Berlin 1989 – Wie sah es kurz vor dem Fall der Berliner Mauer aus?

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. April 2013

Noch vor dem Mauerfall sah es in Berlin recht düster aus. Familien, Freunde und Bekannte wurden durch den Bau der Mauer getrennt. Zur Zeit der DDR vergaß man diese oder trug eine große Sehnsucht in sich, versuchte die Mauern der DDR zu umgehen oder in diese zu gelangen, um sich wiederzusehen. Kein Wunder also, dass viele Fluchtversuche unternommen wurden. An den Grenzübergängen herrschte allerdings eine strenge Überwachung. Wer auf seiner Flucht erwischt wurde, musste mit dem Schlimmsten rechnen. Schließlich wurde auf Flüchtlinge sogar geschossen, wodurch eine Flucht ein heikles Unterfangen war. So flossen Träume meist dahin, da nicht jeder sein Leben aufs Spiel setzen wollte.
Cover von "Und morgen am Meer" © Ueberreuter Verlag

“Und morgen am Meer”- Flucht aus Berlin 1989

Corina Bomann erzählt in Ihrem Buch „Und morgen am Meer“ die Geschichte zweier mutiger Flüchtlinge, die mehr von der Welt sehen wollten. Milena, eine Ostberlinerin, hatte einen Traum. Sie wollte zumindest einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Eine schier unglaubliche und unmögliche Vorstellung im Sommer 1989. Später lernte sie den Westberliner und Musiker Claudius kennen, in den sie sich verliebte. Claudius wollte ebenfalls das Meer sehen. Gemeinsam starteten sie eine Flucht ins Ungewisse. Sie riskierten ihr Leben, ungeahnt dessen, dass die Mauer am 09. November 1989 fallen würde. Ein dramatischer Ausbruch in die Freiheit, der nicht ohne Hindernisse verläuft. Haben sie es tatsächlich beide lebend geschafft?

Siebentägige Berlin-Rallye

Auf ihrer Flucht passierten die beiden verschiedene Stationen Berlins. In der am Dienstag gestarteten siebentägigen Berlin-Rallye zum Buch „Und morgen am Meer“ werden diese vorgestellt. Es gilt, die Namen von verschiedenen Orten und Gebäuden Berlins herauszufinden, die die beiden Flüchtlinge passiert haben. Mitmachen kann jeder Ratelustige und Geschichtsinteressierte auf pinterest.com. Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Buches „Und morgen am Meer“.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß beim Rätseln und Lesen. 

 

Bildrechte: © Ueberreuter Verlag

Christa Wolf

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. November 2012

Christa Wolf war eine Deutsche Schriftstellern, deren Werke unter die Kategorie DDR Literatur gezählt werden. Sie wurde im Jahre 1929 geboren und verstarb am 1. Dezember 2011, im Alter von 82 Jahren.


Christa Wolf /Werdegang

In ihrer Kindheit wächst Christa Wolf zusammen mit ihrem Bruder in Landsberg an der Warthe auf, welches heute zu Polen gehört. Ihre Eltern Otto und Herta waren Eigentümer eines Lebensmittelgeschäftes.

Am Ende des Krieges flieht die Familie nach Mecklenburg. Ihr Abitur macht Christa Wolf 1949 in Thüringen und tritt im selben Jahr in die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ein. Dort bleibt sie bis 1989 Mitglied.

Von 1949 bis 1953 studierte Christa Wolf Germanistik in Jena und Leipzig. Noch während ihres Studiums heiratet sie den Schriftsteller Gerhard Wolf und bringt ihre erste Tochter zur Welt, vier Jahre später bekommt sie ihre zweite.

Nach ihrem Studium, von 1953 bis 1959 arbeitet Christa Wolf als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband. Bereits 1958 wird sie zudem Cheflektorin im ‘Verlag Neues Leben’ und von 1958 bis 1959 ist die außerdem noch Redakteurin der Zeitschrift ‘Neue Deutsche Literatur’. Währenddessen wird sie auch erstmals von Ministerium für Staatssicherheit (MfS) kontaktiert, woraufhin sie bis 1962 als geheime Informantin des Staates beschäftigt ist.

