Sozialistische Einheitspartei Deutschland

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 21. January 2013

SED ist die Abkürzung für Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Sie war die herrschende Staatspartei von 1949 – 1989 in der DDR und verstand sich als „marxistisch-leninistische Partei der Arbeiterklasse. Sie war eine Vereinigung der KPD und der SPD in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Sämtliche Leitungsfunktionen wurden paritätisch mit ehemaligen KPD- und SPD-Mitgliedern besetzt. Viele Sozialdemokraten waren gegen diese Vereinigung. Sie mussten jedoch dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht nachgeben. Jeder Bürger, der in seinem Leben beruflich vorwärts kommen wollte, war gezwungen, Mitglied der Sozialistische Einheitspartei Deutschland zu werden. 1948 begann die Parteiführung jedoch aufgrund sowjetischer Weisung mit der Umwandlung der Sozialistische Einheitspartei Deutschland in eine leninistische Kaderpartei. Bei Gründung der DDR hielt die Sozialistische Einheitspartei Deutschland bereits alle staatlichen Machtpositionen besetzt. 1950 wurde das Programm von 1946 für überholt erklärt und W. Ulbricht wurde Generalsekretär des ZK. Er stand für den „Aufbau der Grundlagen des Sozialismus“. Von ihm stammt auch der berühmte Satz: „Kein Mensch hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.“

 Sozialistische Einheitspartei Deutschland Mitgliedschaft

Alle fünf Jahre trat der Parteitag der Sozialistische Einheitspartei Deutschland nach indirekten, von der DDR Führung gesteuerten Wahlen zusammen. Dieser war das formal höchste Organ. Durch ihn wurde das Zentralkomitee (ZK) gewählt. Dieses wiederum wählte das Politbüro und das Sekretariat mit dem Generalsekretär. Dieses beiden Gremien bildeten die eigentliche Parteiführung. Eine Aufnahme in die Sozialistische Einheitspartei Deutschland war erst nach einem Jahr Kandidatenzeit möglich und wurde durch die ständige Kreisleitung geprüft und bestätigt.

 Sozialistische Einheitspartei Deutschland Umwandlung

1989 kam es zu Protestdemonstrationen gegen das SED Regime, nachdem die revolutionären Veränderung im Ostblock auch die DDR erfasste. Die Bürger flüchteten in Massen. Honecker trat am 18.10.1989 zurück, Egon Krenz übernahm kurze Zeit den Posten des Generalsekretärs. Ende 1989 distanzierte sich ein Sonderparteitag von der bisherigen Politik und verzichtete auf den Führungsanspruch in Staat und Gesellschaft. Gregor Gysi wurde zum Vorsitzenden gewählt. Zunächst wurde der Parteiname Sozialistische Einheitspartei Deutschland mit dem Zusatz „Partei des demokratischen Sozialismus“ versehen. Seit 1990 besteht nur noch der Name PDS.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-08483-0003 / Köhler, Gustav / CC-BY-SA; Wikipedia

Das letzte Jahr der DDR

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. January 2013

Das letzte Jahr der DDR brach am 9. November 1989 an. Das war der Tag an dem die Mauer zu Fall gebracht wurde. Doch was veränderte sich ab diesem Zeitpunkt? Wie empfanden die Bürger beider Seiten dieses Ereignis und wie wurden die Ost- Deutschen im Westen empfangen? Dieser Artikel beschäftigt sich mit allen diesen Fragen und beschreibt das letzte Jahr der DDR.

