Mauerfall – 23. Jahrestag

Veröffentlicht von dominikus am 9. November 2012

Der Berliner Mauerfall jährt sich in diesem Jahr zum 23. Mal.

Zeitzeugenberlin widmet sich in einem kleinen Beitrag dem großen Ereignis. Es sind zahlreiche Elemente, die an die Berliner Mauer und vor allem an den Bau der Berliner Mauer erinnern und somit auch den Fall im Jahre 1989 als eine Erlangung der Freiheit aufzeigen. Denn die Freiheit stand immer im Vordergrund, was auch der gefürchtete Berliner Mauer Todesstreifen nicht besänftigen konnte. Die Erinnerung an diese Tage ist vor allem der Stiftung Berliner Mauer zu verdanken, die 2008 gegründet wurde. Kurz vor diesem bedeutenden Tag hat die Stiftung eine neue mobile Internetseite freigeschaltet, die den Besuchern nicht nur drei Touren vorschlägt, sondern auch u.a. die Vorgeschichte der Berliner Mauer und die Berliner Mauer Flucht näher bringt. Denn die Berliner Mauer heute sollte nicht nur zu einer weiteren touristischen Attraktion, sondern immer als ein Teil der Erinnerungskultur in Deutschland angesehen werden. Diese wird vor allem durch die Zeitzeugen des Mauerbaus und die damit verbundene Oral History ermöglicht. Denn es sollte nicht vergessen werden, dass es in den Jahren vor dem Berliner Mauerfall zahlreiche Berliner Mauer Opfer gab. Zu diesem Tag würde ich persönlich folgende Berliner Mauer Tour vorschlagen:

Angefangen vom Checkpoint Charlie über das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer bis zum Brandenburger Tor, dem Symbol der Teilung Deutschlands.

Nach solch einer Tour, die ich auch als Berliner Mauerradweg im Winter besonders empfehle, sollte sich jeder persönlich über die Folgen der Berliner Mauer Gedanken machen, um auch den 23. Jahrestag und dessen Bedeutung in seiner Vollkommenheit verstehen zu können.

 

 

 

Es gibt zudem zahlreiche Veranstaltungen, die an den Mauerfall erinnern sollen. Meistens sind es jedoch politische Ereignisse, welche durch ihre Form nochmals die Wichtigkeit dieses Tages unterstreichen. Zum einen gibt es eine Gedenkveranstaltung in der Bernauer Straße, an welcher auch der Regierende Bürgermeister Wowereit teilnimmt. Zum anderen gab es heute morgen in der Kapelle der Versöhnung eine “Gedenkandacht 23. Jahrestag des Mauerfalls”, bei welcher an die Opfer des DDR-Grenzregimes erinnert wurde.

Ein weiteres Highlight ist die Online-Ausstellungen über das Ende des Kalten Krieges, die das Google Cultural Institute u.a. mit dem DDR Museum und der Robert-Havemann-Gesellschaft zum 23. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer veröffentlicht hat.

Bildquelle: Dieter Brügmann; Wikimedia Commons

Alliierte in Berlin

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 1. November 2012

Im Londoner Abkommen vom 19. bis zum 30. Oktober 1943 wurde die Dreiteilung Berlins festgelegt. Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges (USA, Großbritannien und die Sowjetunion) sollten jeweils einen Teil der Stadt erhalten. Am 1. Mai 1945 wurde das Protokoll jedoch ergänzt, denn auch Frankreich sollte nun einen Teil erhalten. Obwohl Frankreich nicht zu den Siegermächten zählte, weil es im Krieg gegen Deutschland kapitulieren musste, bekam das Land den vierten Teil Berlins. So unterzeichneten die vier Länder am 5. Juni 1954 die Berliner Erklärung. Dass Frankreich am Ende doch noch eine Besatzungszone Berlins erhielt, hatte sozusagen freundschaftliche Motive, denn das Land baute im Ausland die Forces Françaises Libres auf, die auf Seiten der Alliierten, für die Befreiung Frankreichs kämpfte. Welches Land welche Besatzungszone erhielt, ist in folgendem Abschnitt aufgeführt.

