Die Berliner Mauer Flucht war ein sehr gefährliches Unterfangen. Schließlich sind bei dem Versuch der Berliner Mauer Flucht viele Menschen ums Leben gekommen. Das erste Todesopfer der Berliner Mauer Flucht war die junge Frau Ida Siekmann, die aus einem Fenster in der Bernauer Straße am 22. August 1961 sprang und ihren Verletzungen erlag. Wenige Tage später wurde am 24. August 1961 der erste Flüchtling, Günter Liftin, erschossen. Etliche Weitere, die auf ihrer Berliner Mauer Flucht gescheitert sind, wurden verhaftet.

Berliner Mauer FluchtDas StGB von 1975 und die Berliner Mauer Flucht

Um Fluchtversuche strafrechtlich verfolgen zu können, gab es die passenden Paragrafen, die sich mit der Berliner Mauer Flucht auseinandersetzten:

§ 105 – Staatsfeindlicher Menschenhandel

Fluchthelfer der Berliner Mauer Flucht, die DDR-Bürgern dazu verhalfen, in außerhalb des Staates liegende Gebiete zu gelangen, ihre Rückkehr verhinderten oder sie verschleppten, machten sich ebenfalls strafbar. Das Verhelfen zur Berliner Mauer Flucht wurde mit 2 Jahren Haft bis lebenslänglich, bei schwerwiegenderen Fällen, bestraft.

§ 213 – Ungesetzlicher Grenzübertritt

Wer die Staatsgrenze widerrechtlich passierte oder verspätet zurückkehrte, wurde mit 1 bis 8 Jahren Haft bestraft, da in jenem Fall die Straftat der Berliner Mauer Flucht vorlag.

§ 254 – Fahnenflucht

Angehörige des Militärs begingen dann Fahnenflucht, wenn sie ihre Dienststelle oder Truppe verließen oder ihr fernblieben und sich dem Wehrdienst entzogen. Es drohten 1 bis 6 Jahre Haft.

Gründe und Entwicklung der Berliner Mauer Flucht

Vom Ende des 2. Weltkrieges bis zur endgültigen Absperrung am 13.08.1961 flohen fast 3 Millionen Menschen in den Westen, da im Osten aufgrund der Abhängigkeit von der Sowjetunion eine Mangelwirtschaft herrschte. Es folgte eine Verschärfung der Grenzkontrollen und Bestrafungen von Flüchtlingen, sodass die Republikflucht zunächst wieder etwas abnahm. Da es sich unter den Bürgern herumsprach, dass es zu einer endgültigen Absperrung kommen sollte, stieg die Zahl der Flüchtlinge erneut an. Dass es am 24. August 1961 zur ersten Erschießung eines Flüchtlings kam und 1962 der erste Grenzsoldat, Reinhold Huhn, von einem westdeutschen Fluchthelfer erschossen wurde, nahm die SED als Vorwand für einen größeren Mauerausbau. Der sogenannte „Todesstreifen“ wurde gebaut. Durch Lockerung der Grenzanlagen zu Österreich und Ungarn erreichte die Berliner Mauer Flucht 1989 ihren Höhepunkt.

Bild: Wikipedia, Kontrollstellekundl