Das Gesundheitssystem der DDR war im Vergleich zu dem der BRD höher angesehen. Die Säuglingssterblichkeit war niedriger und die Lebenserwartung war im Osten im Allgemeinen größer, als im Westen Deutschlands. Zudem herrschte in der DDR eine Impfpflicht, es gab eine Vielzahl von Vorsorgeprogrammen für Mütter, Schwangere, Kinder und Jugendliche und es existierte ein zentrales Tumorregister. So galt das Gesundheitssystem der DDR in einigen Ländern als Vorbild, und das Ziel war es international zu den besten zu gehören. So wurden große Geldsummen in einige Bereiche der Medizin investiert.

 

 

Gesundheitssystem der DDR/ Nachteile

Das Gesundheitssystem der DDR konnte jedoch nicht in allem glänzen. Dadurch, dass man das Geld in dem einen Bereich steckte, fehlte es an anderer Stelle. An der Versorgung der Medikamente, für außergewöhnlichere Krankheiten, mangelte es in der Regel. Zudem war die Krankenversorgung zwar flächendeckend, aber qualitativ insgesamt sehr leistungsschwach. Das bedeutete, dass wenn man auf eine spezialisierte Behandlung angewiesen war, die eine längere stationäre Behandlung voraussetzte, bis zu zwei Jahre Wartezeit in Kauf nehmen musste. Auch Dialyseplätze für Nierenerkrankte waren rar. Nicht einmal 40 Prozent der Nierenerkrankten hatten die Möglichkeit auf eine Dialysebehandlung.

Das Gesundheitssystem der DDR hatte jedoch nicht nur für Patienten einige Nachteile, auch das Personal konnte nicht von den großen Geldsummen, die man in das Gesundheitssystem steckte, profitieren. Krankenschwestern z.B, erhielten sehr wenig Lohn. Der Lohn bewegte sich nach abgeschlossener Ausbildung um die 300 Ostmarkt.

Gesundheitssystem der DDR/ Forschung

In der DDR forschte man fleißig an Dingen wie z.B. der Organtransplantation. Man entwickelte unter anderem künstliche Organe, die man jedoch aufgrund der Planwirtschaft nicht produzieren konnte. In dem Gesundheitssystem der DDR war es erlaubt, die Organe eines Toten zu entnehmen, ohne dass die Angehörigen um Erlaubnis gefragt, geschweige denn darüber informiert wurden. So war die DDR auf dem weltweiten Markt des Organspendens ganz vorne mit dabei.