Das letzte Jahr der DDR /Fall der Mauer

Den Fall der Mauer konnte zu Beginn wahrscheinlich niemand so recht wahr haben und, dass das letzte Jahr der DDR nun begann erst recht nicht. Fast 30 Jahre lang durchzog der eiserne Vorhang, der angeblich vor dem Faschismus schützen sollte, Deutschland und trennte Ost und West Berlin. Am 9. November 1989 fiel die Mauer am Grenzübergang Bornholmer Straße. In dieser Nacht war es friedlich. Es fiel nicht ein Schuss und jeder der wollte, konnte die Grenze vom Osten in den Westen übertreten. Die West-Berliner empfingen die Ost-Berliner sehr höflich. Sie begrüßten sie freundlich und schenkten ihnen Dinge, wie Babystrampler oder Blumen. In der Nacht des Mauerfalls konnte diejenigen die zwischen Ost und West Berlin hin und her pendelten das Verkehrsnetz umsonst benutzen. So tümmelten sich riesige Menschenmassen in S- und U- Bahnen. Der erste Weg führte zum Kufürstendamm. Dort wurde der Fall der Mauer besonders groß gefeiert. Es gab reichlich zu essen und zu trinken. Es prasselten so viele verschiedene Eindrücke auf die Menschen ein, dass sie wahrscheinlich gar nicht realisierten, dass das letzte Jahr der DDR begonnen hatte und die Mauer für immer der Vergangenheit angehören würde.

Das letzte Jahr der DDR/ Stasi

Auch die Stasi-Zeit war nun zu Ende. Am 15. Januar 1990 wurden endlich auch die Tore der Geheimdienstzentrale in der Normannenstraße in Berlin geöffnet. Die Demonstranten stürmten die Zentrale in der Hoffnung die Männer von der Sicherheit anzutreffen oder noch einige geheime Akten zu finden. Gegen jegliche Hoffnungen der Demonstranten befanden sich jedoch weder Mitarbeiter der Stasi noch geheime ‘Stasilektüre’ in der Zentrale des Geheimdienstes. Das letzte Jahr der DDR hatte schon seit über zwei Monaten begonnen und so hatten sie Zeit, ihre geheimen Akten und sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Bankhaus Mendelssohn

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. January 2013

Das Bankhaus Mendelssohn zog 10 Jahre nach seiner Gründung im Jahre 1815 in die Jägerstraße im Zentrum von Berlin. Der Gendarmenmarkt mit dem französischen und dem deutschen Dom liegt in unmittelbarer Nähe zum Bankhaus Mendelssohn. Das Schauspielhaus steht im kulturellen Zentrum. Zu dieser Zeit trat auch der in Paris beim Bankhaus Fould & Co ausgebildete Bruder vom Gründer (Joseph Mendelssohn) Abraham Mendelssohn Bartholdy in das Bankhaus mit ein. Hier entstand damals das historische Bankenviertel Berlins mit dem Bankhaus Mendelssohn als dem in seiner Zeit wichtigsten Bankhaus in ganz Deutschland. Das Bankhaus Mendelssohn ging später im Nationalsozialismus zwangsweise komplett in die Deutsche Bank auf.

 Bankhaus Mendelssohn in der DDR

Nach dem Krieg machte die DDR aus dem ehemaligen Bankhaus Mendelssohn die Geld- und Devisenbank der DDR und ließ die Bank damit wieder aufleben. Das historische Bankhaus in der Jägerstraße 49-50 ließ die DDR weitestgehend ungenutzt. Durch die hohe Abhängigkeit der DDR von westlichem Geld – und Devisen kamen sehr gute wirtschaftliche Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland in der DDR-Zeit zustande. Die aus dieser Zeit involvierten westlichen Banken, worüber diese Geschäfte abgewickelt wurden, erwarben zügig nach dem Fall der Mauer die ehemalige Geld- und Devisenbank der DDR und damit auch das historische Gebäude – das Bankhaus Mendelssohn.

 Bankhaus Mendelssohn nach dem Fall der Mauer

Das Bankhaus wurde von der französischen Bankengruppe Credit Lyonnais mit erworben. In den Jahren 1991 bis 1994 wurde das historische Gebäude denkmalgeschützt aufwendig renoviert. Das jahrhunderte alte, vom Krieg unversehrte Gebäude wurde mit modernster Informationstechnik, die für den Betrieb einer modernen Deutschen Handelsbank notwendig war, ausgestattet. Der historische Tresorraum mit den Schließfächern und die ehemalige Goldkammer wurden zu Besprechungsräumen ausgebaut. Der ehemalige Kassenbereich wurde als Großraum-Arbeitsbereich umgestaltet. Absolut beeindruckend ist schon der Eingangsbereich vom Bankhaus Mendelssohn mit den riesigen Holzflügeltüren, wo früher die Goldkutschen mit ihren Pferden direkt bis zur Goldkammer durchfuhren.

