DRR-Drama "Barbara" im Kino

Veröffentlicht von dominikus am 15. March 2012

Seit dem 8. März ist der Kinofilm von Christian Petzold im Kino. In dem preisgekrönten DDR-Drama “Barbara” spielt u.a. Nina Hoss als Ärztin in der Hauptrolle. Bei der Berlinale erhielt das Drama für die Regie einen Silbernen Bären. Der Film war “der” Lieblingsfilm des Festivals.

Inhalt des DRR-Drama “Barbara”

Der Film spielt im Jahr 1980. Eine junge Ärztin wird erst inhaftiert und dann von der Berliner Charité ein die Provinz strafversetzt. Der Grund: Sie hatte einen Ausreiseantrag gestellt. Doch sie möchte nicht aufgeben und bereitet unter den Augen der Stasi ihre Republikflucht aus der DDR vor. Heimlich trifft sie einen Bekannten aus dem Westen, wenn dieser auf Geschäftsreise ist. Doch dann begegnet sie dem neuen Chef-Arzt André, der ihre gesamten Pläne durcheinander bringt.

Sie reagiert stolz und verschließt sich gegenüber anderen Menschen. Nur ein Mädchen, das seine Kindheit in mehreren Kinderheimen verbringen musste, ist sie die einzige Rettung und holt Barbara aus der Starre zurück. Doch Barbara kann niemanden Vertrauen. Wer könnte der nächste Spitzel sein? Wer arbeitet mit der Stasi zusammen und versucht sie zu bespitzeln?

Der Film “Barbara” ist authentisch und spiegelt persönliche Erfahrungen wieder. Er ermöglicht einen offenen Blick auf die Geschichte und vermeidet einen zu eng Ausrichtung.

Regie und Buch: Christian Petzold.
Kamera: Hans Fromm
Schnitt: Bettina Böhler
Szenenbild: K. D. Gruber.
U.a. mit: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock
Länge: 105 Minuten.

Foto 1 und 2:  VivaoPictures von flickr

Baubeginn Berliner Mauer

Veröffentlicht von dominikus am 15. March 2012

Der Baubeginn Berliner Mauer startete am 13. August 1961. Der Baubeginn Berliner Mauer stellte einen großen Einschnitt in das Leben von Millionen von Menschen da. Auch das Verhältnis der BRD und der Westmächte zur DDR und zur Sowjetunion wurde durch den Baubeginn Berliner Mauer noch stärker belastet.

Baubeginn Berliner Mauer: Falsche Versprechungen

Der Baubeginn Berliner Mauer wurde von der DDR-Regierung geheim gehalten, obwohl es bereits seit 1952 Überlegungen zur Abriegelung der Grenze nach Westberlin gab. Noch unmittelbar vor dem Baubeginn Berliner Mauer beteuerte der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961, dass niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten. Doch ein paar Wochen später, am 3. August 1961 beschlossen Ulbricht und Chruschtschow die Grenze in den Westen endgültig zu schließen. Der Baubeginn Berliner Mauer stand damit unmittelbar bevor, doch die Bevölkerung ahnte nicht, was ihr bevor stehen würde. Am 12. August, also einen Tag vor dem Baubeginn Berliner Mauer, erklärte der Ministerrat der DDR, dass Maßnahmen zur strengeren Kontrolle an der Grenze zu Westberlin ergriffen werden würden. Doch dass die Maßnahmen die Ausreise der eigenen Bevölkerung in die BRD verhindern sollte, wurde nicht erwähnt.

Baubeginn Berliner Mauer – Warum wurde die Mauer gebaut?

Unmittelbar vor dem Baubeginn Berliner Mauer befand sich die DDR gesellschaftlich und wirtschaftlich in der Krise. Fast drei Millionen Menschen machten sich zwischen 1949 und 1961 auf den Weg in den Westen, wo sie sich bessere Lebensbedingungen erhofften. Unter diesen Menschen waren vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte und junge Leute, welche der DDR nach ihrer Ausreise nicht mehr zum Aufbau der eignen Wirtschaft zur Verfügung standen. Berlin stellte ein Schlupfloch in der ansonsten gut gesicherten Grenze zwischen dem Sowjetischen Sektor und den West-Sektoren dar. Hier passierten täglich Hunderttausende die Grenze, daher hatten Fluchtwillige gute Chancen unbemerkt nach Westberlin zu gelangen. Dieses Schlupfloch in den Westen wollte die DDR-Regierung mit dem Baubeginn Berliner Mauer endgültig verschließen.

