DDR Theater gehörten zum festen kulturellen Bestandteil der DDR. Die 70 verschiedenen Bühnen, die es in der DDR gab, unterstanden jedoch einem festen politischen und gesellschaftlichen System. Die DDR Theater hatten niedrige Eintrittspreise und die Kartenverteilung war äußerst gut durchorganisiert, denn sie erfolgte über Verbände, Schulen und Betriebe. Dadurch konnten die DDR Theater eine breite Bevölkerungsmasse erreichen. Die Bühnen der DDR waren jedoch, wie alles in dem Überwachungsstaat nicht frei. Auch in diesem künstlerischen Bereich wurde Aufsicht groß geschrieben.

DDR Theater/ Überwachung

Wie alles in der DDR, wurden auch die DDR Theater durch staatliche Behörden sowie durch die SED überwacht. Man überwachte die Bühnen und sorgte dafür, dass bestimmte Funktionen erfüllt wurden. Theaterstücke wurden, ebenso wie die DDR Literatur dafür benutzt um die Prinzipien des Sozialismus in den Köpfen der Bürger zu festigen. Ähnlich wie in der DDR Literatur kamen in den Stücken meist Hauptfiguren vor, die sich als überzeugte Anhänger des Sozialismus verstanden und das Publikum von ihren Ansichten überzeugen sollten. Die DDR Theater waren aber nicht nur ein Ort der ‘Erziehung’ für die Bürger. Sie sollten natürlich auch dem Zweck der Entspannung erfüllen und einen Ausgleich zum Alltagsleben. Die Bühne diente sozusagen als Ventil, denn nicht selten kamen in den Stücken Sachverhalte zur Sprache, die sonst nur im Rahmen des privaten Lebens geäußert werden durften.

DDR Theater/ Bekannte Namen

Einer der bekanntesten Namen rund um das DDR Theater ist z.B. Bertolt Brecht. Er gründete das Berliner Ensemble zusammen mit seiner Frau Helene Weigel, dass heute im Theater am Schiffbauerdamm beheimatet ist. Helene Weigel war selbst Schauspielerin und leitete das Berliner Ensemble nach dem Tod ihres Mannes. Noch ein bekannter Name im Bereich des DDR Theaters ist Heiner Müller. Er war nicht nur Lyriker und Prosa- Autor, sondern einst auch Dramaturg beim Berliner Ensemble. Das DDR Theater wurde jedoch nicht nur durch Namen wie Brecht, Wiegel und Müller geprägt, sondern noch durch viele weitere.

Bildquelle: Felix O; Bundesarchiv, Bild 183-70329-0007 / Zühlsdorf, Erich / CC-BY-SA; Wikimedia Commons