Die DDR Wirtschaft war ebenso wie die BRD im Stande, einen recht hohen materiellen Standard zu erreichen. Die Knappheit an Devisen und das Wirtschaftssystem der Planwirtschaft, in der der Staat Fünfjahrespläne aufstellte, bedeuteten jedoch große Probleme für die DDR Wirtschaft. So wurden private Betriebe in der DDR Wirtschaft nicht oder nur sehr selten geduldet.

Export und Import der DDR Wirtschaft

DDR Wirtschaft50% der weltweiten Braunkohleförderung waren auf die DDR Wirtschaft zurückzuführen. Sehr frühe wirtschaftliche Erfolge erzielte die DDR Wirtschaft in der Schwerindustrie, chemischen Industrie und der Energiewirtschaft. Die zweitgrößte Produktion von Chemieprodukten wurde von der DDR Wirtschaft erzeugt. Zudem wurden die größten Exporte von Maschinen im Osten von der DDR betrieben. So kam es dazu, dass die DDR in den 70ern zu den 10 größten Industrieländern zählte.

Der Außenhandel der DDR Wirtschaft nahm stetig zu, weil der Staat auf diverse Importe von Waren aus anderen Ländern angewiesen war. Dabei handelte es sich oft um Warentausch, da das Land über zu wenig Währung verfügte. Zu den wichtigsten Außenhandelspartnern zählten die Sowjetunion und die Bundesrepublik Deutschland.

Das Leben in der DDR Wirtschaft

DDR Wirtschaft - ApothekeDer Staat legte größtenteils die Löhne und Gehälter fest. Die Einkommensschere war dadurch wesentlich geringer, als in der BRD,was ein Grund dafür sein könnte, dass einige Zeitzeugen der DDR Wirtschaft das Leben im Osten als positiv empfanden. So war es auch möglich, dass ein Handwerker genau so viel wie ein Arzt verdiente. Sogenannte Plattenbausiedlungen wurden ebenfalls vom Staat errichtet und konnten für 30 bis 120 Mark im Monat von den Bürgern angemietet werden. Eher negativ empfanden Zeitzeugen der DDR den Automobilmarkt, der sich zu einem Schwarzmarkt entwickelte, da man sich für ein Auto auf eine Warteliste eintragen musste, bei der man bis zu 15 Jahre Wartezeit hatte. Auch der Verkaufspreis von Gegenständen des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Brot wurde von dem Staat geregelt. Dem gegenüber herrschte in der DDR Wirtschaft eine Konsumgüterknappheit, sodass zum Beispiel Kaffee eine lange Zeit nur knapp oder sogar gar nicht verfügbar war.

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