Wie in den meisten Regimen spielte für die DDR Überwachung eine wichtige Rolle zur Sicherung des Machtanspruchs der Einheitspartei SED. Hierbei erwies sich das Ministerium für Staatssicherheit, das unter der Bezeichnung Stasi weltbekannt ist, als wichtigstes Instrument der DDR zu Überwachung und Unterdrückung der eigenen Bevölkerung. Die politische Führung bezeichnete dieses Ministerium als „Schild und Schwert der Partei“ und erteilte den Mitarbeitern somit eine Vormachtstellung innerhalb der gesamten DDR. Überwachung, Einschüchterung und Terror wurden als legitime Mittel angesehen, um Regimekritiker und Oppositionelle zu bekämpfen und somit die Monopolstellung der amtierenden Regierung zu erhalten. Allerdings waren auch Bevölkerung und Heer der DDR Überwachung und Bespitzelung durch Nachbarn, Kameraden und sogar Familienmitglieder ausgesetzt.

Zielgruppen der DDR ÜberwachungDDR Überwachung

Beschränkungen in der DDR Überwachung durch Grundrechte oder Landesgrenzen wurden durch das Ministerium für Staatssicherheit konsequent ignoriert. Da die Absicherung der bestehenden Verhältnisse oberste Priorität hatte, wuchsen die Befugnisse des MfS stetig. Massenveranstaltungen, Jugendgruppen, Kirchen, Intellektuelle und jegliche Formen von Organisationen waren Ziel der DDR Überwachung. Natürlich machte man vor den eigenen Parteimitgliedern genauso wenig Halt, wie vor der Verwandtschaft der eigenen Einwohner, die sich in der BRD aufhielt. Die eingesetzte Technik zur DDR Überwachung stellte den Geheimdienst der BRD hierbei oft vor Rätsel, da sie stets auf dem neusten Stand war.

Vorgehen der DDR Überwachung

Das Vorgehen des MfS zur Sicherung der DDR durch Überwachung missachtete nicht nur die nicht-existenten Bürgerrechte der DDR, sondern auch die meisten weltweit geltenden Menschenrechte. So wurden Telefonate abgehört, Briefe geöffnet und gelesen und Wohnungen verdächtiger Personen verwanzt. Sollte belastendes Material gefunden werden, wurden Geständnisse durch Beugehaft erzwungen. Auch Fälle von psychischer und physischer Folter in Stasigefängnissen sind bekannt. Den wohl wichtigsten Teil des Überwachungsnetzwerkes der DDR bildeten allerdings die so genannten inoffiziellen Mitarbeiter. Hierbei handelte es sich um Privatpersonen, die aufgrund von Erpressung durch das MfS oder aus freien Stücken kooperierten und Material zu Nachbarn, Kollegen und sogar Familienmitgliedern lieferten. Der Kreis dieser inoffiziellen Mitarbeiter erreichte zur Hochphase der DDR-Überwachung eine Zahl von 200.00, bei einer Einwohnerzahl von knapp 17 Millionen Bürgern.