In der DDR war nicht nur der Trabant ein äußerst beliebtes Mittel der Fortbewegung. Es gab zahlreiche weitere Autos der DDR, die das Mobilsein ermöglichen sollten. Denn sowohl der Arbeiter, Bauer als auch die Regierung konnte nie gänzlich auf Autos verzichten. Und genauso groß, wie die unterschiedlichen Anforderungen der Menschen waren, war auch die Anzahl der Autos der DDR.

 Geschichte der Autos der DDR

Es stimmt schon, eines der beliebtesten Autos der DDR war sicherlich der Trabant. Denn nicht umsonst gab es 15 verschiedene Modelle, um auch möglichst viele Wünsche der Liebhaber erfüllen zu können.

Die ständigen Reparaturen waren dabei das gängigste Thema, wenn es um dieses Auto ging. Der letzte Trabi 1.1. war das jüngste und unbeliebteste Modell dieser großen Familie und wurde im Vergleich zu den anderen Autos der DDR nur als “Mumie mit Herzschrittmacher” bezeichnet. In den beinahe vier Jahrzehnten, genau in 34 Jahren, wurden 3,6 Millionen Trabis produziert.

Jedoch schon nach 1945 wurden in Zwickau und in Eisenach weitere Autos der DDR angefertigt. Zu ihnen gehörte der EMW (BMW), der IFA und natürlich der legendäre Wartburg. Darüber hinaus wurden auch Autos aus Russland, Rumänien und auch Polen importiert. Darunter waren es der Lada, das Dacia, sowie der Fiat 126p (kurz Maluch genannt) und der Polonez, die in kurzer Zeit zu weiteren Autos der DDR werden sollten.

 Wartezeit auf Autos der DDR

Wer ein Auto kaufen wollte, musste oft mehrere Jahre darauf warten. Die Wartezeit auf einen Trabi betrug im Durchschnitt 12 Jahre und auf einen importierten Lada sogar 17 Jahre. Die Autos der DDR durften mit dem Alter von 18 Jahren schon bestellt werden und waren hauptsächlich eine Geldanlage für Deutsche. Dies machte sich vor allem in den Verkaufspreisen der Autos bemerkbar. Im Durchschnitt war der Preis eines Gebrauchtwagens höher als der eines Neuwagens, was mitunter wahrscheinlich auch daran lag, dass man auf den Gebrauchtwagen nicht mehr 12 Jahre warten musste.

Seltene Autos der DDR

Wirklich Exoten auf den Straßen stellten folgende Modelle dar: Melkus RS 1000, Tatra 603, IFA F9, P70 und der Wartburg 311. Ab 1977 tauchte dann auch der VW Golf auf. Dieser war jedoch für die meisten Menschen der DDR unerreichbar. Während ein Trabant 10.000 Ostmarkt kostete, musste man für den Golf das doppelte bezahlen. Besonders die immer weiter entwickelten Autos stiegen weiter im Preis, sodass auch ein Trabi, der bis 150km/h fahren konnte schon 50.000 Ostmark gekostet hat. Die Autos der DDR waren so unterschiedlich wie ihre Käufer, und jeder hatte somit die Möglichkeit sein Traummodell zu finden.

Bildquelle: Dave Nicholson; Wikimedia Commons