Bildquellen: Beek 100; OTFW Berlin; Wikipedia

DDR Restaurant

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. January 2013

Für den DDR Bürger war es etwas sehr besonderes, in ein DDR Restaurant zu gehen. Dies lag unter anderem daran, dass ein Besuch im DDR Restaurant für den normalen Arbeiter nahezu unerschwinglich war. Ein Besuch im DDR Restaurant war oft den priviligierteren Staatsbürgern vorbehalten. Ein durchschnittlicher DDR Bürger musste für ein Essen im Restaurant sehr lange sparen. Die Einrichtung im DDR Restaurant glich oft einem Bahnhofsrestaurant, was Größe und Ausstattung anging. Es sollten ja möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit durchgeschleust werden, damit auch in diesem Bereich der Plan erfüllt werden konnte. Die Planwirtschaft machte auch vor den Vergnügungen nicht Halt.

 

DDR Restaurant Tischreservierung

Um einen Tisch im DDR Restaurant zu bekommen, musste man sich monatelang vorher um eine Reservierung kümmern. Zu den Feiertagen war es nur möglich einen Tisch zu bekommen, wenn man schon mindestens ein Jahr vorher einen Platz auf der Reservierungsliste ergattern konnte. Am Reservierungstag musste man sich dann in die lange Schlange der Wartenden einreihen. Nach dem Essen wurde man dann darauf hingewiesen, dass man nun zum Ende kommen sollte, da die nächsten bereits warteten. Es ging dann zu, wie auf dem Bahnhof, was nicht nur der Raumatmosphäre geschuldet war. Freundlichkeit der Kellner und Kellnerinnen war nicht zu erwarten, da man um den Gast ja nicht werben musste, er konnte ja froh sein, wenn er einen Platz in einem DDR Restaurant bekam.

 DDR Restaurant Speisekarte

Die Speisekarte im Restaurant war sehr übersichtlich gehalten. Es gab eben die Gerichte, die man mit den in der Planwirtschaft nach den Erfüllungen des Plans in den landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) erwirtschafteten Lebensmitteln herstellen konnte und was nach dem Exportplan noch übrig war. Zu guten Zeiten gab es auch mal importierte Lebensmittel, worauf dann ein großer Andrang im DDR Restaurant herrschte und auch nur von den priviligierten DDR Bürgern finanzierbar war.

DDR Theater

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. January 2013

DDR Theater gehörten zum festen kulturellen Bestandteil der DDR. Die 70 verschiedenen Bühnen, die es in der DDR gab, unterstanden jedoch einem festen politischen und gesellschaftlichen System. Die DDR Theater hatten niedrige Eintrittspreise und die Kartenverteilung war äußerst gut durchorganisiert, denn sie erfolgte über Verbände, Schulen und Betriebe. Dadurch konnten die DDR Theater eine breite Bevölkerungsmasse erreichen. Die Bühnen der DDR waren jedoch, wie alles in dem Überwachungsstaat nicht frei. Auch in diesem künstlerischen Bereich wurde Aufsicht groß geschrieben.

