Berliner Mauer 1961

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 13. June 2013

Der Bau der Berliner Mauer 1961 trennte Ost- und Westdeutschland vollständig voneinander. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man noch mit einer relativ zeitnahen Wiedervereinigung gerechnet. Die Pläne zum Bau der Berliner Mauer 1961 waren ein DDR-Staatsgeheimnis und drangen erst wenige Tage vor dem Beginn des Baus bis zum Bundesnachrichtendienst durch. Bereits seit Mitte der 1950er Jahre hatte die DDR-Regierung ein solches Vorhaben geplant, das Vorhaben wurde bis dato allerdings immer von der sowjetischen Führung abgelehnt. Nach einer Besprechung zwischen Chruschtschow und Ulbricht am 3. August, fiel schließlich der Entschluss zum Bau der Berliner Mauer 1961. Auf einer internationalen Pressekonferenz am 15. Juni hatte Ulbricht noch beteuert, das niemand vorhabe eine Mauer zu errichten. Die westlichen Alliierten wurden zwar im Vorfeld über die Planung drastischer Maßnahmen zur Abriegelung der DDR informiert, gaben sich öffentlich jedoch schockiert über das Ausmaß des Projekts. Aufgrund der Tatsache, dass ihre Zugangsrechte nach West-Berlin nicht eingeschränkt wurden, griffen sie in den Bau der Berliner Mauer 1961 nicht ein. Allerdings wurden bei einer Konferenz am 7. August in Paris Maßnahmen beschlossen die bei einer Eskalation der Situation angewandt werden.

 Bau der Berliner Mauer 1961

In der Nacht vom 12. auf den 13. August wurde mit der Abriegelung der Straßen und Gleiswege nach Westberlin begonnen. Die NVA, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei, 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen waren am Beginn des Baus der Berliner Mauer 1961 beteiligt. Sowjetische Truppen waren als Schutz der Arbeiter entlang der Grenze pBerliner Mauer 1961ositioniert. Obwohl am 13. August nur die Sektorengrenze abgeriegelt wurde, gilt der Tag als Beginn des Mauerbaus. Vereinzelt wurden bereits kleine Mauern errichtet, der größte Teil wurde jedoch mit Stacheldraht und Zäunen abgesperrt. Mit zunehmenden Fluchtversuchen wurde die Abriegelung verstärkt und bei Häusern die auf der Grenze standen wurden die Türen zugemauert. Bis zum September desertieren allein 85 der eingesetzen Sicherheitskräfte nach Westberlin. Weiterhin gelang 400 Bürgern erfolgreich die Flucht. Trotz der Ablehnung der Alliierten gegen den Mauerbau verhielten sich selbige relativ ruhig, besonnen und kompromissbereit, denn niemand wollte aufgrund der angespannten Situation einen Weltkrieg provozieren.

Bundesarchiv, Bild 183-88574-0004 / Stöhr / CC-BY-SA

Volkseigentum

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 21. May 2013

Das Volkseigentum in der DDR war Teil der kommunistischen Grundidee und eine inhaltlich umgestaltete Form des Staatseigentums und demnach Teil des Sozialstaats. Das Volkseigentum der DDR beinhaltete in den 80er Jahren etwa 98% des Produktionsvermögens. Zusammen mit dem Eigentum gesellschaftlicher Organisationen und dem genossenschaftlichen Eigentum bildete es das sozialistische Eigentum. Unter das Volkseigentum der DDR fielen so gut wie alle Naturreichtümer wie Bodenschätze und Landflächen sowie jegliches Gewerbe über Banken bis hin zur Industrie. Dem Wortlaut nach war das Volkseigentum in der DDR das Eigentum jedes einzelnen Bürgers. Rechtlich gab es hier jedoch harte Grenzen, die so weit gingen, dass das Volkseigentum der DDR nur nach staatlichen Plänen genutzt werden durfte. So konnte es nicht verliehen oder veräußert werden, jeglicher geschaffene Mehrwert ging automatisch ins Staatseigentum über und es war in besonderem Maße strafrechtlich geschützt. Durch das „Gesetz zum Schutz des Volkseigentums und anderen gesellschaftlichen Eigentums“ (VESchG) wurde jegliches entwenden von Volkseigentum der DDR mit Strafen von bis zu 25 Jahren Zuchthaus geahndet. Als Abschreckung bestrafte man sogar Kleinstdelikte mit einem Jahr Zuchthaus.