Baubeginn Berliner Mauer – Abriegelung der Sektorengrenze

Gestartet wurde in die frühen Morgenstunden des 13. August 1961, ein Sonntag in der Ferienzeit, gelegt. Zu dieser Zeit waren nur wenige Menschen unterwegs, so dass die Maßnahmen zur Abriegelung der Grenze nicht behindert werden konnten. Zunächst wurden provisorische Absperrungen errichtet, das Pflaster auf den Straßen herausgerissen und der noch bestehende Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs nach Westberlin unterbrochen. In den folgenden Tagen und Wochen wurden Mauern und Zäune errichtet sowie Türen und Erdgeschossfenster von Häusern, deren eine Hausseite an Westberlin grenzte, zugemauert. Nachdem die Abriegelung vollzogen war, wurde nach und nach damit begonnen die Mauer weiter auszubauen und weitere Sperranlagen zu errichten. Der 13. August 1961 steht zwar symbolisch für den “Tag des Mauerbaus”, doch an diesem Tag wurde lediglich mit der Abriegelung der Grenze begonnen. Erst in den nachfolgenden Tagen und Wochen wurde mit dem Errichten von Betonplatten begonnen. Daher lässt sich der eigentliche Baubeginn Berliner Mauer nicht auf einen genauen Tag datieren.

Foto 1: unbekannt von WikiCommons
Foto 2: Wolf, Helmut J. von WikiCommons

 

Zeitzeugen im Unterricht

Veröffentlicht von dominikus am 11. March 2012

Der Einsatz von Zeitzeugen im Unterricht hat in den vergangen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zeitzeugen im Unterricht sind mit sehr hohen Organisationsaufwand verbunden. Auch der zeitliche Aspekt, die die Vor- und Nachbearbeitung umfasst, sollte nicht vernachlässigt werden. Jedoch können Zeitzeugen im Unterricht sehr viel eingehender von geschichtlichen Ereignissen berichten und die Neugierde der Schülerschaft wecken. Zeitzeugen im Unterricht können sehr zur Verbesserung der schulischen Methode beitragen, wenn es in den Kontext der Lehrvorgaben passt.

Zeitzeugen im Unterricht “Interview führen”

Wenn sich für den Einsatz von Zeitzeugen im Unterricht entschieden wird, existieren eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten. Im Vorfeld ist es notwendig, dass die Kinder bereits über die wichtigsten historischen Abläufe, die mit dem Zeitzeugen im Unterricht in Beziehung stehen, informiert worden sind. Nur so ist es möglich, dass sie das Gehörte historisch einordnen und adäquate Fragen stellen können. Daher bietet es sich an, dass an die Klasse bereits ein Übersichtsbogen zu allgemeinen Fragen ausgehändigt worden ist, den sie auf das konkrete Fallbeispiel Übertragen müssen. Eine Vorauswahl durch die Lehrkraft ist für das Einsetzen der Zeitzeugen im Unterricht jedoch unabdingbar.

Zeitzeugen im Unterricht “Möglichkeiten”

Die Lehrer und Lehrerinnen haben verschiedene Möglichkeiten, den Kontakt zwischen Zeitzeugen und Schülerinnen und Schülern herzustellen. Zum einen kann der Kontakt sehr leicht über Bekannte hergestellt werden, die ein historisches Ereignis erlebt haben. Des Weiteren existieren eine Reihe von Angeboten von Museen und Gedenkstätten für Zeitzeugen im Unterricht. Oftmals bieten diese Seminare und Treffen für die Jugendlichen an, sodass die Lehrerschaft vom größte Teil der Organisationsarbeit befreit ist. Die Angebote der Museen für die Kinder sind zudem meist kostenlos, da diese sich als Ziel setzen, den nachfolgenden Generationen Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.

Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Jugendlichen persönlich historische Erlebnisse aus einer teils subjektiven Sicht erzählt bekommen. Gerade für die teilweise eintönigen Geschichtsstunden kann auf diese Weise das Interesse und die Aufmerksamkeit der Jugendlichen geweckt werden.

Zeitzeugen im Unterricht werden weiter an Bedeutung gewinnen.

Foto 1: flickingerbrad von flickr
Foto 2: cmcpher von flickr

Joachim Gauck als Zeitzeuge der DDR

Veröffentlicht von dominikus am 10. March 2012

Nachdem Rücktritt von Wulff ist Joachim Gauck erneut Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Bereits 2010 war er von der SPD und Bündnis 90/Die Grünen für das Amt des Bundespräsidenten nominiert worden, war jedoch damals im dritten Wahlgang gegen Wulff gescheitert.

Er ist ein Zeitzeuge des DDR-Regimes und wird von den Medien als ehemaliger DDR-Bürgerrechtler präsentiert.

Joachim Gauck “Pastor in der DDR”

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Bis zum Mauerbau nutze er die Möglichkeit sich öfters in West-Berlin oder gar in Paris aufzuhalten. Er entschied sich für ein Theologiestudium, da er zum einem um den philosophischen Erkenntnisgewinn bemüht war, zum anderen da er nach Argumenten gegen den Marxismus-Leninismus suchte. 1967 wurde er zum Geistlichen ernannt und seit 1974 wurde er im Amt eines evangelischen Pastors vom Ministerium für Staatssicherheit beobachtet.

Joachim Gauck als Bürgerrechtler

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Friedensbewegung der DDR-Kirchen geboren. Die Verhinderung einer atomaren Vernichtung von DDR und BRD stand ihm Zentrum der Aktivitäten. Nur vereinzelt schlossen sich Friedensgruppen, die aus christlichen Anhängern und Nicht-Christen bestanden, zusammen, um einen Atomkrieg zu verhindern. Die Mehrheit der Gemeinde weigerten sich jedoch die Forderungen zu unterstützen, da sie Angst vor weiteren gravierenden Eingriffen des Staates hatten. So spaltete sich die Kirche in der DDR in zwei Gruppen. Joachim Gauck sah in der Revolution von 1989 ein prägendes Erlebnis und bezeichnete die Losung”Wir sind das Volk!” als französische Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in den Protest gegen die SED-Regierung.

Es ist überaus notwendig, die Geschichte immer aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und kritisch gegenüber jeglicher Berichterstattung eingestellt zu sein. Zeitzeugen leisten eine wichtige Arbeit bei dieser Aufarbeitung.

Gedächtnis der Nation Trailer

Veröffentlicht von dominikus am 10. March 2012

Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt einen guten Überblick für alle, die sich mit Zeitzeugen und der Vergangenheit der letzten Jahrzehnte näher beschäftigen möchte. Der Gedächtnis der Nation Trailer gibt eine erste Vorstellung, welche Ziele sich das relativ neue Projekt gesetzt hat. Das neue Online-Portal wird im Gedächtnis der Nation Trailer detailliert beschrieben.

Gedächtnis der Nation Trailer bei Youtube

Der Gedächtnis der Nation Trailer lässt sich beispielsweise bei Youtube finden. Der Gedächtnis der Nation Trailer umfasst etwas über sieben Minuten und erläutert die genaueren Ziele des Projektes. Zudem erläutert er die Relevanz, die Erinnerungen an die deutsche Geschichte zu sichern. Den Gedächtnis Nation Trailer finden Sie am Ende des Artikels.

Bei Youtube befindet sich ebenfalls ein ganzes Zeitzeugenportal zum Projekt. Die Nutzer haben dadurch die Möglichkeit, nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer sich anzuschauen, sondern aus einer großen Angebot von Zeitzeugeninterviews auszuwählen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer selbst eigene Videos erstellen und diese auf der Youtube-Plattform hochstellen.

