Christoph Wonneberger

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. May 2013

Christoph Wonneberger wurde am 5. März 1944 in Wiesa im Erzgebirge als Sohn einer Pfarrersfamilie geboren. Nachdem er ein Theologiestudium absolviert hat und 1973 in Leipzig ordiniert wurde, arbeitete er bis 1977 als Pfarrer in Leipzig-Möckern und Taucha. Anschließend wechselte Christoph Wonneberger bis 1984 in die Dresdner Weinbergskirchgemeinde und fing an, sich sozialpolitisch zu engagieren. So gründet er zum Beispiel die Initiative „Sozialer Friedensdienst“, welche sich für einen Zivildienst in der sonst immer mehr vom Militär durchdrungenen Gesellschaft einsetzt. Zusätzlich berät er junge Männer, die den Wehrdienst verweigern. Zu dieser Zeit stand er bereits unter Stasi-Beobachtung und sollte durch offizielle sowie inoffizielle staatliche Einflussnahmen diszipliniert werden. Diese Maßnahmen fielen nicht auf fruchtbaren Boden und so wurde Christoph Wonneberger ab 1981 vom DDR-Geheimdienst als feindlich-negativ erfasst und ein Operativer Vorgang wurde eröffnet.

Christoph Wonnebergers Initiierung der Montagsdemonstrationen

1982 schlug Wonneberger im Rahmen seiner Initiative vor, in Kirchen regelmäßige Friedensgebete abzuhalten. So wollte er für Regierungsgegner eine langfristige Anlaufstelle des friedlichen Widerstandes schaffen. Durch eine effektive Verbreitung dieser Idee über Flugblätter und Kettenbriefe finden die Friedensgebete schon bald DDR-weit statt. 1985 wird Christoph Wonneberger Pfarrer in der evangelischen Lukasgemeinde des Leipziger Stadtteils Volkmarsdorf. Nachdem er 1987 die Arbeitsgruppe Menschenrechte gegründet hat, gerät er wieder in heftige Auseinandersetzungen mit staatlichen sowie inzwischen auch kirchlichen Stellen. Bereits ein Jahr zuvor hatte er die Organisation der wöchentlichen Friedensgebete in der Nikolaikirche in Leipzig übernommen, in welcher er verschiedensten Oppositionsgruppen die Möglichkeit gab, ihre Ansichten zu zu zeigen. Im September 1988 wurde Christoph Wonneberger von der Aufgabe als Koordinator der Friedensgebete enthoben. Daraufhin folgten Protestaktionen der von Wonneberger unterstützen Gruppen, welche nach zwei Monaten Wirkung zeigten und einen Kompromiss erreichten, durch welchen die Wiederaufnahme der Friedensgebete unter der Verantwortung von Christoph Wonneberger und 3 weiteren Pfarrern durchgesetzt werden konnte. Zusätzlich wurde unter seiner Leitung ab 1988 in der Lukaskirchgemeinde ein Zentrum des oppositionellen Wiederstandes aufgebaut. Durch eingehende Kooperation mit der Bundesrepublik erhielt er Zugriff auf illegale Bücher und Geräte zur Vervielfältigung ihrer Texte. Im Gegenzug unterhielt er ein Demotelefon, über welches er jeden Montag im Anschluss an das Montagsgebet die westlichen Journalisten über die Geschehnisse unterrichtete. Im Vorfeld der Montagsdemonstration am 9. Oktober druckte und verteilte Christoph Wonneberger in Zusammenarbeit mit Thomas Rudolph, Frank Richter und Kathrin Walther das Flugblatt „Wir sind ein Volk“ in einer Auflage von 25.000 Stück. Noch an diesem Abend tritt Christoph Wonneberger live im ARD auf und berichtet von der friedlichen Demonstation in Leipzig mit ungefähr 70.000 Teilnehmern. 21 Tage später, am 30. Oktober 1989 und somit nur wenige Tage vor dem Mauerfall, erleidet er einen Schlaganfall und tritt, bis ihm 2009 der Bambi für „Stille Helden“ verliehen wird, nicht mehr öffentlich auf. Außerdem erhielt er 1995 für seinen gesellschaftlichen Einsatz das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik.