Entstehung des Volkseigentums der DDR

  1. Durch Enteignung von Faschisten, Kriegsverbrechern und Großgrundbesitzern während der Zeit der sowjetischen Besatzung.

  2. Öffentlicher Besitz von Gemeinden und Landkreisen wird in das Volkseigentum der DDR überführt.

  3. Naturreichtümer gelten als Volkseigentum (Gewässer, Bodenschätze, Wälder und Landflächen).

  4. Die Besitztümer von Republikflüchtlingen wurden entweder an Dritte veräußert oder ebenfalls in das Volkseigentum integriert.

  5. Enteignung durch staatliche Zwangsbeteiligung und andere unlautere Machenschaften, welche die Eigentümer dazu zwangen, ihren Besitz in das Volkseigentum der DDR zu übergeben.

Kritik am Volkseigentum der DDR

Das Volkseigentum wird oftmals als andere Form des Staatseigentums bezeichnet. Dies ist insoweit richtig, dass der Staat allein, jegliche Kontrolle über dieses Eigentum besaß. Zwar gehörte das Volkseigentum der DDR nach seiner Definition jedem Bürger, wer allerdings was genau damit machen durfte, wurde vom staatlichen Plan festgehalten. Die Idee, das Eigentum einzelner zum Eigentum aller zu machen, um damit dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen, entwickelte sich zu einem weiteren Werkzeug absoluter staatlicher Kontrolle.

Die Deutsche Frage

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 7. May 2013

Die Deutsche Frage resultierte aus immer wieder auftretenden Problemen zwischen 1806 und 1990 bezüglich der deutschen Einheit. Durch verlorene Kriege wurde Deutschland aufgeteilt bzw. schrumpfte, wodurch die Deutsche Frage durchaus berechtigt war, da niemand zu den entsprechenden Zeitpunkten wusste, wie mit Deutschland weiter verfahren werden sollte und ob es überhaupt weiter in dieser Form existieren wird. Die Zweifel an Deutschlands Bestehen waren mit der Deutschen Frage besonders während der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges sehr groß, da durch die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen (französische, sowjetische, britische und amerikanische) Unsicherheiten herrschten. Durch die allmähliche Wiedervereinigung der französischen, britischen und amerikanischen Besatzungszone zur Bundesrepublik und der Bildung der DDR im Osten schien eine vereintes Deutschland unmöglich.

 

Die Deutsche Frage in wirtschaftlicher Hinsicht

Die Deutsche Frage richtete sich ebenfalls stark auf die wirtschaftliche Stellung Deutschlands aus. Das in Besatzungszonen geteilte Deutschland war nämlich aus wirtschaftlicher Sicht stark angeschlagen. Die jeweilige Besatzungsmacht, also Frankreich, Großbritannien, USA oder Sowjetunion, musste ihre Gebiete selbst versorgen ohne mit einer benachbarten Zone kooperieren zu können. Erst am 1. Januar 1947 kam es zu der Gründung der Bizone und somit zu einem wirtschaftlichen Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungszone. Im März 1948 schloss sich zudem die französische Besatzungszone dem Wirtschaftssystem der Bizone an, wodurch sich die Trizone bildete. Die sowjetischen Besatzer weigerten sich hingegen, dem – aus ihrer Sicht – scheinbar grauenvollen und kapitalistischen System der Nachbarzonen beizutreten und führte die Planwirtschaft fort. Dadurch entstanden zwei verschiedene Wirtschafts- und Währungssysteme in Deutschland, wodurch die Deutsche Frage abermals laut hervorschlug.

