Das DDR Fernsehen spielte als Massenmedium im Osten eine herausragende Rolle. Durch das DDR Fernsehen wollte der Saat seine Propaganda für die DDR betreiben. So stand das DDR Fernsehen und das Fernsehen der BRD sowohl bei der Bevölkerung, als auch bei den Fronten des Kalten Krieges im Mittelpunkt des Interesses. Sowohl West als auch Ost kämpfte um die Gunst der Zuschauer. Das DDR Fernsehen war demnach auch ein Staatsfernsehen.

Anfänge und Entwicklungen vom DDR Fernsehen

DDR FernsehenDie Regierung beschloss im März 1950 den Aufbau vom DDR Fernsehen bzw. des Fernsehfunks. Zu Beginn handelte es sich dabei um den DFF, „Deutscher Fernsehfunk“, bis es letztlich am 11.02.1972 zur Umbenennung in „Fernsehen der DDR“ kam. Grund für den anfangs gewählten Titel war, dass das DDR Fernsehen bis in die 70er eigentlich noch als das Fernsehen für ganz Deutschland gelten wollte. Letztlich besaß zu Beginn noch kaum ein DDR-Bürger einen Fernseher. Schließlich kostete er im Schnitt 3500€ bei einem monatlichem Durchschnittsgehalt von 300€. Ab dem 21. Dezember 1952 startete das Programm vom DDR Fernsehen mit 2 Stunden täglich ab 20Uhr. Ganze 60 Geräte in Berlin waren dazu empfangsbereit. Um mehr Bürger zu erreichen, wurde das DDR Fernsehen Sendenetz schnell ausgebaut. Anfang 1956 endete letztlich das Versuchsprogramm und der DFF startete sein Programm. Ende 1958 waren bereits 300.00 Fernsehgeräte in der DDR angemeldet. Im selben Jahr DDR Fernsehen - schwarz-weißwurde das Vormittagsprogramm für Spätarbeiter als Wiederholung des Vortages eingeführt. 1969 kam es zur Einführung des Farbfernsehens und mit ihm des DFF 2. So kam es zur Programmausweitung und Ausdehnung der Sendestunden. Natürlich stand insbesondere die Nachrichtenberichtserstattung unter der Kontrolle der SED, sodass nichts Negatives aus der DDR berichtet werden durfte.

Eine Lockerung im DDR Fernsehen vollzog sich von 1989 bis 1990 der Wendezeit. Das bedeutete gleichermaßen eine Lösung von der Staatsmacht. So konnte, insbesondere in politischen Angelegenheiten, freier berichtet werden. Des Weiteren entstanden zahlreiche weitere Sendungen. Anfangs wurden Massenflucht und Proteste kaum erwähnt, doch das änderte sich schlagartig. Am 30. Oktober wurde letztlich die Propaganda-Sendung „der schwarze Kanal“ eingestellt. Im Februar 1990 wurde das DDR Fernsehen zu einer politisch unabhängigen Sendeanstalt erklärt.

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