Für den DDR Bürger war es etwas sehr besonderes, in ein DDR Restaurant zu gehen. Dies lag unter anderem daran, dass ein Besuch im DDR Restaurant für den normalen Arbeiter nahezu unerschwinglich war. Ein Besuch im DDR Restaurant war oft den priviligierteren Staatsbürgern vorbehalten. Ein durchschnittlicher DDR Bürger musste für ein Essen im Restaurant sehr lange sparen. Die Einrichtung im DDR Restaurant glich oft einem Bahnhofsrestaurant, was Größe und Ausstattung anging. Es sollten ja möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit durchgeschleust werden, damit auch in diesem Bereich der Plan erfüllt werden konnte. Die Planwirtschaft machte auch vor den Vergnügungen nicht Halt.

 

DDR Restaurant Tischreservierung

Um einen Tisch im DDR Restaurant zu bekommen, musste man sich monatelang vorher um eine Reservierung kümmern. Zu den Feiertagen war es nur möglich einen Tisch zu bekommen, wenn man schon mindestens ein Jahr vorher einen Platz auf der Reservierungsliste ergattern konnte. Am Reservierungstag musste man sich dann in die lange Schlange der Wartenden einreihen. Nach dem Essen wurde man dann darauf hingewiesen, dass man nun zum Ende kommen sollte, da die nächsten bereits warteten. Es ging dann zu, wie auf dem Bahnhof, was nicht nur der Raumatmosphäre geschuldet war. Freundlichkeit der Kellner und Kellnerinnen war nicht zu erwarten, da man um den Gast ja nicht werben musste, er konnte ja froh sein, wenn er einen Platz in einem DDR Restaurant bekam.

 DDR Restaurant Speisekarte

Die Speisekarte im Restaurant war sehr übersichtlich gehalten. Es gab eben die Gerichte, die man mit den in der Planwirtschaft nach den Erfüllungen des Plans in den landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) erwirtschafteten Lebensmitteln herstellen konnte und was nach dem Exportplan noch übrig war. Zu guten Zeiten gab es auch mal importierte Lebensmittel, worauf dann ein großer Andrang im DDR Restaurant herrschte und auch nur von den priviligierten DDR Bürgern finanzierbar war.