Alliierte in Berlin /Besatzungszonen

Zu den Alliierten in Berlin zählten also nicht nur die USA, Großbritannien und die Sowjetunion, sondern auch Frankreich. Die westlichen Staaten erhielten West- Berlin und die Sowjetunion bekam Ost- Berlin und damit die Bezirke: Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Treptow, Pankow, Weißensee, Lichtenberg, Köpenick, Marzahn, Hohenschönhausen und Hellersdorf. Um das zu verdeutlichen und um die Flucht der Bürger der DDR zu verhindern, baute die Sowjetunion 1961 die Mauer, die Ost- und West- Berlin trennte. Die USA erhielt die südlichen Bezirke West-Berlins (Kreuzberg, Schönberg, Zehlendorf, Tempelhof und Neukölln), Großbritannien die Mitte (Tiergarten, Charlottenburg, Wilmersdorf und Spandau), und Frankreich bekam die nördlichen Bezirke des westlichen Teils der heutigen Hauptstadt, nämlich Wedding und Reinickendorf. Berlin war somit sorgfältig unter den Alliierten aufgeteilt und bildete ein zerstückeltes Ganzes.

Alliierte in Berlin/ Ende der Besatzungszeit

Mehr als 28 Jahre teilte die Mauer Berlin.

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 wurde die Mauer wieder zu Fall gebracht. Ein Jahr darauf, am 12. September 1990 wurde das Ende der Besatzungszeit durch die Alliierten in Berlin in dem Zwei-Plus-Vier– Vertrag in Moskau dann endgültig besiegelt. Die Wiedervereinigung Deutschlands war vollzogen.

Bildquelle: Incnis Mrsi; Wikipedia

DDR Grenzsoldaten

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 25. September 2012

Die DDR Grenzsoldaten, die schon die Außengrenzen der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 die der DDR bewachten, waren für die ersten 12 Jahre ihres Bestehens keine Soldaten, sondern eine Art paramilitärische Einheit. Da Deutschland aufgrund der Vorgaben der Alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges kein stehendes Heer und somit auch keine DDR Grenzsoldaten besitzen durfte, bezeichnete man diese Einheit als Grenzpolizei der DDR. Grenzsoldaten der NVA übernahmen erst mit dem Mauerbau 1961 die Bewachung der Außengrenzen zu Land, Wasser und Luft und der Berliner Mauer. Am Vorbild der sowjetischen Schutzmacht orientiert, wurden die DDR Grenzsoldaten in Grenzregimenter gegliedert und dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt.

Aufgaben der DDR Grenzsoldaten DDR Grenzsoldaten

Zu den Aufgaben der DDR Grenzsoldaten gehörten natürlich die Sicherung der territorialen Integrität des „Arbeiter- und Bauernstaates“ nach außen und die Verhinderung und Vorbeugung von Grenzdurchbrüchen nach innen. Zur Realisierung der zweiten Hauptaufgabe der DDR Grenzsoldaten diente ein, vom Ministerium für Staatssicherheit erteilter Schießbefehl, der bei allen Grenzdurchbrüchen zum Tragen kommen sollte und somit auch nicht vor dem Feuern auf Frauen und Kinder halt machte. Des Weiteren zählte die Funkaufklärung zum Tätigkeitsbereich der DDR Grenzsoldaten. Bei dieser Aufgabe handelte es sich tatsächlich allerdings hauptsächlich um das Abhören von Funksprüchen des Bundesgrenzschutzes der BRD und von Nato-Truppen. Auch die Instandhaltung der Grenzanlagen, sowie die Kontrolle an Grenzübergängen gehörte zu den Aufgaben der Grenztruppen, wobei diese Aufgabe mit dem Zoll und Zivilkräften gemeinsam bewältigt wurde.

Öffentliche Wahrnehmung von DDR Grenzsoldaten

Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit bezüglich der Ausübung der Tätigkeit der DDR Grenzsoldaten unterschied sich in Ost- und West-Deutschland natürlich extrem. So wurden die Grenztruppen in der DDR als tapfere junge Männer angesehen, die ihr Vaterland schützen und nur Befehle ausführen. In West-Berlin herrschte allerdings das Bild der „schießwütigen Verrückten an der Mauer“ vor. Besonders nach dem tragischen Tod von Peter Fechter, den die NVA angeschossen im Todesstreifen verbluten lies, gab es im Westteil Berlins Demonstrationen und vereinzelte Angriffe auf Grenztruppen der DDR an der Mauer. Nach der Wiedervereinigung kam es in der BRD zu mehreren Prozessen gegen die Hauptverantwortlichen für die Todesfälle an der Berliner Mauer. Heute sind ehemalige DDR Grenzsoldaten beispielsweise als Autoren darum bemüht, das Bild der Grenztruppen differenzierter darzustellen.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-1982-0327-006 / CC-BY-SA, Wikipedia