Besatzungszonen Deutschland

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. May 2013

Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, welche das Ende des 2. Weltkrieges einläutete, wurden Besatzungszonen in Deutschland eingerichtet. Durch die Besatzungszonen wurde Deutschland gevierteilt, wobei jeweils eine Zone an Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion viel. Die Ostgebiete (rund ein Drittel des Staatsgebietes) wurden dabei vor der Teilung bereits direkt an Polen übergeben. Am 5. Juli 1945 wurde der Alliierte Kontrollrat in Berlin zur obersten Regierungsgewalt über alle Zonen erklärt. Obwohl Berlin in der sowjetischen der Besatzungszonen Deutschlands lag, wurde die Stadt gemeinsam von den Alliierten besetzt. Jede der Parteien organisierte ihre Zone in einer eigenen Besatzungspolitik, obwohl die verschiedenen Strategien bereits ab 1943 in der Atlantik-Charta, der Casablanca-Konferenz, der Konferenz von Teheran und der Erklärung von Jalta festgelegt wurden. Nach dem Sieg wurde sich bei der Potsdamer Konferenz am 2. August 1945 über das weitere Vorgehen innerhalb der Besatzungszonen Deutschlands beraten. Die Ziele waren die Demokratisierung, Demilitarisierung und Entnazifizierung des Landes sowie die Einrichtung eines Kontrollrates und eines Militärtribunals (Nürnberger Prozesse). Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Besatzungszonen Deutschlands aber sowohl von den Besatzern als auch den Besetzten als Provisorien gesehen. Erst später, zu Beginn des Kalten Krieges, wurde die Teilung als endgültig erachtet.

Die Wirtschaft in den Besatzungszonen Deutschlands

Die Lebensmittelversorgung war besonders in den Anfängen katastrophal. Viele Tausend Menschen starben in den ersten Wochen nach der Kapitulation an Hunger und Durst. Zwar wurden ausländische Hilfspakete geschickt, deren Einfuhr war allerdings bis zum 5. Juni 1946 verboten. Die jeweiligen Verwalter der Besatzungszonen Deutschlands verteilten Lebensmittelkarten der Kategorien I bis V abhängig von der Schwere der Arbeit, welcher man nachging. Die Rationen waren jedoch viel zu gering. Zu Beginn der Besatzungszeit fielen ebenfalls die Demontagen in den Besatzungszonen Deutschlands. Während die Sowjets die demontierten Fabriken als Reparationszahlung beschlagnahmten – die meisten Maschinen kamen ohne die wichtigsten Teile in der UdSSR an, weswegen man die Demontage frühzeitig beendete – wollen die westlichen Besatzer das Produktionsniveau auf rund 50% der Produktion des Jahres 1938 zurückschrauben. Die Demontage zur wirtschaftlichen Entmachtung des Landes ging in jeder der vier Besatzungszonen Deutschlands gleichermaßen radikal vonstatten, wodurch mit dem Ende der Demontage im Januar 1951 der Gesamtwert der demontierten Anlagen auf ca. 10,4Mrd. DM geschätzt wird. Anstelle eines wirklichen Wiederaufbaus wurde die deutsche Wirtschaft also um Jahre zurückgeworfen und mit der Direktive JCS 1067 ein wirtschaftlicher Aufschwung sogar verboten. Zwar investierten die USA im Zuge des Marshall-Plans einiges an Geld in den Wiederaufbau der westlichen Besatzungszonen Deutschlands, allerdings mussten diese Geldmengen bis zum Dreifachen zurückgezahlt werden. Dennoch wurde im Westen bereits 1950 wieder das Bruttosozialprodukt von 1936 erreicht.

Zeitzeugen der Besatzungszeit:

Karl-Heinz Piehler über den Einzug der Siegermächte in Rheinhessen:

Herrmann Glaser, ehemaliger Schul- und Kulturdezernent aus Nürnburg beschreibt die grauenvolle Nachkriegszeit:

 

 

Bildquelle: glglgl, Wikimedia Commons

AlliiertenMuseum

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 21. February 2013

In der Spannung zwischen Westmächten und Sowjetunion präsentiert sich das AlliiertenMuseum als interessanter Ort der kulturellen Erinnerung. Das Ende des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit (ab 1948/1949 kann die Sowjetunion nicht mehr zu den Allierten gezählt werden) und die Zeit des Kalten Krieges sind hier ständige Themen, die das AlliiertenMuseum mit Veranstaltungen und Ausstellungen würdigt.

