Die SED, oder auch Sozialistische Einheitspartei Deutschlands genannt, war eine Partei. Sie entstand in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, nachdem KPD und SPD 1946 dazu gezwungen worden waren, sich zusammenzuschließen. Die sowjetischen Besatzer hatten diese Vereinigung, sowie die folgende Veränderung der Partei zur kommunistischen Kaderpartei und alleinigen Staatspartei der DDR, welche 1949 gegründet wurde, vorangetrieben. In der DDR regierte die SED faktisch bis 1990 allein und hatte sämtliche Organe der Legislative, Exekutive und Judikative unter ihrer Kontrolle. Somit zeichnete sich die politische Landschaft der DDR durch eine Ein-Parteien-Herrschaft der SED aus. Als die Mauer 1989/90 geöffnet wurde, entglitt der SED diese Position und sie änderte ihren Namen in PDS, Partei des Demokratischen Sozialismus, um. Nach der Zusammenlegung mit der WASG nannte sie sich ab 2007 Die Linke.

Die SED in der DDR

Die SED wollte die Diktatur des Proletariats einführen und bewahren. In ihren Augen ging dies nur durch eine kontinuierliche Kontrolle und Beeinflussung sämtlicher Bereiche der Gesellschaft. Die SED entwickelte dann eine Doktrin, um ihre leitende Rolle zu bekräftigen und Politik, Kultur und Wirtschaft aus dem SED-Zentrum heraus zu kontrollieren. Diese Doktrin basierte auf dem Kommunistischen Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels. 1968 setzte sie den Führungsanspruch dann in die DDR-Verfassung. Darin bezeichnete sich die Partei als marxistisch-leninistische Partei.

 

Mitglieder der SED

Vor dem Mauerfall hatte die Partei noch 2,3 Millionen Mitglieder. Angesichts der 16,8 Millionen DDR-Bürger war dies eine sehr hohe Zahl, welche ihrem Ziel widersprach, die Pioniere der Arbeiterklasse zu sein. Ganze 15 Prozent der Mitglieder hatten 1981 führende Partei- oder Wirtschaftsposten inne. In der Deutschen Demokratischen Republik nannten viele die SED auch „die Partei“, da es ja sowieso nur eine gab. Gegen Ende der 1980er gab es immer mehr Konflikte zwischen der Gesellschaft und wie sie laut Partei-Theorie sein sollte. Aus diesem Grunde hatte es die Einheitspartei immer schwerer, gezielt junge Leute dazu zu bringen, in die Partei einzutreten. Manche traten ein, um beruflich weiter aufzusteigen; dies war manchmal nötig für eine Beförderung. Es bereitete ebenfalls Probleme, die gewollte Arbeiteranzahl zum Eintritt zu bewegen. Auch Künstler und Ärzte waren selten Mitglied der SED.