 

Besteht die Deutsche Frage immer noch?

Nein, durch die vollständige Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 gilt Die Deutsche Frage als geklärt. Deutschland erhielt mit dem Mauerfall und der Gleichstellung mit anderen Staaten in Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Europäischen Union seine Souveränität zurück. Das bedeutet, dass Deutschland ab diesem Zeitpunkt sowohl politisch als auch wirtschaftlich unabhängig von den ehemaligen Besatzungsmächten agieren kann.

Bildquelle: 52 Pickup, Wikipedia Commons

Deutscher Fernsehfunk

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 23. April 2013

Vom Fernsehzentrum zum deutschen Fernsehfunk

Am 11. Juli 1950 erfolgte der ersten Spatenstich für den Bau des Fernsehzentrums in Berlin-Adlershof. Am 20. Dezember 1951 begannen die ersten Sendeversuche, jedoch nicht für die Öffentlichkeit, da die ersten öffentlichen Fernsehgeräte erst ab Juli 1952 aufgestellt wurden. Am 21. Dezember 1952 startete das „öffentliche Versuchsprogramm“ mit zwei Sendestunden täglich nach 20:00 Uhr und gab damit den Startschuss für den deutschen Fernsehfunk. Ausgestrahlt wurde ein Grußwort und die Nachrichtensendung „Die Aktuelle Kamera“. Empfangen konnten dies in der DDR allerdings lediglich 60 Geräte. Bis 1955 wurde das Sendenetz des deutschen Fernsehfunks großflächig ausgebaut. Es gab drei Sendestudios und einen Übertragungswagen. Am 2. Januar 1956 beendet das Berliner Fernsehzentrum sein Versuchsprogramm und ab dem 3. Januar begann der deutsche Fernsehfunk (DFF) sein Programm.

Vom deutschen Fernsehfunk zum DDR-Fernsehen

Aus politischen Gründen hieß der Sender zu Beginn deutscher Fernsehfunk und nicht DDR-Fernsehen, da er das Fernsehen für ganz Deutschland sein wollte. Dieses Vorhaben schlug jedoch trotz grenznaher Sender fehl. Ende 1958 waren in der DDR über 300.000 Fernsehgeräte angemeldet, welche den deutschen Fernsehfunk empfangen konnten. Am 7. Oktober 1958 wurde das Vormittagsprogramm als Wiederholung für Spätarbeiter eingeführt und einen Tag später hatte der Abendgruß des Sandmännchens sein Debüt. Am 3. Oktober 1969 ging das 2. Programm des deutschen Fernsehfunks (DFF 2) auf Sendung. Dieses war erstmals in Farbe und leitete damit das Farbfernsehzeitalter beim deutschen Fernsehfunk ein. Durch das zweite Programm nahmen auch die Sendestunden sprunghaft zu. Produziert wurde in SECAM in bewusster Abweichung von westdeutschen PAL-System.

Jahr 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1988 1989
Sendestunden/Jahr 786 3007 3774 6.028 6.851 7.704 8.265 9.194 8.900
Durchschn. Sendestunden/Woche 15 58 73 116 132 148 159 177 171

Fernsehen der DDR

Am 11. Februar 1972 wurde der deutsche Fernsehfunk in „Fernsehen der DDR“ umbenannt. Quasi nach der Testphase mit dem deutschen Fernsehfunk entfaltete sich das Fernsehen nun endgültig zum vollwertigen politischen Werkzeug. Während dieser Zeit wurden einige neue Studios hinzugebaut und nach und nach die Abläufe optimiert. So gab es in den 70er noch eine Regie für zwei Studios, da man der Meinung war, dass nur in einem Studio produziert wird, während man im anderen die nächste Produktion vorbereitet. Auch die Technik entwickelte sich rasant weiter und wurde regelmäßig nachgerüstet. Zwar wurde bis 1989 immer noch in SECAM gesendet, allerdings war alles für einen Umstieg auf PAL ausgebaut.

