Biografie-Wettbewerb mit Zeitzeugen

Veröffentlicht von dominikus am 20. November 2011

Nicht nur die Lebensgeschichten von Berühmtheiten sind es wert, dokumentiert zu werden. Auch sogenannte Normalbürger sind Vorreiter oder Vorbilder. Sie sind Zeitzeugen und haben oft abenteuerliche und für die Geschichtsbücher wertvolle Ereignisse erlebt und es ist wichtig, dies festzuhalten.

Biografiewettbewerb"Was für ein Leben" – Der Biografie-Wettbewerb mit Zeitzeugen

Der bundesweite Biografie-Wettbewerb will Aufmerksamkeit für Zeitzeugen schaffen. Deshalb wird er vom Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin unterstützt. Außerdem wird das Zeitzeugen Projekt von ad.eo filmbiografien, dem MDR und von Generali Zukunftsfonds gefördert. Es werden vor allem engagierte und starke Zeitzeugen-Persönlichkeiten mit bemerkenswerten Biografien gesucht.

Wie können Zeitzeugen am Wettbewerb teilnehmen?

Im Internet kann man unter was-fuer-ein-leben.de die Teilnehmerbedingungen lesen und einen Teilnahmeantrag herunterladen. Auf Anfrage kann man sich auch per Post einen Teilnahmeantrag zuschicken lassen. Es gibt außer der Zeitzeugen Kategorie auch die Themen ‘Persönlichkeit’ und ‘Engagement’. In der Kategorie ‘Zeitzeuge’ soll die Biografie mit Entwicklungen und Ereignissen der Deutschen Geschichte verknüpft sein. Es wir darauf wert gelegt, dass die Biografie differenziert und authentisch erzählt und reflektiert wird. Am Sonntag, den 23. Oktober 2011 wurden im DHM die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs vorgestellt.

Ab sofort können sich Zeitzeugen aus ganz Deutschland bewerben!

Die Teilnehmer müssen ein Teilnahmeformular ausfüllen und eine maximal fünf-seitige Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte beilegen. Als Einsendeschluss ist der 29. Februar 2012 vorgesehen. Aus den Einsendungen wird ein Team aus Historikern und Biografie-Experten Lebensgeschichten auswählen, die dann dokumentarisch verfilmt werden. Die Filme werden dann im Oktober 2012 im Kino des DHM vorgestellt und anschließend an Zeitzeugenarchive weitergeleitet.

Zeitzeugen als Stars in ihrer verfilmten Biografie

Der Biografie-Wettbewerb fand auch in diesem Jahr statt und einige der spannenden Lebenswege, die verfilmt wurden sind die Biografien der Zeitzeugen Claus Fritzsche und Margot Kowaljowa. Ihr Leben war von einer lebenslangen Liebe zu russischen Menschen geprägt. In der DDR brachte ihnen das entgegen der offiziellen Propaganda viele Schikanen ein. Am Sonntag, den 23. Oktober 2011 wurden im DHM die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs vorgestellt.

Foto: flickr, wortmeer

Zeitzeugen befragen

Veröffentlicht von dominikus am 16. November 2011

Zeitzeugen sehen ein Ereignis aus ihrem subjektiven Blickwinkel. Viele wichtige Einzelheiten werden vergessen Deshalb sollte man nach einem Interview mit einem Zeitzeugen das Material immer mit dem von anderen Befragten und Informationen aus Büchern und dem Internet vergleichen. Das Befragen von Zeitzeugen ist eine anspruchsvolle Aufgabe und hier sind einige Tipps, wie man am besten dabei vorgeht. Es gibt nichts interessanteres als lebendig erzählte Geschichte von Zeitzeugen. Ein Mensch, der bei einem bestimmten Ereignis dabei war kann viel spannender berichten als das beste Buch es vermag.

ZeitzeugenTipps zur Befragung von Zeitzeugen

Das Gespräch mit einem Zeitzeugen sollte nach Möglichkeit in dessen Wohnung stattfinden, da es Menschen in ihrer vertrauten Umgebung leichter fällt, sich zu äußern. Man sollte im Thema fit sein und sich vorher gut informiert haben. Am Anfang des Treffens mit dem Zeitzeugen steht eine freundliche Begrüßung und die Frage ob es erlaubt sei, ein Foto zu machen und ein Aufnahmegerät mitlaufen zu lassen.

