Willy Brandt wurde am 18. Dezember 1913 in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm in schlichte Verhältnisse geboren. Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992 in Unkel bei Bonn. Willy Brandt war ein sozialdemokratischer Politiker aus Deutschland. Schon als Jugendlicher erlebte er die Arbeiterbewegung mit und wWilly Brandturde daraufhin politisch aktiv. Da er sich bereits in jungen Jahren am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligte, musste er ins norwegische Exil gehen. Auch im Exil gab er den Widerstand gegen das Hitler-Regime jedoch nicht auf.

Willy Brandts Rückkehr aus Skandinavien

Als der Zweite Weltkrieg vorüber war, kam Willy Brandt in die Bundesrepublik zurück. Er wollte dabei mithelfen, die Demokratie wieder herzustellen. Willy Brandt war von 1957 bis 1966 Bürgermeister von Berlin. In seine Amtszeit fiel dabei vor allem der Mauerbau. In diesem Zusammenhang erlangte er globale Berühmtheit dafür, dass er die Freiheit West-Berlins schützte. Von 1966 bis 1969 hatte er dann das Amt des Außenministers und das des Stellvertretendenen Bundeskanzlers unter Kiesinger inne.

Willy Brandt als Bundeskanzler

Zwischen 1969 und 1974 war er der vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seine Ostpolitik, welche Entspannung und Ausgleich mit den Ländern Osteuropas anstrebte, wurde 1971 sogar mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Die Länder im Osten, welche viel Leid durch die Herrschaft Hitlers hatten erfahren müssen, wurden beschwichtigt. Die Einheit der Nation wurde im geteilten Deutschland durch den Kanzler konserviert. Seine Innen- und Gesellschaftspolitik stand unter dem Leitmotto, mehr Demokratie in Deutschland einzuführen. Infolge dieser Politik kam es zu einer Liberalisierung der Gesellschaft; mehr Bürger wurden politisch aktiv. Von 1964 bis 1987 hatte er zudem den Vorsitz der SPD inne. Präsident der Sozialistischen Internationale war er von 1976 bis 1992. Nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler verfolgte Willy Brandt weiterhin das Ziel des Friedens in der Welt, die Bewahrung von Demokratie und Menschenrechten, sowie eine faire Zusammenarbeit zwischen den reichen und armen Ländern.

Bildquelle: Engelbert Reineke, Bundesarchiv, B 145 Bild-F057884-0009; Wikimedia Commons