DDR Theater/ Überwachung

Wie alles in der DDR, wurden auch die DDR Theater durch staatliche Behörden sowie durch die SED überwacht. Man überwachte die Bühnen und sorgte dafür, dass bestimmte Funktionen erfüllt wurden. Theaterstücke wurden, ebenso wie die DDR Literatur dafür benutzt um die Prinzipien des Sozialismus in den Köpfen der Bürger zu festigen. Ähnlich wie in der DDR Literatur kamen in den Stücken meist Hauptfiguren vor, die sich als überzeugte Anhänger des Sozialismus verstanden und das Publikum von ihren Ansichten überzeugen sollten. Die DDR Theater waren aber nicht nur ein Ort der ‘Erziehung’ für die Bürger. Sie sollten natürlich auch dem Zweck der Entspannung erfüllen und einen Ausgleich zum Alltagsleben. Die Bühne diente sozusagen als Ventil, denn nicht selten kamen in den Stücken Sachverhalte zur Sprache, die sonst nur im Rahmen des privaten Lebens geäußert werden durften.

DDR Theater/ Bekannte Namen

Einer der bekanntesten Namen rund um das DDR Theater ist z.B. Bertolt Brecht. Er gründete das Berliner Ensemble zusammen mit seiner Frau Helene Weigel, dass heute im Theater am Schiffbauerdamm beheimatet ist. Helene Weigel war selbst Schauspielerin und leitete das Berliner Ensemble nach dem Tod ihres Mannes. Noch ein bekannter Name im Bereich des DDR Theaters ist Heiner Müller. Er war nicht nur Lyriker und Prosa- Autor, sondern einst auch Dramaturg beim Berliner Ensemble. Das DDR Theater wurde jedoch nicht nur durch Namen wie Brecht, Wiegel und Müller geprägt, sondern noch durch viele weitere.

Bildquelle: Felix O; Bundesarchiv, Bild 183-70329-0007 / Zühlsdorf, Erich / CC-BY-SA; Wikimedia Commons

DDR Lebensmittel

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 3. January 2013

DDR Lebensmittel erinnern uns genauso wie auch die DDR Süßigkeiten an die guten alten Zeiten. Zum Glück gibt es Shops im Internet, die DDR Lebensmittel anbieten. In Momenten des Heimwehs und der Nostalgie ist es uns also heute noch möglich unsere geliebten DDR Lebensmittel zu kaufen.

DDR Lebensmittel /Süßspeisen

Erinnern Sie sich noch an den leckeren Puddings, Grützen, Cremes und die Kaltschale, die besonders im Sommer immer so gut schmeckte? Ein paar dieser Dinge schmecken heute einfach anders als damals und gibt es in normalen Supermärkten nicht mehr. Dass man diese DDR Lebensmittel also im Internet bestellen kann, freut den ein oder anderen darum mit Sicherheit. Da gibt es z.B. die Grützen und die Eis- und Creme Desserts von Komet. Erinnern Sie sich noch? Im Internet gibt es die Sorten Erdbeer, Stracciatella und Schokolade.

DDR Lebensmittel /Kaffee und Kakao

DDR Kaffee und Trinkschokoladen- Liebhaber kommen im Internet auch auf ihre Kosten. Zu empfehlen ist z.B. die ‘Halloren Trinkschokolade’ oder ‘Trink Fix’. Kaffeesorten gibt es auch einige. So steht einem netten Kaffeekränzchen mit DDR Lebensmitteln nichts mehr im Wege. Damit machen Sie sicher so manch einem eine nette Freude.

DDR Lebensmittel /Brotaufstriche

Erinnern Sie sich noch an den ‘kalter Hund Brotaufstrich’ oder ‘Nudossi’? Auch die verschiedenen Frucht- Brotaufstriche von der Marke Werder, waren doch sehr lecker. Für diejenigen, die die DDR Lebensmittel nicht kennen, sollten sie unbedingt probieren. Immerhin ist es ein Stück Geschichte.

DDR Lebensmittel/ weniger Produkte, als im Westen

Trotz der scheinbar großen Vielfalt der DDR Lebensmittel, gab es viele Produkte nicht im Osten. Die Südfrüchte z.B. waren dort im Allgemeinen äußerste Mangelware. Nach der Wende verteilten die West-Berliner Bananen an die Ost-Berliner. So wurde die Banane zum Symbol des Mauerfalls und ein Versprechen für Wohlstand und Freiheit. Denn die Banane gehörte zu den begehrtesten DDR Lebensmitteln.