Gedächtnis der Nation Trailer “Jahrhundertbus”

Der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt den Jahrhundertbus, wie er sich auf die Reise durch Deutschland begibt und Zeitzeugen zu ihren Erfahrungen und persönlichen Geschichten befragt. Wie der Gedächtnis der Nation Trailer zeigt, kann jeder den Mitarbeitern im Bus für ein Interview zur Verfügung stehen und sich von einer Kamera filmen lassen. Im Jahr 2011 hat der Bus bereits eine Tour durch eine Vielzahl an deutschen Städten zum Thema Unterschiede im Leben von Ost und West gemacht. Hierzu haben Menschen Alltagsgeschichten aus ihrer Zeit während der Teilung berichtet. Die Route für 2012 steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nach noch nicht bestätigten Angaben soll in diesem Jahr 2012 die erlebte Migration in Deutschland im Vordergrund der Aufnahmen und Interviews stehen.

Wer nicht nur den Gedächtnis der Nation Trailer anschauen möchte, kann selbst aktiv werden und einen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit leisten.

Foto 1 und 2: Pressebilder von  http://www.pragenturhamburg.de

DDR Grenze Berlin

Veröffentlicht von dominikus am 6. March 2012

Die DDR Grenze Berlin bestand seit der Gründung der Deutschen-Demokratischen Republik. Die DDR Grenze Berlin grenzte das zur BRD gehörenden Westteil vom Ostteil der Stadt und der umliegenden DDR ab. Die DDR Grenze Berlin war somit Bestandteil der Innerdeutschen Grenze, die auf mehr als 1300 Kilometern die Bundesrepublik Deutschland von der Deutschen-Demokratischen Republik abgrenzte. Die DDR Grenze Berlin teilte die Stadt bis zur Wende 1989 in Ost- und Westteil.

Die DDR Grenze Berlin – Teilung der Stadt in Ost und West

Mit dem Bau der Berliner Mauer und der damit einhergehenden stärkeren Bewachung der DDR Grenze Berlin wurde eine Flucht in die BRD zu einem riskanten Unterfangen. Trotzdem versuchten immer wieder DDR-Bürger die Grenze illegal zu passieren, da eine Grenzüberschreitung auf legalem Weg nur noch mit Genehmigung und unter strenger Kontrolle möglich war. Mit dem Ausbau der DDR Grenze Berlin zur Berliner Mauer wurde die Hauptstadt also dauerhaft in Ost und West getrennt.

Mit dem Beginn des Kalten Krieges und der Gründung der BRD am 23. Mai 1949 und der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 bekam die DDR Grenze Berlin eine neue Bedeutung. Sie diente nicht mehr nur als Grenze zwischen den Besatzungszonen, sondern wurde zum sogenannten “Eisernen Vorhang”. Der vorrangige Zweck der DDR Grenze Berlin war es nun, Bürger der DDR an einer Flucht in die BRD zu hindern. Sie wurde für diesen Zweck mit Zäunen, Alarmsystemen und Grenzpolizei verstärkt.

Die DDR Grenze Berlin -Von der Zonengrenze bis zum Mauerbau

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland von den Siegermächten Großbritannien, den USA, Frankreich und der Sowjetunion in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Ebenso erfolgte eine Aufteilung Berlins. Diese Aufteilung legte den Grenzverlauf zwischen den westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone fest. Dieser wurde zunächst nur mit Holzpfeilern und farbigen Markierungen gekennzeichnet.

Am 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus, wurde entlang der DDR Grenze Berlin die Mauer errichtet.

In einer Pressekonferenz am 9. November 1989 erklärte Günter Schabowski, dass die DDR-Grenze wieder für die ständige Ausreise nach Westberlin und in die BRD geöffnet sei. Daraufhin strömten tausende Menschen aus beiden Teilen Berlins an die Mauer und forderten ihre sofortige Öffnung. Schließlich fiel in der Nacht vom 9. November zum 10. November 1989 die Berliner Mauer. Nach über 28 Jahren der Teilung war die DDR Grenze Berlin damit wieder für jeden frei passierbar.