Christa Wolf/ Werke

Im Jahre 1961 veröffentlicht Christa Wolf erstmalig ihr Schriftstück ‘Moskauer Novelle’. Dafür bekommt sie in der DDR die Auszeichnung des Kunstpreises der Stadt Halle, in der BRD jedoch, wird ihr Prosawerk nicht veröffentlicht. Ein Jahr später, im Jahr 1962, zieht Christa Wolf in die Nähe von Berlin (Kleinmachnow) und ein Jahr darauf erscheint ihr erster Roman ‘Der geteilte Himmel’. Auch hierfür wird Wolf ausgezeichnet. Im selben Jahr erhält sie den Heinrich-Mann-Preis und Nationalpreis III. Klasse für Kunst und Literatur. Ein Jahr später wird ihr Buch sogar verfilmt, wodurch sie auch in der BRD bekannt wird.


Christa Wolfs Schicksal

Als später an die Öffentlichkeit kam, dass Chista Wolf bei der Stasi war, wurde sie sehr hart kritisiert. Eine Folge dessen war, dass sie sehr stark erkrankte. Am 1. Dezember 2011 starb Wolf an den Folgen ihrer Krankheit.

Bildquelle: BArchBot; Wikimedia Commons

Berliner Mauer Opfer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 17. September 2012

Die Berliner Mauer Opfer bilden den traurigen Höhepunkt der unmenschlichen Teilung Berlins in Ost und West zur Zeit des Kalten Krieges. Natürlich forderte die Berliner Mauer Opfer von allen Einwohnern der geteilten Stadt, doch mussten manche von ihnen nicht nur mit dem Schmerz der räumlichen Trennung von ihren Liebsten, sondern mit ihrem Leben bezahlen. Die Zahl der Berliner Mauer Opfer beläuft sich nach Angaben des Zentrums für Zeithistorische Forschung auf 136 Todesfälle. Von diesen 136 Berliner Mauer Opfern waren 98 DDR-Flüchtlinge, 30 Personen aus Ost und West, die ohne Fluchtabsicht getötet wurden oder verunglückten und acht im Dienst getötete Grenzsoldaten.

Gründe für die Berliner Mauer OpferBerliner Mauer Opfer

Schon kurz nach ihrer Errichtung forderte die Berliner Mauer Opfer. Gründe für den Einsatz von Gewalt durch die Grenzsoldaten der DDR waren unter anderem der unbedingte Wille des kommunistischen Regimes, die stetige Abwanderung der DDR-Bevölkerung zu stoppen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Grenzsoldaten mit einem Schießbefehl ausgerüstet und es kam zur Errichtung der Berliner Mauer. Opfer aus der eigenen Bevölkerung wurden hierbei billigend in Kauf genommen, da man auf den Abschreckungseffekt hoffte. Der erste Todesfall, der direkt auf die gewaltsame Trennung der Berliner Besatzungszonen zurückzuführen ist, ereignete sich in der Bernauer Straße. Ida Siekmann sprang aus einem Wohnhaus, um den auf West-Berliner-Seite liegenden Gehweg zu erreichen und starb an ihren Verletzungen. Das erste Berliner Mauer Opfer, das durch den Einsatz von Waffengewalt seitens der Staatsmacht der DDR ums Leben kam, war Günther Litfin, der an der Humboldthafenbrücke erschossen wurde.

Gedenken der Berliner Mauer Opfer

Man gedachte den Berliner Mauer Opfern schon während der Zeit der deutschen Teilung öffentlich. Zwar beschränkte sich dies auf den Westteil der geteilten Republik, doch wurden hier teilweise sogar Straßen nach den Mauertoten benannt. Außerdem wurden an Orten des Geschehens Gedenktafeln in Form von weiß lackierten Holzkreuzen angebracht, wie zum Beispiel an der Ostseite des Reichstagsgebäudes. Des Weiteren wurde 1998 die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße errichtet, die als nationales Denkmal gilt und für immer an die Berliner Mauer Opfer erinnern soll.

Bildquelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-P091010 / CC-BY-SA, Wikipedia

Berliner Mauer Geschichten

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. September 2012

Dass ein so einschneidendes Erlebnis, wie der Bau und das Leben mit der Berliner Mauer Geschichten unterschiedlicher Art, erlebt von den unterschiedlichsten Menschen, hervorbringt, dürfte wenig verwundern. Die Schwierigkeit, diese zu erfahren dagegen schon. Natürlich werden in den Museen mit Ausstellungen zur Berliner Mauer Geschichten über Auf- und Ausbau des „Antifaschistischen Schutzwalles“ und über spektakuläre Fluchten, beziehungsweise Versuche, rekapituliert, doch Berliner Mauer Geschichten aus dem Alltag der Einwohner sucht man hier vergebens. Vor allem für Bewohner der ehemaligen Hauptstadt der DDR gehören die Berliner Mauer und Geschichten zu diesem Zeitabschnitt meist nicht zu den favorisierten Konversationsthemen. Daher hat es sich die Berliner Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße zur Aufgabe gemacht, Zeitzeugen zu befragen und deren Berliner Mauer Geschichten zu sammeln, um sie der breiten Masse zugänglich zu machen.

Berliner Mauer Geschichten aus erster HandBerliner Mauer Geschichten

Eine gut sortierte Auswahl an Berliner Mauer Geschichten aus erster Hand findet sich auf der Internetseite der Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Hier finden sich Berichte von Berlinern über den Alltag im geteilten Berlin vor dem Mauerbau, sowie Erzählungen von der Verwirrung während des plötzlichen Aufbaus und der kontinuierlichen Verstärkung der Berliner Mauer. Geschichten von Fluchten, der oppositionellen Bewegung der DDR und dem Standardverfahren einer legalen Ausreise werden hier genauso angeboten, wie Bildmaterial zu beschriebenen Situationen. Der größte Vorteil beim Stöbern durch die Berliner Mauer Geschichten findet sich allerdings in der Möglichkeit des direkten Vergleichs der Sichtweisen auf das Erlebte und die hierbei auftretenden Unterschiede zwischen Ost- und West-Berlin.

Berliner Mauer Geschichten am Ort des Geschehens

Dank der Initiative der Berliner Gedenkstätte an der Bernauer Straße, ist es nicht nur möglich, Berliner Mauer Geschichten zu verschiedenen Zeitabschnitten der Teilung Berlins nachzulesen, sondern auch Zeitzeugen als Gesprächspartner für Schulklassen während einer Führung über die Gedenkstätte einzuladen. Auch die Vereinbarung von Gesprächen mit Zeitzeugen zu Recherchezwecken wird angeboten. Der Großteil der hier tätigen Zeugen der Teilung der Hauptstadt erzählt die selbst erlebten Berliner Mauer Geschichten mit dem Ziel, das Geschehene der nächsten Generation möglichst lebhaft zu vermitteln.

Bildquelle: Neptuul, Wikipedia

Zeitzeugen Autobiographien

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 28. July 2012

Zeitzeugen Autobiographien bieten eine gute Möglichkeit, sich über geschichtliche Ereignisse aus erster Hand zu informieren. Es gibt viele Wege, sich über die strukturellen Ereignisse zu informieren, doch wie diese Geschehnisse auf die Menschen wirkten, können Zeitzeugen Autobiographien am Besten vermitteln. Häufig sind sie sehr spannend und interessant oder auch lustig geschrieben und lassen sich wie ein Roman lesen. Im Vergleich zu Biographien bieten Zeitzeugen Autobiographien authentischere Eindrücke und Beschreibungen, da eine Fremdrecherche von Ereignissen an einem gewissen Punkt immer an ihre Grenzen stößt. Heutzutage sind diese Zeitzeugen Autobiographien nicht nur als gebundenes Buch oder Taschenbuch, sondern auch als PDF, E-Book-Reader-Dokument oder als Hörbuch zu finden.