Schwerpunkte sind die Zeit der Luftbrücke und das Alltagsleben in den US-amerikanischen, britischen und französischen Garnisonen bis zum Abzug der Alliierten 1994. Zu den spannendsten Ausstellungsstücken gehören ein restauriertes Segment des berühmten Berliner Spionagetunnels, ein „Rosinenbomber“, der während der Luftbrücke eingesetzt wurde und das Original-Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie.

Das AlliiertenMuseum zeigt außerdem wechselnde Sonderausstellungen. Noch bis zum 8. April 2013 ist „Fair Play. Die Alliierten und der Sport“ zusehen. Darin wird die Rolle des Sports in den alliierten Garnisonen, aber auch als Bindeglied zur Berliner Bevölkerung beleuchtet. Am 14. März 2013 eröffnet die Foyer-Ausstellung „Sieger, Befreier, Besatzer: Deutsche Juden im Dienst der Alliierten“, ein Beitrag zum Berliner Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“. Die Schau stellt Biographien jüdischer Emigranten in den Mittelpunkt, die auf der Seite der Anti-Hitler-Koalition gegen das nationalsozialistische Deutschland kämpften.

Im ehemaligen US-Soldatenkino Outpost Theater finden regelmäßig Lesungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen mit interessanten Zeitzeugen statt. Der Eintritt ins Museum und zu den Veranstaltungen ist frei. Nähere Informationen auf www.alliiertenmuseum.deAlliiertenMuseum Outpost
Copyright des Bildes: AlliiertenMuseum/Chodan

Heiner Müller

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 24. December 2012

Heiner Müller (Reimund Müller) wurde am 9. Januar 1929 in Eppendorf geboren und verstarb am 30. Dezember 1995 in Berlin. Er gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Lyriker, Dramatiker und Prosa-Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Werke können zur DDR Literatur zugezählt werden. Heiner Müller war aber nicht nur Autor, sondern auch Regisseur und Präsident der Akademie der Künste in Ost- Berlin.

Heiner Müllers Politik

Im Jahre 1946 trat Heiner Müller der SPD bei, die kurze Zeit später mit der KPD zur SED unter sowjetischen Druck zwangsmäßig vereinigt wurde. Aufgrund fehlender Mitgliedsbeiträge und zu wenig Engagement, wurde die Vereinigung jedoch bald wieder rückgängig gemacht.

 Heiner Müllers literarischer Werdegang

Ab dem Jahre 1950 schreib Heiner Müller Literaturkritiken für die kulturpolitische Monatszeitschrift ‘Aufbau’ und für den ‘Sonntag’. Drei Jahre später ab 1953 schrieb er für die neue Deutsche Literatur und ein Jahr darauf wurde Heiner Müller Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbandes. Dort bekam er 1957 eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Drama. Während seiner Zeit beim Schriftstellerverband wurde sein Stück ‘Zehn Tage, die die Welt erschüttern’ aufgeführt. Im Jahre 1957 und 1958 wurde er zudem Redakteur der FDJ-Zeitschrift ‘Junge Kunst’ und im gleichen Jahr bekam er eine Stelle als Mitarbeiter und freischaffender Autor im Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Dort wurden auch seine Stücke ‘Der Lohndrücker’ und ‘Die Korrektur’ erstmalig aufgeführt.

Da sein Stück ‘Die Umsiedlerin’ nach seiner Uraufführung verboten wurde, wurde Heiner Müller im Jahre 1961 aus dem Literaturverband ausgeschlossen und erhielt somit Berufsverbot. Dadurch musste Müller einige Jahre unter einem Pseudonym beim Rundfunk oder beim Fernsehen arbeiten. Müller stand ständig unter Beschuss. Auch sein Stück ‘Mauser’ wurde in der DDR verboten. Dieses gelangte dann jedoch im Jahre 1975 in den USA und 1980 in Köln doch noch zum Erfolg.
1970 wurde er Dramaturg im Berliner Ensemble, dass er sechs Jahre später bereits wieder verließ. Er wechselte zur Volksbühne in Berlin.

1984 wurde Heiner Müller Mitglied der Akademie der Künste in Ost- Berlin. Vier Jahre später, im Jahre 1988, wurde er wieder in dem Schriftstellerverband aufgenommen.