DDR Grenzanlagen

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. September 2012

Die DDR Grenzanlagen bildeten zur Zeit ihres Bestehens die aufwendigste und am besten gesicherte Grenze Europas. Da die DDR Grenzanlagen nicht nur Republikflüchtlinge, sondern auch den Klassenfeind aus dem kapitalistischen Westen abschrecken sollten, war dieser Standard nachvollziehbar. Um diesen an sich gestellten Maßstab zu erfüllen, wurden die DDR Grenzanlagen ständig optimiert und im Personal aufgestockt. Es wurden keine Mühen von Seiten des Regimes gescheut, um die Topografie an die Anlagen anzupassen. So wurden ganze Dörfer umgesiedelt, Hügel planiert und sogar Gebiete mit den Westalliierten getauscht. Insgesamt starben bis zum Fall der Mauer 848 Menschen an den DDR Grenzanlagen zu Land und Wasser.

DDR Grenzanlagen in Berlin

Den wohl bekanntesten Teil der DDR Grenzanlagen bildete die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin, welche die Stadt auf einer Länge von 44km teilte. Sie unterschied sich nicht nur aufgrund ihrer überraschenden Errichtung, sondern auch wegen ihrer Beschaffenheit von den übrigen DDR Grenzanlagen. Die Umgebungsbeschaffenheit zwang die Verantwortlichen der DDR Grenzanlagen, nur zwei Mauern aus Betonfertigteilen zu errichten, zwischen denen sich nur Kontrollstreifen, Zäune, Wachtürme und Panzersperren befanden. Des Weiteren war der „antifaschistische Schutzwall“ im Stadtgebiet Berlin weder zu Wasser, noch an den Grenzübergängen mit der innerdeutschen Grenze zu vergleichen.

DDR Grenzanlagen der innerdeutschen Grenze

Verglichen mit den DDR Grenzanlagen vor Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hatte die Berliner Mauer den Charakter einer provisorischen Absperrung. Denn an den exponierten Abschnitten der Landesgrenze der DDR wurden besonders schwere Geschütze aufgefahren. Vor der ersten Befestigung befand sich an diesem Teil der Grenze ein 5km breites Sperrgebiet, gefolgt von Zäunen, Türmen, Gräben, Minenfeldern, Selbstschussanlagen, Hundelaufanlagen und Unmengen an Stacheldraht. Zudem patrouillierten Soldaten im Hinterland über den Luftraum. Auch der Einsatz der Bevölkerung zu Bespitzelungszwecken von Nachbarn oder Reisenden gehörte zur dauerhaften Grenzsicherung. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die DDR Grenzanlagen der innerdeutschen Landesgrenze weit mehr Todesopfer forderten, als die an der Berliner Mauer.

DDR Grenze

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 20. September 2012

Hintergründe zur DDR Grenze

Die DDR Grenze umfasste während ihres Bestehens bis zum Jahr 1989 circa 1400 km und erstreckte sich vom Dreiländereck Bayern, Sachsen und Böhmen im Süden bis zur Lübecker Bucht an der Ostsee. Dieser Teil der DDR Grenze wurde im deutschen Sprachgebrauch als innerdeutsche Grenze bezeichnet und trennte die DDR von der BRD. Der Verlauf dieser DDR Grenze beruhte auf der Aufteilung des deutschen Bundesgebietes zwischen den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkrieges in Besatzungszonen.

