Die Berliner Mauer Opfer bilden den traurigen Höhepunkt der unmenschlichen Teilung Berlins in Ost und West zur Zeit des Kalten Krieges. Natürlich forderte die Berliner Mauer Opfer von allen Einwohnern der geteilten Stadt, doch mussten manche von ihnen nicht nur mit dem Schmerz der räumlichen Trennung von ihren Liebsten, sondern mit ihrem Leben bezahlen. Die Zahl der Berliner Mauer Opfer beläuft sich nach Angaben des Zentrums für Zeithistorische Forschung auf 136 Todesfälle. Von diesen 136 Berliner Mauer Opfern waren 98 DDR-Flüchtlinge, 30 Personen aus Ost und West, die ohne Fluchtabsicht getötet wurden oder verunglückten und acht im Dienst getötete Grenzsoldaten.

Gründe für die Berliner Mauer OpferBerliner Mauer Opfer

Schon kurz nach ihrer Errichtung forderte die Berliner Mauer Opfer. Gründe für den Einsatz von Gewalt durch die Grenzsoldaten der DDR waren unter anderem der unbedingte Wille des kommunistischen Regimes, die stetige Abwanderung der DDR-Bevölkerung zu stoppen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Grenzsoldaten mit einem Schießbefehl ausgerüstet und es kam zur Errichtung der Berliner Mauer. Opfer aus der eigenen Bevölkerung wurden hierbei billigend in Kauf genommen, da man auf den Abschreckungseffekt hoffte. Der erste Todesfall, der direkt auf die gewaltsame Trennung der Berliner Besatzungszonen zurückzuführen ist, ereignete sich in der Bernauer Straße. Ida Siekmann sprang aus einem Wohnhaus, um den auf West-Berliner-Seite liegenden Gehweg zu erreichen und starb an ihren Verletzungen. Das erste Berliner Mauer Opfer, das durch den Einsatz von Waffengewalt seitens der Staatsmacht der DDR ums Leben kam, war Günther Litfin, der an der Humboldthafenbrücke erschossen wurde.

Gedenken der Berliner Mauer Opfer

Man gedachte den Berliner Mauer Opfern schon während der Zeit der deutschen Teilung öffentlich. Zwar beschränkte sich dies auf den Westteil der geteilten Republik, doch wurden hier teilweise sogar Straßen nach den Mauertoten benannt. Außerdem wurden an Orten des Geschehens Gedenktafeln in Form von weiß lackierten Holzkreuzen angebracht, wie zum Beispiel an der Ostseite des Reichstagsgebäudes. Des Weiteren wurde 1998 die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße errichtet, die als nationales Denkmal gilt und für immer an die Berliner Mauer Opfer erinnern soll.

Bildquelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-P091010 / CC-BY-SA, Wikipedia