Wendezeit und Abschaltung

Die politische Wende bedeutete für den deutschen Fernsehfunk erst einmal eine Entlastung. Vor allem über Politik konnte zunehmend freier berichtet werden und einige neue Programme gingen auf Sendung. Nach dem Rücktritt der SED-Parteispitze wurde der deutsche Fernsehfunk quasi komplett reformiert. Am 12. März 1990 wurde aus den Programmen DDR-F1 und DDR-F2 wieder DFF 1 und DFF 2. Nachdem bekannt wurde, dass Ost- und Westdeutschland wieder zusammengeführt werden, gestaltete sich das Fernsehprogramm regionaler und neue Korrespondentenbüros entstanden. Durch den Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 verlor der deutsche Rundfunk seine Eigenständigkeit wieder und musste laut Artikel 36 bis zum 31. Dezember 1991 vollständig aufgelöst werden. Der erste Teil der Abschaltung erfolgte am 15. Dezember 1990, bei dem das Erste Deutsche Fernsehen die Senderkette des DFF 1 übernahm. Die endgültige Abschaltung erfolgte schließlich um Mitternacht des 31. Dezembers 1991.

Bericht über den Berliner Mauerfall am 9. November 1989:

 

 

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-G0301-0001-009 / CC-BY-SA, Wikimedia Commons

Der Untergang der DDR

Veröffentlicht von denise am 15. April 2013

Wirtschaftlicher Untergang der DDR

Vom Untergang der DDR spricht man, wenn man den wirtschaftlichen Untergang der DDR beschreiben will. Die starre Planwirtschaft führte zum Untergang der DDR, da die DDR es nicht geschafft hat sich im internationalen Markt als Exporteur zu etablieren. Der Untergang der DDR Wirtschaft hängt ebenso maßgeblich mit Produktionsstopps aufgrund von Ressourcenmangel und den hohen Importkosten zusammen.

Als ressourcenarmes Land war die DDR auf den Import von Lebensmitteln und Rohstoffen angewiesen. Um den Import zu finanzieren, wäre ein ebenbürtiger Export von Nöten gewesen, um den wirtschaftlichen Untergang der DDR zu verhindern. Da der Export von DDR Produkten aufgrund mangelnder Qualität schwierig war und nur geringe Gewinne erzielte, wurde der Import von Ressourcen auf ein Minimum reduziert. Das führte wiederum zu enormen Produktionsstopps, was den Untergang der DDR Wirtschaft beschleunigte, da die Produktionsstopps das Exportwarenangebot der DDR weiter einschränkten.
Die schwache Wirtschaft der DDR musste durch Beträge der Bundesrepublik Deutschland in Milliardenhöhe subventioniert werden.

 

Gesellschaftlicher Untergang der DDRDer Untergang der DDR

Zum Untergang der DDR führte jedoch hauptsächliche die Unzufriedenheit des Volkes die in den 80er Jahren stetig wuchs.Nicht nur weil sozialpolitisch nur die elementarsten Bedürfnisse erfüllt wurden und das System ökonomisch nur noch von der Substanz lebte, sondern auch durch Stellungnahmen der Regierung zu kritischen Themen. Die SED weigerte sich den Reformkurs der Sowjetunion unter Gorbatschow mitzumachen und sprach sich zu einem Weiterbestehen der Mauer für mindestens 100 Jahre aus. Das führte in der Bevölkerung zu großen Protesten wie den Leipziger „Montagsdemonstrationen“.

An der Feier des 40. Jahrestages der Republik leugnete die SED den Untergang der DDR indem sie die DDR ungeachtet der Proteste und des Widerstandes als funktionierenden Staat präsentierte. Die Proteste waren von der Staatssicherheit nicht weiter ohne Waffengewalt im Griff zu halten, wogegen sie sich weigerte. Die Proteste führten innerhalb weniger Tage zum Rücktritt der SED Parteispitze. Nach und nach fiel die Parteidiktatur der SED in sich zusammen, bis es am 9.11.1989 zum Mauerfall kam.