Zeitzeugen Autobiographien sind sehr persönliche Werke. Zeitzeugen erzählen dort nicht-fiktive Ereignisse aus der Erinnerung oder mit Hilfe von Dokumenten, Aufzeichnungen, Filmen und Fotos zur Unterstützung nach. Je nach Schreibstil des Autors ähneZeitzeugen Autobiographienln die Zeitzeugen Autobiographien eher einem Bericht oder einer ausformulierten Erinnerung. Dabei decken die Zeitzeugen Autobiographien meist nicht nur bestimmte Vorkommnisse, sondern oft das komplette Leben ab. Der Autor tritt als Zeuge seiner Generation auf. Nach eigenem Ermessen kann er dabei natürlich auch Ereignisse auslassen und manche mehr, manche weniger erläutern. Manche Autoren bauen auch Briefe und Tagebuchaufzeichnungen mit ein und lassen so auch andere Stimmen zu Wort kommen. Für manche Zeitzeugen kann das Verfassen einer solchen Autobiographie kathartisch sein, andere wollen die folgenden Generationen informieren, sodass sich schreckliche Ereignisse nicht wiederholen. Manche freut auch einfach das Verfassen einer Zeitzeugen Autobiographie, das Gefühl, wichtig zu sein. Besonders die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, aber auch andere Museen arbeiten mit Zeitzeugen, sei es durch das Anbieten von moderierten Gesprächen oder durch Verwendung von deren Erzählungen in Ausstellungen. Dies zeigt, wie wichtig Zeitzeugen gerade in dem heutigen, technologischen Zeitalter sind und dass es zwingend nötig ist, Zeitzeugenberichte vor deren Tode in irgendeiner Form für die Nachwelt festzuhalten, wenn sie nicht selbst Zeitzeugen Autobiographien verfassen.

Bildquelle: Tom Murphy VII, Wikipedia

Zeitzeugen des Mauerbaus

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. July 2012

Zeitzeugen des Mauerbaus besaßen sehr unterschiedliche Einstellungen zur Mauer. Die einen befürworteten die Mauer als Schutz vor Faschismus, andere Zeitzeugen des Mauerbaus empfanden tiefe Antipathie gegenüber diesem menschenverachtenden Beton-Wall.

Zeitzeugen des Mauerbaus reagieren entrüstet

Viele Zeitzeugen des Mauerbaus im Westen, wie Karl Burkhof, reagierten mit Entrüstung darauf, dass ihr Berlin in der Nacht des 13.8.1961 unter Schutz der DDR-Volkspolizei eingemauert wurde; West-Berlin hatte dazu sogar spezielle Beleuchtung eingeschaltet. Auch international reagierte man schockiert. Zeitzeugen des Mauerbaus wurden oft von heute auf Morgen von ihren Familienangehörigen separiert; für zahllose Menschen war die Mauer in der Tat ein Gefängnis.

Zeitzeugen des Mauerbaus im Ausland

Zeitzeugen des Mauerbaus finden sich auch in den politischen Lagern. US-Diplomat William Smyser sprach von dem Tod der Hoffnung, der Zeitzeugen des Mauerbausdamalige US-Präsident John F. Kennedy befand eine Mauer für besser als einen Krieg mit der UdSSR. Gewöhnliche Bürger, die Zeitzeugen des Mauerbaus waren, wie der albanische Autor und Historiker Agim Musta, hatten Deutschland gut im Blick. Ob linientreu oder nicht, in dem „Zentrum Europas“ erreichten die Ost-West-Konflikte ihren Höhepunkt. Nur im fremdsprachigen Westradio hörten beispielsweise die Albaner vom Mauerbau. Für Musta zeigte der Mauerbau somit, dass das kommunistische Regime sich gewaltfrei nicht hätte halten können.

