Flüchtlinge aus der DDR gab es zahlreiche. Im Westen erhofften sich die Flüchtlinge aus der DDR ein neues und besseres Leben. Sehr viele nahmen ein sehr hohes Risiko bei der Flucht auf sich. Flüchtlinge aus der DDR riskierten nicht selten ihr Leben, um aus der DDR wegzukommen.

Flüchtlinge aus der DDR verschwanden nicht nur temporär, sondern über die gesamte Zeit hinweg, in der die DDR bestand. Über 3,8 Millionen Flüchtlinge aus der DDR machten sich auf den Weg in den Westen, um dort ein anderes Leben zu beginnen. Für die Regierung im Osten stellten sie ein großes Problem dar.

Flüchtlinge aus der DDR: Gründe für die Flucht

Flüchtlinge aus der DDRFlüchtlinge aus der DDR wollten aus ganz unterschiedlichen Gründen raus aus der DDR. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge verließ das Land wegen des politischen Systems und der damit verbundenen Einschränkungen und Bespitzelungen. Rund ein Viertel der Flüchtlinge aus der DDR ging in den Westen aufgrund wirtschaftlicher Motive. Diese Menschen waren von Verstaatlichung und Zwangskollektivierung betroffen oder sie erhofften sich bessere Lebens- und Einkommensverhältnisse im Westen. Etwa 15% verließen die DDR wegen persönlicher oder familiärer Gründe. Oftmals hatten sie Familienangehörige im anderen Teil Deutschlands, die sie wiedersehen wollten. Die Motive blieben im Wesentlichen über den gesamten Zeitraum, in welchem es Flüchtlinge aus der DDR gab, die gleichen.

Flüchtlinge aus der DDR: Vor dem Mauerbau und nach dem Mauerbau

Flüchtlinge aus der DDR - MauerVor dem Mauerbau diente die rund 44 Kilometer lange, offene Sektorengrenze zwischen Ostberlin und Westberlin als Schlupfloch der Flüchtlinge aus der DDR, in der ansonsten gut gesicherten Grenze. Bereits 1949, dem Gründungsjahr der DDR, wurden rund 130.0000 Flüchtlinge gezählt. Ungeachtet der Tatsache, dass „Republikflucht“ seit 1957 als Straftatbestand geahndet wurde, stieg die Zahl der Flüchtlinge bis zum Jahr des Mauerbaus kontinuierlich an. Bis zum 13. August 1961 hatten bereits 2.686.942 Menschen die DDR verlassen. Um sie von der Flucht abzuhalten, ließ die DDR-Regierung die Berliner Mauer errichten.

Der Flüchtlingsstrom riss auch nach dem Mauerbau nicht ab, jedoch verringerte sich der Umfang deutlich. Die Mauer und die Grenzsoldaten machten eine Flucht nun zu einem lebensgefährlichen Unterfangen. Dennoch wurden immer wieder Fluchtversuche, zum Teil auf recht kuriose Weise, unternommen. Die Flucht in den Westen bezahlten viele Menschen mit ihrem Leben, allein an der Berliner Mauer wurden bis zum 9. November 1989 mindestens 98 Flüchtlinge von Grenzsoldaten erschossen. Insgesamt wird die Anzahl der Flüchtlinge aus der DDR, die an der Grenze oder Mauer starben, auf 1065 geschätzt.

Bild 1: Wikipedia, Junge, Peter Heinz
Bild 2: Wikipedia, KarleHorn