Auswertung des Zeitzeugen Interviews

Zunächst sollte man die Ereignisse sortieren und alles zusammenschreiben, was der Zeitzeuge zu einem bestimmten Punkt gesagt hat. Nun empfiehlt es sich, die Antworten mit Informationen aus Büchern und dem Internet zu vergleichen und auch mit den Antworten anderer Zeitzeugen. Das Ergebnis kann dann zum Beispiel in Form einer PDF Datei mit einem Foto aufbereitet und in Umlauf gebracht werden.

Mögliche Themenbereiche und Fragen für Zeitzeugen

  • Das Ende des Zweiten Weltkriegs: Wie wurde die Vertreibung aus dem Osten erlebt?
  • Die 1950er Jahre in der Schule: Wurde man wirklich von Lehrern geschlagen?
  • Der Bau der Berliner Mauer: Konnten Sie danach noch Kontakt zu Ihren Verwandten in der DDR halten?
  • Die Deutsche Wiedervereinigung: An welchem Ort hielten Sie sich am 9. November 1989 auf?

Dies sind Beispiele zur interessanten Fragen, die man an einem Zeitzeugen stellen kann. Es empfiehlt sich einen detaillierten Fragebogen zu entwerfen.

Foto: flickr, Robert Agthe

DDR-Aufarbeitung mit Zeitzeugen

Veröffentlicht von dominikus am 5. November 2011

Die Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen galt als eines der gefürchtetsten Gefängnisse in der DDR. Heute werden in der Gedenkstätte Führungen von Zeitzeugen angeboten. Dieses Zeitzeugen Projekt wird nicht überall wohlwollend aufgenommen.

Gedenkstätte HohenschönhausenReichen die Schilderungen von Zeitzeugen?

Ein wissenschaftlich fundiertes DDR-Bild kann man von den Schilderungen von Zeitzeugen nicht erwarten, meint der Potsdamer DDR-Historiker Jürgen Angelow. Dies ist ein Grundproblem der Oral-History. Der Leiter der Gedenkstätte Hubertus Knabe gibt zu Verstehen, dass die Schilderungen von Zeitzeugen nicht ausreichen. Deshalb gibt es in der Gedenkstätte eine ständige Dokumentation, die wissenschaftliche Basisinformationen liefert. Das Konzept des Einbeziehens von Zeitzeugen in die Gedenkstätte zahlt sich aus, was die jährlich wachsenden Besucherzahlen zeigen.

Zeitzeugen in der Aufarbeitung der DDR Geschichte

Der Stasi-Unterlagen-Beauftragte der Bundesregierung und Zeitzeuge Roland Jahn war in der DDR als Oppositioneller in Hohenschönhausen inhaftiert. Die Haftanstalt wurde in den 90er Jahren in eine Gedenkstätte umgewandelt. Das Besondere ist, dass ehemalige Häftlinge die Besucher durch die Räume führen. Sie erzählen den Besuchern ihre Geschichte der Inhaftierung. Roland Jahn findet das gut. Er hält die Verfolgung in der DDR für noch noch nicht aufgearbeitet. Wichtig ist außerdem, dass die Zeitzeugen, indem sie von Ihren Erlebnissen erzählen, ihre eigene Geschichte aufarbeiten und sie sich von der Seele reden können.

Der Zeitzeuge Jürgen Litfin

Der Zeitzeuge Jürgen Litfin ist der Bruder des ersten Maueropfers Günter Litfin an der deutsch-deutschen Grenze 1961. Er hat ein Buch über die Verfolgung durch die Kommunisten geschrieben und es wird ihm vorgeworfen, eine sehr subjektive und ungenaue Darstellung der Geschehnisse von sich zu geben. Die Geschichte seines Bruders kann man auch im Mauerparkmuseum in einer wissenschaftlich aufgearbeiteten Version nachlesen. Zeitzeugen, die Opfer der Verfolgung durch die Staatssicherheit in der DDR wurden, werden immer älter und immer weniger. Es stellt sich die Frage nach der Wichtigkeit von Zeitzeugen in der Aufarbeitung der DDR-Geschichte.

