Eine Berliner Mauer Tour sollte jeder mal erlebt haben. Zumal einige nicht wissen, wo genau die Berliner Mauer verlaufen ist und ob man sich gerade im West- oder Ostteil Berlins befindet. Viele Spuren der offensichtlichen Mauer sind mittlerweile verwischt, was eine Berliner Mauer Tour zu einer Entdeckungsreise mit großer Spurensuche macht. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten eine Berliner Mauer Tour zu machen. Man kann sich bei einer Berliner Mauer Tour anmelden oder sich auf eigene Faust auf den Weg machen, ob zu Fuß, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad.
Entdeckungsmöglichkeiten auf der Berliner Mauer Tour
Am Nachbau des Checkpoint Charlies gestartet, kann man auf der Berliner Mauer Tour den symbolträchtigsten Denkmälern Berlins begegnen. So entdeckt man während der Berliner Mauer Tour entlang des Mauerverlaufs originale Mauerteile und einem originalen Wachturm zum bekannten Potzdamer Platz. Zu der Berliner Mauer Tour zählt auch das Brandenburger Tor, das Symbol der Teilung Deutschlands. Da es sich genau in der Mitte der Teilung befand, war es sowohl für Ost als auch für West nicht zugänglich. Mit der S-Bahn hat man die Möglichkeit durch die ehemaligen Geisterbahnhöfe zu fahren, um zu der Gedenkstätte in der Bernauer Straße zu gelangen. Hier lässt sich der Mauerverlauf noch am eindrucksvollsten nachvollziehen.
Öffentliche Angebote zur Berliner Mauer Tour
Es gibt einige Möglichkeiten, an historischen Touren in Berlin teilzunehmen. Außerdem bietet die Stadt Berlin eine digitale Berliner Mauerweg Karte, die genau zeigt, wo die Berliner Mauer entlang verlief. Zudem sind Mauerreste, Gedenkstätten und -orte eingezeichnet, sodass man genau weiß, wo man aufmerksam hinsehen sollte. Auf dem Weg kommt man auch an ehemaligen Grenzübergängen vorbei, begegnet im Boden befestigte Bronzetafeln mit der Aufschrift “Berliner Mauer 1961-1989″ im ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer. Man hat auch die Möglichkeit Dokumentationszentren und Museen zu besichtigen, da einige von ihnen sich auf dem Weg der Berliner Mauer Tour befinden.
Der Bau der Berliner Mauer begann nach einem Gespräch zwischen Chruschtschow und Ulbricht am 3.August 1961 in Moskau. Die DDR-Regierung machte aus dem Bau der Berliner Mauer ein Staatsgeheimnis. So bekam der Bundesnachrichtendienst die ersten Hinweise erst 3 Tage vor dem Bau der Berliner Mauer. Mit Hilfe von Schutz und Überwachung der Bauarbeiter durch die Volkspolizei und Soldaten der Nationalen Volksarmee begann der Bau der Berliner Mauer. Ulbricht beteuerte am 15.Juni 1961 auf einer internationalen Pressekonferenz “Niemand hat vor eine Mauer zu errichten.” – 2 Tage nachdem der Bau der Berliner Mauer begonnen hatte. Somit war Ulbricht der erste, der das Wort “Mauer” in diesem Zusammenhang öffentlich aussprach.
13. August 1961 Bau der Berliner Mauer beginnt
In der Nacht auf den 13.August begann die NVA, die Deutsche Grenzpolizei und die Volkspolizei die Straßen und Wege nach Berlin abzuriegeln. So wurden U-Bahn und Sbahnlinien, die zwischen beiden Teilen Berlins fuhren, unterbrochen. Der Bau der Berliner Mauer begann. Der 13. August steht seither symbolisch für den “Tag des Mauerbaus”. In den Folgetagen wurden an einigen Stellen Mauern gebaut, an anderen Zäune mit Stacheldraht aufgestellt. Häuser, deren Fenster zur Westseite führten, wurden zubetoniert. Der Bau der Berliner Mauer und ihre bauliche Ausführung ist zwischen 1961 und 1989 in vielen Abschnitten viermal verändert worden. Die vordere Sperrmauer erreichte eine Höhe von 3,60 Metern.