Den Untergang der DDR und vor allem die daraus resultierende politische Wende war eines der bedeutensten Ereignisse des letzten Jahrhunderts.

 

Bildquelle: commons.wikipedia.org Urheber: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-018 / Oberst Klaus

DDR Schauspieler

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. April 2013

Mit der Erfindung des Fernsehens bildeten sich nach und nach auf  öffentlichen sowie privaten Sendern das Unterhaltungssprektrum aus. Schauspieler wurden nun für die Realisierung von Filmen gebraucht. Somit gab es auch in der DDR Schauspieler. Einige DDR Schauspieler haben es sogar nach der Wende zu schauspielerischem Erfolg in der Bundesrepublik Deutschland gebracht und sind zu Stars und Sternchen herangewachsen.

Bekannte DDR Schauspieler sind zum Beispiel:

  1. Ursula Karusseit spielte über 50 DFF (Deutscher Fernsehrundfunk) und DEFA(Deutsche Film AG) Filmen mit und war neben ihrer Tätigkeit als DDR Schauspielerin auch eine große Persönlichkeit des DDR Theaters.

  2. Manfred Krug war auch nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik ein beliebter DDR Schauspieler. Er erzielte vor allem als Serienschauspieler nach der Wende in Serien wie Tatort Erfolge.

  3. Der DDR Schauspieler Rolf Hoppe spielte in den DDR Indianerfilmen den Bösewicht Bashan. Hoppe bekam 1981 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film für die Rolle des Hermann Göring in Mephisto.

  4. Armin Mueller-Stahl hat es für einen ehemaligen DDR Schauspieler weit gebracht. Er hat es nach Hollywood geschafft und wurde 1997 für seine Rolle des David Helfgott in „Shine-der Weg ins Licht“ sogar für den Oscar nominiert.

  5. Der DDR Schauspieler Dieter Bellmann hat in vielen Folgen der Serie „Polizeiruf 110“ mitgespielt.

  6. Angelica Domröse wurde durch ihre Rolle bei „die Legende von Paul und Paula“ zu einer der berühmtesten DDR Schauspielerinnen.

  7. Der Ulrich Mühe war vor allem durch das Theater bekannt. Sein erfolgreichster Film nach der Wende war “Das Leben der Anderen”.

  8. Corinna Harfouch: Die DDR Schauspielerin trat nach der Wende vermehrt in großen Produktionen wie “Der Untergang” und “Das Parfüm” auf.

  9. Katrin Saß erlebte 2003 mit „Goodbye Lenin“ ihr Comeback. Seitdem spielt die Schauspielerin wieder mehrere Rollen in Film und Fernsehen.

  10. Als „Winnetou des Ostens“ wurde Gojok Mitic als DDR Pendant zu Pierre Briece gesehen, dessen Rolle Mitic bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg 1992 übernahm.

Die staatliche Filmgesellschaft der DDR „DEFA“ drehte insgesamt zwischen 1946 und 1990 mehr als 700 Spielfilme, 600 Fernsehfilme für den „Deutschen Fernsehfunk“ und 150 Kinderfilme, bei denen viele DDR Schauspieler zurecht zu ihrer Berühmtheit gekommen sind.

DDR Feuerwehr

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 2. April 2013

Die DDR Feuerwehr setzte sich aus den kommunal verwalteten Feuerwehren der einzelnen Länder der sowjetischen Besatzungszone zusammen. Nachdem 1956 das Brandschutzwesen in den Tätigkeitsbereich der Deutschen Volkspolizei fiel, wurde die DDR Feuerwehr zentral verwaltet.

Die DDR Feuerwehr umfasste, wie die heutige Feuerwehr, mehrere Tätigkeitsbereiche. 1956 erlies die SED das erste Brandschutzgesetz der DDR: Das „Gesetz zum Schutze gegen Brandgefahren“, worin unter anderem die DDR Feuerwehr in sogenannten Brandschutzorgane unterteilt wurde.