DDR Grenze während des Kalten Krieges

Zur Zeit des Kalten Krieges gab es an dieser DDR Grenze nicht nur einen streng bewachten Grenzverlauf, der West- und Ostdeutschland voneinander trennte, sondern die Grenzlinie zwischen zwei Systemen. So standen sich an der DDR Grenze das marktwirtschaftlich-kapitalistische System im Westen und das planwirtschaftlich-sozialistische System im Osten gegenüber. Doch viel entscheidender für den strategisch geplanten und technisch versierten Ausbau der DDR Grenze zur BRD war die Tatsache, dass es sich bei ihr um eine Art Frontlinie zwischen den Staaten der Nato und denen des Warschauer Pakts handelte. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die DDR Grenze selbst an weniger frequentierten Abschnitten über Wachtürme, Gräben, Stacheldraht, Hundelaufanlagen, Mienen und Zäune mit Selbstschussvorrichtungen verfügte. Während ihres Bestehens forderte die innerdeutsche Grenze insgesamt 371 Todesopfer, was beinahe die Hälfte aller Todesfälle durch Fluchtversuche aus der DDR ausmachte.

DDR Grenze heute

Da die Grenze über 40 Jahre bestand und viele Grenzabschnitte kaum betreten wurden, hatte die Natur genug Zeit, sich in dem bis zu 50m breiten Streifen frei zu entfalten. Um die in diesen Abschnitten entstandene Flora und Fauna zu schützen, wurde 1989 das „grüne Band Deutschland“ gegründet. Dieses erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt engagiert sich seit Aufhebung der deutschen Teilung für die Erhaltung der entstandenen Biotope. Außerdem gibt es über zwei Dutzend Museen in Deutschland, die sich gegen ein Vergessen einsetzen und teilweise in mühevoller Eigenregie die authentischen Außenanlagen erhalten. So wird trotz Wiedervereinigung stets ein Teil der DDR Grenze bestehen bleiben.

Berliner Mauer Opfer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 17. September 2012

Die Berliner Mauer Opfer bilden den traurigen Höhepunkt der unmenschlichen Teilung Berlins in Ost und West zur Zeit des Kalten Krieges. Natürlich forderte die Berliner Mauer Opfer von allen Einwohnern der geteilten Stadt, doch mussten manche von ihnen nicht nur mit dem Schmerz der räumlichen Trennung von ihren Liebsten, sondern mit ihrem Leben bezahlen. Die Zahl der Berliner Mauer Opfer beläuft sich nach Angaben des Zentrums für Zeithistorische Forschung auf 136 Todesfälle. Von diesen 136 Berliner Mauer Opfern waren 98 DDR-Flüchtlinge, 30 Personen aus Ost und West, die ohne Fluchtabsicht getötet wurden oder verunglückten und acht im Dienst getötete Grenzsoldaten.

Gründe für die Berliner Mauer OpferBerliner Mauer Opfer

Schon kurz nach ihrer Errichtung forderte die Berliner Mauer Opfer. Gründe für den Einsatz von Gewalt durch die Grenzsoldaten der DDR waren unter anderem der unbedingte Wille des kommunistischen Regimes, die stetige Abwanderung der DDR-Bevölkerung zu stoppen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Grenzsoldaten mit einem Schießbefehl ausgerüstet und es kam zur Errichtung der Berliner Mauer. Opfer aus der eigenen Bevölkerung wurden hierbei billigend in Kauf genommen, da man auf den Abschreckungseffekt hoffte. Der erste Todesfall, der direkt auf die gewaltsame Trennung der Berliner Besatzungszonen zurückzuführen ist, ereignete sich in der Bernauer Straße. Ida Siekmann sprang aus einem Wohnhaus, um den auf West-Berliner-Seite liegenden Gehweg zu erreichen und starb an ihren Verletzungen. Das erste Berliner Mauer Opfer, das durch den Einsatz von Waffengewalt seitens der Staatsmacht der DDR ums Leben kam, war Günther Litfin, der an der Humboldthafenbrücke erschossen wurde.

Gedenken der Berliner Mauer Opfer

Man gedachte den Berliner Mauer Opfern schon während der Zeit der deutschen Teilung öffentlich. Zwar beschränkte sich dies auf den Westteil der geteilten Republik, doch wurden hier teilweise sogar Straßen nach den Mauertoten benannt. Außerdem wurden an Orten des Geschehens Gedenktafeln in Form von weiß lackierten Holzkreuzen angebracht, wie zum Beispiel an der Ostseite des Reichstagsgebäudes. Des Weiteren wurde 1998 die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße errichtet, die als nationales Denkmal gilt und für immer an die Berliner Mauer Opfer erinnern soll.

Bildquelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-P091010 / CC-BY-SA, Wikipedia

Die Berliner Mauer heute

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. September 2012

Die Berliner Mauer heute als Relikt

Was von der Berliner Mauer heute übrig geblieben ist, umfasst nur einen Bruchteil des „Antifaschistischen Schutzwalles“, der auf einer Länge von 44 km Berlin in Ost und West teilte. So umfasst der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer heute gerade einmal 1,3 km und befindet sich im Bezirk Friedrichshain an der Spree. Vergessen sind die trostlosen Jahrzehnte, in denen der heute so belebte Potsdamerplatz ein riesiges, als Todesstreifen bekanntes, Brachland war. Nur noch einige kleine Stücke der Berliner Mauer stehen heute vor dem Eingang zur S-Bahnstation. In der Bernauer Straße wurde dagegen nicht nur ein Teilabschnitt der Mauer, sondern auch die dazugehörige Grenzanlage inklusive Wachturm erhalten, um die Erinnerung an die grausame Teilung durch die Berliner Mauer bis heute zu bewahren. Ähnliches wird durch dauerhafte Ausstellungen, wie die „Topografie des Terrors“ angestrebt. Auch wenn am bekanntesten Grenzübergang, dem Checkpoint Charlie, die Berliner Mauer heute nicht mehr steht, ist das dazugehörige Museum eine gute Anlaufstelle ,um sich den Verlauf der Mauer und ihre Auswirkungen bildlich vor Augen zu führen. An bedeutenden Orten, wie dem Brandenburger Tor, ist anstelle der Berliner Mauer heute eine doppelte Reihe von Pflastersteinen im Boden eingelassen, die den Verlauf der Mauer sichtbar macht.

Die Berliner Mauer heute als Touristenattraktion

Die Berliner Mauer ist heute ein wichtiger Teilaspekt für die Tourismusindustrie der Stadt. So haben nicht nur die Museen Hochkonjunktur bei Touristen aus dem In- und Ausland, sondern vor allem die Überbleibsel der Mauer sind Touristenmagnete. An ihnen werden Führungen zu Fuß oder Fahrrad angeboten. Außerdem dienen die Reste der Berliner Mauer heute auch als beliebte Fotomotive und Standorte für Händler die Relikte und Souvenirs der DDR veräußern. Vor allem das Spreeufer in Friedrichshain bietet mit seinen Strandbars hinter der Mauer tolle Möglichkeiten und erfreut sich größter Beliebtheit, da die Berliner Mauer heute an diesem Platz als East Side Gallery aufgrund ihrer farbenfrohen Bemalung unter Denkmalschutz steht. Bei Touristen weniger bekannt, aber dennoch sehr informativ, ist eine Funktion des Internetportals Berlin.de, das Luftaufnahmen des Verlaufs der Grenze anbietet, womit ein Vergleich bestimmter Orte zu Zeiten der Berliner Mauer und heute möglich ist.

Berliner Mauer Geschichten

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 11. September 2012

Dass ein so einschneidendes Erlebnis, wie der Bau und das Leben mit der Berliner Mauer Geschichten unterschiedlicher Art, erlebt von den unterschiedlichsten Menschen, hervorbringt, dürfte wenig verwundern. Die Schwierigkeit, diese zu erfahren dagegen schon. Natürlich werden in den Museen mit Ausstellungen zur Berliner Mauer Geschichten über Auf- und Ausbau des „Antifaschistischen Schutzwalles“ und über spektakuläre Fluchten, beziehungsweise Versuche, rekapituliert, doch Berliner Mauer Geschichten aus dem Alltag der Einwohner sucht man hier vergebens. Vor allem für Bewohner der ehemaligen Hauptstadt der DDR gehören die Berliner Mauer und Geschichten zu diesem Zeitabschnitt meist nicht zu den favorisierten Konversationsthemen. Daher hat es sich die Berliner Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße zur Aufgabe gemacht, Zeitzeugen zu befragen und deren Berliner Mauer Geschichten zu sammeln, um sie der breiten Masse zugänglich zu machen.