Reiseregelung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 27. December 2012

Die Reiseregelung in der DDR gehörte zu den Aufgaben des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund). Doch wie genau kann man sich das vorstellen? Was genau versteht man unter einer Reiseregelung?

Reiseregelung/ Zuweisung der Ferienorte

In der DDR konnte man sich den Ort, an dem man seinen Urlaub verbringen wollte, nicht aussuchen. Der FDGB verteilte die Ferienunterkünfte, in den sogenannten FDGB- Ferienheimen, nachdem die Bürger sich lange im Voraus bereits angemeldet hatten. Man musste teilweise viele Monate auf eine Zuweisung eines Ferienortes warten. Hier gab es jedoch einen Trick, um die Reiseregelung zu beschleunigen, denn gehörte man einer Gewerkschaft an, wurde man bevorzugt. So bekam man seinen Platz schneller, aber aussuchen konnte man ihn sich trotzdem nicht.

Die FDGB- Ferienheime waren äußerst knapp. Bekam man kein Ferienheim zugewiesen, konnte man entweder keinen Urlaub machen, oder man besorgte sich eine illegale Unterkunft, für die man oft sehr viel Geld bezahlen musste. In diesem Fall umging man die Reiseregelung, und konnte sich seinen Ferienort wenigstens weitestgehend selbst aussuchen. Weitestgehend natürlich, weil man ja sowieso lediglich innerhalb der DDR reisen durfte.

Reiseregelung/ Ferienorte

In der DDR gab es keine große und spektakuläre Auswahl der Ferienorte. Mithilfe der Reiseregelung durfte man, wenn man Glück hatte, auf eine der Ostseeinseln verreisen. Rügen und Usedom z.B. gehörten zu den beliebtesten Ferienorten. Aber auch die Sächsische Schweiz oder der Thüringer Wald waren eher die schöneren Ferienorte. In Bezug auf Auslandsreisen gab es natürlich eine noch kleinere Auswahl. Man konnte lediglich in befreundete sozialistische Staaten vereisen. Dazu gehörten z.B. Polen und die ČSSR. Bei einer Reisegenehmigung konnte man auch z.B: nach Ungarn, Rumänien oder Kuba reisen.

Manche Reiseziele waren so begehrt, dass es nicht selten zu Lieferschwierigkeiten von Lebensmitteln kam. Das kam vor allem durch die inoffiziellen Feriengäste zustande, mit denen man nicht rechnete. Wozu es die Reiseregelung in der DDR dann eigentlich gab, ist eine andere Frage

Gesundheitssystem der DDR

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. December 2012

Das Gesundheitssystem der DDR war im Vergleich zu dem der BRD höher angesehen. Die Säuglingssterblichkeit war niedriger und die Lebenserwartung war im Osten im Allgemeinen größer, als im Westen Deutschlands. Zudem herrschte in der DDR eine Impfpflicht, es gab eine Vielzahl von Vorsorgeprogrammen für Mütter, Schwangere, Kinder und Jugendliche und es existierte ein zentrales Tumorregister. So galt das Gesundheitssystem der DDR in einigen Ländern als Vorbild, und das Ziel war es international zu den besten zu gehören. So wurden große Geldsummen in einige Bereiche der Medizin investiert.

 

 

Gesundheitssystem der DDR/ Nachteile

Das Gesundheitssystem der DDR konnte jedoch nicht in allem glänzen. Dadurch, dass man das Geld in dem einen Bereich steckte, fehlte es an anderer Stelle. An der Versorgung der Medikamente, für außergewöhnlichere Krankheiten, mangelte es in der Regel. Zudem war die Krankenversorgung zwar flächendeckend, aber qualitativ insgesamt sehr leistungsschwach. Das bedeutete, dass wenn man auf eine spezialisierte Behandlung angewiesen war, die eine längere stationäre Behandlung voraussetzte, bis zu zwei Jahre Wartezeit in Kauf nehmen musste. Auch Dialyseplätze für Nierenerkrankte waren rar. Nicht einmal 40 Prozent der Nierenerkrankten hatten die Möglichkeit auf eine Dialysebehandlung.

