SED ist die Abkürzung für Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Sie war die herrschende Staatspartei von 1949 – 1989 in der DDR und verstand sich als „marxistisch-leninistische Partei der Arbeiterklasse. Sie war eine Vereinigung der KPD und der SPD in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Sämtliche Leitungsfunktionen wurden paritätisch mit ehemaligen KPD- und SPD-Mitgliedern besetzt. Viele Sozialdemokraten waren gegen diese Vereinigung. Sie mussten jedoch dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht nachgeben. Jeder Bürger, der in seinem Leben beruflich vorwärts kommen wollte, war gezwungen, Mitglied der Sozialistische Einheitspartei Deutschland zu werden. 1948 begann die Parteiführung jedoch aufgrund sowjetischer Weisung mit der Umwandlung der Sozialistische Einheitspartei Deutschland in eine leninistische Kaderpartei. Bei Gründung der DDR hielt die Sozialistische Einheitspartei Deutschland bereits alle staatlichen Machtpositionen besetzt. 1950 wurde das Programm von 1946 für überholt erklärt und W. Ulbricht wurde Generalsekretär des ZK. Er stand für den „Aufbau der Grundlagen des Sozialismus“. Von ihm stammt auch der berühmte Satz: „Kein Mensch hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.“

 Sozialistische Einheitspartei Deutschland Mitgliedschaft

Alle fünf Jahre trat der Parteitag der Sozialistische Einheitspartei Deutschland nach indirekten, von der DDR Führung gesteuerten Wahlen zusammen. Dieser war das formal höchste Organ. Durch ihn wurde das Zentralkomitee (ZK) gewählt. Dieses wiederum wählte das Politbüro und das Sekretariat mit dem Generalsekretär. Dieses beiden Gremien bildeten die eigentliche Parteiführung. Eine Aufnahme in die Sozialistische Einheitspartei Deutschland war erst nach einem Jahr Kandidatenzeit möglich und wurde durch die ständige Kreisleitung geprüft und bestätigt.

 Sozialistische Einheitspartei Deutschland Umwandlung

1989 kam es zu Protestdemonstrationen gegen das SED Regime, nachdem die revolutionären Veränderung im Ostblock auch die DDR erfasste. Die Bürger flüchteten in Massen. Honecker trat am 18.10.1989 zurück, Egon Krenz übernahm kurze Zeit den Posten des Generalsekretärs. Ende 1989 distanzierte sich ein Sonderparteitag von der bisherigen Politik und verzichtete auf den Führungsanspruch in Staat und Gesellschaft. Gregor Gysi wurde zum Vorsitzenden gewählt. Zunächst wurde der Parteiname Sozialistische Einheitspartei Deutschland mit dem Zusatz „Partei des demokratischen Sozialismus“ versehen. Seit 1990 besteht nur noch der Name PDS.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-08483-0003 / Köhler, Gustav / CC-BY-SA; Wikipedia