Hintergründe zum Bau der Berliner Mauer
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Berlin wurde analog als ehemalige Reichshauptstadt in vier Sektoren geteilt. Kurz darauf begann der kalte Krieg zwischen Ost und West. Am 23.Mai 1945 wurde in den drei westlichen Besatzungszonen die BRD gegründet. Die sowjetische Besatzungszone gründete die DDR. Im Sommer 1945 wurden schließlich die sogenannten “Zonengrenzen” gezogen. Nur mit ausdrücklicher Genehmigung durften die Grenzen überschritten werden. So stieg allmählich die Zahl der Flüchtlinge aus der DDR in die BRD an. 1952 nahm somit auch die Sicherung der Grenzen seitens der DDR durch Zäune, Bewachung und Alarmvorrichtungen zu. Da insbesondere junge und fachkompetente Menschen flohen, sah die DDR ihre Wirtschaftskraft und ihren Bestand bedroht. So wuchs die Idee vom Bau der Berliner Mauer.
Die Oral History Methode stellt eine Wissenschaft dar, die auf Befragung von Zeitzeugen beruht. Bei der Methode geht es letztlich darum, Menschen dazu aufzufordern, ihre Geschichte systematisch an bestimmte Personen weiterzugeben. Mit der Oral History Methode Geschichte zu erforschen besteht im Grunde aus einem Dialog der Zeitzeugen und ihrem Interviewer. Die Oral History Methode wird seit 1960 praktiziert und von Historikern, Ethologen, Soziologen und anderen Fachleuten genutzt.
Die Oral History Methode in der Praxis
Die Voraussetzungen der Oral History Methode:
möglichst genaue Festlegung des Oberthemas
Umfangreiches Vorwissen
Klarheit über den Zweck des Interviews
Die Oral History Methode und die Kontaktgestaltung:Aufrufe in lokaler Presse
Anfragen bei Vereinen, politischen Organisationen u. anderen Institutionen
Anfragen bei Zeitzeugenbörsen
Kontakt durch Mittler oder direkt per Brief/Telefon
eventuelle Vorgespräche, um Vertrauen und erste Informationen zu gewinnen
Hilfsmittel und Medien der Oral History Methode:
Professionelles Aufnahmegerät
Fotoapparat oder Videokamera
vorab notiere Leitfragen
evtl. Werkstatt-Tagebuch, um unmittelbar nach Gespräch Eindrücke festzuhalten
Durchführung des Interviews in der Oral History Methode:
Rücksicht auf Alltagsgewohnheiten nehmen
Auf Aufnahmegerät hinweisen und über Zweck informieren
mit Eisbrecherfragen bzw. möglichst unkomplizierteren Fragen anfangen
Leitfaden als Erinnerungsstütze aber Fragen spontan einfließen lassen
bei emotionalen Themen Anteilnahme selbstverständlich
Fotos und andere Materialien als Erinnerungshilfen
eigene Meinung zurücknehmen
Auswertung bei der Oral History Methode:
Text sichern und Transkribieren
Abgleichen der strittigen Fakten aus dem Gespäch mit anderen Quellen
evtl. Mehrfachinterview, da Fragen beim Transkribieren aufkommen können
erhobenes Material für Forschung nutzen und gegebenenfalls publizieren
Rückmeldung an Zeitzeugen über Stand des Projektes
Kritik an der Oral History Methode
Der Methode wird nachgesagt, dass sie eine linke Forschungsmethode sei, die dafür stände, Partei für die “kleinen Leute” zu ergreifen und aus keinen echten Quellen bestände. Es seinen viel mehr Rekonstruktionen aus heutiger Sicht und weniger Erinnerungen aus der damaligen Zeit. So werden die Kommunikationsprodukte durch beide Kommunikationspartner geformt. Daher ist es besonders wichtig, dass der Interviewer bei der Oral History Methode sehr aufmerksam vorgeht und das gesprochene Wort kritische überprüft.