 Heiner Müller Preise

Im Laufe seines Lebens wurde Heiner Müller unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, den er 1985 erhielt, mit dem Kleist-Preis 1990 und mit dem Europäischen Theaterpreis von 1991.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1104-047 / Link, Hubert / CC-BY-SA; Wikipedia

Gorbimanie

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 21. December 2012

Als ‘Gorbimanie’ bezeichneten die Medien die Euphorie der Deutschen, die sie dem ehemaligen, sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Sergejewitsch Gorbatschow entgegen brachten, als er am 13. Juni 1989 Deutschland besuchte. Sein Besuch veränderte nicht nur ihn und die Menschen, sondern einige Zeit später auch Deutschland und Europa.

 

Gorbimanie der Deutschen

Vier Tage hielt sich Gorbatschow in Deutschland auf und er reiste durch verschiedene Städte um den Kalten Krieg als beendet zu erklären. Das Ende des Kalten Krieges, dass er durch seine Politik, die durch die Begriffe Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) geprägt war, bereits einige Jahre zuvor einleitete.

“In our cooperation to build a better future I would take as a point of departure the fact that the Cold War is now behind us.”
Die Alliierten hatten Frieden geschlossen und durch die Auflösung der Sowjetunion, wurde die USA zum klaren Sieger des kalten Krieges, mit der Bedingung von Seiten der Sowjetunion, dass sie keinen Anspruch auf deren Gebiet stellen.

Die sogenannte ‘Gorbimanie’ kam aber nicht nur auf, weil Gorbatschow das Ende des Kalten Krieges verkündete. Die Menschen fanden Gorbatschow einfach äußerst authentisch und sympathisch. Er wurde als Superstar gefeiert und von den Massen bejubelt. Einer Umfrage von 1987 zufolge war Gorbatschow bei den Deutschen beliebter, als es jemals ein deutscher Politiker in Deutschland gewesen war.

 

Gorbimanie/ Assoziation

Nun könnte man meinen, dass der Begriff ‘Gorbimanie’ rein positiv besetzt ist, aber dem ist nicht so. Andere Länder gebrauchten ‘Gorbimanie’ in ihren Medien eher spöttisch und erklärten die Deutschen für verrückt. Wahrscheinlich taten sie das, weil ihnen die impulsive Verehrung unheimlich war. Es war noch nicht viel Zeit vergangen, dass Deutschland schon einmal einem Politiker so zu Füßen gelegen hatte, der das Volk jedoch hemmungslos manipulierte. Zwar ist Gorbatschow keineswegs mit Hitler zu vergleichen, aber vielleicht wurden andere Länder durch die ‘Gorbimanie’ wieder daran erinnert, wie übersteigert die Deutschen einen Politiker doch verehren können.

 

Bildquellen: RIA Novosti archive, image #359290 / Yuryi Abramochkin / CC-BY-SA 3.0; Wikipedia; Bundesarchiv, Bild 183-1986-0416-418 / CC-BY-SA; Wikimedia Commons

Christa Wolf

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. November 2012

Christa Wolf war eine Deutsche Schriftstellern, deren Werke unter die Kategorie DDR Literatur gezählt werden. Sie wurde im Jahre 1929 geboren und verstarb am 1. Dezember 2011, im Alter von 82 Jahren.


Christa Wolf /Werdegang

In ihrer Kindheit wächst Christa Wolf zusammen mit ihrem Bruder in Landsberg an der Warthe auf, welches heute zu Polen gehört. Ihre Eltern Otto und Herta waren Eigentümer eines Lebensmittelgeschäftes.

Am Ende des Krieges flieht die Familie nach Mecklenburg. Ihr Abitur macht Christa Wolf 1949 in Thüringen und tritt im selben Jahr in die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ein. Dort bleibt sie bis 1989 Mitglied.

Von 1949 bis 1953 studierte Christa Wolf Germanistik in Jena und Leipzig. Noch während ihres Studiums heiratet sie den Schriftsteller Gerhard Wolf und bringt ihre erste Tochter zur Welt, vier Jahre später bekommt sie ihre zweite.

Nach ihrem Studium, von 1953 bis 1959 arbeitet Christa Wolf als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband. Bereits 1958 wird sie zudem Cheflektorin im ‘Verlag Neues Leben’ und von 1958 bis 1959 ist die außerdem noch Redakteurin der Zeitschrift ‘Neue Deutsche Literatur’. Währenddessen wird sie auch erstmals von Ministerium für Staatssicherheit (MfS) kontaktiert, woraufhin sie bis 1962 als geheime Informantin des Staates beschäftigt ist.