Berliner Mauer Geschichten aus erster HandBerliner Mauer Geschichten

Eine gut sortierte Auswahl an Berliner Mauer Geschichten aus erster Hand findet sich auf der Internetseite der Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Hier finden sich Berichte von Berlinern über den Alltag im geteilten Berlin vor dem Mauerbau, sowie Erzählungen von der Verwirrung während des plötzlichen Aufbaus und der kontinuierlichen Verstärkung der Berliner Mauer. Geschichten von Fluchten, der oppositionellen Bewegung der DDR und dem Standardverfahren einer legalen Ausreise werden hier genauso angeboten, wie Bildmaterial zu beschriebenen Situationen. Der größte Vorteil beim Stöbern durch die Berliner Mauer Geschichten findet sich allerdings in der Möglichkeit des direkten Vergleichs der Sichtweisen auf das Erlebte und die hierbei auftretenden Unterschiede zwischen Ost- und West-Berlin.

Berliner Mauer Geschichten am Ort des Geschehens

Dank der Initiative der Berliner Gedenkstätte an der Bernauer Straße, ist es nicht nur möglich, Berliner Mauer Geschichten zu verschiedenen Zeitabschnitten der Teilung Berlins nachzulesen, sondern auch Zeitzeugen als Gesprächspartner für Schulklassen während einer Führung über die Gedenkstätte einzuladen. Auch die Vereinbarung von Gesprächen mit Zeitzeugen zu Recherchezwecken wird angeboten. Der Großteil der hier tätigen Zeugen der Teilung der Hauptstadt erzählt die selbst erlebten Berliner Mauer Geschichten mit dem Ziel, das Geschehene der nächsten Generation möglichst lebhaft zu vermitteln.

Bildquelle: Neptuul, Wikipedia

Zeitzeugen des Mauerbaus

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. July 2012

Zeitzeugen des Mauerbaus besaßen sehr unterschiedliche Einstellungen zur Mauer. Die einen befürworteten die Mauer als Schutz vor Faschismus, andere Zeitzeugen des Mauerbaus empfanden tiefe Antipathie gegenüber diesem menschenverachtenden Beton-Wall.

Zeitzeugen des Mauerbaus reagieren entrüstet

Viele Zeitzeugen des Mauerbaus im Westen, wie Karl Burkhof, reagierten mit Entrüstung darauf, dass ihr Berlin in der Nacht des 13.8.1961 unter Schutz der DDR-Volkspolizei eingemauert wurde; West-Berlin hatte dazu sogar spezielle Beleuchtung eingeschaltet. Auch international reagierte man schockiert. Zeitzeugen des Mauerbaus wurden oft von heute auf Morgen von ihren Familienangehörigen separiert; für zahllose Menschen war die Mauer in der Tat ein Gefängnis.

Zeitzeugen des Mauerbaus im Ausland

Zeitzeugen des Mauerbaus finden sich auch in den politischen Lagern. US-Diplomat William Smyser sprach von dem Tod der Hoffnung, der Zeitzeugen des Mauerbausdamalige US-Präsident John F. Kennedy befand eine Mauer für besser als einen Krieg mit der UdSSR. Gewöhnliche Bürger, die Zeitzeugen des Mauerbaus waren, wie der albanische Autor und Historiker Agim Musta, hatten Deutschland gut im Blick. Ob linientreu oder nicht, in dem „Zentrum Europas“ erreichten die Ost-West-Konflikte ihren Höhepunkt. Nur im fremdsprachigen Westradio hörten beispielsweise die Albaner vom Mauerbau. Für Musta zeigte der Mauerbau somit, dass das kommunistische Regime sich gewaltfrei nicht hätte halten können.

Zeitzeugen des Mauerbaus von der Mauer beeinflusst

Mit 28 Jahren existierte die Mauer weit weniger lang als von der SED angedacht. Dennoch hatte ihre lange Existenz massiven Einfluss auf Millionen Bürger, im Extremfall in Form des Todes. Kurt Lichtenstein war laut Regierungsangaben das erste, Chris Gueffroy das letzte Maueropfer. Dennoch gab es Zeitzeugen des Mauerbaus, wie Helga und Wolfgang Aue, deren Liebe auch eine Mauer nicht vernichten konnte.