 
Foto: flickr, LucidLama

Zeitzeugen im Zeitzeugenportal

Veröffentlicht von dominikus am 27. October 2011

ZeitzeugenIm Jahr 2009 wurde mithilfe des Bundesministeriums des Innern und der deutschen Bundesländer das Zeitzeugenportal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gegründet. In diesem Online-Portal können Journalisten Kontakt zu Zeitzeugen aufnehmen, die die Ära der deutschen Teilung und deren Überwindung miterlebt haben. Auch Lehrern in Schulen und außerschulischer Bildungsarbeit wird mit dem Zeitzeugenportal geholfen. Zeitzeugen können zu Bildungsveranstaltungen und Unterrichtsprojekten eingeladen werden. Thematische Schwerpunkte sind der Volksaufstand des 17. Juni 1953, die innerdeutsche Grenze und der Mauerbau sowie die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit. Zu diesen Themen werden neben einer Zeitzeugendatenbank auch kompakte Unterrichtsmaterialien und didaktische Konzepte angeboten.

Aufbau und Struktur des Zeitzeugenportals

Das Zeitzeugenportal ist in einen Zeitzeugenbereich und einen Ressourcenbereich gegliedert. Im Zeitzeugenbereich gibt es die teilweise frei zugängliche Zeitzeugendatenbank. Für einen vollständigen Zugang ist eine Registrierung erforderlich. Privatpersonen können sich nicht registrieren. Die Registrierung ist Vertretern von schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit und Medienleuten vorbehalten. Die Zeitzeugen werden mit einem Kurzporträt und Fotos vorgestellt. Im Ressourcenbereich kann man Unterrichtsmaterialien, Bücher und Filme zu den Schwerpunktthemen finden. Ausgewählte Links verweisen auf die Angebote der wichtigen Institutionen der historisch-politischen Bildungsarbeit in Deutschland. Außerdem gibt es einen historischen Kalender, der jeden Tag an Ereignisse "Heute vor 50 Jahren" erinnert.

Die Geschichte des Zeitzeugenportals

Das Zeitzeugenportal ist das Ergebnis kontinuierlicher Gespräche zwischen der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Staatskanzlei Sachsen und dem Bundesministerium des Innern, die 2007 aufgenommen wurden. In einem Schreiben von Rainer Eppelmann im August 2007 an alle Ministerpräsidenten wurden die Bundesländer darum gebeten, den Geschehnissen von 1989/90 eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Es wurde gleichzeitig angeboten, dass die Bundesstiftung Aufarbeitung als Kooperationspartner für gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung stehen würde. Im Oktober 2007 nahm die Ministerpräsidentenkonferenz diese Anregungen auf und beauftragte den Freistaat Sachsen zum Aufbau eines Online-Portals für Zeitzeugen mit der Bundesstiftung Aufarbeitung in Verbindung zu treten.

Das Zeitzeugenportal soll jungen Menschen, die die SED-Diktatur nicht aus eigenem Erleben kennen, veranschaulichen und ‘Erinnerungsbrücken’ bauen.

Foto: flickr, _parrish_

Zeitzeugen der Berliner Mauer

Veröffentlicht von dominikus am 28. July 2011

Zeitzeugen dokumentierten die Geschichte der Berliner Mauer

Berliner Mauer - Brandenburger TorZeitzeugen liefern mit Fotographien zur Berliner Mauer wichtige

Zeitzeugnisse der Geschichte und können damit Menschen motivieren,

selbst Zeitzeuge zu anderen Ereignissen zu werden.

 

Ob in persönlichen Zeitzeugen-Gesprächen, mittels Tonband-Aufnahmen

von Zeitzeugen oder , wie hier dargestellt, vermittels Fotographien von

Zeitzeugen zur Berliner Mauer, werden wichtige Zeitzeugnisse geschaffen,

welche die Geschichte anschaulich machen können.

 

Berliner Mauer – Brandenburger Tor = Lehnartz, Klaus (dt. Bundesarchiv, dieses Zeitzeugnis entstand am 14.Oktober 1967)

Berliner Mauer - Grenzsoldat

Fotos von Zeitzeugen oder solche, die Zeitzeugen ablichten sind wichtige Geschichtsquellen. Diese Bilder zur Berliner

Mauer geben davon einen Eindruck.

Berliner Mauer – Grenzsoldat = Hirschberger, Ralph (dt. Bundesarchiv, 17.01.1990)

Fotographierende Zeitzeugen werden immer auch eine eigene Sicht der Dinge

miteinfließen lassen.

