In der Spannung zwischen Westmächten und Sowjetunion präsentiert sich das AlliiertenMuseum als interessanter Ort der kulturellen Erinnerung. Das Ende des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit (ab 1948/1949 kann die Sowjetunion nicht mehr zu den Allierten gezählt werden) und die Zeit des Kalten Krieges sind hier ständige Themen, die das AlliiertenMuseum mit Veranstaltungen und Ausstellungen würdigt.

Schwerpunkte sind die Zeit der Luftbrücke und das Alltagsleben in den US-amerikanischen, britischen und französischen Garnisonen bis zum Abzug der Alliierten 1994. Zu den spannendsten Ausstellungsstücken gehören ein restauriertes Segment des berühmten Berliner Spionagetunnels, ein „Rosinenbomber“, der während der Luftbrücke eingesetzt wurde und das Original-Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie.

Das AlliiertenMuseum zeigt außerdem wechselnde Sonderausstellungen. Noch bis zum 8. April 2013 ist „Fair Play. Die Alliierten und der Sport“ zusehen. Darin wird die Rolle des Sports in den alliierten Garnisonen, aber auch als Bindeglied zur Berliner Bevölkerung beleuchtet. Am 14. März 2013 eröffnet die Foyer-Ausstellung „Sieger, Befreier, Besatzer: Deutsche Juden im Dienst der Alliierten“, ein Beitrag zum Berliner Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“. Die Schau stellt Biographien jüdischer Emigranten in den Mittelpunkt, die auf der Seite der Anti-Hitler-Koalition gegen das nationalsozialistische Deutschland kämpften.

Im ehemaligen US-Soldatenkino Outpost Theater finden regelmäßig Lesungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen mit interessanten Zeitzeugen statt. Der Eintritt ins Museum und zu den Veranstaltungen ist frei. Nähere Informationen auf www.alliiertenmuseum.deAlliiertenMuseum Outpost
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