Das Gesundheitssystem der DDR hatte jedoch nicht nur für Patienten einige Nachteile, auch das Personal konnte nicht von den großen Geldsummen, die man in das Gesundheitssystem steckte, profitieren. Krankenschwestern z.B, erhielten sehr wenig Lohn. Der Lohn bewegte sich nach abgeschlossener Ausbildung um die 300 Ostmarkt.

Gesundheitssystem der DDR/ Forschung

In der DDR forschte man fleißig an Dingen wie z.B. der Organtransplantation. Man entwickelte unter anderem künstliche Organe, die man jedoch aufgrund der Planwirtschaft nicht produzieren konnte. In dem Gesundheitssystem der DDR war es erlaubt, die Organe eines Toten zu entnehmen, ohne dass die Angehörigen um Erlaubnis gefragt, geschweige denn darüber informiert wurden. So war die DDR auf dem weltweiten Markt des Organspendens ganz vorne mit dabei.

 

DDR Spielzeug

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 17. December 2012

DDR Spielzeug erinnert uns an unsere Kindheit. Jedes Mal, wenn man die alten Spielsachen in die Hand nimmt, fällt einem ein, wie wichtig sie einst für einen waren. Damals, als das Leben noch um einiges unbeschwerter war und man sich im Sommer auf die Wiese vor dem Haus legte um sich stundenlange Geschichten auszudenken, die man mit dem DDR Spielzeug nach spielte. Einst, als man sich noch über kleine Dinge, wie eine Murmelbahn freute und man die unterschiedlichsten, farbenfrohsten Murmeln unter seinen Freunden tauschte und sie sammelte. Murmeln, die aussahen wie Katzenaugen oder glitzernde Murmeln, die in der Sonne funkelten. Oder man erinnert sich an damals, als man von der Tante einen Holzauto zum Geburtstag bekam und es ‘stolz wie Bolle’ seinen Spielgefährten vorführte. DDR Spielzeug war schon was besonderes, wenn man bedenkt womit die Kinder heute spielen. Die Plastikfiguren von heute, sind nicht annähernd so robust und so besonders, wie das DDR Spielzeug von damals.

 DDR Spielzeug online -shop

Liebhaber dürfen sich freuen. Es gibt mehrere online -shops, die die Spielwaren anbieten, die uns an unsere Kindheit erinnern. Ob Plüschtiere, Schlüsselanhänger oder Holzspielzeuge. In den Shops gibt es jedes DDR Spielzeug, dass uns an unsere Kindheit erinnert. Sogar Fernsehfiguren wie der kleine Maulwurf, Schnatterinchen und Pittiplatsch, Frau Elster und Herr Fuchs, sind als Plüschtiere erhältlich. Auch das süße Monchhichi- Äffchen, mit dem Nuckel- Daumen, gibt es im Internet zu kaufen.

DDR Spielzeug heute

Was sehr erfreulich ist, ist dass besonders die Holzspielzeuge der DDR noch heute sehr beliebt sind. Durch ihre liebevoll angefertigten Details, hochwertigen Konstruktionen und durch ihre hohe Qualität, überzeugen diese Spielzeuge noch heute einige Kinder und auch Eltern. Sogar für Kleinkinder sind die Holzspielzeuge geeignet, denn sie haben nicht nur keine scharfen Kanten, sondern auch lockere Teilchen gibt es bei diesen DDR Spielzeugen nicht.