Homosexualität in der DDR war damals natürlich genau so wie in der Bundesrepublik ein kritisches Thema. Doch wurde dir Homosexualität in der DDR juristisch erstaunlicherweise viel eher emanzipiert als im Westen des Landes.
Im Dezember 1957 bestimmte das Strafrechtsergänzungsgesetz StEG die Nichtverfolgung von geringfügigen Straftaten. Dies betraf auch Homosexualität in der DDR. Ca. 10 Jahre später ersetzte der neue § 151 den 175er, der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte. Durch die gegen Homosexualität in der DDR gerichtete Sondergesetzgebung (§ 151) lag das Schutzalter für gleichgeschlechtliche Handlungen nun bei 18 Jahren. Im Westen hingegen existiere noch § 175 in seiner extremen Ausprägung. 1988 strich die Volkskammer der DDR § 151 StGB ersatzlos. Nun lag das Schutzalter von Homosexualität in der DDR wie bei Heterosexuellen bei 14 Jahren.
Staatliche Toleranz gegenüber Homosexualität in der DDR?
Die juristischen Lockerungen gegenüber Homosexualität in der DDR sollten darauf schließen lassen, dass die DDR Homosexuellen gegenüber sehr tolerant zu sein schien aber in der Realität misstraute man offensichtlich homosexuellen Frauen und Männer. Toleranz von Homosexualität in der DDR schien eine reine Heuchelei zu sein, denn mit Hilfe einer Studie vom Magdeburger Theologe Eduard Stapel belegte der “Schwulenverband in Deutschland e. V.”, dass die Stasi Tausende auf “Rosa Listen” setzte und insbesondere Schwule schikanierte und kriminalisierte. Die Verfolgung der Personen auf der besagten Liste reichten von Berufsverboten bis zu Zwangseinweisungen in psychiatrischen Kliniken. Die Dokumentation “DDR unterm Regenbogen2 zeigt diese unmenschliche Behandlung von Homosexuellen der DDR auf. Hier kommen vier Zeitzeugen zu Wort und berichten mit unterschiedlichsten Lebensläufen über ihr Leben mit der Homosexualität in der DDR.
Der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität in der DDR
Homosexuelle der DDR waren genauso wie die der Bundesrepublik alltäglichen Diskriminierungen ausgesetzt. Jedoch gab es in der DDR schon einige Cafés, Restaurants und Diskotheken, die sich inoffiziell als Homosexuellen-Treffpunkte etabliert haben. Viele Schwule trafen sich auch regelmäßig ins Parks wie zum Beispiel in Friedrichshain. Besonders die Künstlerszene in Ost-Berlin zog viele Schwulen und Lesben an. So wuchs allmählich die Akzeptanz von Homosexualität in der DDR.
Die Todesopfer an der Berliner Mauer werden auch als Mauertote bezeichnet. Die Todesopfer an der Berliner Mauer sind alle die Menschen, die zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 ihr Leben an der Grenze verloren. Zu der Anzahl der Todesopfer an der Berliner Mauer gibt es unterschiedliche Schätzungen.
Todesopfer an der Berliner Mauer: Geschichte
Das erste Todesopfer an der Berliner Mauer wurde bereits neun Tage nach dem Mauerbau registriert. Bei dem Opfer handelt es sich um Ida Siekmann. Sie erlag ihren Verletzungen, die sie sich bei ihrem Sprung in den Westen aus dem Fenster ihrer Wohnung in der Bernauer Straße zuzog. Der Transportpolizist Günter Litfin war das erste Todesopfer an der Berliner Mauer, dass durch den Schuss eines Grenzsoldaten getötet wurde. Er starb elf Tage nach dem Mauerbau. Fünf Tage danach gab es bereits das nächste Todesopfer, welches durch Waffengewalt umkam. Insgesamt gab es mindestens 106 Todesopfer an der Berliner Mauer, davon verloren mehr als die Hälfte in den ersten fünf Jahren nach dem Mauerbau ihr Leben.
