Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, welche das Ende des 2. Weltkrieges einläutete, wurden Besatzungszonen in Deutschland eingerichtet. Durch die Besatzungszonen wurde Deutschland gevierteilt, wobei jeweils eine Zone an Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion viel. Die Ostgebiete (rund ein Drittel des Staatsgebietes) wurden dabei vor der Teilung bereits direkt an Polen übergeben. Am 5. Juli 1945 wurde der Alliierte Kontrollrat in Berlin zur obersten Regierungsgewalt über alle Zonen erklärt. Obwohl Berlin in der sowjetischen der Besatzungszonen Deutschlands lag, wurde die Stadt gemeinsam von den Alliierten besetzt. Jede der Parteien organisierte ihre Zone in einer eigenen Besatzungspolitik, obwohl die verschiedenen Strategien bereits ab 1943 in der Atlantik-Charta, der Casablanca-Konferenz, der Konferenz von Teheran und der Erklärung von Jalta festgelegt wurden. Nach dem Sieg wurde sich bei der Potsdamer Konferenz am 2. August 1945 über das weitere Vorgehen innerhalb der Besatzungszonen Deutschlands beraten. Die Ziele waren die Demokratisierung, Demilitarisierung und Entnazifizierung des Landes sowie die Einrichtung eines Kontrollrates und eines Militärtribunals (Nürnberger Prozesse). Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Besatzungszonen Deutschlands aber sowohl von den Besatzern als auch den Besetzten als Provisorien gesehen. Erst später, zu Beginn des Kalten Krieges, wurde die Teilung als endgültig erachtet.

Die Wirtschaft in den Besatzungszonen Deutschlands

Die Lebensmittelversorgung war besonders in den Anfängen katastrophal. Viele Tausend Menschen starben in den ersten Wochen nach der Kapitulation an Hunger und Durst. Zwar wurden ausländische Hilfspakete geschickt, deren Einfuhr war allerdings bis zum 5. Juni 1946 verboten. Die jeweiligen Verwalter der Besatzungszonen Deutschlands verteilten Lebensmittelkarten der Kategorien I bis V abhängig von der Schwere der Arbeit, welcher man nachging. Die Rationen waren jedoch viel zu gering. Zu Beginn der Besatzungszeit fielen ebenfalls die Demontagen in den Besatzungszonen Deutschlands. Während die Sowjets die demontierten Fabriken als Reparationszahlung beschlagnahmten – die meisten Maschinen kamen ohne die wichtigsten Teile in der UdSSR an, weswegen man die Demontage frühzeitig beendete – wollen die westlichen Besatzer das Produktionsniveau auf rund 50% der Produktion des Jahres 1938 zurückschrauben. Die Demontage zur wirtschaftlichen Entmachtung des Landes ging in jeder der vier Besatzungszonen Deutschlands gleichermaßen radikal vonstatten, wodurch mit dem Ende der Demontage im Januar 1951 der Gesamtwert der demontierten Anlagen auf ca. 10,4Mrd. DM geschätzt wird. Anstelle eines wirklichen Wiederaufbaus wurde die deutsche Wirtschaft also um Jahre zurückgeworfen und mit der Direktive JCS 1067 ein wirtschaftlicher Aufschwung sogar verboten. Zwar investierten die USA im Zuge des Marshall-Plans einiges an Geld in den Wiederaufbau der westlichen Besatzungszonen Deutschlands, allerdings mussten diese Geldmengen bis zum Dreifachen zurückgezahlt werden. Dennoch wurde im Westen bereits 1950 wieder das Bruttosozialprodukt von 1936 erreicht.

Zeitzeugen der Besatzungszeit:

Karl-Heinz Piehler über den Einzug der Siegermächte in Rheinhessen:

Herrmann Glaser, ehemaliger Schul- und Kulturdezernent aus Nürnburg beschreibt die grauenvolle Nachkriegszeit:

 

 

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