Zentrale Brandschutzorgane

Zum zentralen Brandschutzorgan der DDR Feuerwehr gehörte die Hauptabteilung Feuerwehr der Deutschen Volkspolizei und alle Abteilungen der DDR Feuerwehr in den Volkspolizeikreisämtern. Die den unterstellten Feuerlöschkommandos und Brandinspektoren der DDR Feuerwehr gehören ebenso zum zentralen Brandschutzorgan.

Örtliche Brandschutzorgane

Die örtlichen Brandschutzorgane schließen die DDR Feuerwehr in Städten und Gemeinden mit ein. Brandschutzverantwortliche und Brandschutzbeauftragte von Einrichtungen zählen genauso zum örtlichen Brandschutzorgan wie die freiwillige und die Berufsfeuerwehr .

Betriebliche Brandschutzorgane

Unter dem Begriff des betrieblichen Brandschutzorgans versteht man alle Angestellten und Helfer der DDR Feuerwehr, die in der Verwaltungen und im Industrie- oder Landwirtschaftsbereich eingesetzt sind. Im Allgemeinen spricht man in diesem Kontext auch von der Werks- und Betriebsfeuerwehr.

Die kommunalen Berufsfeuerwehren der einzelnen Länder der sowjetischen Besatzungszone wurden mit „Gesetz zum Schutze gegen Brandgefahren“ verstaatlicht. Da das erlassene Gesetz undeutlich formuliert wurde, war es beliebig auslegbar. Somit konnte die SED die DDR Feuerwehr zu diversen Aufgaben einsetzen, die nichts mit dem Aufgabenfeld einer Feuerwehr zu tun haben. Dadurch dass die Feuerwehr bei „inneren Notständen“ gesetzlich eingesetzt werden konnte, wurde die DDR Feuerwehr am 13. August 1961 beim Bau der Berliner Mauer eingesetzt werden, um Hindernisse am Grenzstreifen aus dem Weg zu räumen.
Die Löschwagen, Tanklöschwagen und Feuerwehrfahrzeuge der DDR Feuerwehr wurden ausschließlich von sogenannten volkseigenen Betrieben (VEB), wie dem Werk „Robus“ oder „IFA“ hergestellt. Diese Werke stellten auch einen großen Anteil der Fahrzeuge der Deutschen Volkspolizei her.
Nach der Wende ging die Verwaltung der Feuerwehr wieder an die Kommunen. Das führte zu einem Umrüsten der vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge, da die Drehleitern und Körbe der Feuerwehrfahrzeuge der DDR Feuerwehr nicht den Sicherheitsbestimmungen der Bundesrepublik Deutschland entsprachen.

Die Volkspolizei

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. March 2013

Mit der Gründung der DDR 1949 wurden die Polzeien der Länder der sowjetischen Besatzungszone zur „Deutschen Volkspolizei“ (DVP) vereinheitlicht. Es wurden hauptsächlich Antifaschisten, vorzugsweise Kommunisten, in leitenden Positionen der Volkspolizei eingesetzt. Die Volkspolizei unterstand dem Minister des Inneren der DDR. Die Volkspolizei verfügte über diverse Ausbildungsstellen für die jeweiligen Dienstzweige. Diese Ausbildungsstellen waren über die ganze DDR verteilt. Ab 1962 hatte die Volkspolizei ihre eigene Hochschule in Berlin-Biesdorf. Der Fuhrpark der DVP umfasste hauptsächlich Autos von Marken aus der DDR oder aus der Sowjetunion, aber auch einige importierte Modelle. Beispielsweise importierte die DDR Ende der siebziger Jahre 10.000 VW Golf 1 für den Einsatz als Streifenwagen. Neben der DVP gab es den kasernierten Verband der Volkspolizei: Die Volkspolizei-Bereitschaft (VPB). Dieser Verband gehört nicht zu den Dienstzweigen der Volkspolizei, unterstand jedoch genau wie die DVP dem Ministerium des Inneren.

