Die DDR Feuerwehr setzte sich aus den kommunal verwalteten Feuerwehren der einzelnen Länder der sowjetischen Besatzungszone zusammen. Nachdem 1956 das Brandschutzwesen in den Tätigkeitsbereich der Deutschen Volkspolizei fiel, wurde die DDR Feuerwehr zentral verwaltet.

Die DDR Feuerwehr umfasste, wie die heutige Feuerwehr, mehrere Tätigkeitsbereiche. 1956 erlies die SED das erste Brandschutzgesetz der DDR: Das „Gesetz zum Schutze gegen Brandgefahren“, worin unter anderem die DDR Feuerwehr in sogenannten Brandschutzorgane unterteilt wurde.

Zentrale Brandschutzorgane

Zum zentralen Brandschutzorgan der DDR Feuerwehr gehörte die Hauptabteilung Feuerwehr der Deutschen Volkspolizei und alle Abteilungen der DDR Feuerwehr in den Volkspolizeikreisämtern. Die den unterstellten Feuerlöschkommandos und Brandinspektoren der DDR Feuerwehr gehören ebenso zum zentralen Brandschutzorgan.

Örtliche Brandschutzorgane

Die örtlichen Brandschutzorgane schließen die DDR Feuerwehr in Städten und Gemeinden mit ein. Brandschutzverantwortliche und Brandschutzbeauftragte von Einrichtungen zählen genauso zum örtlichen Brandschutzorgan wie die freiwillige und die Berufsfeuerwehr .

Betriebliche Brandschutzorgane

Unter dem Begriff des betrieblichen Brandschutzorgans versteht man alle Angestellten und Helfer der DDR Feuerwehr, die in der Verwaltungen und im Industrie- oder Landwirtschaftsbereich eingesetzt sind. Im Allgemeinen spricht man in diesem Kontext auch von der Werks- und Betriebsfeuerwehr.

Die kommunalen Berufsfeuerwehren der einzelnen Länder der sowjetischen Besatzungszone wurden mit „Gesetz zum Schutze gegen Brandgefahren“ verstaatlicht. Da das erlassene Gesetz undeutlich formuliert wurde, war es beliebig auslegbar. Somit konnte die SED die DDR Feuerwehr zu diversen Aufgaben einsetzen, die nichts mit dem Aufgabenfeld einer Feuerwehr zu tun haben. Dadurch dass die Feuerwehr bei „inneren Notständen“ gesetzlich eingesetzt werden konnte, wurde die DDR Feuerwehr am 13. August 1961 beim Bau der Berliner Mauer eingesetzt werden, um Hindernisse am Grenzstreifen aus dem Weg zu räumen.
Die Löschwagen, Tanklöschwagen und Feuerwehrfahrzeuge der DDR Feuerwehr wurden ausschließlich von sogenannten volkseigenen Betrieben (VEB), wie dem Werk „Robus“ oder „IFA“ hergestellt. Diese Werke stellten auch einen großen Anteil der Fahrzeuge der Deutschen Volkspolizei her.
Nach der Wende ging die Verwaltung der Feuerwehr wieder an die Kommunen. Das führte zu einem Umrüsten der vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge, da die Drehleitern und Körbe der Feuerwehrfahrzeuge der DDR Feuerwehr nicht den Sicherheitsbestimmungen der Bundesrepublik Deutschland entsprachen.