DDR TodesstreifenDer DDR Todesstreifen war ein wesentlicher Bestandteil der Berliner Mauer. Denn die Berliner Mauer bestand nicht nur aus Mauerwerk, sondern beinhaltete mehrere Ebenen, wie den DDR Todesstreifen. Das östliche Sperrgebiet setzte sich demnach aus einer „5 km-Sperrzone“, einem 500 Meter breiten „Schutzstreifen“ und dem „10 m-Kontrollstreifen“ unmittelbar am Grenzzaun zusammen. Dieser Kontrollstreifen oder DDR Todesstreifen war zeitweise vermint oder mit Selbstschussanlagen versehen. So wurde der DDR Todesstreifen von allen Sichthindernissen befreit. Der DDR Todesstreifen durfte nur mit ausdrücklicher Erlaubnis und in Sonderfällen betreten werden. Die in Wachtürmen und Bunkern positionierten Grenztruppen der DDR trugen die Pflicht, jede Auffälligkeit am DDR Todesstreifen zu melden.

Opfer am DDR Todesstreifen

Um mal einige Menschen zu nennen, die dem DDR Todesstreifen zum Opfer fielen, werden hier zwei bedeutende Namen mit kurzer Geschichte aufgeführt:

DDR Todesstreifen - Innerdeutsche GrenzePeter Fechter war gerade mal 18 Jahre jung und starb einen tragischen Tod am DDR Todesstreifen. Am Nachmittag des 17. August 1962 ereignete sich der schreckliche Vorfall. Der Mauergelehrte versuchte mit seinem Freund und Arbeitskollegen, die Mauer zu überklettern. Während es Helmut Kulbeik gelang, wurde Fechter mit drei Schüssen nieder gestreckt und fiel auf die Berliner Mauer Ostseite in den DDR Todesstreifen zurück. Dort blieb er über eine halbe Stunde liegen und verblutete vor den Augen Anderer, die ihn alle zu ignorieren versuchten.

Das letzte Opfer am DDR Todesstreifen war der 21 Jahre junge Mann Chris Gueffroy. Er sollte in den Grundwehrdienst gezogen werden, doch sein Wunsch, aus Ostberlin zu flüchten, wurde nicht zuletzt aufgrund seiner bereits geflohenen Freunde immer größer. Ein Grenzsoldat, der zugleich ein Freund von Gueffroy war, berichtete, dass der Schießbefehl am Grenzstreifen eingestellt worden sei. Darin sah Chris Gueffroy seine Chance. Am 6. Februar versuchte er nachts mit einem Freund von Treptow nach Neukölln zu fliehen. Dort wurden sie bei der Überwindung des letzten Metallgitterzauns von einem Grenzsoldaten entdeckt, der Chris Gueffroy mit zwei Schüssen tötete. Auch er erlag seinen Verletzungen im DDR Todesstreifen.

Bild 1: Wikipedia, Heinz-Josef Lücking
Bild 2: Wikipedia, Alexrk2