 Die Volkspolizei untergliederte sich in fünf Zweige. Die Kriminalpolizei, die Wasserschutzpolizei, die Verkehrspolizei, die Schutzpolizei und die Transportpolizei. Die Tätigkeitsbereiche der ersten vier Zweige der Volkspolizei gleichen den gleichnamigen Bereichen der heutigen Polizei. Die Transportpolizei war für die Bewachung des Vehrkehrswesens und dem Schienennetz der Deutschen Reichsbahn zuständig. Die Transportpolizei war an allen großen Bahnhöfen der DDR stationiert. Dieser Zweig der DVP überwachte bis zum Mauerbau auch die Berliner Ringbahn, die der Deutschen Reichsbahn gehörte.

Die Volkspolizei führte 1952 den sogenannten Abschnittsbevollmächtigten (ABV) ein. Dieser war nach sowjetischem Vorbild der erste Ansprechpartner für Bürger, die in Not waren oder eine Aussage machen wollten. Der ABV hatte eine Schlüsselrolle, da er der SED dabei half die DVP als „Polizei des Volkes“ zu präsentieren. Der Abschnittsbevollmächtigte hatte, wie das Ministerium für Staatssicherheit, über die Personenkennzahl (PKZ) Einsicht in diverse gesammelte Daten der Bürger, unter anderem die Hausbücher der Familien.

 Die Grenztruppen der DDR und ihr Vorläufer, die Deutsche Grenzpolizei, gehörten nicht zur Volkspolizei und unterstanden dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Zuletzt arbeiteten bei der DVP mehr als 80.000 hauptamtliche Polizisten. Mit der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990 wurden ungefähr 40 Prozent der DVP entlassen, da die Polizeihoheit an die neuen Bundesländer ging.

DDR Punk

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. March 2013

DDR PunkBeginn der 80er Jahre begann auch in der DDR Punk populär zu werden. In Städten wie Berlin, Leipzig, Erfurt und Halle fand die DDR-Punk-Szene am meisten Anklang. Viele Mitglieder der Bewegung des DDR-Punks wurden bis zur Wende staatlich verfolgt. Im Gegensatz dazu steht, dass gegen Mitte der achtziger Jahre Bands bereits offiziell DDR-Punk Platten veröffentlichten konnten.

Dadurch, dass bereits Ende der Siebziger die Punk-Musik über Großbritannien in die Bundesrepublik Deutschland kam, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Bürger der DDR Punk-Musik über Sender wie den RIAS oder die BBC zu hören bekamen. Infolgedessen wuchs die Szene des DDR-Punks Anfang der achtziger Jahre sehr stark an, was eine erste Verfolgungswelle zur Folge hatte. Allein in Berlin wurden in dieser Zeit Maßnahmen gegen rund 250 DDR-Punks eingeleitet. Das schloss Maßnahmen wie Aufenthaltsverbote, Verhaftungen und Hausdurchsuchungen mit ein. Das sollte die DDR-Punks verunsichern. Während die evangelische Kirche vielen Bands zu Auftrittsgelegenheiten verhalf, stieg die Anzahl der Mitglieder dieser Bewegung Mitte der Achtziger weiter an. Gerade junge und neue Mitglieder der DDR-Punk-Bewegung konnten vom Ministerium für Staatssicherheit dazu gewonnen werden, für sie als inoffizieller Mitarbeiter (IM) zu arbeiten, wodurch die Szene in der DDR immer weiter unterwandert wurde. 1986 begann man von staatlicher Seite aus die Musik in der DDR zu dulden. Die FDJ organisierte eigene DDR-Punk-Konzerte. „Die anderen Bands“, worunter einige alternative Bands zusammengefasst worden sind, veröffentlichten Platten auf dem Staatslabel Amiga. Diese neue Bewegung wurde von vielen abgelehnt und abwertend als „FDJ-Punk“ bezeichnet. Während schon zu Mauerzeiten die Größe dieser Bewegung sank, lösten sich nach der Wende viele Bands auf, denn es gab keinen Bedarf mehr an DDR-Punk-Bands, da die Szene einerseits Mitglieder verlor, andererseits man nun auch internationale Bands hören konnte. Während sich die DDR-Punk-Szene in den Bundesländern der ehemaligen DDR auflöste, erhielt die rechtsextreme Neonaziszene immer mehr Zulauf.

