FDJ ist die Abkürzung für Freie Deutsche Jugend, ein Jugendverband sozialistischer Natur. In der Deutschen Demokratischen Republik wurde nur die FDJ als Jugendorganisation offiziell akzeptiert und unterstützt. Da die FDJ als Massenorganisation ein gewisses Gewicht hatte, war sie in der Erziehung der Kinder fernab der Schule involviert. Die FDJ zählte zu den Mitgliedern des Weltbundes der Demokratischen Jugend und des Internationalen Studentenbundes. In der Bundesrepublik Deutschland besteht seit 1951 ein Verbot der FDJ, da sie als verfassungsfeindlich gilt.

Rolle der FDJ in der DDR

Anstelle eines kommunistischen Jugendverbandes wollte die Moskauer KPD-Führung eine große Jugendorganisation gründen, die gegen Imperialismus gerichtet war und für Demokratie stand, die spätere FDJ. Im Sommer des Jahres 1945 ließ die Militärregierung der sowjetischen Besatzungszone in Berlin verlauten, dass Jugendausschüsse aufgebaut werden sollen, welche Jugendliche leiten sollten, die gegen Faschismus waren. Es war angedacht, dass diese Jugendlichen lernen, wie sie Probleme alleine lösen. Anfang September 1945 gab es ein Treffen zwischen Repräsentanten der KPD und der SPD mit dem Ziel, eine Arbeitsgruppe zu gründen, welche einen Jugendausschuss für die komplette SBZ aufbauen sollte, nämlich die FDJ. Die Jugendausschüsse sollten eine Jugendbewegung hervorbringen, die auf Freiheit beruhte.

Ziele der FDJ

Bis 1949 verfolgte die FDJ folgende Ziele:

  • Deutschland soll als ein Land erhalten werdenFDJ
  • Begeisterung der Jugend für die Ideale Freiheit, Humanismus, dynamische Demokratie und Weltfrieden
  • Partizipation der Jugend am Nachkriegs-Aufbau Deutschlands
  • Die Jugend soll das öffentliche Leben mit verwalten
  • Die Jugend soll ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Vermögens und Glaubens Zugang zu einer Ausbildung, zu Bildungsstätten und zu kulturellen Einrichtungen erhalten. Zudem sollen alle Jugendlichen gleichen Lohn für die Verrichtung der gleichen Arbeit erhalten und genug Urlaub garantiert bekommen.
  • Das Gefühl des „Dazugehörens“ soll in der FDJ gefördert werden, vor allem durch den Aufbau von Interessengruppen die sozialen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten nachgehen.

Darüber hinaus besaß die Organisation das Ziel, den Jugendlichen den Marxismus-Leninismus näher zu bringen und sie sozialistisch zu erziehen, sodass sie sich an der Modellierung der sozialistischen Gesellschaft der DDR beteiligten. National verstand sich die FDJ als der SED zuarbeitend. International arbeitete die FDJ daran, die Freundschaft mit der Sowjetunion zu intensivieren und anderen Ländern bei der Bekämpfung des Imperialismus zu helfen.