Die Berliner Mauer heute als Relikt

Was von der Berliner Mauer heute übrig geblieben ist, umfasst nur einen Bruchteil des „Antifaschistischen Schutzwalles“, der auf einer Länge von 44 km Berlin in Ost und West teilte. So umfasst der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer heute gerade einmal 1,3 km und befindet sich im Bezirk Friedrichshain an der Spree. Vergessen sind die trostlosen Jahrzehnte, in denen der heute so belebte Potsdamerplatz ein riesiges, als Todesstreifen bekanntes, Brachland war. Nur noch einige kleine Stücke der Berliner Mauer stehen heute vor dem Eingang zur S-Bahnstation. In der Bernauer Straße wurde dagegen nicht nur ein Teilabschnitt der Mauer, sondern auch die dazugehörige Grenzanlage inklusive Wachturm erhalten, um die Erinnerung an die grausame Teilung durch die Berliner Mauer bis heute zu bewahren. Ähnliches wird durch dauerhafte Ausstellungen, wie die „Topografie des Terrors“ angestrebt. Auch wenn am bekanntesten Grenzübergang, dem Checkpoint Charlie, die Berliner Mauer heute nicht mehr steht, ist das dazugehörige Museum eine gute Anlaufstelle ,um sich den Verlauf der Mauer und ihre Auswirkungen bildlich vor Augen zu führen. An bedeutenden Orten, wie dem Brandenburger Tor, ist anstelle der Berliner Mauer heute eine doppelte Reihe von Pflastersteinen im Boden eingelassen, die den Verlauf der Mauer sichtbar macht.

Die Berliner Mauer heute als Touristenattraktion

Die Berliner Mauer ist heute ein wichtiger Teilaspekt für die Tourismusindustrie der Stadt. So haben nicht nur die Museen Hochkonjunktur bei Touristen aus dem In- und Ausland, sondern vor allem die Überbleibsel der Mauer sind Touristenmagnete. An ihnen werden Führungen zu Fuß oder Fahrrad angeboten. Außerdem dienen die Reste der Berliner Mauer heute auch als beliebte Fotomotive und Standorte für Händler die Relikte und Souvenirs der DDR veräußern. Vor allem das Spreeufer in Friedrichshain bietet mit seinen Strandbars hinter der Mauer tolle Möglichkeiten und erfreut sich größter Beliebtheit, da die Berliner Mauer heute an diesem Platz als East Side Gallery aufgrund ihrer farbenfrohen Bemalung unter Denkmalschutz steht. Bei Touristen weniger bekannt, aber dennoch sehr informativ, ist eine Funktion des Internetportals Berlin.de, das Luftaufnahmen des Verlaufs der Grenze anbietet, womit ein Vergleich bestimmter Orte zu Zeiten der Berliner Mauer und heute möglich ist.