Welches Motiv ein Zeitzeuge wählt, welche Perspektive er

einnimmt. Fotos, auch von Zeitzeugen, sind nicht so objektiv, wie man anfangs meinen

könnte.

Berliner Mauer

Neben der Berliner Mauer, selbst ein Zeitzeugnis, sind auch

die Graffitis Zeitzeugnisse auf der Berliner Mauer

Zeitzeugnisse. Sie sind Artefakte der Menschen jener Zeit

und geben Auskunft über die Mentalitäten jener Zeit.

Solange sie bestehen bleiben, sind sie Teil der Berliner

Erinnerungskultur.

Berliner Mauer - Zeitzeugen

Die Urheber/Rechteinhaber der Fotos, welche hier von Zeitzeugenberlin als Zeitzeugnisse präsentiert werden:

Berliner Mauer – Brandenburger Tor = Lehnartz, Klaus

Berliner Mauer – Zeitzeugen = Urheber unbekannt

Berliner Mauer – Grenzsoldat = Hirschberger, Ralph (dt. Bundesarchiv, 17.01.1990)

Berliner Mauer = KarleHorn

Bitte beachten Sie die  Lizenzbedingungen

Zeitzeugen bei Zeitzeugenbörse.de

Veröffentlicht von dominikus am 22. July 2011

Zeitzeugen im persönlichen Gespräch zu erleben ermöglicht die Zeitzeugenbörse

"Die Zeitzeugenbörse e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, den reichhaltigen Erinnerungs- und Erfahrungsschatz älterer Menschen an jüngere Menschen weiterzugeben und so den generationenübergreifenden Dialog zu fördern".

1993 in Berlin gegründet, wurde die Zeitzeugenbörse von 1994-1997 von der Bundesregierung als Modellprojekt für Vorruheständler gefördert. Seit 1998 arbeitet die Zeitzeugenbörse als unabhängiger gemeinnütziger Verein mit rund 50 Mitgliedern.

Projekte der Zeitzeugenbörse sind der monatlich erscheinende Zeitzeugenbrief, in welchem über aktuelle Veranstaltungen informiert wird, Zeitzeugen über ihre Erfahrungen bei ihren Begegnungen berichten und Themen und Ereignisse der Zeitgeschichte diskutiert und für Zeitzeugen interessante Publikationen der Zeitzeugenbörse und anderer Organisationen veröffentlicht werden, wobei auch Theorie und Praxis von Zeitzeugenarbeit behandelt werden. Sammelbände mit autobiografisch fundierten Geschichten von Zeitzeugen werden ebenfalls veröffentlicht.
Desweiteren werden von der Zeitzeugenbörse Bücher, Broschüren und DVD†˜s produziert , wie z.B. die Video-DVD "Mein Mauerfall" (von Gertrud Achinger, 45 min, Schutzgebühr 5 EUR) oder ein Film zum Mauerbau, der am Mittwoch, den 14. September, ab 15 Uhr bei der Landeszentrale für politische Bildung, 10787 Berlin, An der Urania 4-10/Ecke Kurfürstenstraße ausschnittweise vorgestellt wird.

Der nächste "Halbkreis" der Zeitzeugenbörse, ein weiteres Projekt, findet am Mittwoch, den 17. August von 15-17 Uhr statt. Bei der im August sattfindenden Veranstaltung steht das Buch von Ingrid Taegner "Leben mit der Mauer. Erinnerung einer Berlinerin", erschienen im Frieling Verlag 2009, im Vordergrund, die in Ihrem Buch als Zeitzeugin berichtet, sowie das Gespräch um die Vermittlung von Zeitzeugen mit Schülern, Journalisten und "anderen Nachfragenden".
Die Zeitzeugen der Zeitzeugenbörse wollen zu kulturellen und politischen Ereignissen von der Weimarer Republik bis heute, zum Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, zum geteilten Berlin bis zum Fall der Mauer Rede und Antwort stehen.

Zeitzeugen online

Veröffentlicht von dominikus am 22. July 2011

Zeitzeugen und Zeitzeugenschaft-Projekte nutzen die neuen Medien. Das Internet bietet viele Chancen und Möglichkeiten, mit dem Thema Zeitzeugen und Zeitzeugenberichte umzugehen.

