Die DDR Erziehung sollte die Kinder zu sozialistischen Persönlichkeiten formen. Es gehörte zur DDR Erziehung, dass die Geschichte der kommunistischen Parteien sowie Kenntnisse über die SED vermittelt werden sollten. Die sozialistische Ideologie sollte durch die DDR Erziehung in die Gesellschaft getragen werden. Im Erziehungsgesetz von 1974 wird als vorrangig angesehen, alle jungen Menschen zu Staatsbürgern zu erziehen, die den Ideen des Sozialismus treu ergeben sind, als Patrioten und Internationalisten denken und handeln, den Sozialismus stärken und gegen alle Feinde zuverlässig schützen. Die Jugend sollte die revolutionären Traditionen der Arbeiterklasse und die Errungenschaften des Sozialismus achten und verteidigen,Völkerfreundschaft anstreben und antiimperialistische Solidarität üben. In der DDR Erziehung wurde das Streben, sich den Marxismus-Leninismus und die wissenschaftliche Weltanschauung der Arbeiterklasse anzueignen, stark gefördert.

 DDR Erziehung Schule

Der DDR Erziehung wurde vor allem im Kindes- und Jugendalter große Bedeutung beigemessen. Besonders in der Oberschule legte man großen Wert auf die Entwicklung der sozialistischen Persönlichkeit. Die Werte in der DDR Erziehung wurden immer im Gegensatz zur „kapitalistischen Gesellschaft“ gesehen. Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit brachte allerdings keine selbständig handelnden Persönlichkeiten hervor. Gefragt waren angepasste Mitläufer.

 DDR Erziehung im Heim

Wenn die Erziehung im Elternhaus nicht im Sinne des Staates war, d.h. wenn Jugendliche nach der Wertevorstellung der DDR nicht funktionierten, da genügte schon eine nicht gewünschte politische Äußerung, so wurden sie in sogenannte Jugendwerkhöfe gebracht. Dort sollten sie zu „vollwertigen Mitgliedern der sozialistischen Gesellschaft“ erzogen werden. Hier wurde die Erziehung mit Hilfe von schwerer Arbeit und Drill durchgesetzt. Es gab Jugendwerkhöfe, die einem Gefängnis glichen. Diese waren mit meterhohen Mauern und Stacheldraht gesichert. Wer als Jugendlicher in der DDR in die Mühlen des sozialistischen Erziehungssystems geriet und sich nicht anpassen wollte, hat keine Chance, einen Schulabschluss zu erlangen bzw. ein Studium zu beginnen. Die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben gab es in der DDR Erziehung nicht mehr.

Bildquellen: Bundesarchiv, Bild 183-G1023-0031-001 / CC-BY-SA; Bundesarchiv, Bild 183-76029-0001 / CC-BY-SA; Wikimedia Commons