Todesopfer an der Berliner Mauer: Wer waren die Opfer?
98 Todesopfer an der Berliner Mauer stammten aus der DDR. Sie unternahmen den Fluchtversuch oft spontan und standen dabei unter Alkoholeinfluss. Hinzu kommen Westdeutsche und ein österreicher, die sich zu dicht an die Grenze begaben. Die meisten Personen waren männlich und gehörten mit rund 30 Jahren mehrheitlich zur jüngeren Generation in der DDR. Auch Kinder und Jugendliche kamen an der Grenze ums Leben. Ebenso wurden einige Grenzsoldaten von flüchtenden Kameraden oder von anderen Flüchtigen erschossen.Als Todesopfer an der Berliner Mauer werden manchmal auch die Personen bezeichnet, die während der Grenzkontrollen eines natürlichen Todes verstarben. Die Zahl dieser Personen beläuft sich auf rund 250. Durch den erhöhten Stress während der Grenzkontrollen erlitten die meisten von ihnen einen Herzinfarkt. Die Todesursache ist bei den meisten Personen geklärt, jedoch konnten bei einigen der Todesopfer an der Berliner Mauer die genauen Umstände ihres Todes bis heute nicht ermittelt werden.
Die Berliner Mauer App ist eine praktische Anwendung für alle Besucher der Hauptstadt und für Menschen, die an der Geschichte ihrer Stadt interessiert sind. Anässlich des 50. Jahrestages am 13. August 2011 entwickelte die Bundeszentrale für politische Bildung die Berliner Mauer App. Die Berliner Mauer App soll ihren Nutzern den Verlauf und die Geschichte des Bauwerks multimedial näher bringen.
Wo ist die Berliner Mauer App erhältlich?
Die Berliner Mauer App ist unter dem Titel “Die Berliner Mauerâ im Apples iTunes-Store erhältlich. Dort kann sie ganz einfach auf das eigene iPhone, iPod touch oder iPad heruntergeladen werden. Auch für andere Betriebssysteme, wie Android OS, ist die Berliner Mauer App erhältlich.
Was kann die Berliner Mauer App?
Die Berliner Mauer App verfügt über eine Vielzahl an Funktionen. Sie kann als interaktiver Reiseführer unterwegs und ebenso als umfangreiches Informationsangebot genutzt werden. Anhand einer interaktiven Karte kann der ehemalige Grenzverlauf von Pankow bis Neukölln nachverfolgt werden. An 40 Orten, die auf der Karte mit einem Tab markiert sind, hält die Berliner Mauer App, jede Menge zusätzliches Material bereit. 200 Fotos, 20 Filme, 40 Audioclips und viele Texte lassen die Geschichte erlebbar werden.
Der Nutzer kann sich von der Berliner Mauer App über zwei vorgeschlagene Routen unterschiedlicher Länge entlang der ehemaligen Grenze führen lassen. Oder er lässt sich bei einer eigenen Erkundungstour von dem integrierten Entdeckermodus auf bedeutsame historische Orte in der Nähe aufmerksam machen und direkt hin navigieren. Daneben bietet die Berliner Mauer App auch die Möglichkeit eigene Touren je nach Interessenschwerpunkten und verfügbarer Zeit zusammenzustellen. Ebenso nützlich sind die abrufbaren Anfahrtspläne der öffentlichen Verkehrspläne, die gerade für Neulingen in der Stadt eine große Hilfe sind. Die Anwendung ist in Deutsch und Englisch erhältlich. Man sie auf jeden Fall einmal ausprobieren, da die Berliner Mauer App kostenlos ist.