Zeitzeugen des Mauerbaus von der Mauer beeinflusst

Mit 28 Jahren existierte die Mauer weit weniger lang als von der SED angedacht. Dennoch hatte ihre lange Existenz massiven Einfluss auf Millionen Bürger, im Extremfall in Form des Todes. Kurt Lichtenstein war laut Regierungsangaben das erste, Chris Gueffroy das letzte Maueropfer. Dennoch gab es Zeitzeugen des Mauerbaus, wie Helga und Wolfgang Aue, deren Liebe auch eine Mauer nicht vernichten konnte.

Zeitzeugen des Mauerbaus als Flüchtlingshelfer

Der Krankenpfleger Günter Malchow, der im Lazaruskrankenhaus an der Grenze arbeitete, sah die Mauer jeden Tag. Auch von seiner Wohnung aus sah er sie. Dieser Zeitzeuge des Mauerbaus kümmerte sich um Verletzungen der Geflohenen, die jeden Tag in das Krankenhaus eingeliefert wurden. Beispielsweise behandelte er Rolf Urban und dessen Ehefrau, welche sich über das Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock über eine Wäscheleine abgeseilt hatten. Rolf Urbans Verletzungen führten, zur Enttäuschung des Zeitzeugen des Mauerbaus Malchow, nach drei Wochen dennoch zum Tod.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-85701-0006 / Stöhr / CC-BY-SA, Wikipedia

Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. June 2012

Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zeigt Zeitzeugen, die aus 100 Jahren Geschichte einiges an Erfahrung aus vergangener Zeit weiterzugeben haben. Durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial wird Geschichtsunterricht erlebbar gemacht. Insbesondere junge Menschen, die keinen großen Bezug zu manchen Teilen deutscher Geschichte haben, werden durch das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial näher an die Themen herangeführt. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial umfasst mittlerweile ein recht großes Archiv.

Das Archiv vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Das Archiv beinhaltet Zeitzeugenberichte von 100 Jahren deutscher Geschichte und anderen einschneidenden Ereignissen aus der Welt, wie zum Beispiel die des 11. Septembers. Das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial ist an einer Zeitleiste entlang chronologisch geordnet. Oben in der Navigationsleiste hat man zudem die Möglichkeit, zwischen bestimmten Ereignissen, wichtigen deutschen Geschichtsthemen und Jahrhundertzeitzeugen zu wählen. Die einzelnen Videos vom Gedächtnis der Nation – Filmmaterial sind mit einer eindeutigen Überschrift und einer erklärenden Unterüberschrift versehen. Wenn einem ein Thema aus dem Gedächtnis der Nation – Filmmaterial zusagt, muss man nur auf den Play-Knopf drücken und schon geht das Video los. Darunter ist nochmal in kurzen Worten eine Beschreibung zu lesen.

Youtube Channel zum Gedächtnis der Nation – Filmmaterial

Über den Youtube Channel hat man ebenfalls die Möglichkeit, sich das vorhandene Filmmaterial anzuschauen. Es genießt hier einfach nur nicht eine solch geordnete Struktur wie auf der Mutterseite. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit, selber als Zeitzeuge tätig zu werden, sich selbst zu filmen und das fertige Video hochzuladen. Damit das ganze auch inhaltlich seriös bleibt, überprüfen Experten alle Videos auf korrekte geschichtliche und ethische Inhalte. Besonders schön am Gedächtnis der Nation – Youtube Channel ist natürlich die Kommentarfunktion, dass man also in den direkten Diskurs gehen kann. Außerdem wird diese Plattform von vielen jungen Menschen besucht, sodass sie das Gedächtnis der Nation – Filmmaterial hier auch viel besser erreichen können.

Berliner Mauer Zeitzeugen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 16. June 2012

Berliner Mauer Zeitzeugen haben extreme Situationen erlebt oder mitverfolgt. Berliner Mauer Zeitzeugen sahen, wie Menschen erfolgreich flohen, waren selbst Flüchtlinge oder mussten miterleben, wie andere an den Folgen der Fluchtversuche ums Leben kamen. Einige unter den Berliner Mauer Zeitzeugen können uns noch etwas aus der Zeit erzählen und machen das Thema für diejenigen, die es nicht miterlebt haben, erfahrbar und vor allem greifbar. Schließlich sind viele von uns unter der selbstverständlichen Voraussetzung der Freiheit groß geworden.