Christa Wolf/ Werke

Im Jahre 1961 veröffentlicht Christa Wolf erstmalig ihr Schriftstück ‘Moskauer Novelle’. Dafür bekommt sie in der DDR die Auszeichnung des Kunstpreises der Stadt Halle, in der BRD jedoch, wird ihr Prosawerk nicht veröffentlicht. Ein Jahr später, im Jahr 1962, zieht Christa Wolf in die Nähe von Berlin (Kleinmachnow) und ein Jahr darauf erscheint ihr erster Roman ‘Der geteilte Himmel’. Auch hierfür wird Wolf ausgezeichnet. Im selben Jahr erhält sie den Heinrich-Mann-Preis und Nationalpreis III. Klasse für Kunst und Literatur. Ein Jahr später wird ihr Buch sogar verfilmt, wodurch sie auch in der BRD bekannt wird.


Christa Wolfs Schicksal

Als später an die Öffentlichkeit kam, dass Chista Wolf bei der Stasi war, wurde sie sehr hart kritisiert. Eine Folge dessen war, dass sie sehr stark erkrankte. Am 1. Dezember 2011 starb Wolf an den Folgen ihrer Krankheit.

Bildquelle: BArchBot; Wikimedia Commons

Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. June 2012

Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zeigt Zeitzeugen, die aus 100 Jahren Geschichte einiges an Erfahrung aus vergangener Zeit weiterzugeben haben. Durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial wird Geschichtsunterricht erlebbar gemacht. Insbesondere junge Menschen, die keinen großen Bezug zu manchen Teilen deutscher Geschichte haben, werden durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial näher an die Themen herangeführt. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial umfasst mittlerweile ein recht großes Archiv.

Das Archiv vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Das Archiv beinhaltet Zeitzeugenberichte von 100 Jahren deutscher Geschichte und anderen einschneidenden Ereignissen aus der Welt, wie zum Beispiel die des 11. Septembers. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial ist an einer Zeitleiste entlang chronologisch geordnet. Oben in der Navigationsleiste hat man zudem die Möglichkeit, zwischen bestimmten Ereignissen, wichtigen deutschen Geschichtsthemen und Jahrhundertzeitzeugen zu wählen. Die einzelnen Videos vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial sind mit einer eindeutigen Überschrift und einer erklärenden Unterüberschrift versehen. Wenn einem ein Thema aus dem Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zusagt, muss man nur auf den Play-Knopf drücken und schon geht das Video los. Darunter ist nochmal in kurzen Worten eine Beschreibung zu lesen.

Youtube Channel zum Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Über den Youtube Channel hat man ebenfalls die Möglichkeit, sich das vorhandene Filmmaterial anzuschauen. Es genießt hier einfach nur nicht eine solch geordnete Struktur wie auf der Mutterseite. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit, selber als Zeitzeuge tätig zu werden, sich selbst zu filmen und das fertige Video hochzuladen. Damit das ganze auch inhaltlich seriös bleibt, überprüfen Experten alle Videos auf korrekte geschichtliche und ethische Inhalte. Besonders schön am Gedächtnis der Nation – Youtube Channel ist natürlich die Kommentarfunktion, dass man also in den direkten Diskurs gehen kann. Außerdem wird diese Plattform von vielen jungen Menschen besucht, sodass sie das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial hier auch viel besser erreichen können.

Berliner Mauer Zeitzeugen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. June 2012

Berliner Mauer Zeitzeugen haben extreme Situationen erlebt oder mitverfolgt. Berliner Mauer Zeitzeugen sahen, wie Menschen erfolgreich flohen, waren selbst Flüchtlinge oder mussten miterleben, wie andere an den Folgen der Fluchtversuche ums Leben kamen. Einige unter den Berliner Mauer Zeitzeugen können uns noch etwas aus der Zeit erzählen und machen das Thema für diejenigen, die es nicht miterlebt haben, erfahrbar und vor allem greifbar. Schließlich sind viele von uns unter der selbstverständlichen Voraussetzung der Freiheit groß geworden.

