Das letzte Jahr der DDR brach am 9. November 1989 an. Das war der Tag an dem die Mauer zu Fall gebracht wurde. Doch was veränderte sich ab diesem Zeitpunkt? Wie empfanden die Bürger beider Seiten dieses Ereignis und wie wurden die Ost- Deutschen im Westen empfangen? Dieser Artikel beschäftigt sich mit allen diesen Fragen und beschreibt das letzte Jahr der DDR.

Das letzte Jahr der DDR /Fall der Mauer

Den Fall der Mauer konnte zu Beginn wahrscheinlich niemand so recht wahr haben und, dass das letzte Jahr der DDR nun begann erst recht nicht. Fast 30 Jahre lang durchzog der eiserne Vorhang, der angeblich vor dem Faschismus schützen sollte, Deutschland und trennte Ost und West Berlin. Am 9. November 1989 fiel die Mauer am Grenzübergang Bornholmer Straße. In dieser Nacht war es friedlich. Es fiel nicht ein Schuss und jeder der wollte, konnte die Grenze vom Osten in den Westen übertreten. Die West-Berliner empfingen die Ost-Berliner sehr höflich. Sie begrüßten sie freundlich und schenkten ihnen Dinge, wie Babystrampler oder Blumen. In der Nacht des Mauerfalls konnte diejenigen die zwischen Ost und West Berlin hin und her pendelten das Verkehrsnetz umsonst benutzen. So tümmelten sich riesige Menschenmassen in S- und U- Bahnen. Der erste Weg führte zum Kufürstendamm. Dort wurde der Fall der Mauer besonders groß gefeiert. Es gab reichlich zu essen und zu trinken. Es prasselten so viele verschiedene Eindrücke auf die Menschen ein, dass sie wahrscheinlich gar nicht realisierten, dass das letzte Jahr der DDR begonnen hatte und die Mauer für immer der Vergangenheit angehören würde.

Das letzte Jahr der DDR/ Stasi

Auch die Stasi-Zeit war nun zu Ende. Am 15. Januar 1990 wurden endlich auch die Tore der Geheimdienstzentrale in der Normannenstraße in Berlin geöffnet. Die Demonstranten stürmten die Zentrale in der Hoffnung die Männer von der Sicherheit anzutreffen oder noch einige geheime Akten zu finden. Gegen jegliche Hoffnungen der Demonstranten befanden sich jedoch weder Mitarbeiter der Stasi noch geheime ‘Stasilektüre’ in der Zentrale des Geheimdienstes. Das letzte Jahr der DDR hatte schon seit über zwei Monaten begonnen und so hatten sie Zeit, ihre geheimen Akten und sich selbst in Sicherheit zu bringen.