Das Viermächteabkommen über Berlin wurde auch Berlinabkommen genannt. In der DDR hieß die Absprache Vierseitiges Abkommen. Das Viermächteabkommen fand zwischen den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und der UdSSR, also den vier Besatzern, statt. Das Viermächteabkommen bestimmte, wie die geteilte Stadt Berlin während der zunehmenden Entschärfung des Kalten Krieges rechtlich zu behandeln sei. Das Viermächteabkommen legte ebenso

die Beziehung West-Berlins zur BRD und wie man nach West-Berlin gelangen konnte fest. Die Vereinbarungen des Viermächteabkommens wurden am 3. September 1971 dort getroffen, wo sich der Alliierte Kontrollrat befand, nämlich in Berlin-Schöneberg. Die Vereinbarung erhielt Gültigkeit am 3. Juni 1972 und verlor sie am 3. Oktober 1990.

Ziele des Viermächteabkommens

Am 26. März 1970 fingen Frankreich, die USA, das Vereinigte Königreich und die UdSSR an, über verschiedene Themen zu diskutieren, die Berlin betrafen. Daraus ergab sich das Viermächteabkommen.

  • Beibehaltung des Viermächte-Status für den Westteil der Stadt, wozu die UdSSR Regelungen zustimmen muss
  • Langfristiger Schutz West-Berlins
  • Zugangswege sollen ständig frei sein
  • Für West-Berliner soll Alltag vereinfacht werden

Das Viermächteabkommen stellte das erste Abkommen unter den Regierungen der Alliierten seit dem Start des Kalten Krieges dar. In ihm wurde festgelegt, welche Rechte und Pflichten die vier Mächte in Berlin haben. Das Abkommen hielt zudem fest, dass alle vier Mächte für die Stadt verantwortlich waren. Ein beschlossener Drei-Stufen-Plan, der für Klärung sorgen sollte, sorgte eher für Probleme, da die Mächte aufgrund ihrer unterschiedlichen Meinungen diesen unterschiedlich auslegten. Die UdSSR erklärte sich bereit, den privaten Durchgangsverkehr zwischen der BRD und West-Berlin zu vereinfachen. Außerdem wurde im Vertrag festgeschrieben, dass die BRD und West-Berlin weiterhin verknüpft blieben, obwohl West-Berlin nicht von der BRD regiert wurde und ihr auch nicht angehörte. Die Vertragsabschließenden sagten zu, die Kommunikation und Reise zwischen West- und Ost-Berlin, wie auch zwischen West-Berlin und der DDR zu optimieren.Auch, dass kleinere Gebietsveränderungen, sowie dass Konferenzen internationalen Charakters in West-Berlin stattfinden könnten und dass die BRD West-Berlin international vertreten dürfte, wurde im Viermächteabkommen beschlossen.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-L0603-406 / Sturm, Horst / CC-BY-SA; Wikipedia