Berliner Mauer Zeitzeugen und der GdN-Jahrhundertbus 2011

Berliner Mauer ZeitzeugenDer Jahrhundertbus 2011 reiste letztes Jahr durch Deutschland, um Berliner Mauer Zeitzeugen für sich zu gewinnen und sie zu interviewen. Das Projekt war sehr erfolgreich, sodass es einige interessante Videos von Berliner Mauer Zeitzeugen auf dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel anzusehen gibt. Alternativ findet man die Videos auch gut strukturiert auf der Internetseite von dem Projekt, Gedächtnis der Nation. Die Berliner Mauer Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Entstehung der Berliner Mauer, dem Leben im Osten und letztlich von dem Fall der Mauer.

Problematik durch die letzten Berliner Mauer Zeitzeugen

Berliner Mauer Zeitzeugen - alte DameIn ca. 50 Jahren wird es wohl die letzten Zeitzeugen der Berliner Mauer geben. Problematisch ist, dass sich die eigenen Erinnerungen mit Erzählungen Anderer immer mehr vermischen werden. An manches, was man gar nicht erlebt hat, wird man meinen, sich erinnern zu können. Zudem neigt man dazu, sich nur große und besondere Ereignisse, wie den Mauerfall, zu merken und vergisst weniger dramatische Momente. Das Bild von der eigenen Person wird grundsätzlich positiver dargestellt, als es vielleicht der Fall gewesen ist. Somit wird die eigene Rolle auch überschätzt und weniger Positives wird vergessen bzw. verdrängt. Das wird die professionelle Arbeit mit Zeitzeugenberichten in der Zukunft eher erschweren, sodass das heutige Material der Berliner Mauer Zeitzeugen das wohl bedeutsamere darstellt.

Bild 1: flickr, Malik_Braun
Bild 2: flickr, architekt2

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

Gedächtnis der Nation

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. May 2012

Gedächtnis der Nation ist ein Verein, der 2006 von den Initiatoren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründet wurde. Gedächtnis der Nation soll Zeitzeugenberichte in Bezug auf die bedeutende Geschichte Deutschlands für zukünftige Generationen zugänglich machen. Gedächtnis der Nation sieht die filmische Aufbereitung von Zeitzeugenerinnerungen als durchaus bedeutsame, gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe. Das Projektteam von Gedächtnis der Nation ist dafür zuständig, die Geschichten historisch einzuordnen und neue Geschichten hinzuzufügen. Mit dem Jahrhundertbus, einem mobilen Filmstudio, reist das Team von Gedächtnis der Nation durch Deutschland, um neue Zeitzeugenberichte einzufangen. Das Team besteht aus Historikern, Kommunikationswissenschaftlern und Journalisten.

 

Volles Maß an Interaktivität bei Gedächtnis der Nation

Gedächtnis der NationDa es sich bei Gedächtnis der Nation um Zeitzeugen handelt, die ihre persönlichen Erlebnisse aus der Zeit der Nachwelt bereitstellen und somit auch die Geschichte etwas greifbarer zu machen, steht der Verein natürlich auch für große Interaktivität. So bieten sich viele Möglichkeiten, sich dem Verein Gedächtnis der Nation zuzuwenden und vor allem, sich selbst Gehör zu verschaffen. So gibt es neben dem Jahrhundertbus einen eigenen Youtube Channel, der zum einen erlaubt, sich Zeitzeugenberichte anzusehen und zum anderen Bürger dazu anregen soll, eigene Zeitzeugeninterviews mit z.B. Familienmitgliedern zu produzieren. Zudem hat Gedächtnis der Nation ein digitales Museum geschaffen, wo sich jeder Interessierte umsonst ein großes und gut strukturiertes Archiv an Zeitzeugenberichten anschauen kann.

 

Bedeutende Ereignisse für das Gedächtnis der Nation

Ein geschichtliches und überaus wichtiges Ereignis, das der Verein mit einbringt, sind das Leben und der Völkermord im Dritten Reich. Das Thema DDR unter der Führung Honeckers, sowie der Mauerbau und Mauerfall sind ebenfalls sehr bedeutsam für die deutsche Geschichte und somit auch für den Verein. Die europäische Integration Deutschlands, die Währungsreform und das aktuelle Thema der Jahrhundertbus 2012 Tour „Leben in der neuen Heimat“ sind ebenfalls bedeutungsträchtige Geschichtsschreibungen Deutschlands und somit auch ein Teil von Gedächtnis der Nation.

Bild: flickr, LeonArts.at

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