Foto 1 und 2: von VivaoPictures von flickr

Gedenkstätte Berliner Mauer

Veröffentlicht von dominikus am 6. March 2012

Die Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert an die deutsche Teilung. Sie liegt in der Bernauer Straße im Herzen der Hauptstadt. Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich auf eine Länge von 1,4 Kilometern auf den Überresten des ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Gebiet der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich das letzte Stück der Überreste der Grenze zwischen Ost- und Westberlin.

Öffnungszeiten der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer im Areal ist ganzjährig von Montag bis Sonntag 8.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Das Besucherzentrum und Dokumentationszentrum hingegen können von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 9.30 bis 19.00 Uhr und von November bis März dienstags bis sonntags von 9.30 bis 18.00 Uhr besucht werden.

Anfahrt zur Gedenkstätte Berliner Mauer

Am einfachsten ist die Anfahrt über die Tram M10, Bus 245, Bus 247, S-Nordbahnhof oder U-Bernauer Straße.

Eintritt zur Gedenkstätte Berliner Mauer

Der Eintritt ist für alle kostenlos.

Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer

Dieses liegt genau am S-Nordbahn und bietet einen ersten Überblick über das Angebot und hilft bei der Orientierung auf dem weitläufigen Gelände. Mitarbeiter stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Das Besucherzentrum bietet ein vielfältiges Programm:

  • Film zur Geschichte der Berliner Mauer
  • unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. ein Zeitzeugencafe, Filmabende, Gedenkandachten
  • Fachbuchabteilung
  • Besucherterminals mit Informationen zum Abrufen
  • Aussichtsplattform

Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer

Bis 2012 wird das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer um eine Ausstellung auf dem ehemaligen Grenzstreifen erweitert. Diese umfasst vier Ebenen:

  • Fluchttunnel und abgerissene Grenzhäuser werden nachgezeichnet, zerstörte Grenzanlagen werden durch Stahl visuell gemacht
  • besondere Ereignisse entlang der Mauer werden markiert und Informationen stehen zum Nachlesen bereit
  • archäologische Fenster zeigen Schichten der Grenzanlagen
  • Ausstellung im Grenzstreifen

2011 haben 650.000 Menschen die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht. Wir können nur empfehlen ebenfalls diese großartige Sammlung und Geschichtsdokumentation zu besuchen und sich über die Teilung der Hauptstadt direkt vor Ort an der Gedenkstätte Berliner Mauer zu informieren.

Foto 1: T100Timlen von flickr
Foto 2: thomas pix von flickr

Zeitzeugen TV

Veröffentlicht von dominikus am 4. March 2012

1989 wurde Zeitzeugen TV von Thomas Grimm gegründet und stellt bis heute Zeitzeugen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Literatur vor die Kamera. Zeitzeugen TV hat vorrangig Filme für die Öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wie ARD, rbb, MDR, FAB und ORB, aber auch für Spiegel TV produziert.

Thomas Grimm und seine Arbeit bei “Zeitzeugen TV”

Mit etwa 2000 Menschen hat Thomas Grimm bei seiner Arbeit bei “Zeitzeugen TV” gesprochen. Als Zeitzeugen hat er u.a. Willy Brand, Jürgen Kuczynski, Käthe Reichel und Stefan Heym interviewt. Wenn verstorbene Zeitzeugen nicht mehr persönlich befragt werden konnten, griff er bisher im Interview für “Zeitzeugen TV” auf Personen zurück, die in Beziehung zum Zeitzeugen standen. Seine Art zu interviewen, nennt er lächelnd “Biografie total” – da er nicht nur die historisch ereignisreichsten Situationen im Leben eines Menschen, sondern den gesamten Lebenslauf des Zeitzeugen nachvollziehen möchte. Thomas Grimm hat, um “Zeitzeugen TV” einen Sendeplatz im deutschen Fernsehen zu sichern, den Sender “Fernsehen aus Berlin” (FAB) mitgegründet. Von 1990 bis 2004 hat er auf dem FAB jede Woche seine Zeitzeugeninterviews gesendet.

