DDR Filme sind ein interessantes Thema, da die SED ja auch Filme zensierte und viele westliche Filme gar keine Chance hatten, es in der DDR ins Kino zu schaffen. DDR Filme wurden von zwei verschiedenen Stellen produziert. Zum einen gab es die staatliche Filmfirma DEFA, welche 1946 unter dem Namen Deutsche Film AG ins Leben gerufen wurde. Das DEFA-Studio für Spielfilme drehte verschiedene Spielfilme, teilweise auch in Zusammenarbeit mit dem Fernsehen der DDR oder mit anderen sozialistischen Staaten. Die DEFA produzierte auch Filme und Serien, die für den Deutschen Fernsehfunk gedreht wurden und nur im DDR Fernsehen gezeigt wurden. Der Deutsche Fernsehfunk (DFF) war die andere Anstalt, die DDR Filme produzierte. Beide Firmen produzierten Spielfilme, die immer spannend und propagandistisch, manchmal aber auch lustig und unterhaltsam waren. Des Weiteren drehte die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, die HFF, eine kleine Anzahl DDR Filme.

Der erfolgreichste DDR Film

Es gab viele DDR Filme, doch „Die Geschichte vom kleinen Muck“ war der Erfolgreichste. Regisseur Wolfgang Staudte drehte diese Verfilmung eines Märchens 1953 in den Studios der DEFA. Die Handlung dieses DDR Films basiert auf dem Märchen „Der Kleine Muck“, welches von Willhelm Hauff geschrieben wurde. In dem Märchen geht es um einen kleinen Jungen der mit magischen Pantoffeln und Stock einen Kaufmann sucht, welcher Glück verkauft.
DDR Filme
DDR Filme satirischer Natur

Die DFA besaß eine Produktionsgruppe namens „Das Stacheltier“, welche zwischen 1953 und 1964 erst dem DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, dann dem Studio für Spielfilme angegliedert war. Dieses Kollektiv produzierte rund 275 satirisch-humoristische Spielfilme unterschiedlicher Länge, welche „Stacheltiere“ hießen. Die Filme zeigte die DDR in den 1950er Jahren zu festen Zeitpunkten vor der Wochenschau und vor den Hauptfilmen. Jede Episode begann mit dem „Stacheltier-Logo“, was dann untrennbar mit der Produktion verbunden war. Die einzige Produktion des Kollektivs in Spielfilmlänge war der Schwarzweißfilm „Der junge Engländer“ unter der Regie von Gottfried Kolditz, welcher 1958 als Stummfilm gedreht wurde. An den oft nur ein paar Minuten langen Episoden arbeiteten zahlreiche aus DDR Filmen bekannte Schauspieler und Regisseure mit, wie beispielsweise Rolf Ludwig oder Sabine Thalbach.

Bildquelle: Otto Normalverbraucher, Wikipedia