Diese Tendenz ist heutzutage noch zu erkennen, wenn man sich die Wahlergebnisse der neuen Bundesländer ansieht. Rechte Parteien erzielen deutlich höhere Wahlergebnisse in den neuen Bundesländern, als im Rest der Bundesrepublik.

Einige DDR-Punk-Bands wie „Schleim-Keim“ und „Slime“ haben jedoch den Mauerfall überstanden und existierten noch bis zur Mitte der Neunziger Jahre.

Quellen:

Bild: commons.wikimedia.org  Urheber: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0313-318 / Oberst, Klaus / CC-BY-SA

DDR Erziehung

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 23. January 2013

Die DDR Erziehung sollte die Kinder zu sozialistischen Persönlichkeiten formen. Es gehörte zur DDR Erziehung, dass die Geschichte der kommunistischen Parteien sowie Kenntnisse über die SED vermittelt werden sollten. Die sozialistische Ideologie sollte durch die DDR Erziehung in die Gesellschaft getragen werden. Im Erziehungsgesetz von 1974 wird als vorrangig angesehen, alle jungen Menschen zu Staatsbürgern zu erziehen, die den Ideen des Sozialismus treu ergeben sind, als Patrioten und Internationalisten denken und handeln, den Sozialismus stärken und gegen alle Feinde zuverlässig schützen. Die Jugend sollte die revolutionären Traditionen der Arbeiterklasse und die Errungenschaften des Sozialismus achten und verteidigen,Völkerfreundschaft anstreben und antiimperialistische Solidarität üben. In der DDR Erziehung wurde das Streben, sich den Marxismus-Leninismus und die wissenschaftliche Weltanschauung der Arbeiterklasse anzueignen, stark gefördert.

 DDR Erziehung Schule

Der DDR Erziehung wurde vor allem im Kindes- und Jugendalter große Bedeutung beigemessen. Besonders in der Oberschule legte man großen Wert auf die Entwicklung der sozialistischen Persönlichkeit. Die Werte in der DDR Erziehung wurden immer im Gegensatz zur „kapitalistischen Gesellschaft“ gesehen. Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit brachte allerdings keine selbständig handelnden Persönlichkeiten hervor. Gefragt waren angepasste Mitläufer.

 DDR Erziehung im Heim

Wenn die Erziehung im Elternhaus nicht im Sinne des Staates war, d.h. wenn Jugendliche nach der Wertevorstellung der DDR nicht funktionierten, da genügte schon eine nicht gewünschte politische Äußerung, so wurden sie in sogenannte Jugendwerkhöfe gebracht. Dort sollten sie zu „vollwertigen Mitgliedern der sozialistischen Gesellschaft“ erzogen werden. Hier wurde die Erziehung mit Hilfe von schwerer Arbeit und Drill durchgesetzt. Es gab Jugendwerkhöfe, die einem Gefängnis glichen. Diese waren mit meterhohen Mauern und Stacheldraht gesichert. Wer als Jugendlicher in der DDR in die Mühlen des sozialistischen Erziehungssystems geriet und sich nicht anpassen wollte, hat keine Chance, einen Schulabschluss zu erlangen bzw. ein Studium zu beginnen. Die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben gab es in der DDR Erziehung nicht mehr.

Bildquellen: Bundesarchiv, Bild 183-G1023-0031-001 / CC-BY-SA; Bundesarchiv, Bild 183-76029-0001 / CC-BY-SA; Wikimedia Commons


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