Berliner Mauer Zeitzeugen und der GdN-Jahrhundertbus 2011

Berliner Mauer ZeitzeugenDer Jahrhundertbus 2011 reiste letztes Jahr durch Deutschland, um Berliner Mauer Zeitzeugen für sich zu gewinnen und sie zu interviewen. Das Projekt war sehr erfolgreich, sodass es einige interessante Videos von Berliner Mauer Zeitzeugen auf dem Gedächtnis der Nation – Youtube Channel anzusehen gibt. Alternativ findet man die Videos auch gut strukturiert auf der Internetseite von dem Projekt, Gedächtnis der Nation. Die Berliner Mauer Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Entstehung der Berliner Mauer, dem Leben im Osten und letztlich von dem Fall der Mauer.

Problematik durch die letzten Berliner Mauer Zeitzeugen

Berliner Mauer Zeitzeugen - alte DameIn ca. 50 Jahren wird es wohl die letzten Zeitzeugen der Berliner Mauer geben. Problematisch ist, dass sich die eigenen Erinnerungen mit Erzählungen Anderer immer mehr vermischen werden. An manches, was man gar nicht erlebt hat, wird man meinen, sich erinnern zu können. Zudem neigt man dazu, sich nur große und besondere Ereignisse, wie den Mauerfall, zu merken und vergisst weniger dramatische Momente. Das Bild von der eigenen Person wird grundsätzlich positiver dargestellt, als es vielleicht der Fall gewesen ist. Somit wird die eigene Rolle auch überschätzt und weniger Positives wird vergessen bzw. verdrängt. Das wird die professionelle Arbeit mit Zeitzeugenberichten in der Zukunft eher erschweren, sodass das heutige Material der Berliner Mauer Zeitzeugen das wohl bedeutsamere darstellt.

Bild 1: flickr, Malik_Braun
Bild 2: flickr, architekt2

Gedächtnis der Nation – Oral History

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 12. June 2012

Gedächtnis der Nation – Oral History bedeutet, Zeitzeugen von ihren dramatischen, aufregenden und alltäglichen Erlebnissen aus geschichtsträchtigen Momenten erzählen zu lassen. Die Gedächtnis der Nation – Oral History möchte durch Zeitzeugenberichte Geschichte greifbar und erfahrbar machen. Dabei möchte die Gedächtnis der Nation – Oral History insbesondere junge Menschen näher an die Geschichte heranführen, die gewisse Ereignisse gar nicht erfahren haben und demnach kein Bezug zu bedeutenden Themen haben.

Gedächtnis der Nation – Oral History Interviews

Gedächtnis der Nation - Oral HistoryDas Projekt Gedächtnis der Nation – Oral History setzt sich mit bestimmten Geschichtsthemen auseinander, wie die DDR-Zeit, der 3. Weltkrieg, die Währungsreform oder das Leben von Migranten in Deutschland. Die Gedächtnis der Nation – Oral History thematisiert auch andere wichtige Ereignisse, wie den 11. September. Zuletzt gibt es noch sogenannte „Jahrhundertzeugen“. Hier berichten wichtige Politiker und Prominente von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Interviews von den Zeitzeugen werden in der Gedächtnis der Nation – Oral History auf einem Videoband festgehalten und in einer großen Datenbank auf der Webseite chronologisch und thematisch archiviert. Die Interviews der Gedächtnis der Nation – Oral History werden unter anderem während der jährlichen Jahrhundertbus Tour durch ein eingebautes Aufnahmestudio im Bus in ganz Deutschland eingefangen. Zudem hat jeder Interessent die Möglichkeit, selbst ein Video zu drehen und es beim Youtube Channel von Gedächtnis der Nation einzustellen. Ein Fachteam der Gedächtnis der Nation – Oral History untersucht das jeweilige Material auf Richtigkeit von Fakten, sodass das Material glaubwürdig bleibt und eine fundierte Quelle zu geschichtlichen Ereignissen darstellen kann.