Bildquellen: Történelem p; Carl Steinbeißer; Wikipedia

DDR Rezepte

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. December 2012

DDR Rezepte erinnern uns an die guten alten Zeiten. Zwar hatte die DDR viele Nachteile, aber auch einige Vorteile und die DDR Rezepte gehören mit Sicherheit dazu. Auch wenn man sich die DDR in Zeiten der Arbeitslosigkeit und den hohen Preisen manchmal wieder zurückwünscht, der Mauerfall im Jahr 1989 ist wohl nicht so leicht rückgängig zu machen. In Momenten von Heimweh und Nostalgie können einem die DDR Rezepte helfen, ein Stück Heimat zurück zu holen. Dieser Artikel stellt Ihnen ein tolles Drei-Gänge – Menü aus den altbekannten DDR Rezepten zusammen.

DDR Rezepte /Erster Gang

Schopska Salat

ZUTATENLISTE für 4 Portionen:

500 g Tomaten
500 g grüne Salatgurke
4 Zwiebeln
300 g Paprika
1 Gewürzpaprika, scharf
2 EL Essig
5 El Öl
Salz&Pfeffer
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
Petersilie, gehackt
75 g Käse, gerieben (wenn lagernd Schafkäse)

ZUBEREITUNG:

Tomaten und geschälte Salatgurke würfeln. Zwiebel in ganz kleine Würfel schneiden. Paprika entkernen und in kleine Streifen schneiden.

Gewürzpaprika und Petersilie fein hacken. Salz&Pfeffer, Paprika, Essig, Öl, Knoblauch zufügen. Alles gut vermengen.

Zu letzt Schafskäse (oder anderen Reibekäse) darüber streuen.

Als Beilage empfiehlt sich Weißbrot.

DDR Rezepte /Zweiter Gang

Hammelfleisch mit grünen Bohnen

ZUTATENLISTE für 4 Portionen:

1kg Hammelrippchen
6 Zwiebeln
1kg grüne Bohnen
750g Kartoffeln
75g Bauchspeck
2 EL Mehl
1 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer, Bohnenkraut, Lorbeerblatt, Gewürzkörner, Nelke, Knoblauch

ZUBEREITUNG:

Wasser mit den Zwiebelscheiben, Salz, Lorbeerblatt, Nelke, Gewürzkörnern, Pfeffer und einem Hauch Knoblauch zum Kochen bringen, die in grobe Stücke gehackten Hammelrippchen dazugeben und unter öfterem Abschäumen langsam garkochen.
Die gewaschenen und kurzgebrochenen Bohnen in ausgelassenem Speck und angeschwitzten Zwiebelwürfeln andünsten und in abgeseihter Hammelrippenbrühe mit Salz, Pfeffer und etwas Bohnenkraut kochen. Gleichzeitig auch Kartoffeln für Salzkartoffeln ansetzen.
Den gewürfelten Speck auslassen, die gewürfelten Zwiebeln darin andünsten, Mehl darüberstreuen, eine kräftige Schwitze bereiten und mit etwas Bohnenwasser auffüllen.

Mit dieser sämigen Soße die Bohnen binden, nochmals abschmecken, auf Tellern anrichten, die Stücke von gekochten Hammelrippchen darauf verteilen, mit etwas Pfeffer und Petersilie überstreuen und dazu Salzkartoffeln reichen.

DDR Rezepte/ Dritter Gang

Zitronencreme

ZUTATENLISTE:

1 Sahne-Puddingpulver
1/2 L Wasser
4 EL Zucker
3-4 frische Eier
2 Zitronen

ZUBEREITUNG:

Pudding mit Wasser, aber ohne den Zucker kochen, erst dann zugeben u. kräftig rühren.
Eier trennen.
Eiweiß zu Schnee schlagen; Eigelb mit dem Saft u. eventuell etwas geriebene Schale der Zitronen verschlagen, den abgekühlten Pudding zugeben – etwas länger rühren.
Zum Schluss den steifen Eischnee vorsichtig unterheben.
Kühl stellen u. am selben Tag verbrauchen!

 

Dieses Drei-Gänge–Menü aus DDR Rezepten lässt die Sehnsucht nach der DDR bestimmt ein kleinen wenig vergessen.

Bildquellen: Bopp1; Salimfadhley; Boeks; Wikipedia


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