Planwirtschaft wird auch Zentralverwaltungswirtschaft oder Zentralplanwirtschaft genannt. Planwirtschaft beschreibt eine Wirtschaftsordnung. In der Planwirtschaft entscheidet eine zentrale Kraft über die wichtigen oder über alle Situationen, in denen begrenzte Ressourcen wie Arbeit, Kapital oder Land verteilt werden müssen, damit Waren produziert werden können. Diese Ansätze namens Planwirtschaft, welche seit dem 18. Jahrhundert vorhanden sind, bilden einen Gegensatz zur Marktwirtschaft, welche die Entscheidungen den Akteuren des Marktes überlässt.

Kennzeichen der Planwirtschaft

Die perfekte Zentralverwaltungswirtschaft besitzt einen Wirtschaftsablauf, sprich die Erschaffung und Nutzung von Produkten, welcher komplett durch einen Akteur gesteuert wird. In der perfekten Marktwirtschaft wird dagegen die Wirtschaft über die Akteure des Marktes gesteuert; Angebot und Nachfrage regelt hier der Preismechanismus. Planwirtschaft ist jedoch ein unklarer Begriff, da auch die Marktwirtschaft „Geplantes“ beinhaltet. Beispielhaft ist hier die Unternehmensplanung zu nennen. Aus diesem Grund wurde der Ausdruck „Zentralverwaltungswirtschaft“ geprägt. Abhängig davon, ob dem Staat oder Privatleuten die Produktionsmittel gehören, differenziert man zwischen sozialistischer und kapitalistischer Planwirtschaft. Zudem gibt es diese noch mit Privateigentum, zum Beispiel die Kriegsökonomie oder mit Gesellschaftseigentum, beispielsweise die Rätedemokratie. Auch eine Form mit Staatsbesitz existiert, die staatssozialistische nämlich. Faktisch verkörpern Volkswirtschaften aber keinen Idealtyp. Man kann sie somit einer Wirtschaftsform nur grob zuordnen.

Eine Marktwirtschaft sieht vor, dass der Staat verschieden stark die Markt-Mechanismen beeinflusst, beispielsweise indem er subventioniert. Sind diese Manipulationen sehr ausgeprägt, nennt man das gelenkte Volkswirtschaft. Auch Planwirtschaft besitzt mitunter marktwirtschaftliche Aspekte. Als Beispiel lässt sich die Neue Ökonomische Politik der UdSSR aus den 1920ern anführen.

Ein Beispiel für Planwirtschaft

Der Realsozialismus in der UdSSR ist ein Beispiel der Planwirtschaft. Die Wirtschaft der UdSSR wurde von einer Stelle aus geregelt. Hauptkennzeichen dieser Wirtschaft waren folgende Eigenschaften: Produktionsmittel und Unternehmen waren in Staatsbesitz, die Wirtschaft wurde von einem Punkt aus gesteuert, Preise und Löhne wurden diktiert und nur der Staat konnte mit dem Ausland Handel treiben. Basierend auf Abschätzungen der gesellschaftlichen Bedürfnisse für ein Jahr wurde ein Plan erstellt, der festlegte, wie viel Firmen in der Planwirtschaft in einem Jahr produzieren dürfen.