Foto 1: Jacob Poul Skoubo von flickr
Foto 2:Â T100Timlen von flickr
Der Berliner Mauerradweg bietet sich für alle an, die sich nicht nur sportlich betätigen, sondern sich gleichzeitig auf die Spuren der Deutschen Teilung begeben wollen. Der Berliner Mauerradweg verläuft entlang der Route des ehemaligen Grenze. Er ist insgesamt 160 km lang. Der Berliner Mauerradweg startet beim Potsdamer Platz in Berlin und führt in südöstlicher Richtung bis nach Potsdam. Von dort geht es über Pankow und Wedding wieder zurück in das Zentrum der Hauptstadt. Jedoch kann der Berliner Mauerradweg auch an jeder anderen Position an der Strecke begonnen werden.
Tipps zum Berliner Mauerradweg
Der Berliner Mauerradweg ist bis auf wenige unbefestigte Wege durchgehend asphaltiert und dadurch angenehm zu befahren. Auch sind keine größeren Steigungen zu überwinden, sodass das Radeln sehr leicht fällt und auch für ältere Fahrradfahrer sehr gut geeignet ist. Für kleine Kinder ist der Berliner Mauerradweg eher weniger geeignet, da vor allem in der Innenstadt mir sehr dichten Verkehr zu rechnen ist. Der Berliner Mauerradweg ist jedoch nicht nur zum Fahrradfahren geeignet, sondern auch zum Inline Skating oder Joggen. Niemand muss alleine Fahren, denn die breiten Wege bieten sich für ein gemeinsames Erlebnis in der Gruppe besonders gut an.
Im Internet finden sich einige Übersichtskarten zum Streckenverlauf. Am besten ist es wohl, eine einfache amtliche Landkarte oder ein gutes GPS-Systems für den Berliner Mauerradweg zu verwenden. Besonders im Frühling bei angenehmen milden Temperaturen bietet sich eine Rundfahrt an. Insbesondere Eltern mit älteren Kindern können sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben und so ihren Kindern Geschichtsbewusstsein vermitteln. Je nach Belieben lässt sich die Rundfahrt auch verkürzen oder sich die Strecke an mehreren Tagen abfahren.
Die Highlights vom Berliner Mauerradweg
Die Highlights der Strecke sind u.a.:
Potsdamer Platz
Filmpark Babelsberg
Berliner Sehenswürdigkeiten (Brandenburger Tor, Gedenkstätte Topographie des Terrors, der Checkpoint Charlie, Regierungsviertel mit Reichstag und Kanzleramt, Straße Unter den Linden, Mauerpark)
Verlauf der ehemaligen Teilungslinie
Der Berliner Mauerradweg stellt eine ungewöhnliche Stadtrundfahrt dar, die sich auf Spuren der jüngeren Deutsche Geschichte begibt. Warum also nicht einmal auf dem Berliner Mauerradweg Fahrrad fahren?
Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich in der Bernauer Straße in der Mitte der Hauptstadt. Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer ist anders als das Dokumentationszentrum außerhalb begehbar. Bei gutem Wetter bietet sich das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer besonders für einen längeren Sparziergang und als Erinnerung an die SED-Diktatur an.
Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer ist 1,3 Kilometer lang und 4,4 Hektar groß. Es ist nach einem Entwurf der Architektenbüros sinai und ON architektur errichtet worden. Diese haben 2007 einen internationalen Wettbewerb gewonnen. Bis 2013 soll auch das letzte Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer “Es geschah an der Mauer” fertig gestellt werden.
Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer – Die Mauer und der Todesstreifen
An dieser Stelle des Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer wird die Mauer als Symbol der Herrschaftssicherung der SED-Diktatur dargestellt. Die Ausstellung umfasst insbesondere:
Videos, Fotografien, Dokumente und Ausschnitte von Zeitzeugeninterviews dokumentieren den Fluchtversuch
Archäologische Fenster zeigen Details der Grenzsperrung
Informationen zur Sperrung des Sophien-Friedhofs
Am “Fenster des Gedenkens” wird den Opfern gedacht
Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer – Die Zerstörung der Stadt
An diesem Ort vom Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer wird von den Geschichten der Flüchtenden berichtet:
Am Boden befinden sich die Grundrisse und Hausnummern der Grenzhäuser, die in den 60er Jahren abgerissen worden sind
Informationen zur Sperrung der Ackerstraße als Startpunkt des Auf- und Rückbaus der trennenden Mauer
Der Grundriss der gesprengten Versöhnungskirche ist ebenfalls nachgezeichnet
Abbildung der Wege der Flüchtigen
Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer: Der Bau der Mauer
An der momentan letzten Station wird der kontinuierliche Bauprozess deutlich:
Archäologisches Fenster zeigt Fahrzeugsperren
Informationen zur Überwachung des Grenzvorfeldes
Das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer zeigt die letzten Spuren der deutschen Teilung sehr anschaulich und wirkungsnah. Anders als in einem Museum kann der Besucher die ehemalige Grenzlinie ablaufen und sich zu den unterschiedlichen Stationen umfassend informieren. Dies bietet einen durchaus stärkeren Realitätsbezug, da sich die deutsche Geschichte direkt im Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer erleben lässt.
Foto 1: N-Lange.de von WikiCommons
Foto 2: Inhiber von WikiCommons
Im Zeitzeugengespräch stehen Personen im Zentrum, die von ihren persönlichen und subjektiven Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit berichten. Das Zeitzeugengespräch ist vielen Menschen aus den gängigen Dokumentationsformaten im Fernsehen bekannt. Jedoch wir das Zeitzeugengespräch auch von Wissenschaftler als Methode der Oral History angewendet.
Zeitzeugengespräch “Oral History”
Seit Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts werden Zeitzeugengespräch auch von Historikern zur Aufarbeitung der Geschichte und zur Sicherung von Informationen verwendet. Anfangs wurde diese Methode der “mündlichen Geschichte” nur belächelt, da sie nicht als objektiv und wissenschaftlich abgesichert galt. Im Vordergrund von einem Zeitzeugengespräch stehen die subjektiven Erfahrungen der Personen. Im Zeitzeugengespräch werden von den Wissenschaftlern und TV-Moderatoren meist spezielle Fragetechniken eingesetzt, um das Interview zu lenken. Diese Methode steht jedoch teilweise unter Kritik, da das Zeitzeugengespräch in eine bestimmte Richtung gedrängt werden kann.
Zeitzeugengespräch “ein paar Tipps zur Planung”
Für ein Zeitzeugengespräch sollten eine Punkte beachtet werden. Beispielsweise ist der jeweilige Rahmen der Untersuchung mit einzubeziehen. Es ist ein Unterschied, ob Schüler und Schülerinnen als Hausaufgabe ein Zeitzeugengespräch durchführen sollen oder ein Video-Team mit Kamera Aufnahmen machen möchte. Dementsprechend sind für Räumlichkeiten zu sorgen. Beispielsweise kann auf die Wohnung des Zeitzeugen oder ein Studio zurückgegriffen werden. Die Wohnung bietet den Vorteil, dass sich der Befragte in einer sicheren Umgebung fühlt und so eher Informationen über seine Erfahrungen mitteilen wird. Unabdingbar ist es, dass der Interviewer sich bereits vorher eingehend mit der Thematik beschäftigt und sich bestimmte Fragestellungen bereits überlegt hat. Jedoch bietet ein freies Gespräch durchaus die Möglichkeit spontan auf die Schilderungen seines Gegenübers einzugehen und so weitere interessante und detaillierte Informationen zur Historie zu erlangen. Natürlich sind die Äßerungen des Befragten niemals wertfrei und immer unter dem Hintergrund des subjektiven Empfindens und der Verfälschung durch das Gedächtnis zu beachten.
Das Durchführen eines Zeitzeugengespräch sollte jedenfalls gut geplant sein.
