricht. Oftmals bieten diese Seminare und Treffen für die Jugendlichen an, sodass die Lehrerschaft vom größten Teil der Organisationsarbeit befreit ist. Die Angebote der Museen für die Kinder sind zudem meist kostenlos, da diese sich als Ziel setzen, den nachfolgenden Generationen Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.

Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Jugendlichen persönlich historische Erlebnisse aus einer teils subjektiven Sicht erzählt bekommen. Gerade für die teilweise eintönigen Geschichtsstunden kann auf diese Weise das Interesse und die Aufmerksamkeit der Jugendlichen geweckt werden.

Zeitzeugen im Unterricht werden weiter an Bedeutung gewinnen.

Bildquelle: Metropolitan School, Wikipedia

Zeitzeugencafé in Berlin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 15. February 2012

Zeitzeugencafé in Berlin

Wer gerne ein Zeitzeugencafé besuchen möchte, der hat sechs Mal im Jahr in Berlin die Chance dazu. Die Gedenkstätte Berliner Mauer hat das Zeitzeugencafé in ihr Veranstaltungsprogramm aufgenommen. Im Zeitzeugencafé erzählen Menschen aus Ost und West von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Mauer.

Die nächsten Veranstaltungstermine sind:
Sonntag, den 26.02.2012 von 16.00 Uhr – 17.30 Uhr
Sonntag, den 18.03.2012 von 16.00 Uhr – 17.30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe findet mit den Zeitzeugen im Restaurant Hotel Grenzfall statt.

Die Adresse lautet Ackerstraße 135, 13355 Berlin. Das Restaurant liegt direkt hinter dem Dokumentationszentrum.

 

Bildquelle: Lorenz Teschner, Wikipedia

 


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