Ein Zeitzeugen-Projekt, auf das ich hinweisen möchte, erreichen Sie unter www.zeit.de/video/2009-11/20-Jahre-Mauerfall_googleMap . Hier werden Videos mit Zeitzeugen präsentiert, die Stellung nehmen.

Ein Bericht mit Betroffenen und Zeitzeugen bietet die ARD Medieathek: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3330380

Auch französische Diplomatie ist interessiert am Thema Zeitzeugen in Bezug auf den Fall der Berliner Mauer: http://www.diplomatie.gouv.fr/fr/pays-zones-geo_833/allemagne_157/colonne-droite_1300/temoignages-sur-chute-du-mur-berlin_20272/voir-les-videos_83893.html Hier finden sich Videos zum Thema (französisch)

Neben dem erfreulichen Ereignis des Mauerfalls, hat es aber auch den Mauerbau gegeben. Wenn der Mauerfall so große Freude bei vielen Menschen ausgelöst hat,  wie haben sie den Mauerbau erlebt? Was waren die Erwartungen, Befürchtungen oder Ängste? Wie haben Menschen zu dieser Zeit dieses Ereignis eingeschätzt, wie hat es sie verändert?

Zeitzeugen und Zeitzeugen-Berichte sind herzlich willkommen!

Die Zeitzeugen-Redaktion

Zeitzeugen der DDR aufgefordert!

Veröffentlicht von dominikus am 11. July 2011

DDR-WappenZeitzeugenBerlin sucht anlässlich des Jahrestages zum Mauerbau der DDR Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die aus erster Hand über Ihre Erlebnisse berichten können.

Haben Sie als Zeitzeuge den Mauerbau in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) miterlebt?                Wolf Biermann Konzert in Leipzig

Wie hat sich Ihnen gegenüber die DDR dargestellt? Berichten Sie als Zeitzeuge über bestimmte Erlebnisse oder den "ganz normalen" Alltag in der DDR, um zur Alltagsgeschichte Deutschlands und Berlins beizutragen.

Waren Sie in Berlin (Lokalgeschichte) und haben die Zeitgeschichte dort miterlebt? Waren Sie eine/einer der über 3Mio. "illegalen" Flüchtlinge? Was hat Sie ausschlaggebend dazu bewogen oder wieso haben Sie es nicht gewagt? Was ist Ihnen am besten vom Leben in der DDR im Gedächtnis geblieben, woran erinnern Sie sich gerne?
Waren Sie Zeitzeuge oder Teil der friedlichen und mutigen Bürgerbewegung? Gedenkstätte Hohenschönhausen

Wurde offiziell oder inoffiziell Gewalt oder Druck auf Sie ausgeübt? Haben Sie selber "für das System der DDR" gearbeitet? Was waren Ihre Beweggründe, hatten Sie Zweifel, betrachten Sie das heute als Fehlverhalten oder inwiefern sehen Sie sich gerechtfertigt?

Wieviel von alledem war für Sie zu spüren, war Teil Ihres Alltags? Was haben Sie als Zeitzeuge direkt miterlebt?

Offizielle Darstellungen lauten immer:
Palast der Republik DDRDie Wirtschaft in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war nicht leistungsfähig genug, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen (Zentrale Planwirtschaft und Abschottung vom Weltmarkt). Die Infrastruktur konnte einem west-deutschen Vergleich nicht standhalten und vieles in der DDR wurde auf Kosten der Umwelt erwirtschaftet. Zudem gab es die Diktatur der SED und die Bekämpfung der Freiheit durch Ausreiseverbot und STASI.

Berichten Sie aus Ihrer persönlichen Perspektive über Alltag und Leben in der DDR und seien Sie Zeitzeugin/Zeitzeuge, der sich der Welt und der Nachwelt mitteilt, um authentische Zeitzeugnisse von echten Zeitzeugen zu geben!

DDR-Bevölkerungsentwicklung 1946-1985

Seien Sie Zeitzeuge!

Veröffentlicht von dominikus am 8. July 2011

Liebe Zeitzeugen und an Zeitzeugenschaft-Interessierte,

die Zeitzeugen-Redaktion fordert Sie auf, Zeitzeugnis abzulegen!