Zeitzeugen des Mauerbaus als Flüchtlingshelfer

Der Krankenpfleger Günter Malchow, der im Lazaruskrankenhaus an der Grenze arbeitete, sah die Mauer jeden Tag. Auch von seiner Wohnung aus sah er sie. Dieser Zeitzeuge des Mauerbaus kümmerte sich um Verletzungen der Geflohenen, die jeden Tag in das Krankenhaus eingeliefert wurden. Beispielsweise behandelte er Rolf Urban und dessen Ehefrau, welche sich über das Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock über eine Wäscheleine abgeseilt hatten. Rolf Urbans Verletzungen führten, zur Enttäuschung des Zeitzeugen des Mauerbaus Malchow, nach drei Wochen dennoch zum Tod.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-85701-0006 / Stöhr / CC-BY-SA, Wikipedia

Vorgeschichte der Berliner Mauer

Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 26. July 2012

Vorgeschichte der Berliner Mauer: Gründung der BRD und der DDR

Die Vorgeschichte der Berliner Mauer beginnt nach Ende des zweiten Weltkrieges: Nachdem die Diktatur der Nationalsozialisten den USA, der Sowjetunion, England und Frankreich unterlegen war, fand eine Aufteilung Deutschlands statt. Jene Staaten splitteten die Bundesrepublik in vier Besatzungszonen. Berlin selbst wurde in der Vorgeschichte der Mauer ebenfalls in vier Zonen zur gemeinsamen Verwaltung aufgeteilt. Tatsächlich verhinderten aber Konflikte zwischen den westlichen Staaten und der Sowjetunion eine solche. Die Vorgeschichte der Berliner Mauer schließt zudem auch den Beginn des Kalten Krieges mit ein: 1948 entstand durch die Blockade Berlins seitens der Sowjetunion die erste größere Krisensituation als wichtiger Auslöser für den Mauerbau in der Vorgeschichte der Berliner Mauer. 1949 wurde schließlich im Westen die Bundesrepublik Deutschland, in der sowjetisch verwalteten Zone die DDR gegründet.

Abwanderung von DDR-Bürgern als Teil der Vorgeschichte der Berliner Mauer

Es folgte eine Intensivierung des Kalten Krieges; die Westmächte hatten sich technologisch abgeschottet. Die Vorgeschichte der Berliner Mauer beinhaltete auch Auseinandersetzungen auf diplomatischer Ebene sowie militärische Drohungen. Beide Staaten begannen daraufhin, die eigene Grenze zu befestigen. Zur Vorgeschichte der Berliner Mauer gehörte auch, dass sich viele Ostberliner zum Verlassen der DDR entschieden, häufig über Berlin. Die Vorgeschichte der Berliner Mauer weist auf, dass von 1949 bis 1961 rund 2,6 Millionen Menschen aus der DDR, sowie aus Ost-Berlin emigrierten. In den Ostblockländern sah man West-Berlin als Möglichkeit, in den Westen zu gelangen; zumeist junge Leute mit guter Ausbildung wagten diesen Schritt.

Vorgeschichte der Berliner Mauer gipfelt in deren Errichtung

Vorgeschichte der Berliner Mauer Zur Vorgeschichte der Berliner Mauer gehört ebenfalls, dass infolge eines wachsenden Arbeitskräftemangels die DDR begann, ihre Grenze immer mehr zu verdichten. Abwanderung von Fachkräften schwächte schließlich zunehmend die Wirtschaft und bedrohte den Staat. Hinzu kam, dass viele Ost-Berliner in West-Berlin arbeiteten, aber preisgünstig im Osten wohnten. Anfangs schützten lediglich Polizisten und Soldaten die Grenze, später begann die DDR-Regierung vermehrt mit der Errichtung von Zäunen. Offiziell war Berlin vor Errichtung der Berliner Mauer nicht Teil der beiden Staaten, praktisch wurde Westberlin allerdings eine Art Bundesland und Ost-Berlin DDR-Hauptstadt. Die Grenze zwischen DDR und BRD entwickelte sich zu einer Grenze zwischen zwei Mächten mit unterschiedlicher Ideologie, Wirtschaft und Kultur. Anfangs gab es an der Grenze lediglich eine militärische Befestigung aus Wachtürmen und Schusszonen. Am 13. August 1961 wurde dann jedoch mit dem Mauerbau gestartet und die Vorgeschichte der Berliner Mauer somit zum Abschluss gebracht.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-88574-0004 / Stöhr / CC-BY-SA, Wikipedia


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