Das Biografieportal von “Zeitzeugen TV”

Die Zeitzeugenreihe hat sich parallel zur Filmarbeit bei “Zeitzeugen TV” entwickelt. Es wurden mehr als 3.000 Stunden Zeitzeugengespräche des 20. Jahrhunderts aufgenommen. Dieses riesige Archiv mit über 1000 Interviews und Selbstaussagen sowie Lesungen ist im Internet leicht erreichbar. Es ermöglicht besonders leicht das Recherchieren bestimmter Persönlichkeiten.

Ein Teil des Portals ist kostenlos nutzbar, jedoch muss für den größten Teil der Zeitzeugnisse bei “Zeitzeugen TV” eine Nutzungsgebühr bezahlt werden. Jeder Film ist für 1,5 Minuten unentgeltlich verfügbar. Für weitere Ausschnitte ist der Erwerb eines Zeitkontingents notwendig (3 Euro für 120 Minuten bis 89 Euro für 12-mal 120 Minuten, optional ein Pauschalbetrag). Vollständig kostenlos verfügbar sind bei “Zeitzeugen TV” zudem alle Videos im Livestream und sieben Filme im “Aktuellen Programm”, die regelmäßig aktualisiert werden.

Jeder Zeitzeuge wird anhand einer eigenen audiovisuelle Biografie porträtiert. Features der Seite sind ein- Webplayer-, Lexikon-, Recherche- und Shopfunktion umfasst. Zur Recherche lässt sich mithilfe einer Volltextsuche, zusätzlich über ein Personenverzeichnis (“Personen von A-Z”) und ein Sachregister (“Themen von A-Z”) nach Zeitzeugen und Themen suchen.

Zeitzeugen TV wird in Zukunft hoffentlich weitere wertvolle Beiträge zum Thema Zeitzeugen der deutschen Geschichte und dem Biografieportal liefern.

 

Foto 1: http://heatherbuckley.co.uk von flickr
Foto 2: me’nthedogs von flickr

Fluchtbewegung aus der DDR

Veröffentlicht von dominikus am 1. March 2012

Eine Fluchtbewegung aus der DDR fand nicht nur temporär statt, sondern fand über die gesamte Zeit hinweg statt, in der die DDR bestand.Über 3,8 Millionen Menschen machten sich im Verlauf der Fluchtbewegung aus der DDR auf den Weg in den Westen, um dort ein anderes Leben zu beginnen. Für die DDR-Regierung stellte die Fluchtbewegung aus der DDR ein großes Problem dar. In ihrem Sprachgebrauch wurde die Fluchtbewegung aus der DDR als “Republikflucht” bezeichnet.

Fluchtbewegung aus der DDR: Gründe für die Flucht

Die Fluchtbewegung aus der DDR fand aus ganz unterschiedlichen Gründen heraus statt. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge, die sich an der Fluchtbewegung aus der DDR beteiligt haben, verließ das Land wegen des politischen Systems und der damit verbundenen Einschränkungen und Bespitzelungen. Rund ein Viertel ging in den Westen aufgrund wirtschaftlicher Motive. Diese Menschen waren von Verstaatlichungen und Zwangskollektivierung betroffen oder sie erhofften sich bessere Lebens- und Einkommensverhältnisse im Westen. Etwa 15% verließen die DDR wegen persönlicher oder familiärer Gründe. Oftmals hatten sie Familienangehörige im anderen Teil Deutschlands, die sie wiedersehen wollten. Die Motive blieben im Wesentlichen über den gesamten Zeitraum der Fluchtbewegung aus der DDR dieselben.