Scheuen Sie sich nicht, uns Ihren Bericht, Ihre Geschichte: Ihr Zeitzeugnis! einzusenden, um dieses an dieser Stelle zu veröffentlichen (auf Wunsch wird Ihr Name geändert).
Sie können über ganz Alltägliches berichten, über aktuelle Themen, Ereignisse aus der Vergangenheit, die Sie selbst miterlebt haben, die Sie wichtig finden, spannend, über welche Sie sich gefreut haben oder sich einfach eine persönliche Meinung gebildet haben. Es werden keine professionellen Artikel erwartet, sondern authentische Berichte, die sich an der Wirklichkeit orientieren. 
Zeigen Sie, dass Sie über sich und Ihre Umgebung nachdenken, sich mit der Vergangenheit oder Gegenwart beschäftigen, dass Sie sie kritisch betrachten oder einfach bewusst miterleben und lassen Sie uns daran teilhaben!

Ob jung oder alt, in Berlin geboren, aufgewachsen, Urlaub machend oder zugezogen, über positive oder negative Erlebnisse schreibend: Werden Sie Teil Berliner Geschichtsschreibung und berichten Sie uns!

Haben Sie Fragen oder suchen Kontakt? Schreiben Sie uns:
zeitzeugenberlin@aol.de

oder nutzen Sie gleich unser: Kontaktformular

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung!

Ihre Zeitzeugen-Redaktion

 

Rege Beteiligung beim Zeitzeugenpreis 2011

Veröffentlicht von dominikus am 20. April 2011

Der Frieling-Verlag vermeldet als Initiator des Zeitzeugenpreises 2011 auch in diesem Jahr eine rege Beteiligung. Unter dem Motto “Ich bin (k)ein Berliner/BrandenburgerGeschichten vom Leben und Ankommen” rief der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann die Berliner und Brandenburger wiederholt zum Schreibwettbewerb auf. Der Berliner Verlag freut sich über den großen Zuspruch und die zahlreichen Einsendungen. Circa 100 Beiträge ganz unterschiedlicher Menschen und Geschichten erreichten die Redaktion des Frieling-Verlags und zeigen die vielseitigen Schicksale der Einwohner Berlins und Brandenburgs. Die Zahl der eingegangenen Wettbewerbsbeiträgen zeigt nicht nur die lebendige Kultur in der Region, sondern auch das Bedürfnis der Menschen Geschichte zu schreiben und ihre Erinnerungen schriftlich zu überliefern. So stellen die Einsendungen eindrückliche Dokumente der Lebensqualität sowie den Wandel in der Region dar.

Frieling-VerlagWie der Verlag auf der Homepage vermeldet, geht es in vielen Beiträgen um Lebensgeschichten, die einen ganz persönlichen Einblick in das Leben der Berliner und Brandenburger geben. Von der Kindheit im Berlin der Kriegs- und Nachkriegszeit oder kleinen brandenburgischen Dörfern, gehören Familiengeschichten und Schicksale zwischen Ost und West zu den Themen. Aber auch alltägliche Eindrücke gaben den Autoren und Autorinnen Anlass zur Reflektion, wie die Erlebnisse auf einer S-Bahn-Fahrt auf der Transitstrecke zwischen Ost- und West-Berlin oder ein Umzug von Jüterbog in den Ostteil der jetztigen Hauptstadt. Wie das Motto des Zeitzeugenpreises verlautete, berichten die Menschen von der Vielfalt im Leben und Ankommen in der Region Berlin und Brandenburg. Sie erzählen aus ihrer persönlichen Sicht im Kontext mit geschichtlichen Ereignissen, was das Besondere am Leben in dieser Region ausmacht. Ob Zugezogene, Berliner Urgestein oder Weggezogene, die aus der Distanz berichten – sie alle tragen mit ihrem Bericht unter verschiedenen historischen Aspekten zur Vielfalt der Zeitgeschichte bei und liefern wertvolle Zeitdokumente.

Wer den Zeitzeugenpreis 2011 erhalten wird, bleibt unter der Vielzahl an Einsendungen spannend und wird am 22. Juni bei der Preisverleihung im Roten Rathaus verkündet werden. Nach einem Festakt werden die besten Beiträge mit weiteren Arbeiten in einer Anthologie veröffentlicht, die im Frieling-Verlag erscheinen wird.

 

 


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