Foto 1:Â DanieleCivello von flickr
Foto 2: oddsock von flickr
Das DDR Museum Berlin ist ein interaktive Stätte in Berlins Mitte. Es liegt in der Karl-Liebknecht-Str. 1 direkt an der Spree gegeüber dem Berliner Dom. Montags bis sonntags ist das DDR Museum Berlin von 10 – 20 Uhr, samstags sogar bis 22 Uhr geöffnet. Im Juli 2006 ist das DDR Museum Berlin in privater Trägerschaft erstmals eröffnet worden. Mit über 400.000 Besuchern zählt es mit zu den meist besuchtesten Ausstellungsstätten in Berlin. Die Ausstellungsfläche betrügt mittlerweile 1000 m.
Ausstellung im DDR Museum Berlin
Das Thema der Ausstellung dreht sich um das alltägliche Leben in der ehemaligen DDR. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen kann im DDR Museum Berlin ein Großteil der Exponate angefasst werden: Man kann sich in einen Trabant setzen, Schubladen öffnen, in den Zimmern in den Schränken suchen oder Kleidungsstücke nehmen und ansehen.
Das Archiv umfasst nach den offiziellen Angaben über 150.000 Objekte, deren konservatorische Archivierung noch Jahre andauern wird. Nach rund 1000 Objekten kann derzeit auf der Webseite des DDR Museum Berlin in einem digitalen Katalog gesucht werden. Die Ausstellungsstücke des DDR Museum Berlin stammen überwiegend aus Privathaushalten, die von mehreren tausend Spendern gestiftet worden sind.
2012 wurde die zweite Dauerausstellung für den European Museum of the Year Award nominiert.
Highlights im DDR Museum Berlin
Die Highlights des DDR Museum Berlin sind:
Trabi mit Fahrsimulation
Plattenbau (Bad, Wohnzimmer, Küche)
Mangeltagebuch
Begehbare Leinwand (Fogscreen)
Multitouch-Parteikonferenz
Wandbild “Lob des Kommunismus” von Ronald Paris
Stasi-Methoden: Gefängniszelle und Verhörraum
Das DDR Museum Berlin bietet in seinem Besucherzentrum gerade für Schulklassen Seminare und Diskussionen an, auch Zeitzeugengespräche sind im Angebot. Darüber hinaus werden Führungen innerhalb, aber auch Besuche wichtiger DDR-geschichtlicher Orte außerhalb durchgeführt.
Der Eintritt liegt bei 6 Euro, ermäßigt bei 4 Euro. Ein Gruppen- und Schülerrabatt sind ebenfalls möglich.
Das DDR Museum Berlin sucht auch weiterhin nach Zeitzeugen. Wenn Sie nicht nur die Ausstellung besuchen möchten, sondern auch noch einen Teil zur Bewahrung ihrer persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen beitragen möchten, dann bietet das DDR Museum Berlin eine gute Möglichkeit.
Flüchtlinge aus der DDR gab es zahlreiche. Im Westen erhofften sich die Flüchtlinge aus der DDR ein neues und besseres Leben. Sehr viele nahmen ein sehr hohes Risiko bei der Flucht auf sich. Flüchtlinge aus der DDR riskierten nicht selten ihr Leben, um aus der DDR weg zukommen. Flüchtlinge aus der DDR verschwanden nicht nur […]
Die Berliner Mauerweg Karte von der Hauptstadt Berlin kennzeichnet den innerstädtischen Berliner Mauerverlauf, der von 2002 bis 2006 realisiert wurde. Auf der Berliner Mauerweg Karte ist die DDR-Grenzanlage zu der Bundesrepublik aufgezeichnet. Auf der Berliner Mauerweg Karte unschwer zu erkennen, umkreisen 160 Kilometer die damalige Halbstadt. Mit Hilfe der […]
Gedächtnis der Nation ist ein Verein, der 2006 von den Initiatoren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründet wurde. Gedächtnis der Nation soll Zeitzeugenberichte in Bezug auf die bedeutende Geschichte Deutschland für zukünftige Generationen zugänglich machen. Gedächtnis der Nation sieht die filmische Aufbereitung von Zeitzeugenerinnerungen als durchaus be […]
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