Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Die Versöhnungskirche der Berliner Mauer wurde 1985 von der DDR-Regierung gesprengt. Vier Jahre vor der Wiedervereinigung wurde die Versöhnungskirche der Berliner Mauer für die Nachwelt zerstört. Heute steht auf dem Fundament der Versöhnungskirche der Berliner Mauer die Kapelle der Versöhnung als Teil der Gedenkstätte Bernauer Straße.

Versöhnungskirche der Berliner MauerBau der Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Die Versöhnungskirche der Berliner Mauer wurde mithilfe einer Stiftung von Kaiserin Auguste Viktoria am 28. August 1894 eingeweiht. Die Pläne wurden damals von Gotthilf Ludwig Mäckel erstellt. Die aus rotem Backstein erbaute Kirche besaß einen 75 Meter hohen quadratischen Turm. Im DDR-Regime wurde der Turm der Versöhnungskirche der Berliner Mauer jedoch als Wachturm umfunktioniert. Bis zu 1000 Menschen hatten in der Versöhnungskirche der Berliner Mauer Platz. Ende der 1920er Jahre wies die Gemeinde an die 20.000 Mitglieder und drei Pfarrer auf.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Ab 1945 befand sie sich genau auf der Grenzlinie zwischen sowjetischem und französischem Sektor. Trotzdem wurde die Versöhnungskirche der Berliner Mauer 1950 wiederhergestellt. Bis 1961 ist sie von knapp 6.000 Gemeindemitgliedern noch 11 Jahre lang für Gottesdienste genutzt worden.

Versöhnungskirche der Berliner Mauer EingangSprengung der Versöhnungskirche der Berliner Mauer

Mit dem Mauerbau veränderte sich die Situation gänzlich für die Gemeinde. Am 20. August 1961 wurde der Haupteingang vor dem Gebäude vollständig geschlossen. Den Gemeindemitgliedern aus dem westlichen Teil der Stadt war der Zugang damit verwehrt, da sich das Grundstück auf der Ostseite befand. Ab dem 23. Oktober durfte ebenfalls niemand aus dem Ostteil der Stadt die Kirche mehr besuchen. Die Versöhnungskirche der Berliner Mauer befand sich genau auf dem Todesstreifen zwischen innerer und äußere Begrenzung.

Am 22. Januar 1985 gab die DDR-Regierung den Befehl zum Abreißen, da sie sich im Todesstreifen befand und der DDR-Führung als christliches Symbol nicht passte. Die DDR wollte neue Symbole schaffen. Erst wurde die Kirche, sechs Tage später der Turm gesprengt. Die Bilder der Sprengung erreichten weltweite Aufmerksamkeit in den Medien.

An die Versöhnungskirche der Berliner Mauer erinnert die Gedenkstätte Bernauer Straße mit der Kapelle der Versöhnung. Beide sind einen Besuch wert, um der Zerstörung der Versöhnungskirche der Berliner Mauer zu gedenken.