Rechte bei Gedächtnis der Nation – Oral History

Etwas problematisch ist, dass die Zeitzeugen jedes Recht an den Interviews bzw. dem Filmmaterial abtreten. So überträgt der Nutzer seine Rechte nämlich unentgeltlich, sowie zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt dem Betreiberverein. Es ist davon auszugehen, dass das Filmmaterial nicht nur im Archiv aufbewahrt werden soll, sondern beliebig auch in den ZDF History Dokumentationen eingebunden werden sollen. Im Fuß der Startseite befindet sich die Datenschutzerklärung, in der steht, dass der Zeitzeuge alle Rechte an die Gedächtnis der Nation – Oral History abtritt.

Bild: flickr, Foto´s Frans Peeters

DDR Todesstreifen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. May 2012

DDR TodesstreifenDer DDR Todesstreifen war ein wesentlicher Bestandteil der Berliner Mauer. Denn die Berliner Mauer bestand nicht nur aus Mauerwerk, sondern beinhaltete mehrere Ebenen, wie den DDR Todesstreifen. Das östliche Sperrgebiet setzte sich demnach aus einer „5 km-Sperrzone“, einem 500 Meter breiten „Schutzstreifen“ und dem „10 m-Kontrollstreifen“ unmittelbar am Grenzzaun zusammen. Dieser Kontrollstreifen oder DDR Todesstreifen war zeitweise vermint oder mit Selbstschussanlagen versehen. So wurde der DDR Todesstreifen von allen Sichthindernissen befreit. Der DDR Todesstreifen durfte nur mit ausdrücklicher Erlaubnis und in Sonderfällen betreten werden. Die in Wachtürmen und Bunkern positionierten Grenztruppen der DDR trugen die Pflicht, jede Auffälligkeit am DDR Todesstreifen zu melden.

Opfer am DDR Todesstreifen

Um mal einige Menschen zu nennen, die dem DDR Todesstreifen zum Opfer fielen, werden hier zwei bedeutende Namen mit kurzer Geschichte aufgeführt:

DDR Todesstreifen - Innerdeutsche GrenzePeter Fechter war gerade mal 18 Jahre jung und starb einen tragischen Tod am DDR Todesstreifen. Am Nachmittag des 17. August 1962 ereignete sich der schreckliche Vorfall. Der Mauergelehrte versuchte mit seinem Freund und Arbeitskollegen, die Mauer zu überklettern. Während es Helmut Kulbeik gelang, wurde Fechter mit drei Schüssen nieder gestreckt und fiel auf die Berliner Mauer Ostseite in den DDR Todesstreifen zurück. Dort blieb er über eine halbe Stunde liegen und verblutete vor den Augen Anderer, die ihn alle zu ignorieren versuchten.

Das letzte Opfer am DDR Todesstreifen war der 21 Jahre junge Mann Chris Gueffroy. Er sollte in den Grundwehrdienst gezogen werden, doch sein Wunsch, aus Ostberlin zu flüchten, wurde nicht zuletzt aufgrund seiner bereits geflohenen Freunde immer größer. Ein Grenzsoldat, der zugleich ein Freund von Gueffroy war, berichtete, dass der Schießbefehl am Grenzstreifen eingestellt worden sei. Darin sah Chris Gueffroy seine Chance. Am 6. Februar versuchte er nachts mit einem Freund von Treptow nach Neukölln zu fliehen. Dort wurden sie bei der Überwindung des letzten Metallgitterzauns von einem Grenzsoldaten entdeckt, der Chris Gueffroy mit zwei Schüssen tötete. Auch er erlag seinen Verletzungen im DDR Todesstreifen.

Bild 1: Wikipedia, Heinz-Josef Lücking
Bild 2: Wikipedia, Alexrk2

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