Fluchtbewegung aus der DDR: Vor dem Mauerbau und nach dem Mauerbau

Vor dem Mauerbau diente die rund 44 Kilometer lange offene Sektorengrenze zwischen Ostberlin und Westberlin als Schlupfloch der Fluchtbewegung aus der DDR, in der ansonsten gut gesicherten Grenze. Bereits 1949, dem Gründungsjahr der DDR, wurden rund 130.0000 Flüchtlinge gezählt. Ungeachtet der Tatsache, dass “Republikflucht” seit 1957 als Straftatbestand geahndet wurde, stieg die Zahl der Flüchtlinge bis zum Jahr des Mauerbaus kontinuierlich an. Bis zum 13. August 1961 hatten bereits 2.686.942 Menschen die DDR verlassen. Um die Fluchtbewegung aus der DDR einzudämmen, ließ die DDR-Regierung die Berliner Mauer errichten.

Der Flüchtlingsstrom riss auch nach dem Mauerbau nicht ab, jedoch verringerte sich der Umfang deutlich. Die Mauer und die Grenzsoldaten machten eine Flucht nun zu einem lebensgefährlichen Unterfangen. Dennoch wurden immer wieder Fluchtversuche, zum Teil auf recht kuriose Weise, unternommen. Die Flucht in den Westen bezahlten viele Menschen mit ihrem Leben, allein an der Berliner Mauer wurden bis zum 9. November 1989 mindestens 98 Flüchtlinge von Grenzsoldaten erschossen. Insgesamt wird die Zahl der Grenz- und Mauertoten während der Fluchtbewegung aus der DDR auf 1065 geschützt.

Foto 1: Junge, Peter Heinz von Wikipedia
Foto 2: von VivaoPictures

Folgen der Berliner Mauer

Veröffentlicht von dominikus am 28. February 2012

Die Folgen der Berliner Mauer haben weitreichend in das Leben der DDR-Bürger eingegriffen. Wenn auch nicht so verheerend, so hatten die Folgen der Berliner Mauer auch Auswirkungen auf das Leben der Deutschen im Westen. Die Folgen der Berliner Mauer sollten im Voraus nicht absehbar sein. Sie prägten jedoch das Leben von Millionen von Menschen in Deutschland.

Folgen der Berliner Mauer “Tote an der Mauer”

Als Folgen der Berliner Mauer treten immer wieder die Opfer der Fluchtversuche ins Gedächtnis. Mindestens 136 Menschen sind zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer wegen Republikflucht gestorben.

Folgen der Berliner Mauer- Trennung von Familien

Tausende Kinder sind von ihren Eltern als eine der Folgen der Berliner Mauer getrennt worden. Das strikte Verbot der Zusammenführung greift bis heute gravierend in die persönlichen Beziehungen ein.

Folgen der Berliner Mauer “Reiseverbote für DDR-Bürger”

Die Mehrheit der DDR-Bürger kann den Urlaub nur noch im Inland oder in den befreundeten Staaten des Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe verbringen. Dies ist beinahe nur über den organisierten Auslandstourismus des “VEB Reisebüro der DDR” möglich.

Folgen der Berliner Mauer “Fluchthelfer”

In den ersten Jahren der deutschen Teilung wurden mithilfe von Fluchttunneln an der Bernauer Straße Menschen aus der DDR gerettet. Neben Fluchthilfe mit kommerziellen Absichten, brachten viele Helfer aus ideellen Gründen DDR-Bürger heimlich über die Grenze. Die Aktionen wurden meist spontan durchgeführt und teilweise von der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland verdeckt unterstützt. Besonders die Studenten nahmen damals eine entscheidende Rolle sein. 1961 bis 1964 verhalf beispielsweise Detlef Girmann mit seiner Fluchthilfeorganisation rund 500 Ost-Berliner bei der Flucht in den Westen. Am Anfang benutzten sie vor allem echte Pässe anderer Studenten, später gefälschte Papiere und zum Schluss sogar Transitzäge nach Dänemark. Die Organisation wurde jedoch von Spitzeln unterwandert, sodass Girmann seine Arbeit 1964 einstellte.

Die Beschäftigung mit dem DDR-Regime und der Teilung Deutschland müssen in der Öffentlichkeit mehr Interesse erfahren. Zeitzeugen können bezeugen, dass die Folgen der Berliner Mauer bist heute nachwirken.

Foto 1: von kozumel von flickr
Foto 2: von VivaoPictures von flickr

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